2016DaF TripsWolfsbarsch

Irland 2016 — Teil 1

Angelurlaub in Irland

Fels in der Brandung
Wind und Wel­le

Nach­dem wir letz­tes Jahr zum ers­ten Mal die fan­tas­ti­sche Ange­lei auf Wolfs­barsch in Irland ken­nen­lern­ten, muss­te es 2016 natür­lich wie­der auf die grü­ne Insel gehen. Eini­ge von Euch haben sicher­lich den Arti­kel von 2015 gele­sen und noch die Bil­der von den schi­cken Wöl­fen vor den Augen, ansons­ten könnt Ihr hier noch mal den Bericht vom Wolfs­barsch­an­geln nach­le­sen. Dies­mal waren Buschi, Phil­ip, Rolf, Sören und Sascha am Start. Wie schon letz­tes Jahr, fiel unse­re Tour wie­der auf eine Voll­mond­pha­se im Sep­tem­ber. Voll­mond­pha­sen und die damit ver­bun­de­nen star­ken Tiden­hü­be wir­ken sich posi­tiv auf das Beiß­ver­hal­ten der Wolfs­bar­sche aus und sind von daher bei der Pla­nung sol­cher Trips abso­lu­te Pflicht. Die Faust­re­gel dafür ist eigent­lich ganz ein­fach: star­ke Tide = star­ke Strö­mung = viel Fut­ter = Wolfs­bar­sche. Also falls Ihr auch mal so eine Tour pla­nen soll­tet, infor­miert Euch im Vor­we­ge unbe­dingt in punk­to Mond­pha­sen und den Tiden.

Unse­re Vor­be­rei­tun­gen fie­len dies­mal natür­lich etwas ver­hal­te­ner aus, da wir letz­tes Jahr ja schon vie­le Erfah­run­gen über die Spots, Köder und Co. sam­meln konn­ten. Eigent­lich konn­te ja gar nix schief gehen, dach­ten wir zumin­dest in unse­rem jugend­li­chen Leicht­sinn, aber dazu spä­ter mehr. Am 10.09. star­te­te dann end­lich nach­mit­tags unser Flie­ger von Bre­men nach Dub­lin. Lei­der war das aber noch lan­ge nicht das Ende der Anrei­se, so dass wir erst kurz nach Mit­ter­nacht unser Haus in der Nähe von Fethard on Sea, direkt an der Car­ni­van Bay gele­gen, erreich­ten.

Wind, Wellen und trübes Wasser - nicht die besten Bedingungen
Trü­bes Was­ser — nicht die bes­ten Bedin­gun­gen

Am nächs­ten Mor­gen soll­ten, nach einer kur­zen Stipp­vi­si­te an unse­rem Haus­spot, natür­lich erst­mal die Spots befischt wer­den, an denen wir schon im letz­ten Jahr erfolg­reich waren. Never chan­ge a win­nig team, war­um auch. Des­we­gen viel die Bait­aus­wahl natür­lich auch erst mal auf die “Gum­mi­wür­mer“ von Hogylu­res am beschwer­ten Wide Gape Haken. Schon am Haus­spot folg­te aber dann ziem­lich schnell die pure Ernüch­te­rung. Bedingt durch den doch recht star­ken Süd/Ost Wind der letz­ten Tage mit ziem­lich hohen Wel­len und sehr trü­ben Was­ser war hier nicht im Gerings­ten an ein Fischen auf die Augen­jä­ger zu den­ken.

... und sie sollten zunächst auch nicht besser werden!
… und sie soll­ten zunächst auch nicht bes­ser wer­den!

Also fuh­ren wir zügig auf die ande­re Sei­te der Halb­in­sel, um die letzt­jäh­ri­gen Erfolgs­spots zu befi­schen. Hier sahen die Bedin­gun­gen lei­der auch nicht viel bes­ser aus, zumin­dest waren die Wel­len nicht so hoch, dass man wenigs­tens eini­ger­ma­ßen fischen konn­te. Doch lei­der blie­ben die Bis­se, in der krau­ti­gen, trü­ben Brü­he, gänz­lich aus. Somit war der ers­te Angel­tag schon ziem­lich schnell geges­sen.

Der Anfang war gemacht
Der Anfang war gemacht

Am nächs­ten Tag hat­ten sich die Bedin­gun­gen nicht ver­än­dert, was uns natür­lich nicht vom Angeln abhielt und so wur­de den gan­zen Tag durch­ge­fischt. Am Nach­mit­tag war es dann auch end­lich soweit und Sören konn­te, in einer ruhi­gen Bucht in der Nähe unse­res Hau­ses, den ers­ten klei­nen Wolfs­barsch der Irland-Tour, auf einen 25g Snaps Meer­fo­rel­len­blin­ker fan­gen. Am Abend stu­dier­ten wir die Bedin­gun­gen für die nächs­ten Tage. Eine Wet­te­rän­de­rung war soweit nicht in Sicht, also hieß es umpla­nen, neue Spots muss­ten her! So such­ten wir uns eine gro­ße Fluss­mün­dung, in der Hoff­nung, die­se sei nicht so sehr vom Ost bzw. Süd/Ost Wind betrof­fen.


Eine Pause muss zwischedurch muss auch mal sein
Eine Pau­se muss zwi­schen­durch auch mal sein

Gleich am Mor­gen ging es dann an den „neu­en“ Spot, doch lei­der fisch­ten wir auch hier eini­ge Stun­den ohne Fisch­kon­takt. Lang­sam mach­te sich Ernüch­te­rung breit, so hat­ten wir bis jetzt schon drei Angel­ta­ge ohne gro­ßen Erfolg unse­re Baits in den Iri­schen Atlan­tik gebal­lert, das war letz­tes Jahr doch ganz anders, als Sören kei­ne hal­be Stun­de brauch­te, um einen 70+ Wolf­barsch zu fan­gen. Wir ver­such­ten das Bes­te draus zu machen und ver­gnüg­ten uns am Abend mit Makre­len­an­geln.

Sind die Fische nicht so gut drauf, kann man sich auch mal um andere Dinge kümmern
Sind die Fische nicht so gut drauf, kann man sich auch mal um ande­re Din­ge küm­mern

Ret­tung war in Sicht, der Wind soll­te sich am dar­auf fol­gen­den Tag gänz­lich legen und sogar die Son­ne soll­te raus­kom­men. Vol­ler Taten­drang such­ten wir am Abend noch per Goog­le Earth wei­te­re neue Spots aus und scheu­ten dabei auch kei­ne wei­ten Fahr­we­ge, dies­mal woll­ten die Wolfs­bar­sche anschei­nend hart erar­bei­tet wer­den.


Schicker Mitte 50er bei bestem Wetter
Schi­cker Mit­te 50er bei bes­tem Wet­ter

Am nächs­ten Mor­gen ging es dann in die Nähe von Kilmo­re. Dort befisch­ten Buschi und Rolf zunächst die Mole. Phil­ip, Sören und Sascha hin­ge­gen angel­ten auf einer klei­nen Insel, wel­che man nur bei nied­ri­gen Was­ser­stand errei­chen konn­te. Nach einer hal­ben Stun­de war Saschas Rute end­lich krumm. Nach einem kna­cki­gen Drill mit­ten im Tang, konn­te dann der ers­te vor­zeig­ba­re Mit­te 50er Wolfs­barsch der Tour gelan­det wer­den. Als Köder dien­te dies­mal ein 5er Kei­tech Easy Shi­ner in Fire­ti­ger an einem beschwer­ten Wide Gape Haken. Als das Foto­shoo­ting fer­tig war, konn­te auch Buschi sei­nen aller­ers­ten Sea­bass fan­gen, dem kurz­dar­auf sogar noch ein wei­te­rer fol­gen soll­te. Bei­de Fische waren auch so um die 50 bis 55cm groß und bis­sen auf einen 30cm lan­gen Real Eel von Sava­ge Gear. Am frü­hen Nach­mit­tag soll­ten sich dann die Wege tren­nen. Buschi und Rolf ver­blie­ben am Spot, wäh­rend Phil­ip, Sören und Sascha eine wei­te­re neue Ecke aus­kund­schaf­ten woll­ten.

Buschi mit deinen ersten beiden Wolfsbarschen
Buschi mit sei­nen ers­ten bei­den Wolfs­bar­schen

Das war auf jeden Fall die bes­te Ent­schei­dung des gesam­ten Urlaubs, wie sich einen Tag spä­ter her­aus stel­len soll­te. Rein optisch war der Spot schon mal ziem­lich heiß. Da es schon lang­sam anfing zu däm­mern, hat­ten wir zwar nicht mehr viel Zeit, die­se reich­te Sören aller­dings um eine klei­ne Meer­fo­rel­le und einen klei­nen Bass fan­gen. Was aber viel inter­es­san­ter war, ein Ein­hei­mi­scher, der etwas wei­ter ent­fernt fisch­te, kam mit einem gut 70cm gro­ßen Wolfs­barsch bei uns vor­bei. Nach einem net­ten Schnack und ein paar hilf­rei­chen Infos hat­ten wir nun unse­ren Spot für den nächs­ten Tag gefun­den. Es geht doch nichts über wirk­li­che Insi­der­infos von den Locals! Auf dem Weg zu unse­rem Auto konn­ten wir auch noch eine Bran­dungs­ang­le­rin dabei beob­ach­ten, wie sie einen ca. 55 bis 60cm gro­ßen Woba auf Watt­wurm fing.

Traumhaus!
Traum­haus am Traum­spot!

Nun waren wir natür­lich mega heiß auf den nächs­ten Tag. Buschi und Rolf woll­ten lie­ber wie­der zu ihrer bekann­ten Mole, wäh­rend Phil­ip, Sören und Sascha schon ahn­ten, dass der neue Spot rich­tig Poten­zi­al hat, so gab es schon am Vor­abend “Brief und Sie­gel” auf Phil­ips ers­ten Wolfs­barsch über 60cm. Das die kom­men­de Ange­lei alles, was wir bis­her über das Wolfs­barsch­an­geln in der Ecke gehört hat­ten, in den Schat­ten stel­len wür­de konn­ten wir natür­lich nicht ahnen, dazu aber mehr im zwei­ten Teil.

Bis dahin, Eure DaF Jungs

Tack­le, das wir zum Wolfs­barsch­an­geln emp­feh­len kön­nen:

Links:

Zwei­ter Teil der Wolfs­barsch­tour 2016

Unser ers­ter Irland Trip 2015

Wolfs­barsch­an­geln auf Sylt

Wis­sens­wer­tes über den Wolfs­barsch

Vie­le nütz­li­che Tipps zum Wolfs­barsch­an­geln fin­det Ihr im Buch von Robert Stai­gis, wel­ches wir Euch ans Herz legen möch­ten.: Wolfs­barsch — Erfolg­rei­che Angel­tech­ni­ken & Plät­ze


Update: Mitt­ler­wei­le waren wir eini­ge Male in der Regi­on zum Wolfs­barsch­an­geln und hat­ten jedes Mal eine groß­ar­ti­ge Zeit. Wer uns beim nächs­ten Mal beglei­ten möch­te, der fin­det hier den pas­sen­den Link:


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Sascha

Quasi seit der ersten Minute mit am Start. Zielfisch Nr.1 ist immer noch ganz klar der Zander. Aber auch Hechte, Meerforellen in der Ostsee, Lachse in DK und Wolfsbarsche in Irland stehen jedes Jahr auf's Neue auf der Liste. Mal schauen was da in der Zukunft noch dazu kommen wird...

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