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Vision Heavy Havu Wader Wathose

Vision Heavy Havu Wader Wathose

Gute Wat­ho­se benö­tigt: Im Rah­men unse­rer Arbeit für das Wie­der­an­sied­lungs­pro­jekt des atlan­ti­schen Lach­ses “Lachs­pro­jekt 2020” ver­brin­gen wir etli­che Zeit im Gewäs­ser, sei es für Brut­be­fi­schun­gen, Rück­kehr­erbe­fi­schun­gen, Laich­gru­ben­k­ar­tie­run­gen oder was es sonst noch an Feld­ar­beit zu erle­di­gen gibt. Dabei wird der ein oder ande­re Kilo­me­ter im Was­ser zurück­ge­legt und das Mate­ri­al wird über­aus stark bean­sprucht. Ob nun auf Grund der hohen mecha­ni­schen Belas­tun­gen durch das stän­di­ge Waten im Gewäs­ser selbst, oder durch das Lau­fen ent­lang des Ufers. Unse­re Wat­be­klei­dung muss eini­gen extre­men Belas­tun­gen stand­hal­ten. Spe­zi­ell beim Lau­fen außer­halb des Gewäs­sers kann es hier und da schon mal zur Begeg­nung mit einem Brom­beer­strauch, abge­bro­che­nen Ästen oder ähn­li­chem kom­men. Um dies auf Dau­er schad­frei zu über­ste­hen, um so die Was­ser­dich­tig­keit zu gewähr­leis­ten, muss eine Hose qua­li­ta­tiv schon eini­ges mit­brin­gen.

Erfahrungen mit der Vision Heavy Havu Wader Wathose
Hea­vy Havu Wader im Ein­satz

Erster Eindruck der Heavy Havu Wader

Als ich die Hea­vy Havu Wader Wat­ho­se das ers­te Mal in der Hand hielt vie­len mir zwei Din­ge sofort auf. Ers­tens gibt es nur eine Naht im Schritt­be­reich und zwei­tens macht das Mate­ri­al einen sehr wider­stands­fä­hi­gen Ein­druck. Eher zweit­ran­gig aber auch nicht zu ver­nach­läs­si­gen: die Optik. Dezen­te Far­ben, klas­si­sches Design und hoch­wer­ti­ge Ver­ar­bei­tung.

Lachs aus dem Rhein
Bei der Arbeit: Lachs­bock aus dem Rhein­sys­tem

Tragekomfort der Wathose

So gut wie der ers­te Ein­druck aus­fällt, so gut ist auch der Tra­ge­kom­fort. Die Wat­ho­se ist leicht, groß­zü­gig geschnit­ten und bie­tet eine her­vor­ra­gen­de Pass­form. Mit Hil­fe der Trä­ger kann man die Hose schnell und ein­fach auf sei­ne Grö­ße ein­stel­len, ohne, dass die­se immer wie­der nach­ge­stellt wer­den müs­sen. Bei ande­ren Hosen hat mich dies bereits fast in den Wahn­sinn getrie­ben, da sich die Trä­ger immer wie­der von allei­ne locker­ten. Außer­dem sind sie breit genug um nicht ein­zu­schnei­den. Der zusätz­lich mit­ge­lie­fer­te Wat­gür­tel garan­tiert einen fes­ten Sitz im Hüft­be­reich und ver­hin­dert, dass grö­ße­re Was­ser­mas­sen in die Hose gelan­gen, soll­te es einen doch mal unfrei­wil­lig in die Knie zwin­gen.
Die inte­grier­ten Gama­schen mit der Ein­ha­kö­se sind von guter Qua­li­tät. Durch sie lässt sich die Hose mit den Wat­schu­hen ver­bin­den. Das sieht nicht nur bes­ser aus, son­dern ver­hin­dert auch das Ein­drin­gen von Kie­sel­stei­nen oder ande­ren Mate­ria­li­en die den Neo­pren­füß­ling beschä­di­gen könn­ten. Auch beim Waten im tie­fe­ren Was­ser kommt es zu kei­nen Druck­stel­len durch Näh­te oder ande­ren Beein­träch­ti­gun­gen, wel­che den Tra­ge­kom­fort ver­schlech­tern. Obwohl es sich bei der Hea­vy Havu um eine atmungs­ak­ti­ve Wat­ho­se han­delt, ist sie auch bei kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren noch recht ange­nehm zu tra­gen. Durch das dicke Mate­ri­al schützt sie einen schein­bar län­ger vor der Käl­te als ande­re atmungs­ak­ti­ve Wat­be­klei­dung. Genau­so trotzt sie der Hit­ze im Som­mer und ver­ur­sacht kein über­mä­ßi­ges Schwit­zen. Abschlie­ßend bleibt zu sagen, dass auch die Neo­pren­füß­lin­ge kei­ne Wün­sche offen las­sen, sie lie­gen ange­nehm am Fuß an und bie­ten dabei trotz­dem genug Platz.

Heavy Havu Wader
Tra­ge­kom­fort auch außer­halb des Was­ser

Fazit

Die Hea­vy Havu Wader ist im Bereich des Gesä­ßes, an den Innen­bei­nen und vom Knie abwärts mit 5‑lagigem Gewe­be aus­ge­stat­tet. Das macht sie zu einer sehr stra­pa­zier­fä­hi­gen und robus­ten Hose, die auch hoher und dau­er­haf­ter mecha­ni­scher Belas­tung, durch viel Bewe­gung und wei­te Stre­cken, stand­hält. Außer­dem wird auch die ers­te Begeg­nung mit Sta­cheln, Dor­nen oder der Kampf durchs Unter­holz nicht sofort zur Gefahr für den Trä­ger. Im Pra­xis­ein­satz hat sie sogar eine unge­woll­te Begeg­nung mit zuge­wach­se­nem Sta­chel­draht mit ein paar Krat­zern über­stan­den, den­noch soll­te man das nicht zum Anlass neh­men, Quer­feld­ein durch die Brom­bee­ren zu lau­fen oder sich weni­ger acht­sam im Gelän­de zu bewe­gen! Nur weil sie robust ist, muss man sein Glück ja nicht her­aus­for­dern. Ein “Nach­teil” von mehr­schich­ti­gem, robus­ten Gewe­be, ist die höhe­re Stei­fe der Hose. Dies hält sich im Rah­men, so dass es sich sehr gemüt­lich lau­fen lässt. Und wenn man bedenkt, was unser Mate­ri­al aus­hal­ten muss, sind wir dar­über nur froh und stö­ren uns dar­an nicht.

Dass im Schritt­be­reich nur eine Naht ver­läuft scheint einer schnel­len Undich­tig­keit ent­ge­gen zu wir­ken. Bei mei­nen bis­he­ri­gen Wat­ho­sen war dies oft die Pro­blem­stel­le, die zuerst undicht wur­de. Durch den soge­nann­ten “Cur­ved NoSeamTM”-Schnitt, sitzt die Hose auch ange­neh­mer als her­kömm­li­che Model­le.

Vision Heavy Havu Wader Test
Platz und Schutz für Klein­tei­le ist inte­griert

Um Klei­nig­kei­ten mög­lichst tro­cken durchs Was­ser zu trans­por­tie­ren wur­de eine gro­ße, mit Aquaguard Reiß­ver­schluss aus­ge­stat­te­te, was­ser­ab­wei­sen­de Brust­ta­sche inte­griert. Wer dar­in Sachen tro­cken auf­be­wah­ren möch­te, soll­te die­se den­noch zusätz­lich gegen Feuch­tig­keit schüt­zen.

Eine wei­te­re Schwach­stel­le bei vie­len ande­ren Wat­ho­sen ist der Über­gang zum Neo­pren­füß­ling. Bei der Hea­vy Havu wur­de dies schein­bar erkannt. Der Über­gang zur Wat­ho­se ist her­vor­ra­gend ver­ar­bei­tet und der Füß­ling bie­tet einen hohen Tra­ge­kom­fort.

Ein wei­te­res ange­neh­mes Detail sind die inte­grier­ten Laschen zum Auf­hän­gen der Wat­ho­se. Das schont die Elas­ti­zi­tät der Trä­ger, da die­se sonst oft für das Auf­hän­gen der Hose her­hal­ten müs­sen. Außer­dem kann man hier auch mal eine Zan­ge, Kli­cker oder ande­re nütz­li­che Klein­tei­le befes­tigt wer­den.

Alle Ele­men­te der Hose sind farb­lich auf­ein­an­der abge­stimmt und run­den das Gesamt­ergeb­nis ab.

Die “Hea­vy Havu Wader” wur­de bis jetzt gut ein Jahr im Ein­satz getra­gen und schnei­det bis­her außer­or­dent­lich gut ab. In der Regel habe ich nach die­ser Nut­zungs­dau­er bereits Bedarf an einer neu­en Wat­ho­se. Ich hof­fe nun end­lich ein Modell gefun­den zu haben, dass trotz der immensen und dau­er­haf­ten Bean­spru­chung auch über län­ge­ren Zeit­raum ihre Funk­tio­na­li­tät bei­be­hält.

Zusam­men­fas­send kann man sagen, dass man mit der Hea­vy Havu Wader für rela­tiv “klei­nes Geld” eine über­durch­schnitt­lich robus­te Hose mit anspre­chen­der Optik und hohem Tra­ge­kom­fort erhält, die mit Sicher­heit auch mit teu­re­ren Model­len mit­hal­ten kann.

Eigen­schaf­ten:

  • Cur­ved NoSeam”-Schnitt
  • 5‑lagig ver­stärk­tes Mate­ri­al im Schritt, Bei­nin­nen­sei­te und ab Knie abwärts Außen
  • D‑Schlaufen

Link­tipp: Der pas­sen­de Wat­schuh von Visi­on

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über das Lachs­pro­jekt fin­det ihr auf www.lachsprojekt.de

Im Namen des BFS und des­sen Mit­ar­bei­ter bedan­ken wir uns viel­mals für die Unter­stüt­zung mit Wat­be­klei­dung bei Hurch-Fly­fi­shing und Visi­on Fly­fi­shing!

Von Timo Seufert

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