2012

Auf Meerforelle im Frühjahr — kurz nach der Rapsblüte

Angeln auf Meerforellen in Ostholstein

Bereits in der Woche war die Vor­freu­de groß auf das bevor­ste­hen­de, lan­ge Wochen­en­de über den 1. Mai. Täg­lich wur­de der Wet­ter­be­richt ange­schaut und genau­es­tens ana­ly­siert. Lei­der ging es erst am Sonn­tag los nach Feh­marn. Für Sonn­tag war jedoch mäch­tig Wind ange­sagt, soll­te uns aber nicht abhal­ten nach Feh­marn zu fah­ren. Eigent­lich woll­te ich mich mit dem Baron und wei­te­ren Freun­den um 09:00 zur Abfahrt in Ham­burg tref­fen. Bereits gegen 05:00 konn­te ich nicht mehr schla­fen und habe mich dann kur­zer Hand in mei­nen bereits gepack­ten Bus gesetzt und bin nach Feh­marn gefah­ren.

Auf dem Hin­weg ist mir auf­ge­fal­len, dass der Raps bereits blüht. Da ging mir natür­lich gleich der Sil­ber­pfeil (Horn­hecht) durch den Kopf, der ger­ne auch als Alu­lat­te oder Arbei­ter­aal von den Petri­jün­gern bezeich­net wird. Jedoch soll­te unser Objekt der Begier­de die Meer­fo­rel­le sein, aber sobald der Horn­hecht ein­ge­zo­gen ist, ist an Meer­fo­rel­len­an­geln nicht mehr wirk­lich zu den­ken, zumin­dest in den Tages­stun­den.

4–5 Bft. wur­den in den Vor­ta­gen durch den Wet­ter­dienst ange­prie­sen. Ange­kom­men auf der Insel, war mein ers­ter Gedan­ke, „mein lie­ber Herr Schol­li, das hackt ja wie die Sau“! Also erst mal das Wind­mess­ge­rät aus­ge­packt. Ergeb­nis: durch­schnitt­lich 6–7 Bft. in Böen sogar bis 8 Bft. Egal, Rute raus und ran ans Was­ser. War jedoch eher ein Ver­zweif­lungs­akt als kon­struk­ti­ves Angeln. Ohne Ende Kraut an der Rute! Also muss­te ich lei­der auf die „Wind­ab­ge­wand­te Sei­te“ aus­wei­chen, lei­der war da aber trotz­dem noch zu viel Wind für mein leich­tes Geschirr!

Am Abend haben wir uns dann auf die Suche nach einem Schlaf­plätz­chen bege­ben und sind letzt­lich auf der west­li­che Sei­te von Gro­ßen­bro­de gelan­det. Das ist der Spot, auf der rech­ten Sei­te wenn man über die Feh­marn­sund­brü­cke Rich­tung Ham­burg fährt. Am Abend wur­de der  Wind auch weni­ger, so dass der Baron und ich noch mal die Abend­stun­den abfi­schen konn­ten. Cir­ca 1km Fuß­marsch am Deich lang und man kommt an ein schö­nen Meer­fo­rel­len­s­pot, das Was­ser ist hier anfangs recht flach, so dass es sich im Früh­jahr sehr schnell auf­hei­zen kann. Eine Wat­ho­se ist an die­sem Spot uner­läss­lich, da man an guten Tagen bis zu 200m raus­wa­ten kann. Dort befin­det sich eine schö­ne Sand­bank, die es einem ermög­licht 360° zu Fischen. So kann man das Flach­was­ser, Rich­tung Stand abfi­schen als auch die Strö­mungs­kan­te des Feh­marn­sunds.

Silberblank, so müssen sie aussehen
Sil­berblank, so müs­sen sie aus­se­hen

Lan­den konn­ten wir am Abend lei­der kei­nen Fisch mehr. Aber etli­che Anfas­ser und 2–3 Aus­stei­ger haben uns bestä­tigt, dass wir am nächs­ten Mor­gen hier wie­der hin­kom­men woll­ten. Am Abend haben wir noch ein paar Wat­ang­ler getrof­fen, die bereits die ers­ten Horn­hech­te gefan­gen haben.

Am nächs­ten Mor­gen haben wir uns dann gleich wie­der  in die Gum­mi­ho­sen gepresst. Ein herr­li­cher Mor­gen, kein Wind, Son­nen­schein pur, kla­res Was­ser und etli­che Tobias­fi­sche im Was­ser – was will man mehr. Begon­nen haben wir direkt am Brü­cken­pfei­ler der Feh­marn­sund­brü­cke. Und wie­der vie­le Anfas­ser und 1–2 Aus­stei­ger, bis der Baron end­lich den ers­ten Sil­ber­bar­ren lan­den konn­te.

Die schö­ne Meer­fo­rel­le hat­te sehr spitz gebis­sen und durf­te auch gleich wie­der zurück um noch ein Stück zu Wach­sen. Wir waren ja auf der Jagd, nach sei­ner dicken Mut­ti. Lei­der konn­ten wir den Rest des Tages kei­ne wei­te­re Meer­fo­rel­le lan­den. Das ein­zi­ge was wir sonst noch gefan­gen haben, war ein wenig Kraut und einen dicken Son­nen­brand. Es war aber mal wie­der ein gelun­ge­nes Wochen­en­de! Euer Bob

Wer war noch an der Küs­te unter­wegs und wer hat Horn­hech­te gefan­gen?

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Redaktion

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Ein Kommentar

  1. Moin!

    Habe heu­te (9.5.12) die ers­ten Horn­hech­te in Heid­ka­te gefan­gen. Ich stand von 19:00 — 21:00 auf der Mole am Leuch­turm. 5 schö­ne Bro­cken!

    Grüß­chen, Man­ner

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