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Angeln am Bodden um Rügen

Eines der besten Hechtreviere der Welt — Die Boddengewässer um Rügen: Angeln am Greifswalder Bodden und im Strelasund

Wer kapi­ta­le Hech­te sucht wird hier fün­dig: Die Bod­den um Rügen, allen vor­an der Greifs­wal­der Bod­den und der Stre­la­sund sind zum Hecht­an­geln Gebie­te der Extra­klas­se. Die Rüge­ner Angel­gui­des, die auf Rügen und von Stral­sund aus Tou­ren zum Angeln auf kapi­ta­le Hech­te anbie­ten, haben nicht nur deut­sche Gäs­te. Dass hier ein abso­lu­ten Traum­re­vier liegt hat sich auch in Euro­pa und der Welt her­um­ge­spro­chen.

Bodden Rugen Strelasund
Pan­ora­ma vom Stre­la­sund von der Rügen­brü­cke aus mit Blick Rich­tung Parow (von Dar­ko­ne)

Die Hech­te in die­sen Gewäs­sern wach­sen beson­ders schnell ab, der Grund: Hier gibt es fett­rei­che Fische im Über­fluss. Wäh­rend sich die rei­nen Süß­was­ser­hech­te von Rot­au­gen und Co. ernäh­ren, kön­nen die Hech­te im Brack­was­ser der Bod­den jedes Jahr auf fet­te Herings­schwär­me (im Früh­jahr und Herbst/Winter) freu­en. Herin­ge sind extrem fett­reich und las­sen die Süß­was­ser­kor­kos rund um Rügen schnell zu kapi­ta­len Exem­pla­ren her­an­wach­sen. Auch Dor­sche und Meer­fo­rel­len ste­hen auf dem Spei­se­zet­tel der Bod­den­hech­te. Aber der Hecht ist nicht ganz allein. Auch gehen den Ang­lern im Stre­la­sund und Greifs­wal­der Bod­den immer wie­der fet­te Bar­sche und präch­ti­ge Zan­der an die Haken. Aber der Hecht­be­stand ist hier der­art dicht, dass man selbst beim geziel­ten Angeln auf Zan­der oder Barsch nicht auf das Stahl­vorfach ver­zich­ten soll­te.  Auch wur­den hier Sze­nen für den fan­tas­ti­schen Angeln­film “Pike Secrets 2 Spin Fishing” von wideo­pen Out­doorf Films auf­ge­nom­men (den Trai­ler mit Bod­de­nac­tion könnt Ihr Euch am Ende die­ses Arti­kels anschau­en). Und das nicht ohne Grund: Jedes Jahr wer­den hier vie­le Fische jen­seits der 1 Meter Mar­ke und oft auch Fische von über 1,20 Metern gefan­gen. Rie­sen­hech­te gibt es im Rüge­ner Bod­den wie sonst kaum woan­ders auf der Welt.

Angeln am Bodden: Ohne Boot und Know-How wird es schwer

greifswalder Bodden
Bod­den: Stre­la­sund und Greifs­wal­der Bod­den (von Keli­si)

Der Bod­den ist rie­sig. Oft sieht man nicht mal mehr Land, wenn vom Boot aus gefischt wird. Um hier an gute Stel­len zu kom­men, kommt man an einem Boot nicht vor­bei. Diver­se Anbie­ter ver­lei­hen Boo­te an Ang­ler und geben auch gern Tipps, an wel­chen Spots gute Hech­te zu erwar­ten sind. Wer auf Num­mer sicher gehen möch­te, soll­te sich einen Gui­de neh­men, um sicher die Spots der gro­ßen Hech­te her­an­ge­führt zu wer­den. Die Gui­des bestechen durch Erfah­rung und wis­sen eigent­lich immer, wo die Hech­te der­zeit ste­hen und wel­che Köder und Far­ben fän­gig sind. Aber auch mit Gui­de gibt es natür­lich kei­ne Fang­ga­ran­tie. Ein wei­te­rer Vor­teil, wenn man mit Gui­de und Boot auf die Bod­den fährt ist, dass die­se sich oft mit meh­re­ren Boo­ten an diver­sen Spots die ers­ten Ver­su­che star­ten. Sind die Hech­te gefun­den wis­sen die Kol­le­gen dies schnell, per Funk oder Han­dy wer­den gute Spots wei­te­re­ge­ge­ben und somit kom­men dann auch die ande­ren Boo­te und vor allem deren Gäs­te dem Traum­hecht näher.

Köder für den Bodden: Wobbler oder Gummifsch?

Hecht Rügen Bodden
Wolf-Die­ter Kai­ser (Gui­de auf Rügen) mit kapi­ta­lem Hecht

Am Bod­den wird extrem viel mit Gum­mi­fi­schen gean­gelt. Gro­ße Gum­mi­fi­sche am Jig­kopf und Stin­ger (Angst­dril­ling) wer­den in die Stahl­vor­fä­cher ein­ge­hängt und haben fol­gen­de Vor­tei­le: Mit die­sem Köder kön­nen vie­le Füh­rungs­me­tho­den und Tie­fen abge­fischt wer­den. Es kann am Grund genau­so wie im Mit­tel­was­ser und dicht unter der Ober­flä­che gefischt wer­den. Die Füh­rung kann lang­sam und vor­sich­tig oder auch rich­tig aggres­siv aus­fal­len. Je nach Bedin­gun­gen kann so pro­biert wer­den, bis die rich­ti­ge Metho­de gefun­den ist und die Brack­was­ser-Hech­te der Bod­den­ge­wäs­ser um Rügen zupa­cken. Sehr häu­fig wer­den die Gum­mi­fi­sche (belieb­te Far­ben sind oran­ge, Moto­roil und Herings­i­mi­ta­tio­nen) auch ein­fach nur ein­ge­lei­ert. Der Köder wird aus­ge­wor­fen, auf den Grund sin­ken las­sen, und dann ein­fach stu­pi­de ein­ho­len. Auf die­se Wei­se fischt man vom Tie­fen ins Fla­che und fischt eine rela­tiv gro­ße Was­ser­säu­le ab.

Wei­te­re beliebt ist natür­lich der Hecht­kö­der-Klas­si­ker schlecht­hin: Der Wob­bler. Auch die­se soll­ten nicht in der Tack­le­box feh­len, wenn es auf Hecht­jagd nach Rügen geht. Ein paar Gro­ße Wob­bler, mit denen unter­schied­li­che Tie­fen abge­fischt wer­den kön­nen, soll­ten immer dabei sein. Gute Erfah­run­gen haben wir bei­spiels­wei­se mit Zalts gemacht. Ste­hen die Hech­te beson­ders flach im Kraut, sind Soft­je­rks eine gute Wahl. Auch gro­ße Twis­ter, also wirk­lich gro­ße von 30cm und mehr, sind auf dem Bod­den um Rügen als Hecht­kö­der nicht mehr weg­zu­den­ken.

Der Bod­den ist ein Muss für jeden Hecht­ang­ler, der mal einen gro­ßen Brack­was­ser­räu­ber auf die Schup­pen legen möch­te. Auch wir ver­su­chen jedes Jahr in das Hecht­pa­ra­dies zu kom­men. Mal schau­en, ob es auch die­ses Jahr klappt. Wart Ihr schon mal in die­sem Traum­re­vier der Hech­te? Wir freu­en uns auf Eure Kom­men­ta­re!

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