2014Hecht

Kapitaler Hecht beim Watfischen

120cm Hecht beim Watfischen im See

Sonn­tag woll­ten Till und ich eigent­lich nach ers­ter Pla­nung an die Küs­te zum Meer­fo­rel­len­an­geln fah­ren. Doch da die Nacht nach dem Deutsch­land­spiel ein wenig län­ger wur­de, beschlos­sen wir lie­ber aus­zu­schla­fen und erst nacht­mit­tags in der Elbe auf Zan­der und Rap­fen zu fischen. Da es dann Sonn­tag aber ziem­lich win­ding war, hat­te ich abso­lut kei­ne Lust an der Elbe zu fischen, ihr kennt sicher­lich das Pro­blem mit dem star­ken Wind, wenn man eine der zahl­rei­chen Buh­nen im Elb­haupt­strom befi­schen will, echt ätzend. Nun über­leg­te ich was man statt­des­sen machen könn­te. Viel­leicht eine Barsch­tour? Oder doch lie­ber auf Meis­ter Esox? Hech­te befi­schen wir ja eigent­lich meis­tens vom Boot, dafür war es jetzt aber auf jeden Fall schon zu spät und zu kurz­fris­tig. Also muss­te eine ande­re Lösung gefun­den wer­den und die war, einen See mit der Wat­ho­se ent­lang des Schilf­gür­tels zu befi­schen!

Wirklich ein Traum von Hecht
Wirk­lich ein Traum von Hecht

Für mich stand jetzt schon mal der Tages­plan fest, nun muss­te nur noch Till davon über­zeugt wer­den und das gestal­te­te sich zu Anfang lei­der erst mal ziem­lich schwie­rig. Till woll­te lie­ber auf Barsch fischen und so dis­ku­tier­ten wir gute zwei Stun­den bei Face­book ohne jeg­li­ches Ergeb­nis. Aber ich blieb hart und hielt an mei­nen Hecht­plä­nen fest und Till lenk­te zum Schluss zum Glück noch ein. Als wir am Was­ser ein­tra­fen, war es durch die ellen­lan­ge Dis­kus­si­on schon mitt­ler­wei­le ca. 19 Uhr 30 und gegen 20Uhr stan­den wir dann end­lich mal im Was­ser, um die ers­ten Wür­fe zu machen. Wir such­ten uns klei­ne Ein­schnit­te und Buch­ten im Schilf­gür­tel, die wir dann sys­te­ma­tisch eine Zeit lang befisch­ten, um dann die Stel­le nach eini­ger Zeit zu wech­seln, Stre­cke machen hieß die Divi­se! Die ers­ten Spots befisch­ten wir ohne jeg­li­chen Fisch­kon­takt und zu allem Übel brach noch Till’s Hecht­peit­sche beim Aus­wer­fen, das war schon mal ein sehr beschei­de­ner Start. Till ging dann zum Auto, um sich eine Ersatz­ru­te zu holen, ich fisch­te allei­ne wei­ter.

Neuer PB - 120cm
Neu­er PB — 120cm

Nun muss­te Till’s Zan­der­ru­te als Hecht­ru­te die­nen. Wir wech­sel­ten erneut die Stel­le und ich begann zunächst gezielt den Ufer­be­reich zu befi­schen, aber immer noch gab es kei­nen ein­zi­gen Biss. „Das kann doch gar nicht ange­hen, dass hier kei­ne Hech­te ste­hen, nicht mal Frit­ten gibt es hier“ mein­te ich schon leicht genervt zu Till und warf den Köder ein­fach gera­de aus Rich­tung Frei­was­ser. Und jetzt kam er, der ersehn­te Biss! Gut 20 Meter vor mir bekam ich auf ein­mal einen brett­har­ten Ein­schlag, danach tat sich erst­mal zwei, drei Sekun­den gar nichts, bis die Brem­se auf ein­mal anfing zu sin­gen. Der ers­te Gedan­ke war gleich wie­der: „Nein bit­te nicht schon wie­der ein gehak­ter Karp­fen“. Doch irgend­wie war der Drill dies­mal anders. Es gab zwar immer wie­der kras­se Fluch­ten, doch die eines gehak­ten Karp­fen sind doch schon irgend­wie hef­ti­ger und zwi­schen­durch kamen immer mal wie­der hef­ti­ge Kopf­schlä­ge. Gute fünf Minu­ten dau­er­te es bis der Fisch das ers­te Mal kurz an der Ober­flä­che zu sehen war und es war dies­mal kein Karp­fen, son­dern ein Hecht, ein ver­dammt gro­ßer Hecht. Ich mein­te sofort zu Till, dass der über einen Meter hat. Doch als er ein wenig spä­ter in gan­zer Län­ge an der Ober­flä­che zu sehen war mein­te Till: „ Der hat min­des­tens 110cm, wenn nicht sogar 120cm“. Nun wur­den wir bei­de schon ein wenig ner­vös, so eine Maschi­ne hat­te zuvor noch kei­ner von uns gefan­gen! Zum Glück hielt der Haken und der kapi­ta­le Esox wur­de lang­sam schlapp, so dass wir ihn dann letzt­end­lich sicher lan­den konn­ten.

120cm — neuer Daf-PB

Nun lag er vor uns im Kescher im Was­ser, was ein Kraft­pa­ket, ein wah­res Kro­ko­dil, so einen Fisch hat­ten wir noch nie live gese­hen, Wahn­sinn! Ein Mes­sen bestä­tig­te dann Till’s Ver­mu­tung, der Hecht war genau 120cm lang bei geschätz­ten 15kg. Ein abso­lu­ter Traum­fang und natür­lich auch ein neu­er PB für mich! Was ein fan­tas­ti­sches Erleb­nis, ein­fach geni­al! Danach waren wir bei­de völ­lig fer­tig und mach­ten erst mal eine Pau­se, sowas erlebt man nicht oft im Ang­ler­le­ben und sowas muss genos­sen wer­den! Das sind die Momen­te wovon man ein Leben lang zeh­ren kann.

So solls sein
So soll es sein!

An ein kon­zen­trier­tes Wei­ter­an­geln war auch nach der Pau­se nicht mehr zu den­ken und nach ein paar letz­ten Wür­fen mach­ten wir dann völ­lig geflasht Fei­er­abend. Vie­len Dank noch­mal an Till für den gei­len Abend, den wer­den wir bei­de nie wie­der ver­ges­sen, das nächs­te Mal bist du dran!

Bis dem­nächst
Euer Sascha

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Sascha

Quasi seit der ersten Minute mit am Start. Zielfisch Nr.1 ist immer noch ganz klar der Zander. Aber auch Hechte, Meerforellen in der Ostsee, Lachse in DK und Wolfsbarsche in Irland stehen jedes Jahr auf's Neue auf der Liste. Mal schauen was da in der Zukunft noch dazu kommen wird...

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