2012

Der Meter ist geknackt!!!

Dicke Dorsche aus Hvide Sande

Es war mal wie­der ein Bil­der­buch­mor­gen, eine ster­nen­kla­re Nacht wur­de mit einem lau­en Lüft­chen von einem atem­be­rau­ben­den Son­nen­auf­gang abgelößt. Die Son­ne stand gol­den über dem Hafen von Hvi­de San­de, als wir mor­gens um halb sechs mit der Solea auf eine 14-stün­di­ge Wrack­an­gel­tour auf­bra­chen.

Son­nen­auf­gang in Hvi­de San­de
Köder für’s Hoch­see­an­geln

Die Solea ist ein Hoch­see­fi­sche­rei­boot von 17 Metern Län­ge und einer Brei­te von ca. 5 Metern. Sie bie­tet Platz für 28 Ang­ler und ist das füh­ren­de Boot aus dem Hafen von Hvi­de San­de, wenn es dar­um geht, gro­ße Dorsche zu fan­gen. Um nun an die­se soge­nann­ten Dick­dor­sche zu kom­men, muss­te das Pil­ker­re­per­tu­ar ein wenig auf­ge­frischt wer­den.

Wir soll­ten in einer Tie­fe von ca. 40 Metern fischen und somit wur­den Pil­ker von ca. 400g not­wen­dig. Die Vor­fä­cher waren nor­ma­le 3‑Hakenvorfächer mit Tin­ten­fi­sch­imi­ta­ten. Die Tin­ten­fi­sche haben wir aber größ­ten­teils durch unse­re alt­be­währ­ten “Zan­der­gum­mis” ersetzt, was uns im End­ef­fekt viel­leicht den ent­schei­de­nen Vor­teil ver­schafft hat.

Die Erfolgs­kö­der des Tages

Unser ers­tes Angel­ziel lag ca. 65 km vor der Küs­te in west­li­cher Rich­tung, die Anfahrt belief sich auf ca. 5 Stun­den. Also erst mal ab unter Deck und Augen zu. Ich wur­de schlag­ar­tig wach, als der Kapi­tän die Dreh­zahl dros­sel­te und die Gesprä­che lau­ter wur­den. Das Boot ver­lang­sam­te die Fahrt und die ers­te Drift ging los. Es wur­den direkt Dor­sche gefan­gen aber nicht so, wie wir uns das gedacht haben. Es waren eher klei­ne Dor­sche von ca. 55cm bis 65cm. Die zwei­te und drit­te Drift brach­ten gar kei­nen Fisch aufs Boot. So fuh­ren wir noch mal 15 km wei­ter Rich­tung Wes­ten und dort ange­kom­men rap­pel­te es  dann rich­tig. Dublet­ten waren kei­ne Aus­nah­me und es hin­gen auch öfter mal drei oder sogar vier Fische am Band. Auf ein­mal mach­te es dann  “BUMMMM ,  toll ein Hän­ger dach­te ich mir, aber nix da! Es kam Bewe­gung ins Spiel. Mei­ne 30lbs Rute von Ron Thomp­son, mei­ne Penn Sla­mer und mei­ne 40er Mono­fi­le von Stroft wur­den jetzt auf eine har­te Pro­be gestellt. Die ers­ten zwei Minu­ten beweg­te sich fast gar nichts. Ich hat­te das Gefühl, dass sich da irgend­was mit mei­nen Pil­ker am Grund fest­ge­na­gelt hat. In Minu­te 3 bis 4 hab ich so ca. 20 Meter Schnur gewon­nen aber der Wider­stand wur­de ein­fach nicht gerin­ger. Als ich dann bei ca. 10 Meter Was­ser­tie­fe ange­kom­men war, konn­te ich sehen, dass da zwei Fische am Haken waren, wovon einer wesent­lich grö­ßer war, als der ande­re. Er Maß stol­ze 103cm und hat­te ein Gewicht von 9,3 kg!

Der Meter ist geknackt — 103cm gro­ßer Dorsch
Da kann man nur Petri sagen!

Nun ging es Schlag auf Schlag. Über­all waren die Ruten krumm. Mein Bru­der und ich fin­gen 85% unse­rer Fische auf unse­re Bei­fän­ger und kamen auf ins­ge­samt 36 Fische (ich 17 und mein Bru­der 19). Wie gesagt, ich glau­be da an unse­ren Vor­teil mit den Gum­mi­fi­schen weil der dritt­bes­te mit elf Fischen nach Hau­se gegan­gen ist.

Durch die­se ewi­ge nach Wes­ten Fah­re­rei ent­fern­ten wir uns auf ins­ge­sammt 100 km von dem siche­ren Hafen und eine sie­ben stün­di­ge Rück­fahrt stand uns noch bevor. Das ver­kürz­te zwar die Angel­zeit aber unse­re Arme waren strap­pa­ziert genug. Jetzt konn­ten wir uns auch dem wohl­ver­dien­ten Fei­er­abend­bier­chen wid­men und fuh­ren sicher zurück nach Hvi­de San­de. Es war ein super Tag mit dicken Fischen und abso­lut wei­ter zu emp­feh­len.
Euer Baron

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Redaktion

Unter dem Namen Redaktion haben wir vornehmlich ältere Artikel abgelegt, bei denen eine Zuordnung des Autors schwierig ist oder es einmalige Beiträge waren.

6 Kommentare

  1. Dan­ke für die Glück­wün­sche 😉 !!!!!!
    Otto : kann Dir lei­der kei­ne Adres­se oder Tele­fon­num­mer geben, da ich die Tour immer nur kurz­fris­tig und vor Ort direkt in Hvi­de San­de buche.Ich mach das ein bischen vom Wind abhän­gig, da ich nicht so see­fest bin wie die alten See­bä­ren. Man muss wie ich fin­de aber sehr tief in die Tasche grei­fen.
    Es geht los mit einer Tour zum Weis­sen-Riff. Aus­fahrt ca 9 Std. , wovon ca 3 Std.  gefischt wird.Hier beläuft sich der Preis auf 85 € .
    Die zwei­te Tour geht ca. 14 Std., wovon ca. 5 Std. gefischt wird. Preis 137 € !!!!! Muss dazu sagen, dass sich die län­ger Tour eher eig­net, um gros­se Fische zu fan­gen, weil hier an Wracks gefischt wird.
    Man kann sich mit ein paar Kum­pels auch das gan­ze Boot mie­ten aber 1000 €uro­nen muss man dann schon auf den Tisch legen.
    Tho­mas Stühm : Hab mich zwar mit den Kapi­tä­nen unter­hal­ten aber ob da nun einer Iwan hieß,
    kann ich Dir lei­der nicht sagen. Es sind zwei Brü­der und nicht mehr der Blon­de, dicke mit den klei­nen Locken 😉 !!!!

  2. Gra­tu­la­ti­on zu den tol­len Fän­gen auf der Solea — fährt dort jetzt wie­der Iwan den Kut­ter ?
    Wit­zig fin­de ich an der Sto­ry , dass ich auch immer bes­ser mit ande­ren Ködern fan­ge als auf die
    gelauf­ten …schlau gehan­delt — Respekt !
    Bes­te grüs­se

    Tho­mas Stühm
    Kut­ter­board Betrei­ber und Angel­wo­che Mit­ar­bei­ter

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