Dorsch (Gadus morhua)

Der Dorsch — alles zum Thema Angeln auf Dorsch

Der macht schon ordentlich Spaß am Meerforellentackle
Der macht schon ordent­lich Spaß am Meer­fo­rel­len­ta­ck­le

Die deut­schen Namen für die­sen Mee­res­be­woh­ner sind ver­wir­rend, da für ein und die­sel­be Art diver­se Namen zu fin­den sind. Hin­ter Dorsch und Kabel­jau ver­birgt sich der Dorsch (Gadus mor­hua), ob in Nord- oder Ost­see behei­ma­tet spielt da kei­ne Rol­le. Man­cher­orts bezeich­net man den noch nicht geschlechts­rei­fen Kabel­jau als Dorsch. Der auf­grund sei­ner mar­kan­ten Fär­bung soge­nann­te „Ost­see­leo­pard“ ernährt sich haupt­säch­lich von Kreb­sen, Wür­mern und ande­ren Weich­tie­ren. Er kommt im gesam­ten nord­at­lan­ti­schen Raum vor und bewohnt hier das Flach­was­ser eben­so wie Tie­fen von bis zu 600 Meter.

Form und Aussehen der Dorsche

Der Dorsch hat einen lang gestreck­ten Kör­per mit drei dicht bei­ein­an­der ste­hen­den und abge­run­de­ten Rücken­flos­sen sowie einer Bauch- und zwei After­flos­sen und einem im Ver­hält­nis zum Kör­per sehr gro­ßen Kopf. Der typi­sche Kinn­fa­den (Bar­tel) aller Dor­sche ist lang und kräf­tig. Die Sei­ten­li­nie ist deut­lich zu erken­nen. Die Fär­bung des Kabel­jaus ist unein­heit­lich, meist ein grün­lich, bräun­lich oder röt­lich gefärb­tes Fle­cken­mus­ter, wobei die Bauch­sei­te hell ist.

Größe und Wachstum des Dorsches

Dor­sche wer­den bis zu 1,50 Meter lang und errei­chen dabei enor­me Gewich­te von über 40 kg. Die Durch­schnitts­grö­ßen in der west­li­chen Ost­see sind jedoch deut­lich gerin­ger. Bevor der Kabel­jau­be­stand durch Über­fi­schung Ende des 20. Jahr­hun­derts erheb­lich dezi­miert wur­de, konn­ten aus­ge­wach­se­ne atlan­ti­sche Dor­sche zwei Meter lang und bis zu 100 kg schwer wer­den. In der Nord- und Ost­see liegt das durch­schnitt­li­che Gewicht des Dorschs zwi­schen zwei und vier Kilo­gramm.

Der Dorsch und sein Lebenszyklus

Der Dorsch ist ein Wan­der­fisch, der stark von Umwelt­ein­flüs­sen abhän­gig ist. Wenn sie auf Nah­rungs­su­che sind, hal­ten sich die Fische in käl­te­ren Regio­nen auf, zum Lai­chen zie­hen sie gen Süden in wär­me­re Regio­nen. Die Jung­fi­sche ernäh­ren sich von Klein­tie­ren wie Kreb­sen, Muscheln, Krab­ben und Klein­fi­schen. Der aus­ge­wach­se­ne Kabel­jau ist ein Räu­ber, der auch Herings­schwär­me kilo­me­ter­weit ver­folgt. Dor­sche wach­sen recht schnell (im ers­ten Jahr auf 14 cm, im zwei­ten bis auf 28 cm und im fünf­ten Jahr auf 54 cm Län­ge). Auch bei dem The­ma Laich­rei­fe wird wie­der klar, wie sehr die­ser Fisch von Umwelt­fak­to­ren beein­flusst wird: Wird der Dorsch der Ost­see schon bei ca. 40 cm Grö­ße laich­reif, wer­den sei­ne Art­ge­nos­sen in käl­te­ren Regio­nen erst bei ca. 70 cm geschlechts­reif. Die Laich­zeit in deut­schen Gewäs­sern erstreckt sich von Janu­ar bis Mai. Der Dorsch ist ein her­vor­ra­gen­der Spei­se­fisch. Sein fes­tes und mage­res Fleisch kann man auf unter­schied­lichs­te Art und Wei­se ver­ar­bei­ten. Als Deli­ka­tes­se gilt auch der fisch geräu­cher­te Rogen.

Tipps zum Angeln auf Dorsch

Dem Dorsch kann auf ver­schie­dens­te Art und Wei­se nach­ge­stellt wer­den, hier kur­ze Zusam­men­fas­sun­gen zum Fischen von Land und See. Die bes­te Zeit zum Dorsch­an­geln ist Sep­tem­ber bis Mai. Bran­dungs­an­geln auf Dorsch: Typi­scher Wei­se mit lan­gen, schwe­ren Ruten (um 4 m / bis 250 gr. Wurf­ge­wicht) und gro­ßen Weit­wurfrol­len, da die Wurf­wei­te ein ent­schei­den­der Fak­tor sein kann. Es wird mit mono­fi­ler wie auch gefloch­te­ner Schnur gefischt, bei­de haben ihre Vor­zü­ge, Mono­fi­le in Abrieb­fes­tig­keit und Deh­nungs­ei­gen­schaf­ten, die Gefloch­te­ne liegt im Punkt Wurf­wei­te jedoch weit vorn. Um die Belas­tung der schwe­ren Bleie abzu­fe­dern wird bei­den Schnur­ar­ten eine soge­nann­te Schlag­schnur vor­ge­schal­tet (ca. 3 Ruten­län­gen). Als Mon­ta­ge die­nen klas­si­sche Bran­dungs­vor­fä­cher, die mit Watt­wür­mern bekö­dert wer­den. Eine Watt­wurm­na­del ist hier für die bes­se­re Halt­bar­keit auf dem Haken zu emp­feh­len.

Auch vom Land aus kann man dem Dorsch mit der Spinn­ru­te nach­stel­len. Küs­ten­wob­bler und Blin­ker brin­gen hier Erfolg, vor allem in den Abend­stun­den.

Die bes­ten Aus­sich­ten auf Erfolg auch hin­sicht­lich der Grö­ße hat man jedoch vom Boot. Hier kann ent­we­der aktiv mit der leich­ten Pil­kru­te mit Pil­kern, Jigs und Shads gefischt wer­den, mit der Drop-Shot Mon­ta­ge oder auf Grund mit der Nach­läu­fer­mon­ta­ge . Hier wer­den die Vor­fä­cher dann wie­der mit Watt­wür­mern bestückt. (alle Arti­kel zum The­ma Angeln auf Dorsch)

Lecke­re Dor­sch­re­zep­te gibt es hier.




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