2012Fangberichte Süßwasser

Angeln in der Elbe: Wels aus Niedersachsen

Dicker Beifang beim Zanderangeln: Heute gab es Wels statt Zander

Letz­te Woche begab ich nach dem Käl­te­ein­bruch das ers­te mal wie­der mit einer Rute ans Was­ser. Eigent­lich woll­te ich nur nach­se­hen wie viel Eis noch vor Ort ist und abschät­zen wann man wie­der in der Elbe (Nie­der­sach­sen) auf Zan­der angeln kann. Für alle die nicht von der Elbe kom­men, so sah es hier zuletzt aus:

die Elbe im Win­ter

Wir erspäh­ten aller­dings ein paar Stel­len, an denen das fischen trotz der Eis­ber­ge an Land und Eis­schol­len im Was­sermög­lich war. Da ich kei­ne Kame­ra dabei hat­te, bzw. der Akku mei­nes Handy’s leer war, mache ich es kurz. Es wur­de ein Zan­der von ca. 60cm gefan­gen.

Ter­ry mit sei­nem Wal­ler

Das bes­te war aber eigent­lich, dass das Eis schmolz und man noch mal vor Beginn der Schon­zeit in Nie­der­sach­sen Zan­der­fi­schen kann, ohne dass man bei jedem zwei­ten Wurf auf eine vor­bei trei­ben­de Eis­schol­le war­ten muss.

Nun aber zum gest­ri­gen Tag. Ich woll­te unbe­dingt ein Stünd­chen ans Was­ser, um den Kopf frei zu krie­gen. Am Spot ange­kom­men, wur­de schnell klar, dass man wie­der recht ver­nünf­tig Angeln konn­te. Nur in der Bucht lag noch etwas Eis und hin und wie­der schwamm eine Eis­schol­le vor­bei, oder es brach Eis von den übrig­ge­blie­be­nen Eis­ber­gen hab. Zumin­dest für mich eine Umge­bung, in der ich noch nicht all­zu häu­fig an der Elbe gefischt habe. Um die Zan­der zu suchen, woll­ten wir eine grö­ße­re Flä­che abfi­schen und teil­ten uns daher auf, auch wenn mei­ne Erwar­tun­gen nicht all­zu hoch waren.

147cm Terry’s größ­ter Fisch bis dato

Zu mei­ner Über­ra­schung ver­gin­gen nur ca. 15 Minu­ten bis mei­ne Rute krumm war. Auf­grund des Wider­stan­des dach­te ich zunächst, dass ich dies­mal mit mei­nem grü­nen Ripp­le Shad von Ber­kley (Dan­ke Han­nes) eine grö­ße­re Eis­schol­le gehakt habe. Die Rute bog sich zwar bis ins Hand­teil, jedoch waren kei­ne Kopf­schlä­ge oder jeg­li­che ande­re Bewe­gung aus­zu­ma­chen. Ich zog den Wie­der­stand also lang­sam her­an, den ich auf vol­ler Wurf­di­stanz schein­bar gehakt hat­te. Dann ging es plötz­lich los und die ‘Eis­schol­le’ nahm Fahrt auf.

Ein hei­ßer Drill an der 60g Spinn­ru­te begann, der gute 10 Minu­ten dau­ern soll­te. Zuerst hoff­te ich noch kurz auf einen Zan­der über der 90cm Mar­ke, aber dann wur­de durch das Drill­ver­hal­ten klar, dass es sich um einen Wels han­deln muss­te. Ich ging wei­ter ins Buh­nen­feld, um einen bes­se­ren Win­kel für den Drill zube­kom­men. Zu mei­nem­Glück konn­te ich den Wal­ler davon abhal­ten in den Haupt­strom zu flüch­ten. Ich hat­te den Fisch recht schnell an der Ober­flä­che, aber ihn letzt­end­lich zu lan­den war nicht so ein­fach, da er kurz vorm ‘Wal­ler­griff’ immer wie­der abdreh­te und zu einer neu­en Flucht ansetz­te. Ein gei­ler Drill!

Letzt­end­lich gelang es mir ihm ins Maul zu fas­sen und ihn aus dem Was­ser zu heben. Das Maß­band ergab 147cm, mein größ­ter Fisch bis­her! Die Freu­de war rie­sig, auch wenn man dies auf den Fotos wohl nicht sieht. Der Bur­sche war ein­fach zu schwer um ihn dau­er­haft zu hal­ten. Als ich den Fisch ein wenig abspü­len woll­te ent­glitt er mir lei­der im Was­ser und schwamm davon, hof­fe ich sehe ihn in 3–4 Jah­ren noch ein­mal wie­der, dann bit­te an ande­rem Gerät.

 

…der Köder des Erfolgs und der Release, Petri!

Tight lines, Sören aka Ter­ry Tench

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Sören

Ich habe 2009 den DaF Blog bzw. 2014 den Shop gestartet und seit dem habe ich viel Zeit und Liebe in "mein Baby" gesteckt. Die Zeiten mit einer dreistelligen Anzahl an Angeltagen im Jahr sind vorbei, aber natürlich bin ich noch so häufig wie möglich am Wasser, um Süß- und Salzwasserräuber zu ärgern.

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