Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax)

Der (Europäische) Wolfsbarsch

Der Wolfs­barsch auch als See­barsch bekannt, gehört zu den Strah­len­flos­sern. Sein Ske­lett besteht haupt­säch­lich aus Kno­chen. Der Wolfs­barsch ist ein her­vor­ra­gen­der Spei­se­fisch und unter Fein­schme­cker auch als Loup de Mer bekannt. Unter­teilt wird der Wolfs­barsch in die bei­den Gat­tun­gen Moro­ne und Dicen­trar­chus. Die Gat­tung der Moro­ne ist in den Flüs­sen Nord­ame­ri­kas, dem Atlan­tik und Golf von Mexi­co behei­ma­tet. Die Gat­tung der Dicen­trar­chus ist marin und im Ost­at­lan­tik vor Nor­we­gen bis hin zum Sene­gal, sowie im Mit­tel- und Schwar­zem Meer behei­ma­tet.

Das Ziel der Begierde - Wolfsbrsch
Iri­scher Wolfs­barsch

Form und Aussehen des Wolfsbarsches

Der hoch­rü­cki­ge und lang­ge­streck­te Kör­per des Wolf­bar­sches hat einen sil­ber­graue Fär­bung an den Flan­ken, einen dun­kel­grau­en Rücken und einen wei­ßen Bauch. Auf dem mit einem Sta­chel besetz­ten Kie­men­de­ckel trägt der Wolfs­bar­sche einen dunk­len Fleck. Die Bauch­flos­sen des Fisches sind weiß und die rest­li­chen Flos­sen grau­schwarz. Der kom­plet­te Kör­per des Fisches ist mit klei­nen Kamm­schup­pen bedeckt. Der Wolfs­barsch hat zur Kör­per­grö­ße ein ver­hält­nis­mä­ßig gro­ßes Maul mit koni­schen Zäh­nen auf der Zun­ge, Pflug­scharb­ein und Gau­men­bein. Das durch­ge­hen­de Sei­ten­li­ni­en­or­gan erstreckt sich bis hin zur Basis der Schwanz­flos­se. Die über­durch­schnitt­lich gro­ßen Augen, das durch­gän­gi­ge Sei­ten­li­ni­en­or­gan und die dop­pel­ten Nasen­lö­cher machen den Wolfs­barsch zu einem per­fek­ten Mee­res­räu­ber.



Größe und Wachstum des Wolfsbarsches

Der weib­li­che Wolfs­barsch ist im Alter von zwei Jah­ren im Schnitt 20cm lang. Im Alter von 5 Jah­ren erreich das weib­li­che Tier eine Län­ge von etwa 50cm und kann bis zu 1 Meter groß und 12 Kg schwer wer­den. Der männ­li­che Wolfs­barsch hin­ge­gen wächst ein wenig lang­sa­mer und erreicht auch erst mit fünf Jah­ren sei­ne Geschlechts­rei­fe. Die Alters­er­war­tung eines Wolfs­bar­sches liegt etwa bei 15 ‑20 Jah­ren.

Lebenszyklus des Wolfsbarsches

In den Mona­ten Mai bis August, laicht der Wolfs­barsch in meh­re­ren Zügen. Im Gegen­satz zu vie­len Art­ge­nos­sen erfolgt die Eiab­la­ge im frei­en Was­ser. Die Eier trei­ben dann ca. eine Woche im frei­en Was­ser her­um bis die Lar­ven schlüp­fen. Anfangs hält sich der Wolfs­barsch Küs­ten­nah in Schwär­men auf und ernährt sich von Klein­or­ga­nis­men und Plank­ton.



Tipps zum Angeln auf Wolfsbarsche

Für das Angeln auf Wolfs­bar­sche eig­nen sich in Deutsch­land die Som­mer­mo­na­te von Juni bis Sep­tem­ber. Der Wolfs­barsch fühlt sich an Stein­mo­len, Buh­nen, Ufer­be­fes­ti­gun­gen,  bewach­se­nen ein­zel­nen Stei­nen als auch bei Stein­auf­schüt­tun­gen wohl, hier fin­det er sei­ne Nah­rung wie zum Bei­spiel Gar­ne­len, Krab­ben und Seerin­gel­wür­mer. Die bes­te Tages­zeit für die Jagd auf den Räu­ber, sind die Abend­stun­den. Strah­len­der Son­nen­schein ist weni­ger geeig­net für die Jagd auf den Wolfs­barsch, ins­be­son­de­re beim Küs­ten­an­geln sind Tage mit bedeck­tem Him­mel erfolgs­ver­spre­chen­der. Die gän­gigs­ten Metho­den für das Wolfs­barsch­an­geln sind zum einen das Spinn­an­geln mit Künst­kö­der, als auch Natur­kö­der­mon­ta­gen die auf Pose ange­bo­ten wer­den.

Beim Spinn­an­geln sind schlan­ke Blin­ker ähn­lich der Meer­fo­rel­len­blin­ker ein Klas­si­ker. Hier­für eig­net sich am bes­ten der Gezei­ten­still­stand. Bei der Köder­füh­rung soll­te man eher zu schnell als zu lang­sam den Blin­ker ein­ho­len. Aber auch Twis­ter & Shads sind bei den  Sta­chel­rit­tern hoch im Kurs. Als Köder­füh­rung eig­net sich am bes­ten die Fau­lenz­er­me­tho­de. Bei die­ser Metho­de ist eben­falls der Gezei­ten­wech­sel sehr gut geeig­net. Am Mor­gen und am Abend jagen die Wolfs­bar­sche in den obe­ren Was­ser­schich­ten. Flach­lau­fen­de Wob­bler,  Stick­bait, Pop­per, Splash­bait, Wal­ker  fin­den dann ihre Abneh­mer. Die Rute soll­te etwa 2,70m – 3m lang sein und ein Wurf­ge­wicht von 10–50g haben. Des Wei­te­ren ist ein Flou­car­bon­vorfach mit einer Län­ge von ca. 1 bis 1,5m zu emp­feh­len.

Erfolgs­ver­spre­chen ist aber auch das Angeln mit der Pose, ins­be­son­de­re in der Nacht, kön­nen gute Fän­ge ver­zeich­net wer­den. Natur­kö­der Num­mer eins ist der Seerin­gel­wurm, hier­bei soll­te die Pose nicht zu tief ein­ge­stellt wer­den. Aber auch Gar­ne­len ste­hen bei den sta­che­li­gen Mee­res­räu­bern ganz oben auf der Spei­se­kar­te. Beim Natur­kö­der­an­geln mit Gar­ne­len eig­net sich am bes­ten ein Karpfen­ha­ken.

Tack­le, das wir zum Wolfs­barsch­an­geln emp­feh­len kön­nen:

Links:

Ers­ter Teil des Berichts vom Wolfs­barsch­an­geln 2016

Unser ers­ter Irland Trip 2015

Wolfs­barsch­an­geln auf Sylt

Wis­sens­wer­tes über den Wolfs­barsch

Vie­le nütz­li­che Tipps zum Wolfs­barsch­an­geln fin­det Ihr im Buch von Robert Stai­gis, wel­ches wir Euch ans Herz legen möch­ten.: Wolfs­barsch — Erfolg­rei­che Angel­tech­ni­ken & Plät­ze

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