2015Rapfen

Rapfen und Waller aus der Hamburger Elbe

Rapfenangeln in Hamburg

Pünkt­lich zum Start mei­nes Som­mer­ur­laubs zeigt sich das Wet­ter in Ham­burg von sei­ner aller­bes­ten Sei­te. End­lich mal wie­der ent­span­nen, angeln und zwei Wochen fern­ab des Arbeits­stress genie­ßen. Unter der Woche lud mich Dirk zu sich nach Ham­burg zu einer locke­ren Boots­tour ein. Da ich ja zu 95% vom Ufer aus fische, freu­te ich mich umso mehr, dass wir dies­mal den Räu­bern vom Boot aus nach­stell­ten. Im Haupt­fo­kus der Tour soll­te ganz klar der Rap­fen ste­hen!

So macht der Urlaub Spaß!
So macht der Urlaub Spaß!

Ham­burg ist ja vor allem für das Angeln auf Barsch und Zan­der bekannt, aber auch das Rap­fen­an­geln wird in den letz­ten Jah­ren immer popu­lä­rer. Gera­de im Som­mer, wenn die Zan­der zu ech­ten Diven mutie­ren kön­nen, ist das Angeln auf Rap­fen eine will­kom­me­ne Alter­na­ti­ve. Rap­fen sind tol­le Sport­fi­sche und kampf­star­ke Geg­ner, die einem am ultra­leich­ten oder leich­ten Spinn­ta­ck­le har­te Drills bie­ten kön­nen. Sie kom­men qua­si in allen Gewäs­sern Ham­burgs von der Als­ter mit ihren gan­zen Kanä­len und Flee­ten, über die Bil­le bis hin zur Elbe vor. Neben dem her­kömm­li­chen Ufer­an­geln kann man die Rap­fen auch sehr gut vom Boot befi­schen. Rap­fen bevor­zu­gen meis­tens Spots an denen eine star­ke Strö­mung herrscht. Sol­che Spots fin­det man in der Regel an Buh­nen, Stich­ka­nä­len, Kraft­werks­aus­läu­fen oder auch an Brü­cken­pfei­lern. Als Köder ver­wen­de­ten wir Wob­bler und Stick­baits von DUO, Mega­bass, Illex und Zip­baits.

Der erste "Fotorapfen" des Tages
Der ers­te “Fotor­ap­fen” des Tages

Starke Hamburger Rapfen

Am ers­ten „Rap­fen­s­pot“ ange­kom­men, konn­te Dirk auch ziem­lich schnell den ers­ten Aspi­us des Tages fan­gen, noch nicht der größ­te aber der Anfang war gemacht. Kur­ze Zeit spä­ter war dann auch mei­ne Rute krumm und kurz dar­auf konn­ten wir die ers­ten Rap­fen­fo­tos schie­ßen.

Dirk mit dem nächsten schicken ASP
Dirk mit dem nächs­ten schi­cken ASP

Heu­te fisch­te ich mit mei­ner St. Croix Eye­con ECS66MLF2 Jig N Rig mit einem Wurf­ge­wicht von 3 bis 11g mit einer Shi­ma­no Stra­dic CI4 1000 FA, bes­pult mit einer Stroft GTP R1. Mit der Kom­bo fische ich eigent­lich auf Bar­sche und Bach­fo­rel­len, neu­lich hat­te sie sich aber auch schon ganz gut beim Meer­fo­rel­len­an­geln gemacht und ohne Pro­ble­me Meer­fo­rel­len bis Anfang 60cm gedrillt. Da müss­ten die Rap­fen­drills natür­lich gleich dop­pelt Spaß machen, dach­te ich mir. Nor­ma­ler­wei­se fische ich auf Rap­fen vom Ufer mit mei­ner leich­ten Zan­der­kom­bo, bestehend aus einer Val­ley Hill Jig Head Type MH‑L (259cm 18–40g) und einer 4000ner Shi­ma­no Stel­la SFE, bes­pult mit einer Stroft GTP S4.

Drillspaß pur am feinen Tackle!
Drill­spaß pur am fei­nen Tack­le!

Als nächs­tes war wie­der Dirk dran und konn­te einen schö­nen Rap­fen lan­den. So ging es dann mun­ter wei­ter. Als jeder eini­ge schö­ne Rap­fen gefan­gen hat­ten, ent­schie­den wir uns zunächst noch ein paar schnel­le Wür­fe auf Zan­der zu machen. Da beim Zan­der­an­geln aber nicht viel ging und das Rap­fen­an­geln echt kurz­wei­lig und action­reich war, ent­schlos­sen wir uns den nächs­ten „Rap­fen­s­pot“ anzu­fah­ren.

Drill auf Biegen und Brechen
Drill auf Bie­gen und Bre­chen — das ist defi­ni­tiv kein Rap­fen

Waller als Beifang beim Rapfenangeln

Am neu­en Spot gab es zunächst zwei Bra­x­xen und eini­ge Dril­l­aus­stei­ger bis auf ein­mal ein hef­ti­ger Schlag mei­ne „lüd­de“ St. Croix Eye­con durch­fuhr und die 1000ner Stra­dic CI4 förm­lich zu schrei­en anfing! Die ers­te Flucht war nicht im Gerings­ten zu hal­ten, ehe der Fisch sich lang­sam beru­hig­te und nun am Grund sei­ne Bah­nen zog. Das konn­te auf kei­nen Fall eine Rap­fen sein, so tipp­ten wir zunächst auf einen dicken Karp­fen. Der Drill zog sich ziem­lich lan­ge hin und die UL-Kom­bo muss­te am abso­lu­ten Limit ackern. Dirk fuhr dem Fisch mit dem Boot eini­ge Meter hin­ter­her, so dass ich end­lich mal wie­der Schnur gewin­nen konn­te. Nun bekam ich den Fisch auch das ers­te Mal rich­tig vom Grund gelöst und eine völ­lig ver­schleim­te Schnur kam uns ent­ge­gen, das konn­te also nur ein Wal­ler sein!

Schau mir in die Augen Kleines
Schau mir in die Augen Klei­nes

Kurz dar­auf sahen wir ihn dann auch das ers­te Mal, doch das schien ihm nicht zuge­fal­len und ehe wir uns ver­guck­ten, fing die Rol­le wie­der an zu sin­gen und der Wels schoss Rich­tung Grund. Das Spiel wie­der­hol­te sich noch eini­ge Male und die Zeit ver­ging. Eigent­lich bin ich abso­lut kein Freund davon, wenn Leu­te erzäh­len sie hät­ten einen Fisch eine hal­be Stun­de oder ver­mut­lich noch län­ger gedrillt, sowas hört sich immer sehr unglaub­wür­dig an. Dirk ver­si­cher­te mir aber, dass die­ser Drill so ca. 20 bis 30 Minu­ten dau­er­te. Als der Wal­ler merk­lich schwä­cher wur­de, set­zen wir zum ers­ten Land­ver­such an, aber auch das pass­te ihm nicht so wirk­lich. Ich glaub es war letzt­end­lich der drit­te oder vier­te Lan­de­ver­such der dann glück­te. Echt Wahn­sinn, dass das Tack­le so stand­ge­hal­ten halt. Was ein Zufall, dass ich gera­de davor die Dril­lin­ge des Zip­baits Rig­ge getauscht hat­te, weil ein Rap­fen mir einen Dril­ling zer­bro­chen hat­te, hier hat mal wie­der alles zusam­men gepasst! Sehr geil, einer der kras­ses­ten Drills seit dem ich fische! Vie­len Dank auch noch mal an Dirk für das Manö­vrie­ren des Boo­tes und die Lan­dung, Ham­mer! Wie­der ein Tag, den wir so schnell nicht ver­ges­sen wer­den.

Schöner Waller als Beifang beim Rapfenangeln
Schö­ner Wal­ler als Bei­fang beim Rap­fen­an­geln

Für mich ist es erst der zwei­te gelan­de­te Wal­ler beim Spinn­fi­schen, ein paar hat­te ich schon im Drill mit Zan­dert­ack­le ver­lo­ren, aber das ich gera­de einen Wels mit UL-Tack­le fan­gen wer­de, hät­te ich auch nie­mals geglaubt. Vom Ufer hät­te ich den Fisch auch sicher­lich ver­lo­ren. Danach pas­sier­te eigent­lich nix erwäh­nens­wer­tes mehr, die nächs­te Tour ist aber schon geplant, dies­mal auch mit etwas kräf­ti­ge­rem Tack­le und mehr Zeit.

Bis dahin
Sascha

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Sascha

Quasi seit der ersten Minute mit am Start. Zielfisch Nr.1 ist immer noch ganz klar der Zander. Aber auch Hechte, Meerforellen in der Ostsee, Lachse in DK und Wolfsbarsche in Irland stehen jedes Jahr auf's Neue auf der Liste. Mal schauen was da in der Zukunft noch dazu kommen wird...

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