2014Aal

Aal und Wels in der Elbe

Elbe: Aalangeln in Niedersachsen inkl. Überraschung

Solan­ge ich den­ken kann gehe ich mit mei­nem Vater in der Elbe Aalan­geln. Alle paar Jah­re höre ich die Geschich­te vom Tage mei­ner Geburt. Am 14.Juni 1983 war mein Dad in Beglei­tung der hoch­schwan­ge­ren Frau an der Elbe Aalan­geln, als die Wehen ein­setz­ten. An die­sen Tag kann ich mich natür­lich nicht erin­nern, an die diver­sen Trips an Elbe & Co. aber größ­ten­teils noch sehr detail­liert. Beson­ders auf­re­gend war es für mich als klei­ner Jun­ge, mit­ten in der Nacht auf­zu­ste­hen um Rich­tung Bre­men zu fah­ren, um in Oste und Weser auf Aal zu angeln. Unver­ges­sen sind Momen­te wie der, als ein Eis­vo­gel im Son­nen­auf­gang dau­er­haft auf der uralten 4,8m lan­gen Tel­e­ru­te saß oder ein rasan­ter Fall­biss, der nach dem vor­sich­ti­gen Anhieb bei einer Flucht in die ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung die 0,45 Haupt­schnur spreng­te.

Ausrüstung Aalangeln
Old­school Aus­rüs­tung

Zu die­ser Zeit ging es cir­ka zehn mal im Jahr mit Woll­hand­krab­ben und Wür­mern zum Aalan­geln. Mitt­ler­wei­le wer­den die Tou­ren aus ver­schie­de­nen Grün­den immer sel­te­ner. Daher war ich froh, dass es kürz­lich mal wie­der klapp­te. Es war ein extrem hei­ßer Tag, an dem man kaum vor die Tür gehen woll­te, aber genau bei die­sen Bedin­gun­gen haben wir frü­her schon, als der Aal­be­stand noch bes­ser war, am Bes­ten gefan­gen. Nach 3–4 Stun­den an der Elbe kam man frü­her durch­aus mal völ­lig erschöpft nach Hau­se, wenn man die Ruten etwas wei­ter aus­ein­an­der gestellt und eini­ge Sprints hin­ter sich hat­te.

Aal Niedersachsen
Zünf­ti­ger Elbaal

An die­sem Tag erwar­te­ten wir eigent­lich nicht viel, Dad­dy war vor­her schon mal Aalan­geln und hat­te an einem alten Hot­spot recht schlecht gefan­gen. Nach dem ers­ten Aus­wurf einig­ten wir uns dar­auf wer denn den ers­ten Aal fan­gen soll­te, nach kur­zer Dis­kus­si­on stand fest, dass es mein Vater sein soll­te, da ich schließ­lich auch mit einer Rute einen ande­ren Ziel­fisch bean­gel­te. Gesagt, getan. Beim zwei­ten Wurf gab es den ers­ten Schläng­ler des Tages, der aller­dings zu klein war und wei­ter schwim­men durf­te. In den ers­ten 30 Minu­ten tat sich nicht son­der­lich viel, aber dann ging es plötz­lich Schlag auf Schlag, wie in bes­ten Zei­ten. Beson­ders beliebt sind natür­lich Situa­tio­nen, in denen man einen Aal ver­arz­tet, neben­bei zur ande­ren Rute guckt, einen zunächst vor­sich­ti­gen Biss sieht, kurz denkt “lass ihn mal machen” und sich plötz­lich beei­len muss, da der Fisch kon­ti­nu­ier­lich die Rute krumm zieht.

Wels beim Aalangeln
Wels — ein will­kom­me­ner Bei­fang

An die­sem Tag gab es einen Biss, der so gar nicht nach Aal aus­sah, im Drill wur­de dies schnell bestä­tigt. Doch was es war, erfuh­ren wir erst ein paar Minu­ten spä­ter. Ein cir­ka 1,10m lan­ger Wels hat­te sich den Wurm geschnappt und leg­te sich in der Strö­mung ordent­lich ins Zeug. Das wir Ang­ler an der Elbe in Zukunft häu­fi­ger mit schlei­mi­gen Bei­fän­gen zu rech­nen haben, bewies ein wei­te­rer Nim­mer­satt, der sich trotz gut gefüll­tem Bauch noch schnell eine Tau­met­te ein­ver­lei­ben woll­te. Bei die­sem Hun­ger ist es wohl nur noch eine Fra­ge der Zeit, bis auch in der Elbe regel­mä­ßig die 2m Mar­ke geknackt wird.

Baby-Wels mit großem Hunger
Baby-Wels mit gro­ßem Hun­ger

Der Ziel­fisch Aal leg­te in den cir­ka drei Stun­den Angel­zeit zwar immer mal wie­der eine kur­ze Beiß­pau­se ein, ins­ge­samt fin­gen wir an die­sem Tag für die der­zei­ti­gen Ver­hält­nis­se aller­dings sehr gut, so dass eini­ge Aale zwi­schen 55 und 65cm ent­nom­men wur­den und zeit­nah im Räu­cher­ofen lan­den wer­den. Einen zwei­ten Aalan­gel­tag mit Dad­dy wird es die­ses Jahr sicher­lich noch geben.

Nehmt Euren Papi oder Sohn an die Hand und ab ans Was­ser, die Gele­gen­hei­ten kom­men nicht wie­der und wer­den auch nicht mehr…


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Sören

Ich habe 2009 den DaF Blog bzw. 2014 den Shop gestartet und seit dem habe ich viel Zeit und Liebe in "mein Baby" gesteckt. Die Zeiten mit einer dreistelligen Anzahl an Angeltagen im Jahr sind vorbei, aber natürlich bin ich noch so häufig wie möglich am Wasser, um Süß- und Salzwasserräuber zu ärgern.

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