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Mariagerfjord: Das beste Meerforellen Revier in Dänemark?

Meerforellenangeln am Mariagerfjord

Das Däne­mark ein Eldo­ra­do für Meer­fo­rel­len­ang­ler ist, ist hin­läng­lich bekannt. Die Inseln Fünen, Als und Lan­ge­land sind ver­mut­lich die bekann­tes­ten Revie­re. Aber auch das däni­sche Fest­land hat vie­le attrak­ti­ve Regio­nen für die Freun­de der Meer­fo­rel­le. Her­vor­zu­he­ben sind hier die Fjor­de, über die man in den Angel­me­di­en, im Ver­gleich zu den Inseln, nicht so viel hört. Ende August bega­ben wir uns für eine Woche nach Nord­jüt­land an den Maria­gerfjord. Wir erleb­ten ein Meer­fo­rel­len­an­geln der Extra­klas­se, es war das bes­te Revier in dem wir je in Däne­mark gefischt haben.

Anreise an Mariagerfjord

Nach einer gut vier­stün­di­gen Fahrt von Ham­burg aus erreich­ten die meis­ten von uns den Maria­gerfjord. Pas­cal war etwas län­ger unter­wegs, da er das Bus­ter S Boot im Schlepp­tau hat­te, das wir zum Fischen, aller­dings pri­mär zum Anfah­ren der Spots, nut­zen woll­ten. Unse­re Unter­kunft lag unweit des nörd­li­chen Ufers des Fjords zwi­schen Hobro und Hadsund. An der Unter­kunft, ein gro­ßes frei ste­hen­des reno­vier­tes Bau­ern­haus, begrüß­te uns der extrem gast­freund­li­che Eigentümer.

Zügig schlug er uns vor, zu ihm ins Auto zu stei­gen und mit ihm die Au zu erkun­den, die durch sein eini­ge Hekt­ar gro­ßes Grund­stück fließt. Er ist sel­ber Flie­gen­fi­scher und erzähl­te uns mit leuch­ten­den Augen von Stand­or­ten der Fische, sei­nen bis­he­ri­gen Fän­gen und das die Au in Rela­ti­on zur Grö­ße / Län­ge die meis­ten Meer­fo­rel­len in gan­zen Däne­mark beher­bergt. In sei­nem Jeep fuh­ren wir quer­feld­ein durch das teil­wei­se stei­le Gelän­de und konn­ten dabei immer wie­der einen Blick auf die sich fried­lich dahin­schlän­geln­de Au erha­schen. Als Mie­ter der Unter­kunft durf­ten wir einen Teil der Stre­cke befi­schen. Ein sehr exklu­si­ves Recht, da dies sonst nur Ver­eins­mit­glie­dern vor­be­hal­ten ist und man kei­ne Tages­kar­ten kau­fen kann. Wir waren gespannt was uns hier erwar­te­te. Im Vor­feld der Rei­se hat­te ich mich aus­gie­big mit dem Fjord und der Au beschäf­tigt. Zwei Din­ge sind beson­ders bei mir hän­gen geblieben:

  • Sowohl in der Au, als auch im Maria­gerfjord kann man Meer­fo­rel­len sehr gut mit Foam Flies (Top­wa­ter Flie­gen aus Schaum­stoff) fangen.
  • Die Forel­len, die ich in Vide­os und Berich­ten sah, waren alle beson­ders fett und wun­der­schön gezeichnet.
Mariagerfjord Meerforellen Spots

Unse­re Grup­pe bestand zu die­sem Zeit­punkt aus Dawid, Pas­cal, mir und Den­nis, der für Fotos und das Fil­men zustän­dig war. Es dau­er­te etwas bis wir ein­ge­checkt, umge­zo­gen und start­klar zum Fischen waren. In der Däm­me­rung ging es dann an die lang­sam dahin glei­ten­de Au, einen der weni­gen Kalk­strö­me Däne­marks mit glass­kla­rem Was­ser. Wir fisch­ten etwa eine gute Stun­de bis in die Dun­kel­heit mit Ober­flä­chen­flie­gen und klei­nen Wob­blern. In der knis­tern­den Atmo­sphä­re des klei­nen Baches muss­ten wir uns so vor­sich­tig wie mög­lich bewe­gen, um mög­lichst lei­se zu sein. In zuneh­men­der Dun­kel­heit gestal­te­te sich dies immer schwie­ri­ger und auch das punkt­ge­naue Wer­fen wur­de nicht leich­ter. Einen Biss gab es nicht, Pas­cal konn­te aller­dings eine zie­hen­de Meer­fo­rel­le beob­ach­ten, die im fla­chen Was­ser eine gro­ße Bug­wel­le vor sich herschob.

Zurück am Haus lie­ßen wir den Anrei­se­tag aus­klin­gen und war­fen den Grill sowie die Feu­er­stel­le an. Der Angel­trip an den Maria­gerfjord soll­te erst so rich­tig beginnen.

Meerforellen Au

Allgemeine Infos zum Fischen am Mariagerfjord

Der Maria­gerfjord liegt mit­tig zwi­schen Aar­hus und Aal­borg an der Ost­küs­te Däne­marks in Nord­jüt­land. Der Fjord ist gut 35km lang, an der schmals­ten Stel­le 250m und an der brei­tes­ten Stel­le 4,5km breit. Gro­ße Berei­che des Fjord sind sehr seicht und san­dig, die tiefs­te Stel­le beträgt aller­dings stol­ze 29m. Im Fjord gibt es ver­schie­de­ne Schutz­zo­nen, pri­mär um die Süß­was­ser­ein­läu­fe, die nicht befischt wer­den dür­fen. Eine Kar­te mit allen Schutz­zo­nen in Däne­mark fin­det Ihr hier.

Fische im Mariagerfjord

Durch vie­le klei­ne Bäche und Auen, in denen die Meer­fo­rel­len lai­chen, ist das Was­ser sehr bra­ckig. Süß­was­ser­fisch­ar­ten wie Hecht und Barsch, wie zum Bei­spiel am Bod­den, sucht man hier aller­dings ver­geb­lich. Für Ang­ler sind also die klas­si­schen Ost­see­fi­sche wie Platt­fi­sche, Hering und Aal im Fokus. Dor­sche soll es nur bis zu einer sehr über­schau­ba­ren Grö­ße geben. Hin und wie­der fin­den sich auch klei­ne Schwär­me von Makre­len an, die wir auch rau­bend an der Ober­flä­che beob­ach­ten konn­ten. Zur Raps­blüh­te sind mas­sen­haft Horn­hech­te im Fjord. Für uns stand natür­lich die Meer­fo­rel­le im Fokus, von der es einen her­vor­ra­gen­den Bestand gibt.

Angelkarte

Um im Maria­gerfjord zu angeln, benö­tigt man prak­ti­scher­wei­se nur die all­ge­mei­ne däni­sche Ange­li­zenz, die man ganz ein­fach online kau­fen kann.

Besonderheit Fjordforelle

Im Fjord gibt es stand­ort­treue Meer­fo­rel­len, die auf­grund des zahl­rei­chen Nah­rung­an­ge­bots (vor allem Stich­lin­ge, Gar­ne­len, Grun­deln, Herin­ge) den Fjord nicht ver­las­sen und daher anders gefärbt sind. Im Gegen­satz zur klas­si­schen silb­ri­gen Fär­bung (außer­halb der Laich­zeit), haben die Fjor­dfo­rel­len das gan­ze Jahr über ein mes­sing­far­be­nes, bräun­li­ches Schup­pen­kleid, das häu­fig mit vie­len klei­nen, schwar­zen Punk­ten durch­setzt ist.

Fliegenfischen am Mariagerfjord

Am nächs­ten Mor­gen tra­fen wir uns mit dem Dänen Kas­per, der in der Regi­on wohnt, den Maria­gerfjord bes­tens kennt und uns einen Tag beglei­ten soll­te. Da Kas­per rei­ner Flie­gen­fi­scher ist, hat­ten auch wir einen “Fly only Tag” für uns beschlos­sen. Wir tra­fen uns an einem klei­nen Hafen mit kos­ten­lo­ser Slip­pe, rig­ten die Ruten, mon­tier­ten alle­samt Foam Flies und lie­ßen das Yama­ha Bus­ter S zu Was­ser. Auf dem Weg zum ers­ten Spot wur­de unse­re Eupho­rie aller­dings etwas getrübt, als Kas­per uns von einem Flie­gen­fi­scher-Camp am Fjord erzähl­te, bei dem über 20 Teil­neh­mer an 2 Tagen kei­ne 10 Meer­fo­rel­len fingen.

Egaaal, die Stim­mung auf dem Boot war bes­tens, das Wet­ter herr­lich, ein ers­tes skål ertön­te und der Spot, dem wir uns immer lang­sa­mer näher­ten, sah gut aus. Recht kla­res, glat­tes Was­ser wur­de von einen leich­ten seit­li­chen Strö­mung über einen klas­si­schen Leo­par­den­grund bewegt. Kann man so machen. Wir teil­ten uns auf, lie­ßen unse­re Schaum­stoff­f­lie­gen mit Pau­sen durch die Ober­flä­che fur­chen. Außer­halb mei­ner Wurf­wei­te konn­te ich etwa auf mei­ner Höhe im knie­tie­fem Was­ser Akti­vi­tät ver­neh­men. Hier mal ein klei­ner Ring, da mal ein dezen­ter Schwall. Kas­per, der noch nicht angel­te, und ich beweg­ten uns vor­sich­tig in Rich­tung der Fische. Mei­ne Flie­ge war an der Ober­flä­che bes­tens zu sehen und die Span­nung stieg mit jedem Meter, den ich den offen­sicht­lich akti­ven Fischen näher kam.

Kas­per gab mir den Tipp die Flie­ge noch lang­sa­mer mit län­ge­ren Stand­pau­sen zu fischen, was umge­hend eine Reak­ti­on aus­lös­te. Ich sah wie eine Bug­wel­le sich lang­sam der Flie­ge näher­te, aller­dings ohne nach ihr zu schnap­pen. Zwei Wür­fe spä­ter gab es dann kurz nach dem Auf­tref­fen auf die Was­ser­flä­che den ers­ten Biss. Wie­der kün­dig­te sich die Meer­fo­rel­le durch einen Schwall an, jedoch konn­te ich die­ses Mal beob­ach­ten, wie die Meer­fo­rel­len ver­such­te die Flie­ge zu neh­men. Sehr span­nend! Lei­der blieb es bei einem Ver­such, denn die Forel­le ver­fehl­te die Flie­ge. Einen zwei­ten Anlauf gab es nicht. Auch die Fisch­ak­ti­vi­tät im seich­ten Was­ser ver­schwand. Es dau­er­te etwas, aber dann wur­de deut­lich, dass sich die Meer­fo­rel­len ins tie­fe­re Was­ser ver­zo­gen hatten.

Fliegenfischen am Mariagerfjord

Überall buckelnde und springenden Meerforellen

Was sich von nun an in 50–60m Distanz vor mir abspie­len soll­te hat­te ich so sel­ten erlebt. Fast im Minu­ten­takt sah ich buckeln­de und kom­plett aus dem Was­ser sprin­gen­de Forel­len in allen mög­li­chen Grö­ßen. Teil­wei­se meh­re­re Fische zur glei­chen Zeit, von denen ich eini­ge jen­seits der 60cm Mar­ke schätzte.

Ich wate­te ins tie­fe­re Was­ser und wech­sel­te von Schaum­stoff­f­lie­ge zu Strea­mer. Die Fische waren aller­dings wei­ter­hin deut­lich außer­halb mei­ner Wurf­wei­te. Nach einem kur­zen inner­li­chem Kampf (Fly only Tag) ging ich zurück zum Boot, hol­te mir eine Spinn­stan­ge und gab den ande­ren Jungs die Info zu den sprin­gen Fischen. Zurück am Spot konn­te ich sofort wie­der Fische an der Ober­flä­che aus­ma­chen. Ich warf das Blech Rich­tung Mep­pen und kam gera­de so auf die span­nen­de Distanz. Beim ers­ten Wurf gab es den ers­ten leich­ten Zup­fer und beim zwei­ten Wurf den ers­ten Fisch. Eine gut 40cm gro­ße Meer­fo­rel­le, die schnell wie­der schwim­men durf­te, war der ers­te Fisch des Trips.

Ich bekam noch zwei zag­haf­te Bis­se und auch Dawid, der sich zwi­schen­zeit­lich in mei­ne Nähe gestellt hat­te und sei­ne ers­te Mefo mit der Flie­ge fan­gen woll­te, bekam einen Biss. Es blieb aller­dings kein Fisch mehr hän­gen. Da auch die Ober­flä­chen­ak­ti­vi­tät abnahm, beschlos­sen wir ins Boot zu stei­gen und den nächs­ten Spot anzufahren.

Uns wur­de schnell klar, dass es purer Luxus ist, beim Meer­fo­rel­len­an­geln ein Boot dabei zu haben. Kei­ne lan­gen Fuß­we­ge ans Was­ser und vor allem kei­ne ner­vi­gen Auto­fahr­ten zwi­schen den Spot­wech­seln. Bei einem Tag Mef­o­fi­schen sit­zen wir näm­lich teil­wei­se viel im Auto, wenn uns die Bedin­gun­gen an den ange­fah­re­nen Stel­len nicht gefallen.

Am zwei­ten Spot ange­langt park­ten wir unser Was­ser­ta­xi in einer idyl­li­schen Bucht und ver­teil­ten uns dann in Rich­tung einer Land­zun­ge, um die eine kräf­ti­ge Strö­mung zog. Vor­ab dreh­ten wir mit dem Boot eine klei­ne Run­de bei mini­ma­ler Fahrt. Das Echo­lot ver­riet uns, das in Spinn­fi­scher-Wurf­wei­te bis zu 8m tie­fes Was­ser zu errei­chen war. Laut Kas­per war dies ein Spot, an dem ger­ne mal gro­ße Meer­fo­rel­len gefan­gen wer­den, was uns nicht wunderte.

Im Gegen­satz zur ers­ten Angel­stel­le war das Was­ser hier glas­klar. Bei son­ni­gem Wet­ter ohne Wind nicht unbe­dingt ein Bil­der­buch-Spot. Ein­zig die Strö­mung sorg­te dafür, dass wir auch hier guter Din­ge ins Was­ser stie­gen. Es dau­er­te nicht lan­ge bis wir auch hier nach und nach ein paar Fische an der Ober­flä­che beob­ach­ten konn­ten. Dawid und Pas­cal hat­ten an der Strö­mungs­kan­te nach ca. 20min die ers­ten Kon­tak­te und konn­ten 2 klei­ne Meer­fo­rel­len fan­gen. Ich stand etwas wei­ter in der Bucht und hat­te nach cir­ca einer Stun­de noch kei­nen Biss. Mein Ver­trau­en in die Stel­le schwand und daher woll­te ich weiterziehen.

Mefo in Dänemark

Nach 15minütiger Fahrt park­ten wir das Boot am Ran­de eines Schon­ge­biets (davon gibt es eini­ge, daher bit­te che­cken), lie­ßen es hin­ter uns und fisch­ten die nächs­ten 3–4 Stun­den den Maria­gerfjord in Rich­tung Ost­see. Das Boot hat­te offen­sicht­lich kei­ne Scheuch­wir­kung. Genau da, wo wir 2 Minu­ten vor­her lang fuh­ren, gab es bereits bei den ers­ten Wür­fen zag­haf­te Kon­tak­te. Fische waren da, aber so rich­tig beiss­wil­lig waren sie noch nicht. Wir nötig­ten Kas­per auch end­lich zu angeln, der sich bis dato vor­nehm zurück­ge­hal­ten hat­te. Auch er bekam nur vor­sich­ti­ge Bisse.

Beim Meer­fo­rel­len­an­geln bin ich kein Freund des sta­tio­nä­ren Fischens. Gera­de wenn man gefühlt kei­ne fang­ba­ren Forel­len in der Nähe hat, heißt es Meter machen. So ent­fern­te ich mich immer wei­ter von den ande­ren Jungs, die mitt­ler­wei­le auch jeweils ein gutes Stück aus­ein­an­der stan­den. Das Waten war äußerst ange­nehm: Durch­ge­hend fes­ter, san­di­ger Unter­grund. Wat­fi­schen ohne sich 3 Mal am Tag fast auf die Nase zu legen, herrlich!

Bei mei­nem “gun and run” kam ich recht nah an einem der zahl­rei­chen Net­ze vor­bei. Cir­ka 10m hin­ter dem Netz lag eine tote ca. 50er Meer­fo­rel­le auf dem Boden. Da sie noch nicht von den zahl­rei­chen Krab­ben ange­knab­bert war und rote Kie­men hat­te, nahm ich sie mit. Spä­ter schau­te ich sie mir auf dem Boot noch mal genau­er an. Der Fisch hat­te sich offen­sicht­lich aus dem Netz befrei­en kön­nen, ist jedoch kurz danach gestor­ben. Da das Blut des Fisches noch nicht mal rich­tig geron­nen war, kam sie mir sehr frisch vor und so lan­de­te sie am Abend auf dem Flamm­brett. Lecker!

Meerforellen Hotspot

Mitt­ler­wei­le hat­te ich die Foam Flies gegen eine der schwers­ten Flie­gen aus­ge­tauscht, die ich in der Box hat­te. Eine klei­ne brau­ne, Bren­da ähn­li­che Flie­ge soll­te es nun rich­ten. Da ich wei­ter­hin eine Floa­ting Line fisch­te, ließ ich sie nach dem Wurf lan­ge absa­cken, um zumin­dest etwas tie­fer zu fischen. Ich hat­te mich in der Zwi­schen­zeit ca. 150m von dem Netz ent­fernt und war an einem Platz ange­kom­men, der uns in den nächs­ten Tagen viel Freu­de berei­ten soll­te. Wie wir spä­ter fest­stell­ten lief hier ein gro­ßes Muschel­riff aus, an des­sen Ende es ein tie­fes Loch mit knapp 4m Meter gab, bevor es wie­der seich­ter und san­di­ger wur­de. Ein abso­lu­ter Meer­fo­rel­len Hotspot!

Um mich her­um, gab es plötz­lich eine Men­ge Akti­vi­tät: Hier ein klei­ner Ring, da ein Schwall unter der Ober­flä­che und etwas wei­ter drau­ßen spran­gen die Meer­fo­rel­len teil­wei­se einen Meter aus dem Was­ser. Ich stand mit­ten im Fisch. Die Auf­re­gung stieg! Beim anstrip­pen wur­de mei­ne Flie­ge kurz fest­ge­hal­ten und ich war kurz davor mich lang­sam zu ärgern, da die Fische so vor­sich­tig waren, als es einen kräf­ti­gen Ruck gab und sich umge­hend eine fet­te 50+ Meer­fo­rel­le aus dem Was­ser schraub­te. Ohne die­sen Sprung hät­te ich die Forel­le deut­lich grö­ßer geschätzt, denn sie hat­te rich­tig Dampf. Nach einem hei­ßen Tanz lag eine feis­te Fjor­dfo­rel­le in der typi­schen Fär­bung vor mir im Kescher. Braun, gol­dig schim­mernd, mit vie­len klei­nen Punk­ten und einem sehr guten BMI. Ein rich­tig gei­ler Fisch!

Ich releas­te den Fisch schnell und mach­te die nächs­ten Wür­fe. An der glei­chen Stel­le, noch beim Absin­ken nagel­te der nächs­te Fisch auf mei­ne Flie­ge. Ähn­lich gefärbt, aber ca. 10cm klei­ner. Ob die Fische nun ein­fach aggres­si­ver waren oder es an der ver­än­der­ten Art zu angeln lag ist schwer zu sagen, auf jeden Fall soll­te klein, braun und lang­sam die gan­ze Woche über bes­tens funktionieren.

Die ande­ren Jungs waren mitt­ler­wei­le in Ruf­wei­te. Ich berich­te­te von den gemach­ten Erfah­run­gen und wir fisch­ten den Spot gemein­sam ab. Alle fin­gen Ihre Fische, Kas­per hak­te eine rich­tig gute Meer­fo­rel­le, die er auf deut­lich über 60cm schätz­te. Lei­der stieg die­ser Fisch nach einem kur­zem Drill wie­der aus. Die ande­ren gelan­de­ten Meer­fo­rel­len waren etwas klei­ner. Da wir wei­ter­hin gro­ße Mefos spran­gen sahen, wirk­te es so, als wenn die grö­ße­ren Forel­len nur hin und wie­der ins fla­che­re Was­ser zogen und haupt­säch­lich außer­halb der Wurf­wei­te aufhielten.

Da sich der Tag dem Ende neig­te und wir noch eine ande­re Ecke tes­ten woll­ten, ver­lie­ßen wir den Spot (nen­nen wir ihn Spot 3), stie­gen aufs Bus­ter und fuh­ren nach Wes­ten, weit in den Fjord, in einen traum­haf­ten Son­nen­un­ter­gang hinein.

Auch die­se Stel­le sah rich­tig viel­ver­spre­chend aus. Einen Biss gab es hier in 30 Minu­ten Angel­zeit aller­dings nicht und so genos­sen wir mit der Rute in der Hand den Son­nen­un­ter­gang bevor wir zufrie­den den Heim­weg antra­ten. Auf der Rück­fahrt im Dunk­len resü­mier­ten wir kurz den Tag und addier­ten grob wie vie­le Meer­fo­rel­len wir an der Ober­flä­che gese­hen haben. In Sum­me müss­ten es über 100 gewe­sen sein. Gefan­gen haben wir in der Grup­pe gut 20 Fische. Ohne zu ahnen, was noch kom­men soll­te, waren wir sehr über die­se zah­len erstaunt. Vor allem, das wir an jedem Spot, fast über den gan­zen Tag ver­teilt Mefos sahen, hat­ten wir so sel­ten erlebt. Letzt­end­lich soll­te der schlech­tes­te Tag der Woche sein.

Willst Du uns das nächste Mal an den Mariagerfjord begleiten? Hier die Infos:

Mefos für alle — auch der Kameramann fängt

Da wir spät im Bett waren, soll­te es am nächs­ten Mor­gen etwas dau­ern, bis wir alle start­klar waren und das Boot im Was­ser lag. Cir­ka um 10 Uhr star­tet wir an Spot 1. Nach den Erfah­run­gen des Vor­ta­ges setz­te erst­mal kei­ner auf Schaum­stoff­f­lie­gen und es lag auch eine Spinn­ru­te mehr im Boot. Wir fan­den die Angel­stel­le so wie­der, wie wir sie ver­las­sen hat­ten, mit viel Fisch. Das Spek­ta­kel an der Ober­flä­che war wie­der beein­dru­ckend und so dau­er­te es nicht lan­ge bis Pas­cal, Dawid und ich die ers­ten Fische bis Mit­te 40 auf ver­schie­de­ne Strea­mer gelan­det hat­ten. Den­nis hat­te also zügig eini­ge Auf­nah­men im Kas­ten und griff als Gele­gen­heits­ang­ler auch zur Rute. Was fol­gen soll­te war natür­lich klar. Es dau­er­te kei­ne 5 Minu­ten bis er laut­stark auf sich auf­merk­sam mach­te. Ich eil­te zur Hil­fe und konn­te ihm einen flot­ten 50er Bock keschern. Was Den­nis an der Rute über die Tage ablie­fer­te war ziem­lich frech. Ins­ge­samt mach­te er geschätzt 100 Wür­fe und fing dabei 7 oder 8 Meer­fo­rel­len in guten Größen.

Wie auch am Vor­tag stan­den die bes­se­ren Fische im tie­fe­ren Was­ser. Ich schnapp­te mir daher auch die Spinn­ru­te und warf in Rich­tung der stei­gen­den und sprin­gen­den Fische. Wie so oft hat­te ich mich eini­ge Meter vor einem Über­gang von dunk­lem zum hel­len, san­di­gen Unter­grund plat­ziert, da die Fische ger­ne kurz nach dem Über­gang zum Sand noch zupa­cken (sich direkt auf den dunk­len Bereich zu stel­len, bringt mei­ner Mei­nung nach deut­lich weni­ger Fische). Kurz nach­dem ich Den­nis Fisch gelan­det hat­te, bekam ich einen Nach­läu­fer einer guten Forel­le mit geöff­ne­ten Maul bis direkt vor die Füße. Beim dar­auf­fol­gen­den kur­zen Wurf, fisch­te ich deut­lich schnel­ler und der Fisch stieg auf Sicht bei einem kur­zen Stopp ein. Was für ein Spaß!

Jeder war noch 1–2 Mal erfolg­reich bevor wir uns zurück aufs Boot bega­ben. An Bord schnapp­te ich mir noch mal die Spinn­ru­te, als die wir uns die Struk­tur des Spots angu­cken woll­ten. Jetzt warf ich aufs Fla­che und fisch­te über die Kan­te zum Tie­fen. Der Durch­lauf­blin­ker (den Köder ver­lin­ke ich am Ende des Texts) wur­de bra­chi­al atta­ckiert und die Brem­se schrie auf. Eine adi­pö­se Mit­te 50er Mefo hat­te sich den Blin­ker geschnappt und leg­te im Drill ihr Gewicht in die Waag­scha­le. Ein schö­ner Drill ende­te mit einem klei­nen Jubel­schrei, da ich den Fisch wegen Ihrer Run­dun­gen kurz­fris­tig grö­ßer schätz­te. Die durf­te mit.

Meerforelle vom Boot

War­um so viel Fisch hin­ter der Kan­te stand zeig­te uns kurz dar­auf das Echo­lot. Ein rie­si­ger Bait­ball, ver­mut­lich klei­ne Herin­ge, hat­te es sich bei 6–8m Was­ser­tie­fe gemüt­lich gemacht. Dies soll­ten wir an die­ser und auch an ande­ren, tie­fe­ren Stel­len noch häu­fi­ger sehen. Regel­mä­ßig wur­den die­se Fut­ter­fisch­schwär­me von gro­ßen Sicheln flan­kiert, die uns nach 70cm und mehr aus­sa­hen. Im Nach­hin­ein betrach­tet, hät­ten wir die­se Fische, die häu­fig auf 4–5m in der Was­ser­säu­le stan­den, etwas inten­si­ver mit ande­ren Metho­den bean­geln sol­len. Beim nächs­ten Angel­trip am Maria­gerfjord sind wir schlauer.

Wir fuh­ren mit dem Boot zu Spot 3 des Vor­ta­ges und fin­gen eine Men­ge klei­ne­re Forel­len zwi­schen 35 und 45cm mit der Flie­ge. Da die grö­ße­ren Mefos offen­sicht­lich wie­der im tie­fe­ren Was­ser stan­den und der Spot nur mit zwei Ang­lern wirk­lich gut zu befi­schen ist, stieg ich mit Den­nis wie­der auf das Bus­ter. Wir guck­ten uns die Struk­tur der Ecke mit dem Echo­lot an und mach­ten ein paar Drif­ten im tie­fe­ren Was­ser, die aller­dings nicht wirk­lich zu Erfolg führ­ten. Im fla­che­ren Was­ser des Maria­gerfjords gab es dann wie­der eine Men­ge Fisch inklu­si­ve Dop­pel­drills und Dublet­ten (eine Mefo mal am Blin­ker und die zwei­te auf die Sprin­ger­flie­ge) auf die Spinn­ru­te. Dawid soll­te am nächs­ten Tag ein rich­ti­ges Kunst­stück aufs Par­kett zau­bern, als er 3 Dublet­ten bei 3 Wür­fen fing.

Hin­ter uns im Tie­fen sahen wir plötz­lich sprin­gen­de Bait­fi­sche. Wir war­fen den Motor an und ver­such­ten in Wurf­wei­te zu kom­men. Kurz­fris­tig hoff­ten wir auf jagen­de Meer­fo­rel­len, letzt­end­lich war es aller­dings ein klei­ner Trupp Makre­len, der die Fut­ter­fi­sche auf­misch­te. Sie beweg­ten sich so schnell, das wir nur mit Mühe teil­wei­se nah genug an sie ran kamen. So gab es auch nur einen Biss, einen Drill­aus­stei­ger und kei­ne gelan­de­te Makre­le. Die Mini-Thun­fisch-Jagt war aller­dings eine will­kom­me­ne Abwechslung.

Zurück bei den Jungs an Spot 3 leg­ten wir noch ein paar Fische nach, bevor noch eine ande­re Ecke pro­bier­ten, da an die­sem Tag an der Stel­le nur klei­ne Fische in Reich­wei­te waren. Letzt­end­lich gab es am zwei­ten Tag der Rei­se kei­nen wei­te­ren Fisch über 50cm, aber die Anzahl an Meer­fo­rel­len im Maria­gerfjord war erstaun­lich und die Grö­ßen-Pyra­mi­de der Fische abso­lut in Takt, wie wir noch fest­stel­len sollten.

Dicht am Fisch Mefo Trip

Wind- und Wetterwechsel — den Meerforellen ist es völlig egal

Am nächs­ten Tag gesell­te sich Hakan zu uns, den wir durch unse­re Bericht­erstat­tung, so heiß gemacht hat­ten, das er sich um 5Uhr mor­gens ins Auto setz­te, um einen Tag mit uns zu fischen (natür­lich ver­län­ger­te er und es wur­den 2 Tage). Ähn­li­ches galt für Dawid, der auch 2 Tage län­ger blieb als geplant.

Wäh­rend wir am Vor­tag zumin­dest eini­ge Wol­ken und etwas Wind hat­ten, war nun rei­nes T‑Shirt Wet­ter. Die Son­ne brann­te und es beweg­te sich nicht ein Blatt, als wir das Boot am Mor­gen wie­der im idyl­li­schen Hafen zu Was­ser lie­ßen. Den Meer­fo­rel­len war es völ­lig egal!

Wäh­rend sich zügi­ge Ver­än­de­run­gen von Wind und Wet­ter gefühlt immer nega­tiv auf das Beiss­ver­hal­ten von Meer­fo­rel­len aus­wir­ken, war es den Fischen im Maria­gerfjord wäh­rend unse­res Trips völ­lig wurscht. Selbst ein Tem­pe­ra­tur­ein­bruch und eine Wind­rich­tungs­än­de­rung um 180 Grad unter der Woche, hat­te abso­lut kei­ne Aus­wir­kun­gen. Ganz im Gegen­teil, die Fän­ge wur­den eher noch von Tag zu Tag besser.

Wir fisch­ten alle gemein­sam Spot 1 aus und fin­gen alle unse­re Forel­len bis 50cm. Im Anschluß teil­ten wir uns in 2 Grup­pen auf und das Boot dien­te uns als Was­ser­ta­xi. Meer­fo­rel­len fin­gen wir mal mehr mal weni­ger über den gan­zen Tag ver­teilt an ver­schie­de­nen Spots. Um den Bericht nicht end­los lang wer­den zu las­sen, wer­de ich im Fol­gen­den nur noch ein paar High­lights herauspicken.

Dawid und ich fisch­ten gera­de vom Boot in der Nähe von Hakan und Pas­cal. Ich film­te gera­de den Release von Dawids Meer­fo­rel­le, als ich den Blick hoch­nahm und sah, wie Pas­cals Rute rich­tig krumm war. Schnell war klar, dass es sich um eine rich­tig gute Meer­fo­rel­le han­delt. Der Drill dau­er­te eini­ge Minu­ten an der #6 Flie­gen­ru­te. Zum Vor­schein kam letzt­end­lich die fol­gen­de herr­li­che Fjor­dfo­rel­le von glatt 60cm.

Noch leicht geflasht setz­te Pas­cal die Forel­le nach dem Foto zurück und mach­te den nächs­ten Wurf. Nach 2–3 mal anstrip­pen gab es den nächs­ten Biss und wie­der schraub­te sich ein rich­tig dicke, kampf­star­ke Meer­fo­rel­le aus dem Was­ser, die sogar noch ein biss­chen grö­ßer war als die erste.

Dicke Meerforelle auf Fliege

Angelplätze am Mariagerfjord

Der Maria­gerfjord zählt zurecht zu einem der schöns­ten Fjor­de Däne­marks. Man fischt hier größ­ten­teils an wirk­lich idyl­li­schen Plät­zen. Vie­le Spots sehen bereits auf den ers­ten Blick schon gut aus und erst recht, wenn man sie sich bei Goog­le Maps oder Earth ansieht. Hier eine Lis­te mit Angel­stel­len, die defi­ni­tiv einen Ver­such wert sind (etwas wei­ter zu lau­fen scha­det natür­lich nie).

Die Aben­de lie­ßen wir immer bei einem Drink am Grill und einem anschlie­ßen­den Feu­er aus­klin­gen. Ver­mut­lich für die meis­ten von uns mit die bes­ten Momen­te, des ansons­ten eher schwie­ri­gen Jah­res 2020.

Für die letz­ten Tage war unser Pod­cast Mann Chris­toph mit von der Par­tie. Im Boot auf dem Weg zu den Spots wur­de es spä­tes­tens jetzt rich­tig kusche­lig. Nach­dem wir für eini­ge Stun­den getrennt gefischt hat­ten, fan­den wir uns mit­tags an Spot 2 ein, um uns auf dem Skot­ti Grill einen Snack zu grillen.

Vor­ab gab es bereits die Info, dass Chris­toph den Fisch sei­ner Träu­me gefan­gen hat. Nach­dem wir ande­ren die Fotos gese­hen hat­ten, gab es herz­li­che Gra­tu­la­tio­nen und es wur­de mit einem Bier ange­sto­ßen. Chris­tophs Fisch war ein­fach male­risch schön! Mit­te 60 und eine Zeich­nung wie eine Neu­see­län­di­sche Bach­fo­rel­le. Aber schaut selbst:

Meerforelle aus dem Mariagerfjord

Wäh­rend die meis­ten von uns beim Gril­len das ers­te klei­ne Päu­schen des Trips mach­ten, stand Hakan wei­ter­hin im Maria­gerfjord und fing eine Forel­le nach der ande­ren, so dass die Pau­se ent­spre­chend kurz ausfiel.

Schon erstaun­lich, wie fisch­geil man auch nach unzäh­li­gen Meer­fo­rel­len noch ist und wie schnell die Rela­tio­nen ver­schwim­men. Wenn es zwi­schen­durch mal eine Stun­de gab, in der man kei­nen Fisch lan­de­te, wur­de man schon etwas ungeduldig.

Als Dawid und Hakan uns ver­lie­ßen, gab es schon etwas Weh­mut, da die­ser Trip für uns alle zu einem der bes­ten Angel­er­leb­nis­se über­haupt gehör­te, so eine kon­stant gutes Meer­fo­rel­len­an­geln über eine Woche hat­te kei­ner von uns vor­her erlebt.

Den letz­ten Tag woll­ten Chris­toph, Pas­cal und ich dazu nut­zen, noch ein paar ande­re Spots des Maria­gerfjords zu befi­schen. Wir fuh­ren 3–4 unter­schied­li­che Stel­len inklu­si­ve Land­zun­gen und ruhi­gen Rif­fen an, die alle­samt rich­tig gut aus­sa­hen. Vie­le beiß­wil­li­ge Fische waren hier aller­dings nicht unter­wegs, so dass wir beschlos­sen die letz­ten paar Stun­den des Trips an unse­ren alt­be­währ­ten Spots zu verbringen.

Zunächst fisch­ten wir mit der Spinn­ru­te vom Boot, da wir gezielt auf grö­ße­re Meer­fo­rel­len angeln woll­ten. Die Fre­quenz war super und die Durch­schnitt­grö­ße der Forel­len lag ca. bei 50cm. Erstaun­lich war, das Nuan­cen bei der Köder­füh­rung einen gro­ßen Unter­schied mach­ten. Viel­leicht hat­te Chris­toph sein Angel­glück am Vor­tag auch ein­fach nur mit sei­nem Traum­fisch auf­ge­braucht, so dass er trotz vie­len Kon­tak­ten an die­sem Tag “nur” 4 Meer­fo­rel­len lan­den konnte.

Pas­cal und ich zähl­ten an die­sem Nach­mit­tag mit: In Sum­me fin­gen wir bei­de ziem­lich genau 70 Meer­fo­rel­len. Wovon ein Drit­tel mit der Flie­ge gefan­gen wur­den, als wir spä­ter vom Ufer aus angel­ten. Wir hat­ten an unse­rem “Honig­pott” mal wie­der so eine Pha­se erwischt, in der wir uns nach einem Wurf Bescheid sag­ten, wenn wir mal kei­nen Biss hatten.

Fazit zur Angelreise an den Mariagerfjord

Zusam­men­fas­send muss ich erwäh­nen, dass wir ohne Kas­pers Ein­füh­rung am ers­ten Tag sicher­lich weni­ger gefan­gen hät­ten. Auch wenn wir durch­ge­hend an Spots gean­gelt haben, die man im Inter­net fin­det und die ich oben ver­linkt habe. Eini­ge Angel­stel­len, die wir aus­pro­bier­ten, funk­tio­nier­ten nicht ansatz­wei­se so gut, wie die Top 3 Spots. Hier muss­te man sich die Fische ganz nor­mal zusam­men sam­meln. Auch ohne unser Bus­ter Boot hät­ten wir ver­mut­lich eine drei­stel­li­ge Anzahl an Meer­fo­rel­len weni­ger gefan­gen, da wir so ein­fach viel mehr effek­ti­ve Angel­zeit hat­ten. Etwas ver­nach­läs­sigt haben wir die Au, da es im Fjord ein­fach so gut lief und wir abends meis­tens ziem­lich platt waren. An die­ser Stel­le gibt es also noch Nach­hold­be­darf beim nächs­ten Angel­trip. Wir wer­den auf jeden Fall che­cken, ob sich die­se unfass­bar gute Ange­lei am Maria­gerfjord wie­der­ho­len lässt. Die Anzahl der Momen­te in den wir grin­send, kopf­schüt­telt das Erleb­te genos­sen wird auf jeden Fall schwer zu top­pen sein.

Hier das Video zum Trip:

Willst Du beim nächsten Trips dabei sein? Unter diesem Link gibt es die nötigen Infos:

Neben Kas­per gilt auch Den­nis ein dickes Dan­ke­schön, der uns für die tol­len Fotos und das fol­gen­de Video beglei­tet hat. Mehr von Den­nis und sei­nen foto­gra­fi­schen Arbei­ten fin­det Ihr unter Hejritter.eu.

Fliegenfischen am Mariagerfjord

Unse­re Erfah­rungs­wer­te bezie­hen sich auf eine Woche im Spät­som­mer und sind daher sicher­lich nicht all­ge­mein­gül­tig. Ich wer­de zukünf­tig defi­ni­tiv immer mehr als eine Schnur mit an den Maria­gerfjord nehmen:

  • Eine schwim­men­de Schnur für Foam Flies & Co. (soll das gan­ze Jahr über bei den rich­ti­gen Bedin­gun­gen funktionieren)
  • Eine Slow Inter­me­dia­te für die nor­ma­le Angelei
  • Und eine Sink­schnur für tie­fe Berei­che bzw. wenn man ein Boot dabei hat und bei war­men Was­ser gezielt auf gro­ße Forel­len fischt

Unse­re bes­ten Flie­gen waren klein und braun (zum Bei­spiel die Bren­da und Tang­läu­fer), also typi­sche Herbst­flie­gen. Es kom­men aller­dings auch vie­le Gar­ne­len und Stich­lin­ge im Fjord vor. Sand­aa­le soll es kaum geben.

Spinnfischen am Mariagerfjord

Wir grif­fen bei die­sem Trip eigent­lich nur zur Spinn­ru­te, wenn wir höhe­re Wurf­wei­ten brauch­ten, als die Fische wei­ter drau­ßen stan­den bzw. wir vom Boot tie­fer angeln woll­ten, als unse­re Flie­gen­schnü­re es erlaub­ten. 3 Meter lan­ge Ruten und 25gr schwe­re Blin­ker braucht im Fjord nie­mand. Maxi­mal 2,40m lan­ge Ruten rei­chen dicke. Pro­biert es neben leich­ten (Durchlauf)Blinkern auch mit klei­nen Wob­blern. Hier 3 Empfehlungen:

Tipps zur Region und Unterkunft

  • Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Rei­se­tipps zur Regi­on fin­det Ihr unter Visitnordjylland.de
  • Wir kön­nen unse­re Unter­kunft wärms­tens emp­feh­len, gera­de wenn Ihr in einer Grup­pe mit bis zu 8 Leu­ten unter­wegs seid. Schaut Euch dafür ein­fach die­sen Link an.

Hast du Interesse an der Reise und Fragen dazu? Lass uns Schnacken!

Aus­fül­len, abschi­cken, Angeln gehen.



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Sören

Ich habe 2009 den DaF Blog bzw. 2014 den Shop gestartet und seit dem habe ich viel Zeit und Liebe in "mein Baby" gesteckt. Die Zeiten mit einer dreistelligen Anzahl an Angeltagen im Jahr sind vorbei, aber natürlich bin ich noch so häufig wie möglich am Wasser, um Süß- und Salzwasserräuber zu ärgern.

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3 Kommentare

  1. Hal­lo,
    also ich muss schon sagen das ihr dann im Maria­gerfjord im August sehr sehr viel Glück gehabt habt. Unfass­bar. Ich war im August und im Sep­tem­ber 20 für jeweils 10Tage mit 2 wei­te­ren Flie­gen­fi­schern dort. Wir sind kei­ne Anfän­ger und es war unse­re zehn­te Rei­se dort hin. Auf­grund der hohen Was­ser­tem­pe­ra­tur ist es sehr schlecht gelau­fen, mehr als 30 Forel­len sind es zusam­men nicht geworden.

    1. Moin Micha­el,
      30 Fische bei 3 Ang­lern in 20 Tagen? Da haben wir tat­säch­lich ganz ande­re Erfah­run­gen gemacht! Gut mög­lich, dass wir das per­fek­te Timing hat­ten. Die Was­ser­tem­pe­ra­tur war bei den 3 Trips aber sicher­lich ziem­lich iden­tisch. Wir waren vom 29.8–5.9. da. Wie im Arti­kel bereits erwähnt, gab es bei uns aber ein paar Fak­to­ren, die defi­ni­tiv dazu bei­getra­gen haben, dass es so gut lief. Der Däne Kas­per zeig­te uns ein paar hei­ße Ecken (alles bekann­te Spots / in den auf­ge­führ­ten Links zu fin­den). 3 von den Spots haben jeden Tag gelie­fert! Ande­re Spots waren nicht ansatz­wei­se so gut. Außer­dem hat­ten wir durch das Boot super viel effek­ti­ve Angel­zeit. Lan­ge Pau­sen gibt es bei uns im/am Was­ser eh nicht. Daher hat­ten wir min­des­tens 8 Stun­den täg­lich die Köder im Was­ser x die Anzahl der Ang­ler (im Schnitt ~ 4). Teil­wei­se hat­ten wir aber sicher­lich auch das nöti­ge Glück des Tüch­ti­gen: Stre­cke gemacht und einen Spot gefun­den an dem ger­ne mal 20 Fische auf Flie­ge in der Stun­de raus­ka­men (2 Ang­ler). Der Spot war wirk­lich klein, sagen wir 10m x 10m. Wenn ein 3. von uns 30m dane­ben stand, hat er kaum was gefangen.
      Wir sind jeden­falls auch gespannt, ob sich das Erleb­te ansatz­wei­se so repro­du­zie­ren lässt. Ver­su­chen wer­den wir es 🙂

      1. Respekt; ja ich bin auch gespannt wie sich das entwickelt.Sind im April und im Sep­tem­ber wie­der dort; wenn Coro­na das will. Mit­te August hat­ten wir fast 20Grad und Sep­tem­ber immer noch 18Grad Was­ser. An der Ober­flä­che kein Ring oder sons­ti­ge Akti­vi­tä­ten gese­hen und auch alle bekann­ten Plat­ze abgegrast.Scheint immer weni­ger mit den Fän­gen in den letz­ten Jah­ren zu wer­den. Schaun wir mal.

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