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2015Meerforelle

Angeln auf Meerforellen in Dänemark

Auf der Suche nach den dänischen Meerforellen

Über Ostern ging es zusam­men mit Arne, Hakan und Ben nach Däne­mark, vier Tage Meer­fo­rel­len­an­geln stan­den auf dem Plan. Da wir alle, bis auf Hakan, Don­ners­tag noch arbei­ten muss­ten, konn­ten wir erst ziem­lich spät los­fah­ren und wur­den auch gleich mit regem Oster­ver­kehr auf der Auto­bahn emp­fan­gen. Die Fahrt an sich war aber sut­sche, geprägt von höchst­in­for­ma­ti­vem Fach­ge­sim­pel rund um‘s Meer­fo­rel­len­fi­schen. Dadurch stieg die Vor­freu­de natür­lich ins Uner­mess­li­che. Als wir end­lich an unse­rem Ziel anka­men, wur­de schnell unser Haus bezo­gen, die Sachen ver­staut und dann ging es auch gleich an die Tacklevorbereitungen.

Arne checkt seine Blinkerauswahl
Arne checkt sei­ne Blinkerauswahl

Der erste Angeltag an der dänischen Küste

Der ers­te Tag star­te­te erst mal mit einem aus­gie­bi­gen und zünf­ti­gen Früh­stück, ehe wir den ers­ten Spot der Tour ansteu­er­ten. Noch auf dem Weg zum Strand konn­ten wir einen Ang­ler dabei beob­ach­ten, wie er eine Meer­fo­rel­le drill­te und sicher lan­den konn­te. Das fing schon mal gut an dach­ten wir uns, Fisch ist also vor Ort! Bei uns hin­ge­gen lief es eher mau, nach ca. zwei Stun­den konn­ten wir kei­nen ein­zi­gen Kon­takt ver­bu­chen und bei den ande­ren Ang­lern war auch nix mehr zu sehen, also beschlos­sen wir, den Spot zu wech­seln. Am zwei­ten Spot lief es lei­der genau so, die Bedin­gun­gen schie­nen top zu sein, doch lei­der gab es auch hier kei­ner­lei Fisch­kon­tak­te und soweit wir das sehen konn­ten, gin­gen die ande­ren Ang­ler auch leer aus. Dar­auf­hin ent­schlos­sen wir uns, den Tag locker an „unse­rem Haus­strand“ aus­klin­gen zu las­sen und in den Son­nen­un­ter­gang zu fischen. Und so Petrus es woll­te, gab es dann end­lich die ers­te Meer­fo­rel­le des Trips für mich. Mit Anfang 40cm kein Rie­se, aber der Bann war gebro­chen! Die Lüd­de war zum Glück nur leicht gehakt und konn­te schnell released wer­den, ansons­ten gab es aber kei­ne Fisch­ak­ti­vi­tät mehr.

Sonnenuntergang am Hausstrand
Son­nen­un­ter­gang am Hausstrand

Der zweite Angeltag brachte die Meerforellen

Schicke 67er Meerforelle
Schi­cke 67er Meerforelle

Am zwei­ten Tag star­te­ten wir etwas frü­her und such­ten den Starts­pot vom Vor­tag auf. Es waren noch kei­ne ande­ren Ang­ler vor Ort, so dass wir die Rif­fe für uns allei­ne hat­ten. Die ers­te hal­be Stun­de tat sich erst mal nix, bis ich auf ein­mal aus hei­te­rem Him­mel einen brett­har­ten Ein­schlag auf mei­nem kupfer/grünen 25g Snaps, gut 20 Meter vor mir, bekam. Mir war sofort klar, dass sich hier eine gro­ße Meer­fo­rel­le den Blin­ker gepackt hat­te. Sie begann sich direkt nach dem Biss an der Ober­flä­che zu wäl­zen, ehe sie ziem­lich schnell auf mich zu schoss. Der Drill an sich dau­er­te nicht wirk­lich lan­ge, aber er hat­te es in sich. Die Forel­le wälz­te sich immer wie­der an der Ober­flä­che und schwamm im Kreis um mich her­um. Als sie lang­sam an Kraft ver­lor, war Arne im rich­ti­gen Moment zur Stel­le und konn­te sie gleich beim ers­ten Kescher­ver­such sicher lan­den. Noch mal vie­len Dank dafür! Als der wirk­lich kom­pak­te Sil­ber­bar­ren im Kescher­netz lag, ging natür­lich gleich das Schät­zen der Grö­ße los, die könn­te ü70 haben! Also schnell zurück an Land, den Fisch ver­sorgt und das Maß­band ange­legt. Das Mes­sen ergab dann 67cm bei einem geschätz­ten Gewicht von zir­ka vier Kilo­gramm! Auch wenn die magi­sche 70cm Mar­ke nicht erreicht wur­de, ist das auch ein wah­rer Traum­fisch und die Freu­de war natür­lich rie­sen­groß! Rich­tig fett gefres­sen, blit­ze­blank und lose Schup­pen, so müs­sen Herings­fres­ser aus­se­hen, der Traum eines jeden Wat­ang­lers! Nach der obli­ga­to­ri­schen Foto­ses­si­on wur­de noch ein wenig wei­ter­ge­fischt, wei­te­re Kon­tak­te blie­ben jedoch aus.

Richtig fett gefressen, blitzeblank und lose Schuppen, so müssen Heringsfresser aussehen!
Rich­tig fett gefres­sen, blit­ze­blank und lose Schup­pen, so müs­sen Herings­fres­ser aussehen!

Nun ging es zunächst ein­mal zum zwei­ten Früh­stück zurück ins Haus, ehe Arne, Hakan und Ben die zwei­te Run­de des Tages ein­läu­te­ten. Ich muss­te lei­der für die­sen Tag eine Zwangs­pau­se machen und mei­ne Wat­schu­he repa­rie­ren, da sich die Soh­le gelöst hat­te und der Kle­ber gut durch­trock­nen muss­te. Also immer schön dran den­ken eine Ersatz­wat­ho­se oder/und Ersatz­wat­schu­he, min­des­tens aber Kle­ber und Pan­zer­tape ein­zu­pa­cken! Auch das Tra­gen von Socken über den Schu­hen zur Fixie­rung der Soh­le wirkt wun­der. Nach der gro­ßen Meer­fo­rel­le vom Mor­gen konn­te ich aber rela­tiv gelas­sen den ruhi­gen Nach­mit­tag im Haus genie­ßen und ein wenig Ent­span­nung gehört ja auch zu jedem Urlaub dazu. Wir gesagt, die ande­ren Jungs zogen in die nächs­te Run­de und auch dies­mal gab es wie­der Fisch! Nach­dem Hakan am Vor­abend die Strö­mung­ver­hält­nis­se gecheckt hat­te, stand der nächs­te Spot auch schon fest. Hakan konn­te drei Meer­fo­rel­len zwi­schen Mit­te 40 und 51cm fan­gen, Arne dazu noch eine Mit­te 40er. Inter­es­sant war, dass Hakan alle drei Forel­len mit einem Blin­ker im Fire­ti­ger­de­sign, wel­ches man eher vom Hecht‑, Barsch- und Zan­der­an­geln kennt, gefan­gen hat. Im Vor­fel­de wur­de der Blin­ker noch als „häss­lich und nicht fän­gig“ belä­chelt. Da sieht man mal wie­der, dass der Mut zu neu­em immer wie­der belohnt wird und dass es sich loh­nen kann, mal aus der Rei­he zu tan­zen. Hakan hat an die­sem Tag einen erfolg­rei­chen Tanz aufs Par­kett gelegt.

Hakan mit seiner 51er Meerforelle
Hakan mit sei­ner 51er Meerforelle
Tag drei und vier sollten sehr schwierig werden

In den drit­ten Tag star­te­ten wir, natür­lich getrie­ben durch die Fän­ge vom Vor­tag, mit vol­lem Elan! Doch lei­der wur­den wir wie­der ziem­lich schnell von der Rea­li­tät ein­ge­holt. Es war mal wie­der alles ande­re als leicht die Fische zu fin­den, geschwei­ge denn zu fan­gen. Und so befisch­ten wir eini­ge Spots ohne jeg­li­chen Fisch­kon­takt, nur einen Nach­läu­fer gab es bei vier Leu­ten den gan­zen Tag über zu verzeichnen.

Angeln in einer atemberaubenden Kullisse
Angeln in einer atem­be­rau­ben­den Kulisse

Nun war auch schon lei­der der vier­te Tag ange­bro­chen, der auch gleich­zei­tig unser Abrei­se­tag war. Ihr kennt das sicher­lich, dass die Zeit auf sol­chen Tou­ren lei­der immer viel zu schnell ver­geht. Viel Zeit zum Angeln blieb uns also nicht, da das Haus noch auf­ge­räumt und gerei­nigt wer­den muss­te und wir gegen 16/17Uhr die Heim­rei­se antre­ten woll­ten. Nach einem guten Früh­stück ging es ans Was­ser. Doch auch heu­te soll­ten zwei ver­schie­de­ne Spots kei­nen Fisch mehr brin­gen. So ist das nun ein­mal beim Meer­fo­rel­len­an­geln, man kann zwar ab und zu eine Stern­stun­de erle­ben oder mit ein wenig Glück einen rich­tig fet­ten Fisch fan­gen, aber letzt­end­lich bleibt es doch sehr har­te Arbeit, die auch vie­le Schnei­der­stun­den mit sich bringt. Aber gera­de das macht ja auch den Reiz die­ser tol­len und inten­si­ven Ange­lei aus!

Bestes Wetter, doch die Meerforellen spielten nicht mehr mit.
Bes­tes Wet­ter, doch die Meer­fo­rel­len spiel­ten nicht mehr mit.

Es war trotz der rela­tiv gerin­gen Fisch­aus­beu­te eine sehr schö­ne Tour! Es wur­de viel gelacht, gut geges­sen, an den Aben­den gab es ent­spannt das ein- oder ande­re Kalt­ge­tränk bei net­ten Gesprä­chen auch mal fern­ab des Angelns und eini­ge Fische plus der dicken 67er Meer­fo­rel­le sind ja auch noch raus­ge­kom­men. Also alles im allem ein ent­spann­tes Oster­wo­chen­en­de mit guten Jungs — so wünscht man sich das und so muss es sein, dan­ke Jungs!

Bis dem­nächst
Sascha




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2 Kommentare

  1. Tol­ler Bei­trag! Hört sich nach jeder Men­ge Spaß an. Da habt ihr ja rich­tig präch­ti­ge Forel­len an Land gezo­gen. Sehr schö­ne Bilder !

  2. Da habt ihr ja bes­tes Wet­ter gehabt und ein paar schö­ne Forel­len an den Haken bekommen.
    Auch wenn ihr ein wenig ent­täuscht von der Aus­beu­te seid, kann ich euch für die­se Tour trotz­dem nur beneiden…

    Petri!

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