fbpx
Fangberichte SalzwasserWolfsbarsch

Wolfsbarsch — Angelurlaub in Irland

Wolfsbarschangeln in Irland 2018

Lie­ber zu spät als nie. Wie eini­ge von Euch sicher­lich noch wis­sen, waren wir letz­tes Jahr im Urlaub, nach 2015 und 2016, zum drit­ten Mal zum Wolfs­barsch­an­geln in Irland. Wie die Jah­re zuvor ging es auch 2018 wie­der Ende Sep­tem­ber an die iri­sche Süd­küs­te. Ein traum­haf­tes Fleck­chen Erde, mit vie­len tol­len Spots, um die wil­den iri­schen Wöl­fe zu jagen.

 

Die Boyz von der Sandbank

Dies­mal waren wir jedoch mit einer deut­lich grö­ße­ren Trup­pe unter­wegs. Das ist eigent­lich auch der Haupt­grund, war­um es so lan­ge mit dem Arti­kel gedau­ert hat und war­um wir uns letzt­end­lich dazu ent­schie­den haben, zwei Arti­kel aus zwei ver­schie­de­nen Sicht­wei­sen zu schrei­ben. Den ande­ren Arti­kel wird Pas­cal schrei­ben, der zusam­men mit sei­nem Bru­der Robin das ers­te Mal zum Wolfs­barsch­an­geln in Irland war und dem­entspre­chend die Gegend auch ein wenig auf eige­ne Faust erkun­den woll­te. Daher han­delt die­ser Arti­kel von den Erleb­nis­sen von Hen­ner und Hen­rik, für die es auch der ers­te Irland­trip war und Buschi, Rolf und mir (Sascha). Sören war dies­mal mit Nadia und sei­nem Lüd­den da und mach­te eigent­lich mehr einen Fami­ly- als einen Angel­ur­laub, was ihn aber nicht davon abhielt auch eini­ge Stun­den am Was­ser zu verbringen.

Add | Schau doch bei uns im Shop vorbei!

 

Fami­ly­ur­laub aber trotz­dem einen schi­cken Bass in der Hand

Durch die bei­den vori­gen Trips, die was die Baits und die Spots anging, nicht hät­ten unter­schied­li­cher sein kön­nen, waren wir dies­mal eigent­lich nahe­zu per­fekt vor­be­rei­tet und das soll­te sich auch gleich am ers­ten Angel­tag bestä­ti­gen. Wir star­ten gleich mor­gens an einem alt­be­kann­ten Spot, als die Flut ihren Höhe­punkt erreicht hat­te und das Was­ser wie­der anfing abzu­lau­fen. Gera­de die Tiden­wech­sel und die dabei herr­schen­den star­ken Strö­mun­gen, sind immer ganz hei­ße Pha­sen, um einen guten Sea­bass ans Band zu bekom­men. Und so dau­er­te es auch nicht lan­ge bis Rolf den ers­ten flot­ten Bass des Urlaubs fan­gen konnte.

 

Der ers­te Wolfs­barsch der Tour

Als nächs­tes war ich mit eini­gen klei­ne­ren Wöl­fen an der Rei­he. Immer wie­der krass, wie kampf­stark die­se Fische sind und was selbst die klei­ne­ren Exem­pla­re, um die 50cm schon für einen har­ten Drill lie­fern, abso­lu­te Sucht­ge­fahr sag ich Euch! Kur­ze Zeit spä­ter konn­te auch Hen­rik sei­nen aller­ers­ten iri­schen Bass zum Foto­shoo­ting ein­la­den, mit guten 60cm auch gleich ein rich­tig tol­ler Fisch.

 

Hen­riks ers­ter iri­scher Wolf

So ging es mun­ter wei­ter und wir konn­ten noch eini­ge wei­te­re schö­ne Wolfs­bar­sche fan­gen, nur bei Buschi und Hen­ner lief es am ers­ten Angel­tag noch nicht so rund, wobei letz­te­rer auch noch eine ande­re wich­ti­ge Rol­le spie­len soll­te. Als das Was­ser schon ziem­lich weit abge­lau­fen war, stieg mir auf vol­ler Wurf­wei­te, direkt als mein 20cm Real Eel auf die Was­ser­ober­flä­che klatsch­te, ein rich­tig guter Fisch ein. Es war sofort klar, dass die­ser Bass deut­lich grö­ßer als die ande­ren Fische des Tages sein musste.

 

Tol­ler 70er Sea­bass — Sascha’s neu­er VizePB

Im Drill schoss er erst­mal mit einem Affen­zahn auf mich zu, so dass ich fast nicht mit dem Kur­beln hin­ter­her kam. Es folg­ten eini­ge wil­de Fluch­ten inklu­si­ve sin­gen­der Brem­se und zu guter Letzt setz­te er sich sogar noch im See­tang fest. Aber da war dann zum Glück Hen­ner zur Stel­le. Erst befrei­te er den gro­ßen Woba aus dem Tang und bug­sier­te ihn dann letzt­end­lich noch sicher in die Kescher­ma­schen. Danach lagen wir uns erst­mal glück­lich in den Armen. Was ein gei­les Erleb­nis und der Beginn eines ganz fan­tas­ti­schen Angel­ur­laubs mit guten Jungs. Wie sich spä­ter her­aus­stell­te, soll­te die­ser tol­le Wolfs­barsch mit guten 70cm sogar mein neu­er VizePB werden.

 

C&R ist bei so einem Fisch natür­lich Ehrensache

Nun war es auch lang­sam Zeit Fei­er­abend zu machen und den Tag in der Unter­kunft bei einem Snack und den ein oder ande­ren iri­schen Whis­ky aus­klin­gen zu las­sen. Ich war natür­lich hin und weg, ich habe zwar schon irgend­wie gehofft, dass wir gleich zu Anfang unse­re Fische fan­gen wer­den, doch mit so einem gei­len Bass habe ich nicht wirk­lich gerech­net. Der bes­te Bait des Tages war ganz klar ein 20cm Sava­ge Gear Real Eel in Moto­roil, aber auch der 5“ Noi­ke Smo­king Swim­mer, der Fii­ish Black Min­now und Duo Tide Min­now Wob­bler brach­ten ihre Fische.

 

Nun war auch end­lich Hen­ner an der Reihe

Am nächs­ten Mor­gen bra­chen Hen­rik und Hen­ner als ers­te wie­der in Rich­tung des Erfolgs­spots vom Vor­tag auf, mit der Mis­si­on, dass Hen­ner auch end­lich sei­nen ers­ten Bass fängt. Buschi, Rolf und ich woll­ten erst mal aus­schla­fen, gemüt­lich früh­stü­cken und in der zwei­ten Tages­hälf­te wie­der angrei­fen. Ein biss­chen Holi­day muss ja schließ­lich auch sein. Hen­rik und Hen­ner haben jeden­falls alles rich­tig gemacht und Hen­ner konn­te sich gleich mor­gens mit sei­nem ers­ten iri­schen Wolf ent­schnei­dern. Auch Hen­rik war wie­der erfolg­reich und so gab es für bei­de bis zum Mit­tag eini­ge wei­te­re schö­ne Fische

 

Wolfsbarsche für alle

 

Zünf­ti­ger Drill in har­ter Strömung

Am Nach­mit­tag fuh­ren wir zu einem ande­ren Spot, den wir bei unse­rem zwei­ten Trip 2016 ent­deck­ten. Das Fischen in strö­mungs­rei­chen Gebie­ten kann mit­un­ter ziem­lich gefähr­lich wer­den, des­we­gen muss man unbe­dingt immer die Gege­ben­hei­ten genau im Auge behal­ten. Gera­de bei einem Tiden­wech­sel, kann einem die Strö­mung, sogar schon im fla­chen Was­ser, regel­recht die Füße weg­rei­ßen. Mit kom­men­der Flut wer­den Sand­bän­ke, auf denen man kurz vor­her noch super angeln konn­te, in Win­des­ei­le über­spült und Prie­le, die bei Nied­rig­was­ser noch ohne Pro­ble­me durch­wa­tet wer­den konn­ten, zu tie­fen Löchern. So eine Ange­lei ist in keins­ter Wei­se mit dem Meer­fo­rel­len­an­geln an der deut­schen oder däni­schen Küs­te zu ver­glei­chen und ist bedeu­tend anspruchs­vol­ler. Daher soll­te man so einen Spot immer min­des­tens zu zweit befischen.

 

Auch die­se Grö­ße macht schon Spaß

Wie­der­um sind strö­mungs­rei­che Gebie­te aber auch ganz exzel­len­te Stel­len, um Wolfs­bar­sche zu fan­gen und ein Drill in so einer hef­ti­gen Strö­mung ist noch mal um ein viel­fa­ches kras­ser als an einem gewöhn­li­chen Spot. Da wird ein Drill eines 60+ Bar­sches schon zu einer rich­ti­gen Auf­ga­be für das Tack­le und dem Ang­ler. Auch an die­sem Spot war Petrus sofort in Geber­lau­ne und so konn­ten wir alle ziem­lich zügig unse­re Fische fan­gen. Es waren zwar alles kei­ne Rie­sen, dafür hat­ten wir eine kurz­wei­li­ge Ange­lei mit ordent­lich Akti­on und wie bereits geschrie­ben, macht selbst ein 50er Bass in der hef­ti­gen Strö­mung schon rich­tig Alarm!

 

Das Wet­ter spiel­te auch immer per­fekt mit

Die nächs­ten zwei Tage erleb­ten wir auch wei­ter­hin eine ganz fan­tas­ti­sche Ange­lei, zwei­stel­li­ge Fang­zah­len pro Ang­ler waren abso­lut kei­ne Sel­ten­heit und eher an der Tages­ord­nung. Ein­zig die Grö­ße der Wolfs­bar­sche war, auf die Men­ge der gefan­ge­nen Fische, noch ein wenig aus­bau­fä­hig. Die meis­ten Wöl­fe waren eigent­lich immer so zwi­schen 50 und 60cm groß, eini­ge klei­ne­re und der ein- oder ande­re bes­se­re Bass waren auch dabei, aber nichts über 70cm. Auf­fäl­lig war, dass die Fische gefühlt von Tag zu Tag ein wenig klei­ner wur­den. Daher kon­zen­trier­ten wir uns auch eher dar­auf, gezielt die bei­den täg­li­chen Tiden­wech­sel als Prime­time zu befi­schen. So hat­ten wir auch tags­über mal Zeit, ein wenig zu ent­span­nen oder mal schön in einem Hafen tra­di­tio­nell Fish and Chips zu essen.

 

Buschi mit einem sta­bi­len Mit­te 60er Bass

 

Auf der Jagd nach dem Ausnahme Wolfsbarsch

Nun war auch schon wie­der in Win­des­ei­le der vor­letz­te Angel­tag des Trips erreicht. Daher woll­ten wir unbe­dingt noch mal einen neu­en Spot befi­schen. Per Goog­le Earth such­ten wir uns am Abend zuvor einen viel­ver­spre­chen­den Küs­ten­ab­schnitt an der schrof­fen offe­nen Fels­küs­te aus. An sol­chen Küs­ten­ab­schnit­ten gibt aus Erfah­run­gen unse­res ers­ten Irland­trips, zwar eine deut­lich gerin­ge­re Fre­quenz an Wolfs­bar­schen, dafür kann einem aber jeder Zeit ein gro­ßer Aus­nah­me­fisch oder sogar der Wolfs­barsch des Lebens ein­stei­gen. Und da wir alle bis dato schon genug Fische gefan­gen hat­ten, setz­ten wir jetzt unse­ren Fokus auf genau die­sen einen Trophybass.

 

Irlands schrof­fer Süden

Als wir am Spot anka­men, muss­ten wir erst mal ein paar Meter machen, denn die wirk­lich inter­es­san­ten Stel­len began­nen erst gute ein bis zwei Kilo­me­ter vom Park­platz ent­fernt. Schon auf dem Weg fiel uns auf, dass das Was­ser in Ufer­nä­he ziem­lich trü­be war, aber wir rede­ten uns ein, dass es bestimmt noch bes­ser wird. Dabei muss man beden­ken, dass wir schon 2016 ziem­lich schlech­te Erfah­run­gen mit trü­bem Was­ser beim Wolfs­barsch­an­geln gemacht haben. Aber was solls, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also ging es wei­ter und nach ein paar Klet­ter­ak­tio­nen, kamen wir end­lich an den optisch wirk­lich rich­tig hei­ßen Stel­len an.

 

Wer­fen, werfen,werfen

Nur lei­der waren auch dort die ers­ten ca. 20 Meter des Was­sers ziem­lich trü­be. Trotz alle­dem feu­er­ten wir immer wie­der ver­schie­dens­te Baits in grel­len Far­ben gen Hori­zont, ich vor allem Hogylu­res in Pink und Weiß am beschwer­ten Wide Gape Haken. Aber lei­der konn­ten wir wirk­lich machen was wir woll­ten, es gab kei­nen ein­zi­gen Fisch­kon­takt. Also ent­schie­den wir uns nach eini­gen Stun­den noch­mal einen der Erfolgs­spots der vori­gen Tage anzu­fah­ren, um uns wenigs­ten noch zu entschneidern.

 

Der Erfolgs­spot hat wie­der geliefert

Die Ent­schei­dung war auf jeden Fall gar nicht so schlecht, den erhoff­ten Big­fi­sh gab es zwar nicht, dafür konn­ten wir noch jeder ein paar schö­ne Fische fan­gen. Nun ging es auch schnell zu unse­ren Unter­künf­ten, denn am Abend haben wir noch in einem tra­di­tio­nel­len iri­schen Pub in mei­nen Geburts­tag gefei­ert. Dass der Abend oder bzw. die Nacht ein biss­chen län­ger wur­de, ver­steht sich von selbst. Dem­entspre­chend wur­de der letz­te Tag vor der Abrei­se eher dazu genutzt, ein wenig zu ent­span­nen, unse­re sie­ben Sachen zu packen und die Bude fresh zu machen, als noch mal rich­tig Gas am Was­ser zu geben.

 

Flot­ter 60er Bass

 

Fazit eines tollen Angelurlaubs

Nach­dem wir bei unse­rem letz­ten Trip die ers­ten Tage rich­tig auf dem Kopf bekom­men haben und viel Zeit in die Suche von neu­en Spots inves­tie­ren muss­ten, lief es dies­mal von Anfang bis Ende echt rich­tig gut. Wir konn­ten wirk­lich rich­ti­ge gute Stück­zah­len an Wolfs­bar­schen bis 70cm fan­gen, wobei die meis­ten zwi­schen 50 und 60cm gro­ßen waren. Den „einen“ Bait der Tour hat es dies­mal nicht wirk­lich gege­ben. Es haben ver­schie­dens­te Baits Fische gebracht, wie zum Bei­spiel als Gum­mis der Sava­ge Gear Real Eel, Hogylu­res, der Fii­ish Black Min­now und der Noi­ke Smo­king Swim­mer. Bei den Hard­baits war der Duo Tide Min­now ganz vor­ne mit dabei, aber auch der Falk­fi­sh Spö­ket oder ver­schie­de­ne Top­wa­ter­baits haben ihre Fische gefan­gen. Die Natur und ein­fach das gan­ze Flair von Irlands Süden ist immer wie­der ein Träum­chen, man fühlt sich schon regel­recht ein biss­chen zu Hau­se dort.

 

Von sol­chen Grö­ßen gab es teil­wei­se zwei­stel­li­ge Stückzahlen

Auf jeden Fall möch­te ich mich an die­ser Stel­le auch noch mal, im Namen von uns allen, bei den Jungs von Hogylu­res, SWAT Fishing und Stroft Fishing Lines für die Unter­stüt­zung dan­ken! Es hat mal wie­der Spaß gemacht, ich freue mich auf jeden Fall schon wie­der auf den nächs­ten Trip, wenn es wie­der auf die grü­ne Insel geht.

Bes­te Grü­ße in die Run­de
Sascha

Emp­foh­le­ne Links:

 

DaF Leser­rei­se: Wer Lust hat uns mal auf einen Trip nach Irland zu beglei­ten, kann sich ger­ne per Email  bei uns mel­den an: info@dicht-am-fisch.de

 

 

Add | Schau doch bei uns im Shop vorbei!

Sascha

Quasi seit der ersten Minute mit am Start. Zielfisch Nr.1 ist immer noch ganz klar der Zander. Aber auch Hechte, Meerforellen in der Ostsee, Lachse in DK und Wolfsbarsche in Irland stehen jedes Jahr auf's Neue auf der Liste. Mal schauen was da in der Zukunft noch dazu kommen wird...

Das könnte Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Produkt auswählen
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner