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AngelbooteTests

E‑Motoren fürs Boot im Test

Haswing Protruar 1.0, Minn Kota Endura Max 55, Zebco Rhino DX 55 V im Vergleich

Inhalts­ver­zeich­nis

E‑Motoren fürs Boot im Test. Wer sich für E‑Motoren fürs Boot inter­es­siert oder gar einen sol­chen für sei­nen Angel­kahn kau­fen möch­te, wird vie­len Fra­gen begeg­nen, dann nach Ant­wor­ten suchen und wenn er sie gefun­den hat, mit­un­ter fest­stel­len, dass sie nicht immer hilf­reich waren und nun der fal­sche Motor am Boot hängt. So ist dem Anwen­der z.B. auf die wich­ti­ge Fra­ge, wie stark ein Motor für sein Angel­boot sein soll­te, nicht mit „Es kommt dar­auf an..“ oder „Im Zwei­fel lie­ber …“ hin­rei­chend gedient. 

1. Welchen E‑Außenborder fürs Boot?

Gewichts­an­ga­ben in der Motor­be­schrei­bung hel­fen wenig. So ist z.B. bei einem 55 lbs Motor zu lesen: „Für Boo­te bis 1800 kg“. War­um sol­che Anga­ben schlech­te Ent­schei­dungs­hil­fen sind, ist schnell erklärt: Neh­men wir ein­mal ein Lake Boat von 19 Fuß (5,80 m) auf einem iri­schen Bin­nen­see, das leer rund 350 kg wiegt. Wir beset­zen es mit zwei Ang­lern à 90 kg und packen noch Aus­rüs­tung incl. E‑Motor und Akku mit 120 kg hin­ein. So kom­men wir auf ein Gesamt­ge­wicht von 0,65 t. Das ist nicht viel mehr als ein Drit­tel des ange­ge­be­nen Gewich­tes von 1,8 Tonnen. 

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Also soll­ten wir mit die­sem E‑Motor aus­rei­chend bestückt sein? 

Lei­der ist das nicht der Fall. Die­ser Motor mit 0,6 KW passt weder für den beschrie­be­nen Boots­typ noch für das inten­dier­te Gewäs­ser, weil hier höhe­re Wind­las­ten, wech­seln­de Wet­ter­ver­hält­nis und rasant auf­bau­en­de Wel­len­struk­tu­ren ent­ge­gen­ste­hen. Lake Boo­te sind aus­ge­spro­che­ne Schwer­ge­wich­te mit aus­ge­präg­tem Kiel und gewich­ti­ger Klin­ker­bau­wei­se. Für die­se Typen sind 1 KW Motor­leis­tung ange­zeigt, unab­hän­gig von den Gewässerparametern. 

Auf die­sem spe­zi­el­len Was­ser soll­te man noch ein­mal 0,5 KW drauf legen, um auch bei wid­ri­gen Bedin­gun­gen Manö­vrier­fä­hig­keit und Vor­wärts­kom­men zu sichern. Und, die 1,5 KW Vor­ga­be langt für E‑Motoren mit einem Wir­kungs­grad von rund 80%, Ben­zi­ner müss­ten da wegen der schlech­te­ren Ener­gie Aus­beu­te (Umlenk­ge­trie­be) noch etwas drauf­le­gen. Übli­cher­wei­se geht man hier von einer Min­dest­mo­to­ri­sie­rung von 5 PS aus.

Nun gut, die­ses eine Bei­spiel zeigt, dass man nie genug Wis­sen mit allen Bedin­gungs­pa­ra­me­tern sam­meln kann und zur Infor­ma­ti­on wol­len wir an die­ser Stel­le bei­tra­gen. Und z.B. ein wenig not­wen­di­ges Fach­wis­sen zur Motor­tech­nik auf­zei­gen und dazu einen aus­führ­li­chen Test­be­richt von drei E‑Motoren Ver­kaufs­hits der 600 Watt Klas­se aus dem brei­ten Ange­bot des Mark­tes vor­stel­len. So hof­fen wir, etwas zu einem guten Kennt­nis­stand für eine siche­re Ent­schei­dung beim Motor­kauf bei­tra­gen zu können. 

Wir beschäf­ti­gen uns im Fol­gen­den nur mit Trol­ling Moto­ren der Bin­nen­was­ser­klas­se für die Heck­mon­ta­ge. Also dem 12 V Mas­sen­markt bis 80 lbs Schub­kraft und las­sen Bug­mo­to­ren, rei­ne Antriebs­sys­tem und 24 V – 48 V Alter­na­ti­ven außen vor. Alle drei wären umfang­rei­che eige­ne Beiträge.

2.0 Was muss ich über die Technik eines E‑Motors fürs Boot wissen?

Heck­mo­to­ren für unse­re Angel­boo­te sind tech­nisch z.T. sehr ein­fach gestrickt, was sich bei nähe­rem Hin­se­hen logisch aus dem Zusam­men­hang ergibt. Wir haben auf der einen Sei­te Ener­gie die aus dem Akku kommt, auf der ande­ren Sei­te den Elek­tro­mo­tor, der umso schnel­ler läuft, je mehr Ener­gie ich ihm zufüh­re. Ich brau­che also ledig­lich einen Schal­ter, der den Ener­gie­fluss regelt, schon ist die kon­trol­lier­te Motor­steue­rung fertig.

2.1 Sind E‑Motoren mit Stufenschaltung erste Wahl?

In der sim­pels­ten Aus­füh­run­gen ist die Motor­kon­trol­le übli­cher­wei­se ein Schal­ter mit fünf Leis­tungs­stu­fen vor­wärts und drei Stu­fen rück­wärts. Zwi­schen den bei­den liegt die Null­stel­lung mit Motor aus. Ein sol­cher Schal­ter arbei­tet zur Strom­be­gren­zung mit Wider­stän­den, die die Span­nung beein­flus­sen und dadurch dem Motor weni­ger Leis­tung zufüh­ren. Gerin­ge­re Leis­tung führt zu weni­ger Schrau­ben­um­dre­hun­gen und damit zu einem Minus an Geschwindigkeit. 

Nach­tei­lig bei die­sem Ver­fah­ren ist der rela­tiv hohe Leis­tungs­ver­lust, der durch den nicht benö­tig­ten Strom am Vor­wi­der­stand ent­steht und mehr oder weni­ger als Wär­me abge­führt wird. Da ins­ge­samt hohe Strö­me flie­ßen kön­nen, mag im Extrem­fall (bei som­mer­li­chen Außen­tem­pe­ra­tu­ren) auch schon mal der Stu­fen­schal­ter, der für hohe Strö­me gemacht ist, durch­bren­nen und muss ersetzt wer­den. Wär­me bedeu­tet in jedem Fall Ver­geu­dung wert­vol­ler Akku Energie. 

Unser Motor ver­schwen­det den meis­ten Strom dort, wo er ihn am wenigs­ten für das Vor­wärts­kom­men braucht, bei nied­ri­gen Geschwin­dig­kei­ten. Dass die Ver­lust­leis­tung bei die­ser Art von ana­lo­ger Steue­rung am Wider­stand durch­aus hohe Wer­te anneh­men kann, lässt sich mit der For­mel P=U*I berech­nen (U=Spannung, I=Stromstärke). Will man z.B. einen LED Ver­brau­cher von 12V/20W auf 50% sei­ner Leis­tung begren­zen (I= 20:12 =1,7(A)) so ergibt sich P=12/2*1,7=10,2 W, d.h. die Hälf­te der zuge­führ­ten Leis­tung steht auf der Verlustliste. 

2.2 Wie ist ein E‑Motor fürs Boot mit Stufenschaltung technisch aufgebaut?

 Ein Motor mit Stu­fen­schal­tung  ist im Regel­fall tech­nisch so ein­fach kon­zi­piert, wie in der Zeich­nung wiedergegeben.

E-Motoren fürs Boot Anschluss
Anschluss­sche­ma für eine simp­le Steue­rung mit einem Stu­fen­schal­ter bei einem Minn Kota Endu­ra C2

Der Stu­fen­schal­ter erfüllt im Anschluss Sche­ma zwei Funk­tio­nen: Er nimmt ein­mal den Akku- und den Motor­an­schluss auf und lässt sich durch die Dreh­pin­ne des Motors, die auch die Lenk­funk­ti­on inne­hat, schalten.

Von der Null­stel­le (Motor aus) aus sind das fünf Vor­wärts­stu­fen nach links und drei Rück­wärts­stu­fen nach rechts. Das funk­tio­niert pri­ma, hat aber zwei ent­schei­den­de Nach­tei­le: ein­mal muss man mit einem rela­tiv hohen Strom­ver­brauch bei nied­ri­gen Geschwin­dig­kei­ten leben und zum ande­ren kann ich mei­ne Geschwin­dig­keit nur stu­fen­wei­se anpas­sen. Das ver­hin­dert ein Fein­tu­ning beim Schlepp­fi­schen und pela­gi­schen Angeln. 

Vor- und Nach­tei­le von E‑Motoren mit Stu­fen­schal­tung stel­len sich so dar.

Vor- und Nachteile von E-Motoren mit Stufenschaltung

2.3 Wie geht stufenloser Vortrieb bei einem E‑Motor?

Auf den ers­ten Blick ist das ganz ein­fach. Man ersetzt ein­fach den Stu­fen­schal­ter durch ein Poten­tio­me­ter (ähn­lich der Laut­stär­ke­re­ge­lung am Radio), das die Wider­stands­fol­ge über einen Schleif­kon­takt nun stu­fen­los ein­stellt. Damit haben wir zwar eine pas­sen­de Geschwin­dig­keits­re­ge­lung erreicht, aber kei­ne Fort­schrit­te in der Strom­ver­schwen­dung. Außer­dem ist es teu­er, Poten­tio­me­ter mit Hoch­strom Eig­nung ein­zu­set­zen und die Rück­wärts­gän­ge haben wir so auch nicht gere­gelt. Ganz so ein­fach ist es also nicht. 

Die pas­sen­de Lösung für stu­fen­los gere­gel­te E‑Motoren an unse­ren Angel­boo­ten heißt heut­zu­ta­ge PWM (Pul­se Width Modu­la­ti­on), zu Deutsch Puls­wei­ten­mo­du­la­ti­on. Nun wird nicht mehr ana­log son­dern digi­tal gesteu­ert. Dazu ist eine klei­ne Pla­ti­ne von­nö­ten, die u.a. einen Puls­ge­ne­ra­tor ent­hält, der Recht­eck­si­gna­le zwi­schen zwei Span­nun­gen erzeugt. Die Brei­te des Signals (Puls­wei­te) bestimmt einen Spannungswert(z.B. für 12 V Sys­te­me) irgend­wo zwi­schen 0 V und 12 V, der für eine bestimm­te Motor­dreh­zahl steht. 

E-Motoren Außenborder im Test
Bei­spie­le für eine Puls­wei­ten­mo­du­la­ti­on (PWM).Die Puls­brei­te bestimmt den jewei­li­gen Span­nungs­wert, der sich zwi­schen Max. und Null befin­det. Je höher die jewei­li­ge Span­nung, umso gerin­ger wird die Strom­pau­se und umge­kehrt, da die Fre­quenz immer gleich bleibt. Die Gra­fik zeigt hier zwei Zustän­de, die bestimm­te Span­nungs­wer­te( in % von MAX) abbil­den. Sol­che Span­nungs­wer­te wer­den dann solan­ge in Serie pro­du­ziert wie sich die ein­mal ein­ge­stell­te Motor­dreh­zahl (Geschwin­dig­keit) nicht ändert. Umge­kehrt wür­de sich die Puls­brei­te sofort anpas­sen, wenn die Ein­stel­lung am Dreh­griff rauf oder run­ter geht. 

Das Beson­de­re an die­sem Signal: es ist bis auf die kon­stan­te Fre­quenz, die immer gleich bleibt, ver­än­der­bar und legt zudem zwi­schen zwei Signal­pha­sen immer eine Pau­se ein, die in Abhän­gig­keit von der Puls­brei­te kurz oder län­ger sein kann. Ein­fach aus­ge­drückt: das Signal schal­tet sich ein- und aus wobei die ein­zel­nen Zustän­de inner­halb eines Signals unter­schied­lich lang sein können. 

Durch die­ses Ver­fah­ren las­sen sich zwi­schen einer größt­mög­li­chen Span­nung und Null belie­bi­ge Zwi­schen­wer­te erzeu­gen, die prak­tisch alle Dreh­zah­len des Motors abbil­den, d.h. der Antrieb lässt sich damit stu­fen­lo­sen regeln. Da die E‑Maschine phy­si­ka­lisch gese­hen trä­ge ist, haben die „off“ Pha­sen kei­ne Aus­wir­kun­gen auf den Betrieb. Der Motor regis­triert die Null­strom­pha­sen über­haupt nicht. 

Um nun auch die Fahrt­rich­tung (rück­wärts) ändern zu kön­nen gibt es ver­schie­de­ne Ansät­ze. Die Ein­präg­sams­te: man baut die Pla­ti­ne mit einem dop­pel­ten Lay­out auf. Eine Hälf­te ist dann für den Vor­wärts­be­trieb, die ande­re für die Rück­wärts­fahrt geschal­tet (ein­fa­che Pha­sen­um­kehr bei Gleich­strom). Jetzt müs­sen wir nur noch wis­sen, war­um das PWM Ver­fah­ren der Strom­ver­schwen­dung ein Ende setzt und unse­re Reich­wei­te in den unte­ren und mitt­le­ren Geschwin­dig­keits­be­rei­chen im Ver­gleich zur Stu­fen­schal­tung mehr als verdoppelt. 

Digi­ta­le Signal­ver­ar­bei­tung kennt, wie wir gese­hen haben, nur zwei Zustän­de: EIN und AUS. In der Aus Pha­se fließt kein Strom, ergo gibt es kei­nen Leis­tungs­ver­lust am Tran­sis­tor. In der Puls Pha­se wird der Strom kom­plett durch­ge­schal­tet mit mini­ma­lem Ver­lust am Transistor. 

Somit kön­nen dau­er­haft gro­ße Las­ten bei sehr nied­ri­gem Leis­tungs­ver­lust gere­gelt wer­den. Für den E‑Motor bedeu­tet das erheb­lich weni­ger Antriebs­en­er­gie bei nied­ri­gen und mitt­le­ren Geschwin­dig­kei­ten im Ver­gleich zur Stu­fen­schal­tung. In Rich­tung Voll­gas neh­men die Ein­spa­run­gen dann ab. In der End­ge­schwin­dig­keit sind sie nur noch mini­mal (bis 10%) vor­han­den. Das ergibt sich fol­ge­rich­tig aus der Abnah­me der Wider­stands­grö­ßen in der Stu­fen­schal­tung: klein bei Voll­gas und groß bei Stu­fe ganz langsam.

Test zum Rhino DX 55V E-Motor
Schalt­sche­ma bei einem Rhi­no DX 55V. Über das Poten­tio­me­ter regeln wir die Puls­wei­te und damit den Span­nungs­zu­stand der Schal­tung, was Ein­fluss auf die Dreh­zahl des Motors und in der Fol­ge auf die Geschwin­dig­keit des Boo­tes hat. Eine Siche­rung (Siche­rungs­au­to­mat) in der Strom­zu­fuhr ist aus ver­schie­de­nen Grün­den immer ange­zeigt. Bei einem max. Strom­fluss von 50 A (55 lbs Motor) passt eine Abschal­tung bei 60 A, wie hier angezeigt. 

Vor- und Nach­tei­le von E‑Motoren mit stu­fen­lo­ser Steue­rung PWM

Vor- und Nachteile von E-Motoren mit stufenloser Steuerung PWM

2.4 Bürstenbasierter oder bürstenloser E‑Motor, was ist besser?

Bürs­ten­ba­sier­te Moto­ren fin­den sich in vie­len Boots­mo­to­ren aller Her­stel­ler wie­der, eini­ge Serie ver­wen­den aber auch bürs­ten­lo­se Typen. Wo die Vor- und Nach­tei­le lie­gen, fas­sen wir kurz zusammen.

Prin­zi­pi­ell sind bürs­ten­lo­se Moto­ren vor­teil­haf­ter. Sie ver­schlei­ßen so gut wie nicht, haben eine höhe­re Lebens­dau­er, sind effi­zi­en­ter im Ener­gie­ver­brauch, kom­pak­ter, leich­ter und ein­fa­cher in der Bau­form und errei­chen dabei eine höhe­re Dreh­mo­ment­dich­te bzw. auch höhe­re Geschwindigkeiten.

Trotz­dem haben Bürs­ten­mo­to­ren ihren Platz nicht nur im E‑Motorenbau behal­ten, weil sie ein­fach und mit wenig Auf­wand zu steu­ern sind und damit preis­wer­te Kon­struk­tio­nen erlauben.

Der wich­tigs­te  Unter­schied zwi­schen bei­den Motor­ty­pen ist der mecha­nisch kom­ple­xe­re Auf­bau (Anzahl der Bau­tei­le) der Bürs­ten­mo­to­ren einer­seits, wo die Über­tra­gung der elek­tri­schen Ener­gie durch Schleif­kon­tak­te (Bürs­ten) erfolgt und der rein elek­tro­ni­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on bei den bürs­ten­lo­sen Model­len ande­rer­seits, die eine kom­ple­xe elek­tro­ni­sche Steue­rung benö­ti­gen, mecha­nisch aber ein­fach gehal­ten wer­den können.

Die Bürs­ten­mo­del­le lei­den zwar unter Ver­schleiß und ihre Lebens­er­war­tung ist begrenzt, dafür glän­zen sie aber mit gro­ßer Lauf­ru­he und kräf­ti­gem Dreh­mo­ment bei nied­ri­gen Dreh­zah­len. Zudem sind sie simp­le zu steu­ern durch das linea­re Ver­hält­nis von Dreh­mo­ment und Dreh­zahl. In punc­to Zuver­läs­sig­keit die­ses Motor­typs gibt es zudem Pluspunkte.

Inso­fern kann man die Ent­schei­dung für einen bestimm­ten Boots­mo­tor (mit oder ohne Bürs­ten) getrost unab­hän­gig von der ein­ge­setz­ten Motor­tech­nik tref­fen, da bei­de Model­le ihre Berech­ti­gung in der Abwä­gung ihrer Vor- und Nach­tei­le haben.

Im Zwei­fel ist ein gewis­ser War­tungs­auf­wand (Bürs­ten­tausch) nach län­ge­rer Betriebs­zeit dann zu akzep­tie­ren.  

3.0 Was gibt der E‑Motor Markt für Boote her?

Das Ange­bot an E‑Motoren für unser Angel­boot ist groß und wenig über­schau­bar. Es ist schon des­halb nicht ganz leicht, die bes­te Pas­sung für ein spe­zi­el­les Boot zu fin­den. Das ist i.d.R. nicht nur eine tech­ni­sche Fra­ge, son­dern betrifft natür­lich auch den Anschaf­fungs­preis, den Ser­vice und die Zuver­läs­sig­keit der Maschi­ne. Nun ver­folgt die­ser Bei­trag schon einen gewich­ti­gen Aus­wahl­fil­ter mit der Reduk­ti­on auf 12 V Maschi­nen bis 80 lbs Schub­kraft, so dass der Blick auf das Markt­an­ge­bot etwas ein­fa­cher wird.

Im Fol­gen­den haben wir eine Ange­bots­aus­wahl der drei meist­ge­nann­ten Anbie­ter in die­ser Spar­te in einer Tabel­le zusam­men­ge­fasst.  Die genann­ten Anbie­ter sind:

Minn Kota

Mar­ke des US Kon­zerns John­son­out­doors, die in Euro­pa vom Groß­händ­ler und Impor­teu­er All­round­ma­rin aus Öster­reich ver­tre­ten wird. Minn Kota Trol­ling Moto­ren sind die meist­ver­kauf­ten in Euro­pa mit guter REPUTATION in Zuver­läs­sig­keit, Leis­tung und Halt­bar­keit, häu­fig auch zu fin­den im Boots­ver­leih. Die Anschaf­fungs­prei­se sind höher als der Durch­schnitt. Hier lohnt es sich u.U. bei den Mit­be­wer­bern nach Alter­na­ti­ven zu schauen.

Zeb­co Europe 

Mit Fir­men­sitz nahe Ham­burg wur­de als Teil von Zeb­co Brands 2021 von Rather Out­doors über­nom­men, einem der größ­ten Angel­ge­rä­te­un­ter­neh­men der Welt. Unter Zeb­co fir­mie­ren eine gan­ze Rei­he von Mar­ken u.a. auch Rhi­no, die haus­ei­ge­ne E‑Motormarke und star­ke Kon­kur­renz zum Markt­füh­rer Minn Kota. Die Qua­li­tät, das Ange­bot und der Preis stim­men, ins­ge­samt fin­det man hier ein sehr gutes Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis vor.

Has­wing 

Ein chi­ne­si­scher Her­stel­ler, der in den letz­ten Jah­ren ein tol­les Sor­ti­ment an elek­tri­schen Boots­mo­to­ren vor­ge­stellt hat. Mit güns­ti­gen Prei­sen und tech­ni­schen Inno­va­tio­nen ver­sucht der Her­stel­ler sei­ne Markt­an­tei­le aus­zu­bau­en. Die Qua­li­tät sei­ner Pro­duk­te ist durch­weg soli­de, so dass die Ver­gleich­bar­keit zu Kon­kur­renz­pro­duk­ten kein Pro­blem dar­stellt. Das Händ­ler­netz ist mitt­ler­wei­le gut aus­ge­baut, stellt also bei Anschaf­fung und Ser­vice eben­falls kein Hin­der­nis dar.

E-Motoren fürs Boot Hersteller

Minn Kota Endu­ra C2, Zeb­co Rhi­no FX und Has­wig Osa­pian sind ver­gleich­ba­re Ein­stei­ger­mo­to­ren mit Stu­fen­schal­tung, soli­de im Betrieb, preis­wert in der Anschaf­fung, letzt­lich aber nicht bei allen Angel­ar­ten kom­for­ta­bel ein­zu­set­zen (z.B. Schleppangeln).

Im Ange­bot der stu­fen­los steu­er­ba­ren Model­le las­sen sich Minn Kota Endu­ra Max und Tra­xxis mit Zeb­co Rhi­no DX und BLX und den Has­wig Typen Pro­tru­ar und Cayman vergleichen.

4.0  Minn KOTA vs Zebco RHINO vs Haswing ein doppelter Modellvergleich / Test

Übli­cher­wei­se ver­glei­chen Tes­ter immer Pro­duk­te glei­cher Kate­go­rien. Ein­mal um die Unter­schie­de ohne Anse­hen des Her­stel­lers sau­ber her­aus­zu­ar­bei­ten zum ande­ren aber auch aus Fair­ness­grün­den, um nicht Wer­tun­gen zu erhal­ten (oder gar einen Test­sie­ger zu küren), die allein auf tech­ni­schen Unter­schie­den und/oder Aus­stat­tungs­merk­ma­len beru­hen. Mit unse­rem heu­ti­gen E‑Motor Test wol­len wir davon nicht abweichen. 

4.1 Wie sieht ein preisbasierter Modellvergleich aus?

Aber, es hat uns ein­mal neu­gie­rig gemacht, wie ein anwen­der­ba­sier­ter Weg aus­se­hen wür­de. Wir stel­len uns ein­fach ein­mal vor, wir hät­ten für einen Elek­tro­mo­tor-Außen­bor­der Kauf ein Bud­get von 250 € (+10 % max. Abwei­chung) und gin­gen auf die Suche nach einer pas­sen­den Maschi­ne für unser 3,5 m lan­ges Angel­boot. Das ist pra­xis­nah und rea­lis­tisch in der Vor­ge­hens­wei­se. Als Anbie­ter haben wir uns Minn Kota, Zeb­co Rhi­no und Has­wing aus­er­ko­ren. Bei Minn Kota sind wir nur in der Endu­ra C2 Serie (Stu­fen­schal­tung) fün­dig gewor­den.  Alle stu­fen­los kon­zi­pier­ten Endu­ra Max und Tra­xxis Model­le waren zu teuer. 

Zum ange­spro­chen Preis passt der Endu­ra C2 45 lbs. am bes­ten. Das preis­wer­tes­te Ange­bot einschl. Ver­sand lag bei 254,99€. Die meis­ten ande­ren Offer­ten für die­sen Typen waren deut­lich höher. 

Bei Has­wing kommt nur die Osa­pian Modell­rei­he (Stu­fen­schal­tung) in Fra­ge, alles ande­re pass­te nicht in Bud­get. Fün­dig wer­den wir beim Has­wing Osa­pia 55 lbs für 237,50€ incl. Ver­sand, der Durch­schnitts­preis liegt auch hier deut­lich darüber.

Bei Zeb­co Rhi­no stie­ßen wir auf das neue Modell Rhi­no DX 55V, das einschl. Por­to beim preis­wer­tes­ten Anbie­ter für 264,99€ zu haben war. Auch hier war der Abstand zu den meis­ten ande­ren Ange­bo­ten nicht unerheblich.

Zunächst erhe­ben wir die tech­ni­schen Daten der Kon­tra­hen­ten und stel­len schnell fest, dass wir hier Model­le gefun­den haben, die eini­ge tech­ni­sche Unter­schie­de aufweisen. 

Technische Daten zu E-Motoren fürs Boot

Im Grun­de genom­men sind wir mit den tech­ni­schen Daten bereits fer­tig und könn­ten einen „Test­sie­ger“ küren, wis­sen aber, dass hier kein fai­rer Ver­gleich statt­fin­den kann, weil wir platt­ge­sagt Äpfel(PWM Steue­rung) mit Birnen(Stufenschalter) ver­glei­chen wol­len. Des­halb möch­ten wir uns auch nicht in einem Detail­ver­gleich ver­lie­ren und nur das Wich­tigs­te zusammenfassen: 

E-Motor Vergleich und Test: Minn Kota Endura C2 45lbs, Mitte der Haswing Osapian, rechts das Rhino DX 55 V Modell von Zebco.
Links der Minn Kota Endu­ra C2 45lbs, Mit­te der Has­wing Osa­pian, rechts das Rhi­no DX 55 V Modell von Zebco. 

Die Rhi­no DX 55 V Maschi­ne ist dem Minn Kota Endu­ra C2 45 und dem Has­wing  Osa­pian in den tech­nisch rele­van­ten Belan­gen vor­aus. Neben der hohen Schub­leis­tung von 55 lbs  arbei­tet der DX 55 mit einer stu­fen­lo­sen Geschwin­dig­keits­re­ge­lung (PWM Steue­rung) gegen­über der strom­fres­sen­den Stu­fen­schal­tung des Minn Kota und des Has­wing Modells und ist auch noch etwas bes­ser aus­ge­stat­tet (Anzei­ge Motor­leis­tung, USB Anschluss).

Eine kür­ze­re Schaft­län­ge des Rhi­no DX ist für die meis­ten Angel­boo­te in der Hand­ha­bung eben­falls vor­teil­haft, obwohl der Unter­schied von 13 cm zu den bei­den ande­ren nicht son­der­lich gra­vie­rend erscheint. Im Übri­gen gibt es den Rhi­no Dx 55 V auch mit 91 cm Schaft­län­ge in einer „long“ Ver­si­on zum glei­chen Preis.

Im Hin­blick auf den zu erwar­ten­den Strom­ver­brauch sind wir mit dem PWM geschal­te­ten Rhi­no DX 55 V im unte­ren und mitt­le­ren Dreh­zahl­be­reich deut­lich bes­ser auf­ge­stellt wie wir oben bereits dar­ge­legt haben.

Letzt­lich erhält man mit dem Rhi­no DX 55 V im Rah­men des Fest­bud­gets deut­lich mehr Motor fürs Geld. Das ist das Ver­gleichs­er­geb­nis unse­rer aktu­el­len Fra­ge­stel­lung. Ob die­ser Motor im ech­ten Test­ver­gleich bestehen kann, wird sich noch zei­gen müssen.

Damit wol­len wir es auch belas­sen und uns dem eigent­li­chen Modell­ver­gleich anse­hen, auch weil sich die ein- oder ande­re Kate­go­rie aus dem fol­gen­den Test auch auf den vor­her­ge­hen­den über­tra­gen lässt. Schließ­lich unter­schei­det sich Endu­ra Max Serie abge­se­hen von der stu­fen­lo­sen Schal­tung nicht wesent­lich von der Endu­ra C2 Serie und die Has­wing Osa­pians ver­fü­gen eben­so über das ein oder ande­re Aus­stat­tungs­merk­mal, was wir beim Has­wing Pro­tru­ar Modell besprechen. 

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  • Leistung/Schub (kp/W): bis 29,5 kp Schub (65 lbs)
  • Geschwin­dig­keits­ei­stel­lung: stufenlos

5.0 E‑Motoren fürs Boot im Test: Minn Kota Endura Max 55 vs Zebco Rhino DX 55 V vs Haswing Protruar 1.0

Alle drei Test­mus­ter sind stu­fen­los gesteu­er­te Model­le, wobei nur Zeb­co auf die PWM Steue­rung hin­weist. Die bei­den ande­ren bie­ten einem Dig­i­max (Has­wing) oder einen Maximizer(Minn Kota) an. Bei­de Bezeich­nun­gen haben tech­nisch aber auch kei­nen ande­ren Hin­ter­grund als PWM, macht sich im Mar­ke­ting u.U. aber besser. 

Mit 600 W Maxi­mal­leis­tung  haben wir uns für die 55 lbs Modell­rei­he bei Minn Kota und Zeb­co Rhi­no ent­schie­den, die für die meis­ten Angel­boo­te quer durch die geläu­figs­ten Bin­nen­ge­wäs­ser eine gute Wahl ist. Beim Has­wing Pro­tru­ar 1.0 leis­tet der 600 W Motor sogar 65 lbs Schub, was dem bürs­ten­lo­sen Motor­kon­zept zuzu­schrei­ben ist. Aus­stat­tungs­mä­ßig gibt es bei allen drei Kan­di­da­ten durch­aus Unter­schie­de. Alle sind höhen- und nei­gungs­ver­stell­bar und ver­fü­gen über eine tele­ko­pier­ba­re Pinne. 

Die Anzei­ge beim Rhi­no Modell ist infor­ma­ti­ver (Vol­tan­zei­ge des Akkus, Leis­tungs­an­zei­ge des Motors) auf LCD und nur die­ses Modell offe­riert auch eine USB Schnitt­stel­le. Bei Has­wing ist die kipp­ba­re Pin­ne das Allein­stel­lungs­merk­mal.  Abwei­chun­gen unter­ein­an­der fin­den wir auch in der Mate­ri­al­an­mu­tung. Wäh­rend Minn Kota auf das haus­ei­ge­ne Ver­bund­ma­te­ri­al (Schaft und Motor­hal­te­rung) schwört, ver­wen­det Has­wing Plas­tik (Motor­hal­te­rung) und Alu (Schaft). Bei Rhi­no sind es Edel­stahl im Schaft und Alu Guss an der Motorhalterung.

Elektromotoren fürs Boot im Test

Kom­men wir nun zum Test­ver­gleich der drei E‑Motor Model­le. Dazu durch­lau­fen wir ver­schie­de­ne Kate­go­rien in denen wir jedes Modell bewerten. 

Um den Ver­gleichs­test über­sicht­lich und in den ein­zel­nen Kate­go­rien nach­voll­zieh­bar zu gestal­ten quan­ti­fi­zie­ren wir die ein­zel­nen Kate­go­rien mit einem Punk­te­sys­tem, das wir am Ende in einer Tabel­le über­sicht­lich zusam­men­stel­len. Für den jeweils bes­ten Ein­druck ver­ge­ben wir immer 10 Punk­te, für die bei­den ande­ren Model­le nach unse­rer Ein­schät­zung ent­spre­chend gleich viel oder weniger. 

In der End­ab­rech­nung ergibt sich dann für jeden Motor eine Gesamt­punkt­zahl, die aber noch nicht aus­sa­ge­kräf­tig genug ist, da alle Kate­go­rien in die­sem Ver­fah­ren zunächst gleich gewich­tet wer­den, was für eine indi­vi­du­el­le Kauf­ent­schei­dung wenig hilf­reich ist. Wich­tig ist, wo der jewei­li­ge Inter­es­sent für sich die Schwer­punk­te legen möch­te. Die­se Schwer­punk­te müs­sen dann deut­lich stär­ker, z.B. mit dem Fak­tor 3, gewich­tet wer­den, um einen per­sön­li­chen Test­sie­ger zu küren. Die Tabel­le am Schluss wird die­se Mög­lich­kei­ten eröff­nen. Sam­meln wir zunächst ein­mal die tech­ni­schen Daten und Ausstattungen.

Minn Kota, Zebco Rhino, Haswing E-Motoren im Vergleich

5.1 Welcher E‑Motor qualifiziert sich im Test in den einzelnen Kategorien am besten?

5.1.1  Optik/Design (Minn Kota (10 P), Haswing (9 P), Zebco Rhino (8 P)).

Ein schi­cker Motor muss nicht funk­tio­nell sein. Es scha­de aber auch nicht, wenn ein gut funk­tio­nie­ren­des Teil blen­dend aus­sieht. Natür­lich ist das alles eine Geschmack­fra­ge. Der eine liebt eben Renn­pfer­de, der ande­re sta­bi­le Kalt­blü­ter. Für uns ist der Minn Kota Endu­ra Max 55 in sei­nen Pro­por­tio­nen und Run­dun­gen am gefäl­ligs­ten gestaltet. 

Den Has­wing Pro­tru­ar 1.0 schmückt ein plat­ter Motor­kopf, der Rhi­no DX 55 V bringt optisch zu viel davon mit. Ein­fach nur eine ers­te Sich­tung ohne Ein­fluss auf die Brauch­bar­keit der Maschi­ne in der Pra­xis. Wer jetzt glaubt, die Optik sei ein durch und durch unwich­ti­ges Merk­mal, der möge ein­mal über­le­gen, war­um Minn Kota der Pri­mus im welt­wei­ten Ver­kauf ist. Erstaun­lich wel­che Rol­le das Unter­be­wusst­sein bei unse­ren Kauf­ent­schei­dun­gen spielt.

5.1.2 Verarbeitung (Minn Kota (10P), Zebco Rhino (8P), Haswing (7P)) 

Zur Qua­li­täts­ana­ly­se „Ver­ar­bei­tung“ haben wir uns alle Bau­tei­le ange­se­hen und die ein­zel­nen Modell auf kon­struk­ti­ves Spiel in den Gelenk­stel­len geprüft. Wich­tig war uns z.B. die Pass­ge­nau­ig­keit am Motor­kopf­ge­häu­se (Feuch­tig­keits­an­fäl­lig­keit), die Mate­ri­al­aus­füh­rung, die Kabel­stär­ken, die Kabel­ein­läs­se, die Fest­stell­op­tio­nen (Motorhöhe,-neigung) oder auch die ein­wand­frei Beweg­lich­keit der Schwenk- und Dreh­funk­tio­nen. Bei der Prü­fung auf Spiel wur­den die Nei­gungs- und Dreh­ver­stel­lung sowie die Pin­nen Bewe­gung unter­sucht. Die abso­lut fes­te Arre­tie­rung des Motor­kop­fes auf dem Schaft muss­te in jedem Fall gege­ben sein.

Den bes­ten Ein­druck bei der Ver­ar­bei­tung hin­ter­ließ das Minn Kota Endu­ra Max 55 Modell. Die Pin­ne war völ­lig spiel­frei mit hoher Qua­li­täts­an­mu­tung, alle ande­ren Gelenk­stel­len hat­ten nur mini­mal not­wen­di­ges Spiel, ledig­lich in der Nei­gungs­ver­stel­lung war der Has­wing Typ etwas spiel­frei­er. Die Pass­ge­nau­ig­keit am Motor­kopf war o.k., die Mate­ri­al­aus­füh­rung an einer Stel­le aller­dings nicht (s. Abbil­dung). Eben­so war etwas Grat an der Schrau­be fest­stell­bar. Alles Klei­nig­kei­ten, die das posi­ti­ve Gesamt­bild nicht schmä­lern, da alles ande­re ohne Ein­schrän­kun­gen durch­ge­winkt wer­den konnte. 

Minn Kota Endura Max 55 Test
Mate­ri­al­aus­füh­rung am Motor­kopf beim Minn Kota Endu­ra Max 55 

Etwas mehr Spiel als das Minn Kota Modell konn­ten wir beim Rhi­no DX 55 V in allen genann­ten Berei­chen fest­stel­len. Ohne direk­ten Ver­gleich zum Kon­kur­renz­mo­dell wäre nichts davon auf­fäl­lig oder wür­de den prak­ti­schen Nut­zen des Gerä­tes in irgend­ei­ner Form ein­schrän­ken. Mate­ri­al­ein­satz und Mate­ri­al­aus­füh­rung sind ins­ge­samt eigent­lich unta­de­lig, wenn da nicht die ohne­hin kur­ze Pin­ne wäre, die doch einen ver­gleich­bar bil­li­gen Ein­druck hin­ter­lässt. Das betrifft den Tele­aus­zug im Beson­de­ren, als er viel zu leicht ver­stell­bar ist. 

Auch beim Gas geben wird man den Bil­li­gein­druck nicht los, wenn man im Ver­gleich zur Minn Kota oder der Has­wing Pin­ne greift, die bei­de aus einer ande­ren Welt kom­men. Dar­über hin­aus gibt es nichts zu bemän­geln, das Motor­kopf­ge­häu­se passt unta­de­lig, der Rest ver­mit­telt einen wer­ti­gen, robus­ten Ein­druck zum dem die Pin­ne so gar nicht pas­sen will.

 Beim Has­wing Pro­tru­ar 1.0 gibt es in allen rele­van­ten Berei­chen Spiel­aus­schlä­ge, die aber auch alle im Rah­men blei­ben, in der Nei­gungs­ver­stel­lung sogar bes­ser als bei der Kon­kur­renz aus­fal­len, da der Sperr­stift in den Nuten stär­ker gefe­dert und umfäng­lich bes­ser ange­passt ist. Ärger gab es aller­dings bei vor­han­de­nem Spiel zwi­schen Motor­kopf und Schaft, das gar nicht akzep­ta­bel ist. 

Den Fest­stel­ler (Imbus) nach­zu­zie­hen, gestal­te­te sich etwas schwie­rig, als die Mut­ter der Gegen­sei­te, die im Plas­tik­ge­häu­se sitzt und von die­sem gehal­ten wer­den soll­te, durch­dreh­te. Sie muss­te dann mit einem Schlitz­schrau­ben­zie­her blo­ckiert wer­den, um hier Abhil­fe zu schaf­fen. Ob so die Arre­tie­rung des Motor­kop­fes dau­er­haft erreicht wird oder es im Gebrauch evtl. wie­der zum Kopf­schla­ckern kom­men kann, las­sen wir ein­mal dahingestellt.

Test: Haswing Protruar 1.0, Minn Kota Endura Max 55, Rhino DX 55 V
Deut­li­che Unter­schie­de in der Sicht­bar­keit der Anzei­ge der Ein­stel­lun­gen beim Gas geben. Von links: Has­wing Pro­tru­ar 1.0, Minn Kota Endu­ra Max 55, Rhi­no DX 55 V 

Die Pass­form des Motor­kopf­ge­häu­ses war ins­ge­samt ok aber nicht ganz ein­heit­lich. Die Pin­ne war auch nicht ganz spiel­frei lief aber sehr geschmei­dig, ledig­lich die Null­stel­lung hät­te etwas mehr Wider­stand ver­dient um nicht unge­wollt dar­über hin­aus zu rut­schen. Die Mar­kie­run­gen auf der Pin­ne zur Anzei­ge der Ein­stel­lung für vorwärts/rückwärts waren sehr kon­trast­arm auf­ge­druckt und ver­mit­tel­ten so fast einen „gebraucht“ Ein­druck, der hät­te ver­mie­den wer­den kön­nen. Ganz pri­ma ging die Ein­stel­lung der Pin­nen Nei­gung im Klick­ras­ter, auch die Arre­tie­rung der gewähl­ten Stel­lung mit dem Dreh­schal­ter lief bestens. 

5.1.3 Ausstattung  (Haswing (10P), Minn Kota (8P), Rhino (6P))

Die Ver­stell­bar­keit des Motors in Höhe und Nei­gung ist bei allen drei Test­mo­del­len gege­ben, die Arre­tie­rungs­mög­lich­kei­ten in der Höhen, Nei­gungs- und Rich­tungs­ein­stel­lung sind alle sehr ähn­lich und funk­tio­nie­ren durch­gän­gig bei den drei Test­kan­di­da­ten aus­ge­zeich­net. Eine mehr oder weni­ger genaue Kapa­zi­täts­an­zei­ge für den ange­schlos­se­nen Akku ist eben­falls vor­han­den, aber nur der Rhi­no DX 55 V ver­fügt über ein Dis­play mit Akku­span­nungs­an­zei­ge, die den Lade­zu­stand des Strom­spei­chers prä­zi­se beur­tei­len lässt.

Die Pin­ne als zen­tra­len Steu­er- und Lenk­in­stru­ment ist von je her in der Dis­kus­si­on, da je nach Boots Typ und Sitz­po­si­ti­on des Boot­füh­rers unter­schied­li­che Anfor­de­rungs­pro­fi­le ent­ste­hen. Das betrifft ein­mal die Pin­nen Län­ge mit und ohne Aus­zug, die Pin­nen Höhe in Abhän­gig­keit der Schaft­län­ge und letzt­lich die Regel­mög­lich­kei­ten für den Fahrbetrieb.

Die Anpas­sung der Pin­nen Stel­lung an unter­schied­li­che Bedin­gun­gen gelingt umso bes­ser als sie nicht starr son­dern nach oben und unten beweg­lich ein­stell­bar ist, da sich so der Abstand zum Boots­füh­rer prak­tisch von Null ( senk­recht nach unten) bis „im Boot ste­hend“ regeln lässt.

Der Has­wing Pro­tru­ar 1.0 ver­fügt als ein­zi­ger über eine um 90° nach oben und unten neig­ba­re Pin­ne und ist in die­sem Bereich den bei­den Kon­kur­ren­ten deut­lich über­le­gen. Jede Posi­ti­on lässt sich per Dreh­schal­ter arre­tie­ren, man kann aber auch die Pin­ne über die Klick­stu­fen beweg­lich halten. 

Mit 23,5 cm nor­mal und 39 cm aus­ge­zo­gen ist die Pin­ne sehr lang, belässt aber durch sei­ne Neig­bar­keit auch eng am Motor sit­zen­de Fah­rer im Kom­fort­mo­dus. Der Has­wing Dreh­griff liegt im Durch­mes­ser und der Bele­de­rung sehr gut in der Hand. Die Dreh­be­we­gun­gen lau­fen äußerst geschmei­dig mit gut dosier­tem Wider­stand, ledig­lich der Über­gang in die Null­stel­lung hät­ten wir uns etwas stram­mer gewünscht. 

Im direk­ten Ver­gleich ist die Minn Kota Endu­ra Max 55 Pin­ne mit 18/33 cm Län­ge kür­zer und starr aus­ge­führt, glänzt aber in sei­ner abso­lu­ten Spiel­frei­heit mit stram­mer Dreh­be­we­gung vor­wärts wie rück­wärts und braucht auch beim Tele­ko­pie­ren deut­li­chen Nach­druck. Für unse­ren Geschmack ist das etwas zu viel des Guten. Dies hat aber den Vor­teil, dass ein­mal gewähl­te Ein­stel­lun­gen so lan­ge erhal­ten blei­ben, bis man wie­der Hand anlegt, das gilt auch für die Län­gen­ein­stel­lung der Pin­ne im ein­stell­ba­ren Bereich. Zusam­men­fas­sen­der Ein­druck: moto­risch stramm, Hap­tik und Qua­li­täts­an­mu­tung erstklassig.

Zebco Rhino E-Motor Test
Die kri­ti­sier­te Pin­ne des Rhi­no DX 55 V. Kurz mit extrem leicht­gän­gi­gem Auszug. 

Der Rhi­no DX 55 V hat im Pin­nen Design eine aus­ge­präg­te Schwach­stel­le. Zunächst mag man die Pin­nen Län­ge mit7,5/24,5 cm für sei­nen per­sön­li­chen Ein­satz­be­reich als ange­nehm emp­fin­den und auch die Schaft­län­ge mit 78 cm begrü­ßen aber bei der Pin­ne schei­den sich die Geis­ter. Der Pin­nen Aus­zug läuft prak­tisch ohne Wider­stand, meist schon unfrei­wil­lig, wenn man die Pin­ne anfasst und beim Gas geben kommt eben­so wenig qua­li­täts­ori­en­tier­te Freu­de auf wie bei der Griffhaptik. 

Tech­nisch sind die Ein­stel­lung der Geschwin­dig­keit und der Ein­stell­wi­der­stand der Null­stel­lung ohne Tadel, es fehlt ein­fach die Qua­li­täts­an­mu­tung wie es die bei­den ande­ren Test­mo­del­le vor­ma­chen. Gera­de bei einem so wich­ti­gen Bau­teil wie der Pin­ne hät­te der Her­stel­ler weni­ger an Preis­op­ti­mie­rung den­ken sollen.

5.1.4 Motortechnik ( Minn Kota (10P), Rhino(10P), Haswing (10P))

Extra gro­ße Wick­lun­gen und eine beson­de­re Motor­la­ge­rung ver­spricht Minn Kota bei sei­nem Endu­ra Max 55. Dadurch soll eine bes­se­re Küh­lung im Betrieb und eine Redu­zie­rung der Motor­ge­räu­sche erreicht wer­den. Ob das gelun­gen ist, wer­den wir sehen, zunächst fällt erst ein­mal der mit 40 cm Län­ge und 9,4 cm Durch­mes­ser gro­ße Motor­block ins Auge, der beim Trans­port durch sein Gewicht kräf­tig nach unten zieht und auch bei der Mon­ta­ge am Boot eher unhand­lich ist.

Motor Vergleich: Minn Koto, Rhino, Haswing

Was uns etwas erstaunt hat, ist die Lage der Fin­ne am ande­ren Ende des Gehäu­ses, der Schrau­be gegen­über. Das mag beim Fah­ren für die Rich­tungs­treue der opti­ma­le Sitz sein, zum Schutz der Schrau­be bei Unter­was­ser­hin­der­nis­sen taugt er so eher weni­ger. Die bei­den Kon­kur­renz­mo­del­le von Rhi­no und Has­wing haben die Fin­ne direkt unter­halb der Schrau­be posi­tio­niert, das macht als Schutz­funk­ti­on eher Sinn. 

Abge­se­hen davon läuft der Motor des Minn Kota Endu­ra Max 55 aber erst­klas­sig. Er reagiert spon­tan aufs Gas selbst bei nied­rigs­ten Dreh­zah­len und nimmt dann bis in den Maxi­mal­be­reich wil­lig und geschmei­dig an Geschwin­dig­keit zu. Das gan­ze bei sehr ver­hal­te­ner Geräusch­ent­wick­lung. So soll­te es sein, wenn da ab einer gewis­sen Dreh­zahl nicht deut­li­che Vibra­tio­nen zu spü­ren wären. Dazu spä­ter mehr.

Auch der Rhi­no DX 55 V kommt mit der kräf­ti­gen Schwer­punkt­las­tig­keit des Motors bei ins­ge­samt höhe­rem Gesamt­ge­wicht und der Unhand­lich­keit bei der Mon­ta­ge am Boot. Der Motor­lauf ist ähn­lich vor­bild­lich wie beim Endu­ro Max beschrie­ben, wobei die Geräusch­ent­wick­lung hier etwas mehr im Vor­der­grund steht. 

Der Hasing Pro­tru­ar 1.0 lässt im Betrieb als bürs­ten­lo­ses Modell kei­nen Zwei­fel an sei­nem Leis­tungs­po­ten­ti­al, wobei auf­fäl­lig ist, dass sehr lang­sa­me Dreh­zah­len, wie sie der Endu­ra Max und der Rhi­no DX pro­blem­los bereit­stel­len, nicht mög­lich sind. Beim Has­wing geht es von Anfang an etwas flot­ter zur Sache, was sei­ner Gebrauchs­tüch­tig­keit kei­nen Abbruch tut. Mini­ma­le Dreh­zah­len wer­den auf dem Was­ser i.d.R. nicht gebraucht.

Das Ansprech­ver­hal­ten des Motors ist nicht immer ganz gleich­mä­ßig. Nor­ma­ler­wei­se läuft der Motor an, sobald die Pin­ne die ers­te Mar­kie­rung im Vor­wärts­dreh erreicht hat, lei­der aber nicht immer. Es kommt an und ab vor, dass bis zur zwei­ten Mar­kie­rung nichts pas­siert, erst dann bewegt sich die Schrau­be. Ursa­che könn­te vor­han­de­nes Spiel in der Dreh­be­we­gung sein. 

Das wäre ver­meid­bar gewe­sen, wird aber den meis­ten Anwen­dern in der Pra­xis kaum auf­fal­len. Geräusch­mä­ßig ist der Has­wing Pro­tru­ar 1.0 noch eine Idee lau­ter als der Rhi­no DX. Im direk­ten Ver­gleich sind kei­ne gro­ßen Unter­schie­de in den Mess­wer­ten aufgetreten.

Die Schrauben bei Minn Kota, und jeweils mit drei Flügeln bei Rhino und Haswing.

(Hin­weis: Bei der Motor­wer­tung sind Vibra­tio­nen und Geräusch­ent­wick­lung nicht berück­sich­tigt wor­den, da es für bei­de eige­ne Wer­tungs­ka­te­go­rien gibt.) 

5.1.5 Vibrationen ( Haswing (10P), Rhino (8P),Minn Kota (6P))

Fol­ge von Wech­sel­kräf­ten im Motor Lauf füh­ren häu­fig zu unschö­nen Vibra­tio­nen, die ver­schie­de­ne Ursa­chen haben kön­nen. Rein mecha­nisch könn­ten eine Unwucht in der Schrau­be oder eine feh­ler­haf­te Lage­rung oder Aus­rich­tung des Motors dafür ver­ant­wort­lich sein. 

Weni­ger bekannt ist, dass auch elek­tri­sche Signa­le Vibra­tio­nen aus­lö­sen kön­nen und selbst die Steue­rung über puls­wei­ten­mo­du­lier­te Span­nun­gen (PWM) kommt als Übel­tä­ter in Fra­ge. Ziel des Her­stel­lers muss es in jedem Fall sein, Vibra­tio­nen auf ein Mini­mum zu redu­zie­ren. Nicht nur weil sie die Freu­de an der Nut­zung beein­träch­ti­gen. Sie haben auch Ein­fluss auf die Lebens­dau­er und Feh­ler­an­fäl­lig­keit des Motors. 

In unse­rem Test Trio ist der Has­wing Pro­tru­ar 1.0 der abso­lu­te Pri­mus. Der Antrieb arbei­tet bis in den hohen Dreh­zahl­be­reich prak­tisch vibra­ti­ons­frei, ledig­lich bei Höchst­ge­schwin­dig­keit ist ein klei­ner Anflug an Vibra­tio­nen zu spüren.

Nicht ganz so gut aber noch im ver­hal­te­nen Bereich offen­bart der Rhi­no DX 55 V Vibra­ti­ons­be­reit­schaft, die spür­bar aber nicht son­der­lich auf­fäl­lig zu quan­ti­fi­zie­ren sind.

Ledig­lich der Minn Kota Endu­ra Max 55 schert ab einer gewis­sen Dreh­zahl aus der Rei­he. Bis etwa 50%, also bis in die Anfän­ge des mitt­le­ren Dreh­zahl­be­rei­ches ist alles in bes­ter Ord­nung, kei­ne Vibra­tio­nen zu spü­ren. Danach ändert sich das Ver­hal­ten aber deut­lich vernehmbar. 

Mit einem Maxi­mum an „Schüt­tel­frost“ bei etwa 75% Leis­tungs­auf­nah­me und leich­ter Abnah­me im Voll­gas­be­reich. Wenn das kein Ein­zel­fall Phä­no­men ist, soll­te der Her­stel­ler in der Serie nach­bes­sern auch wenn die Fahr­be­reit­schaft des Motors davon grund­sätz­lich nicht beein­flusst wird. Es ist vor­ran­gig ein Komfortproblem.

4.1.6 Geräuschemission (Minn Kota (10P), Rhino (9P), Haswing (7P))

Je lauf­ru­hi­ger wir mit dem E‑Motor auf dem Was­ser unter­wegs sind, umso weni­ger sind wir als Stö­ren­frie­de zu orten. Minn Kotas Bemü­hun­gen die Geräusch­ku­lis­se mög­lichst nied­rig zu hal­ten, sind hör­bar gelun­gen. Der Motor stellt im Fahr­be­trieb auch anspruch­vol­le Anwen­der zufrie­den. Die Vibra­tio­nen im höhe­ren Dreh­zahl­be­reich aller­dings weni­ger, da sie sich auch im Was­ser fort­pflan­zen und durch­aus Druck­wel­len erzeu­gen kön­nen. Wirk­lich scha­de, ansons­ten wäre die Lauf­ru­he sehr zufriedenstellend.

Der Rhi­no DX 55 V prä­sen­tiert sich etwas auf­ge­reg­ter in der Geräusch­ku­lis­se aber nicht unan­ge­nehm im Grund­ton. Damit lässt es sich auch ganz gut leben, da sich die Laut­stär­ke auch in höhe­ren Dreh­zahl­be­reich nicht wesent­lich ver­än­dert, nur die Ton­hö­he ange­ho­ben wird.

Auch beim Has­wing Pro­tru­ar wäre die Grund­laut­stär­ke durch­aus akzep­ta­bel, wenn sich nicht bei zwei spe­zi­el­len Dreh­zah­len ein sehr unan­ge­neh­mes schril­les Inter­fe­renz­ge­räusch dazu­ge­sel­len wür­de. Die­ser schril­le Ton ist zwar sofort wie­der ver­schwun­den, sobald man etwas Gas gibt oder weg­nimmt, stö­rend ist er aber alle­mal. Zuträg­lich in dem Bemü­hen, beson­ders geräusch­arm unter­wegs zu sein, ist ein der­ar­ti­ges Geräusch­ver­hal­ten eh nicht.

Über­haupt waren wir von der Lauf­ru­he des Motors etwas ent­täuscht, schon des­halb als bürs­ten­lo­sen Moto­ren gegen­über den Bürs­ten­mo­del­len eine gerin­ge­re Geräusch­ku­lis­se nach­ge­sagt wird, die wir in unse­rem Test nicht bestä­ti­gen konnten.

Die pas­sen­den Akkus uvm. für euren E‑Motor, fin­det Ihr direkt unter dem fol­gen­den Link beim Her­stel­ler Power Queen. Mit dem Code “dichtam­fisch” spart ihr bei allen Power Queen Pro­duk­ten 5%. 

Trolling Motor Infos vom Hersteller

4.1.7 Stromverbrauch (Haswing (10P),Rhino (9P),Minn Kota(9P))

Lei­der konn­ten wir den Strom­ver­brauch nur im Tro­cken­lauf quer durch alle Dreh­zahl­be­rei­che mes­sen, daher kön­nen sich die Wer­te im Last­be­trieb auf dem Was­ser durch­aus dif­fe­ren­zier­ter dar­stel­len. Trotz­dem sind die ermit­tel­ten Strom­flüs­se gut als Anhalts­punk­te geeig­net, Ver­brauchs­ver­hal­ten einzuschätzen.

Am spar­sams­ten hat sich der Has­wing Pro­tru­ar 1.0 erwie­sen, gefolgt vom Rhi­no DX 55 V und dem Minn Kota Endu­ra Max 55. Da die Mess­wer­te unter­ein­an­der kei­ne  sehr gro­ßen Abstän­de auf­wei­sen, kann man ins­ge­samt davon aus­ge­hen, dass alle drei Kan­di­da­ten mit dem Akku Strom rela­tiv spar­sam umge­hen, wobei der Has­wing Pro­tru­ar 1.0 auf dem Was­ser bei glei­cher Geschwin­dig­keits­ein­stel­lung mit sei­nem höhe­ren Dreh­mo­ment vor­teil­haft unter­wegs ist.

Akku für E‑Motor: Der Unter dem fol­gen­den Link fin­dest du den Bericht Akku für Elek­tro­mo­tor im Test

4.1.8 Preis-Leistung (Rhino (10P),Haswing (5P),Minn Kota(5P))

Für die drei Test­kan­di­da­ten haben wir im Netz einen mitt­le­ren Markt­preis ermit­telt, der im Mit­tel aus fünf Anbie­tern errech­net wur­de. Das soll­te der Ver­gleich­bar­keit Genü­ge tun. Der Minn Kota Endu­ra Max 55 und der Has­wing Pro­tru­ar 1.0  bedie­nen mit rund 425,00€ das glei­che Preis­ge­fü­ge. Der Rhi­no DX 55 V ist mit rund 290,00€ Anschaf­fungs­preis  135,00€ bil­li­ger, das sind  mehr als 30%. Unbe­strit­ten haben wir hier unse­ren Preis-Leis­tungs­sie­ger gefunden.

4.1.9 Unsere Übersichtstabelle : Testergebnisse und wichtige Daten

e-motoren fürs Boot Testergebnisse
Die roten gedruck­ten Wer­te gehö­ren zu einem Berech­nungs­bei­spiel wei­ter unten

6.0  E‑Motoren fürs Boot im Test: Wie sieht Fazit für die einzelnen Modelle aus?

Es fällt schwer, ein Modell der Test­rei­he als kla­ren Test­sie­ger her­aus­zu­stel­len. Alle drei Kan­di­da­ten haben ihre Stär­ken und Schwä­chen. Die jewei­li­ge Ein­schät­zung zu den ein­zel­nen Model­len fas­sen wir jetzt erst ein­mal zusammen.

5.1 E‑Motoren fürs Boot im Test: Minn Kota Endura Max 55

Das Markt­füh­rer Modell kann in eini­gen Kate­go­rien deut­lich punk­ten, setzt aber hier und da auch Fra­ge­zei­chen, die wenig über­zeu­gend sind.

Über den ers­ten posi­ti­ven opti­schen Design Ein­druck glänzt der Minn Kota Endu­ra Max 55  durch eine gute Mate­ri­al­an­mu­tung (meist Ver­bund­stoff) und Ver­ar­bei­tung, wenig Spiel in allen beweg­li­chen Gelenk­stel­len und einen abso­lut spiel­frei­en Pin­nen­lauf, der Maß­stä­be setzt. Das kann nie­mand bes­ser, auch nicht gleich gut. Erkauft wird das aller­dings durch eine gewis­se Schwer­gän­gig­keit der Dreh­be­we­gung beim Gas geben und dem Tele­ko­pie­ren der Pin­ne. Dem ein oder ande­ren wird genau das gefal­len, ande­re wer­den geschmei­di­ge­re Bedie­nungs­läu­fe bevor­zu­gen. Soweit ist alles gut. 

Bei der Gehäu­se­in­spek­ti­on fal­len aller­dings klei­ne Män­gel am Motor­kopf und Grat  an der Schrau­be auf, nichts Gra­vie­ren­des, der qua­li­täts­be­wuss­ten Käu­fer wird es aber regis­trie­ren. Ansons­ten ist die Qua­li­tät der Bau­tei­le i. O. ein­schließ­lich der Motor­auf­hän­gung und der neur­al­gi­schen Abdich­tun­gen beim Schaft­ein­gang im Motorgehäuse.

In Betrieb nimmt der Motor fein­do­siert Dreh­zahl an bis hin zur Höchst­leis­tung. Dabei gefällt ins­be­son­de­re, selbst im Tro­cken­lauf, die Geräusch­ent­wick­lung bis in den obe­ren Dreh­zahl­be­reich hin­ein. Das trifft auf die Grund­laut­stär­ke eben­so zu wie auf den ange­neh­men sono­ren Motorlauf. 

Im Was­ser ist die Lauf­ru­he über­zeu­gend, der Karp­fen­ang­ler wird es lie­ben. Lei­der wird es im höhe­ren Dreh­zahl­be­reich unan­ge­nehm, weil der Motor anfängt rela­tiv stark zu vibrie­ren. Das geht bei einer bestimm­ten Dreh­zahl ein­her mit Klap­per­ge­räu­schen (Inter­fe­ren­zen) aus der Schaft­ver­stel­lung. Die Vibra­ti­ons­stär­ke nimmt im Voll­gas­be­reich, der sicher nicht so häu­fig benutzt wird, etwas ab, ist ab ca. 50% Motor­leis­tung aber deut­lich wahrnehmbar. 

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Da die bei­den Kon­kur­ren­ten in die­ser Bezie­hung bes­ser auf­ge­stellt sind, darf das als ech­te Kom­fort­ein­bu­ße kon­sta­tiert wer­den. Ob bei unse­rem Test­mo­dell eine Unwucht in der Schrau­be oder der Motor­la­ge­rung die Ursa­che sind und ob die­ser Man­gel in der kom­plet­ten Serie auf­tritt oder eher ein Ein­zel­fall ist, kön­nen wir an die­ser Stel­le nicht beur­tei­len. Ver­ein­zelt sind aber Kla­gen zu die­sem Phä­no­men im Netz nachzulesen. 

In die­sem Zusam­men­hang darf auch gefragt wer­den, war­um Minn Kota dem Endu­ra Max einen mit 40 cm Län­ge und 9,4 cm Durch­mes­ser wirk­lich gro­ßen Motor anmu­tet? Deut­lich klei­ner wür­de nicht nur das Hand­ling ver­bes­sern son­dern viel­leicht auch posi­tiv auf Schwin­gungs­sta­bi­li­tät des Motor­laufs einwirken. 

Dass es auch mit Bürs­ten­mo­to­ren kom­pak­ter geht, zeigt z.B. das Rhi­no DX 55 V Modell mit 7 cm gerin­ge­rer Län­ge bei glei­chem Durch­mes­ser. Hin­zu kommt, dass bei den bei­den  Kon­kur­renz­mo­del­len drei­flü­ge­li­ge Schrau­ben bevor­zugt wer­den, die bekann­ter­ma­ßen weni­ger vibra­ti­ons­an­fäl­lig sind als die zwei­flü­ge­li­gen Model­le. Viel­leicht wür­de ein Schrau­ben­tausch beim Minn Kota Endu­ra Max 55 das Pro­blem schon nach­hal­tig entschärfen.

Abge­se­hen vom Vibra­ti­ons­phä­no­men und dem etwas schwer­gän­gi­gen Pin­nen­dreh ist der Minn Kota Endu­ra Max 55 ein Qua­li­täts­pro­dukt. Der E‑Motor lässt sich im Test kom­for­ta­bel und sicher am Boot bedie­nen. Er hat bei aus­rei­chen­der Pfle­ge sicher eine wün­schens­wert lan­ge Betriebs­zeit. War­tungs­ar­bei­ten wer­den bei Bürs­ten­mo­to­ren in gewis­sen Abstän­den fäl­lig, i.d.R. aber, bei übli­cher Nut­zungs­in­ten­si­tät, erst nach eini­gen Jahren. 

5.2 E‑Motoren fürs Boot im Test: Haswing Protruar 1.0

Die Chi­ne­sen haben es drauf, dass fällt einem so spon­tan ein, wenn man sich län­ger mit die­sem Motor beschäf­tigt. Zuerst fällt mit rund 6,75 kg das gerin­ge Gewicht der Maschi­ne in die Waag­scha­le, Hin­zu kommt die durch die klapp­ba­re Pin­ne (90 ° nach oben und unten) sehr kom­pak­te Trans­port Sil­hou­et­te zum Tra­gen, die mit dem leich­ten und kom­pak­ten Motor­block beim Trans­port nicht so ein­sei­tig die Last verteilt.

Test: Haswing Protruar 1.0
Has­wing Pro­tru­ar 1.0 : Mit die­sem Dreh­griff lässt sich die Pin­ne in jeder Stel­lung arretieren 

Davon abge­se­hen läuft die ver­gleichs­wei­se lan­ge Pin­ne in der Dreh­be­we­gung sehr geschmei­dig, eben­so gefäl­lig ist die Pin­nen Ver­stell Mög­lich­keit mit der Arre­tier Funk­ti­on. Je nach Boots Typ und Sitz­po­si­ti­on des Boots­füh­rers las­sen sich immer pas­sen­de Bedien­kon­stel­la­tio­nen fin­den. Das ist in vie­len Situa­tio­nen durch­aus ein gewich­ti­ger Vorteil. 

Weni­ger gefällt, dass der Has­wing Pro­tru­ar 1.0  in allen Berei­chen nicht ohne Spiel aus­kommt. Bei der Pin­ne wird das natür­lich durch die Ver­stell Mög­lich­kei­ten begüns­tigt, in der Klemm­ba­cken­füh­rung (Motor­hal­te­rung) hät­te man aber mit weni­ger aus­kom­men kön­nen. Beim Motor­kopf muss­ten wir die Imbus Schrau­be zum Schaft nach­zie­hen, da der Kopf Spiel auf dem Schaft hat­te, was gar nicht geht. Uner­klär­lich, war­um die Mut­ter sich im Plas­tik­fut­ter des Gehäu­se beim Anzie­hen mit­dre­hen konn­te und dort umständ­lich blo­ckiert wer­den musste.

Klei­ne Details kön­nen manch­mal ärger­lich sein. Wenn man gera­de vom Minn Kota Endu­ra Max 55 kommt, ist der Has­wing Pro­tru­ar 1.0 in allen Dreh­zahl­be­rei­chen prak­tisch frei von jeg­li­chen Vibra­tio­nen in allen Dreh­zahl­be­rei­chen. Ledig­lich bei Voll­gas kann man durch „Hand­auf­le­gen“ ein leich­tes Krib­beln spü­ren, das man ansatz­wei­se auch auf der Pin­ne wahr­nimmt. Das war es aber auch schon. 

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Has­wing Pro­tru­ar 1.0 / 600W 12V 
  • Motor­leis­tung (dauer/max): 600W
  • Leistung/Schub (kp/W): bis 29,5 kp Schub (65 lbs)
  • Geschwin­dig­keits­ei­stel­lung: stufenlos

Die Geräusch­ent­wick­lung der Maschi­ne kommt da weni­ger gut weg. Grund­sätz­lich ist das Motor­ge­räusch etwas inten­si­ver, sin­gen­der als bei Minn Kota. Unan­ge­nehm wird es aller­dings in zwei Dreh­zahl­be­rei­chen bei ca. 30% und rund 70% (ange­nom­me­ne Wer­te) Motor­leis­tung, wenn ein mehr oder weni­ger schril­les Inter­fe­renz­ge­räusch hinzukommt. 

Es ver­schwin­det aller­dings, wenn man ein wenig mehr oder weni­ger Gas gibt. Nicht nur des­halb hat uns die Geräusch­emis­sio­nen des Has­wing Pro­tru­ar ein wenig ent­täuscht. Da bürs­ten­lo­se Moto­ren angeb­lich lei­ser lau­fen sol­len, als Bürs­ten Model­le, was wir in unse­rem Test nicht nach­voll­zie­hen konnten. 

Was uns auch nicht so ganz über­zeugt hat, ist die manch­mal ver­zö­ger­te Ansprech­bar­keit des Motors im unters­ten Dreh­zahl­be­reich. Auch kann man mit dem Has­wing nicht mit den ganz klei­nen Dreh­zah­len fah­ren wie es die bei­den Bürs­ten­mo­del­le vor­ma­chen können. 

Ansons­ten ist alles in grü­nen Bereich. Hand­ling und Bedie­nung klap­pen in der Pra­xis vor­treff­lich, die Motor­leis­tung ist mit glei­cher Leis­tungs­auf­nah­me effek­ti­ver (Schub­leis­tung) bei ver­gleichs­wei­se gerin­ge­rem Strom­ver­brauch. Und, wir haben etwa ein Vier­tel mehr Schub­leis­tung bei die­sem Modell als bei den bei­den Kon­kur­ren­ten, was auf die bürs­ten­lo­se Motor­kon­stel­la­ti­on zurück­zu­füh­ren ist. Bürs­ten­los heißt außer­dem prak­tisch war­tungs­frei mit lan­ger Lebens­dau­er, was auch nicht von der Hand zu wei­sen ist.

6.3 E‑Motoren fürs Boot im Test: Zebco Rhino DX 55 V

Der Rhi­no Kan­di­dat macht vie­les rich­tig und nicht all­zu viel falsch. Sein größ­tes Man­ko ist sein Gewicht von rund 10,5 kg, das bei län­ge­ren Wegen zum Boot ganz schön in die Arme geht. Die Ursa­chen lie­gen u.a. neben dem kräf­ti­gen Motor­block beim Edel­stahl Schaft und dem gegos­se­nen, mäch­ti­gen Schraub­zwin­gen Gehäuse.

Außer­dem gehört auch der Motor­kopf nicht zu den kom­pak­tes­ten Aus­füh­run­gen. Vor­tei­le zieht man aller­dings dabei aus der Robust­heit der Gesamt­kon­struk­ti­on, wobei die Ver­ar­bei­tung ins­ge­samt durch­aus über­zeu­gen kann. Zwar ist das Spiel der Anbau­tei­le etwas grö­ßer als beim Minn Kota Endu­ra Max 55 aber doch etwas ver­hal­te­ner als beim Has­wing Modell. 

Gar nicht gefal­len hat uns die kur­ze Pin­ne, die auch aus­ge­zo­gen nicht viel an Län­ge gewinnt. Je nach Sitz­po­si­ti­on des Boot­füh­rers kann die kur­ze Pin­ne vor­teil­haft sein, für vie­le ande­re Gele­gen­heit passt es aber weni­ger. Ein deut­li­ches Minus muss aber der Pin­nen Ver­län­ge­rung ange­krei­det wer­den. Sie ist lei­der so leicht­gän­gig, dass sie sich auch unge­wollt ein­stellt, wenn man nur die Pin­ne in die Hand nimmt. Damit wirkt das Pin­nen Kon­strukt etwas schlabbrig. 

Der Dreh­me­cha­nis­mus zum Gas geben läuft hin­ge­gen zufrie­den­stel­len mit deut­li­cher Null­stel­lung fühlt sich ins­ge­samt aller­dings nicht so wer­tig an wie bei den bei­den Kon­kur­renz­mo­del­len. In der Lauf­ru­he liegt der Rhi­no DX 55 V gemes­sen zwi­schen dem Endu­ra Max 55 (lei­ser) und dem Has­wing Pro­tru­ar 1.0 (etwas lau­ter), wobei die Laut­stär­ke nicht groß mit den Dreh­zah­len vari­iert. Damit kann man gut leben. 

Leich­te Vibra­tio­nen sind beim Rhi­no DX 55 V vor­han­den. In den betrof­fe­nen Dreh­zah­len kommt man trotz­dem gut zurecht, ohne den Ein­druck von Kom­fort­ein­bu­ßen zu haben wie es beim Minn Kota Endu­ra Max 55 der Fall war. Ins­ge­samt ist der Ein­druck beim Hand­ling und der Bedie­nung durch­weg ange­nehm ohne wei­te­re Auffälligkeiten. 

Als posi­tiv haben wir die Dis­play­an­zei­ge mit Span­nungs­an­zei­ge des Akkus und der Leis­tungs­ab­ga­be des Motors regis­triert sowie den USB Anschluss an der Unter­sei­te des Motor­kop­fes zum Betrieb einer USB Lam­pe oder zum Laden des Smart­phones. Bis auf die Pin­ne und das Motor­ge­wich­tes ist der Rhi­no DX 55 V ein soli­des Modell mit einem sehr inter­es­san­ten Stra­ßen­preis, der ver­lo­ckend sein könnte.

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7.0  Wie kann ich jetzt meinen Testsieger für E‑Motoren fürs Boot finden?

Mit der Tabel­le und sei­nen ganz per­sön­li­chen Kate­go­rie Schwer­punk­ten fin­det man sein Wunsch­mo­dell aus die­sem Trio ganz ohne Anstrengung.

Zuerst legt man sei­ne Kate­go­rie Favo­ri­ten und die Fak­tor­ge­wich­tung fest und trägt den errech­ne­ten Wert in das lee­re Kate­go­rie Feld des jewei­li­gen Motors in unse­re Tabel­le ein. Dann ermit­telt man die Gesamt­sum­men und hat sei­nen Motor gefunden.

Ein Bei­spiel: 3 fach= unver­zicht­bar, 2 fach= sehr wichtig, 

Favo­ri­ten: Motor­ge­wicht (3x), Preis(2x), Lauf­ru­he (2x), Vibrationen(3x)

In das jewei­li­ge Leer Feld tra­gen wir die zusätz­lich über die Fak­tor­be­rech­nung gefun­de­nen Wer­te ein: z.B. bei Lauf­ru­he steht bereits 10, 7, 9. In das jewei­li­ge Leer Feld dane­ben kom­men dann 10, 7, 9 damit sich in der End­sum­me genau das 2 fache der Kate­go­rie Punk­te wie­der­fin­det. So geht es dann für die ande­ren Fel­der weiter.

Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis haben wir das kom­plet­te Bei­spiel ein­mal rot in die Tabel­le ein­ge­tra­gen und die errech­ne­te Sum­me dann in blau dar­ge­stellt. Test­sie­ger wäre bei die­sen Vor­ga­ben der Has­wing Pro­tru­ar 1.0 mit 140 Punkten.

Nun viel Spaß und Erfolg bei der Ermitt­lung dei­nes Testsiegers!

Die passenden Akkus uvm. für euren E‑Motor, findet Ihr direkt unter dem folgenden Link beim Hersteller Power Queen. Mit dem Code “dichtamfisch” spart ihr bei allen Power Queen Produkten 5%. 

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Gerd, der Autor die­ses Arti­kels, bie­tet eine unab­hän­gi­ge, ehr­li­che, nicht ver­kaufs­ori­en­tier­te indi­vi­du­el­le Bera­tung rund um das The­ma Tech­nik für Ang­ler (Echo­lo­te, Plot­ter, E‑Motoren, Ener­gie­ver­sor­gung etc.):

Akku für Elektromotor im Test

LiFePo4 (LFP) Akkus die­ser Grö­ße sind u.a. per­fekt für den Betrieb eines E‑Motors am Angel­boot. Kei­ne Wun­der also, dass Akkuh­er­stel­ler die­se Ziel­grup­pe im Auge haben. So hat Power Queen, seit kur­zem einen 12V/100Ah Akku für Elek­tro­mo­to­ren im Ange­bot. Es hat uns neu­gie­rig gemacht, ob das ledig­lich ein Mar­ke­ting Gag ist oder ob es spe­zi­el­le Fea­tures gibt, die dem vor­ge­se­he­nen Ein­satz­zweck dien­lich sein kön­nen. Also haben wir die­sen Akku für Elek­tro­mo­to­ren getestet.

Power Queen LiFePO4 12V 100Ah Akkus im Test

Power Queen LifePO4 12V 100Ah Akkus im detail­lier­ten Test. Power Queen 12V/100Ah BIG BOX vs. MINI. Was kön­nen die chi­ne­si­schen Akkus?

Echolot / Fischfinder portabel machen und flexibel einsetzen

Wer sein Echo­lot por­ta­bel aus­rüs­ten möch­te, hat ein Pro­blem. Es gibt kei­ne gebrauchs­fer­ti­gen Lösun­gen. Schon gar kei­ne, die allen Ansprü­chen gerecht wer­den kön­nen. Wir haben uns die­ses The­mas ange­nom­men und wer­den in unse­rem Bei­trag Lösungs­mög­lich­kei­ten auf­zei­gen, wie Du eine gute trans­por­ta­ble Lösung für dein Echo­lot errei­chen kannst, ohne bei der Anschaf­fung den ein oder ande­ren teu­ren Feh­ler zu begehen.

LiFePo4 (LEP / LFP) Akkus im Test

LiFePo4 steht für einen Lithi­um Eisen­phos­phat Bat­te­rie­spei­cher der bei 12V Model­len aus vier in Rei­he geschal­te­ten Ein­zel­zel­len besteht. Die­ser Akku­typ, kurz auch LEP oder LFP genannt, hat sich für den Angel­be­reich, d.h., über­all dort, wo Strom­spei­cher bei der Aus­übung unse­res Hob­bys gebraucht wer­den, als 1. Wahl eta­bliert. War­um vie­le Anwen­der sich für die­sen Ener­gie­lie­fe­ran­ten ent­schei­den, hat gute Gründe…

Der Mythos vom Echolot Testsieger

Der Mythos vom Echo­lot Test­sie­ger — War­um Test­be­rich­te und ihre Wer­tun­gen nur bedingt eine ent­schei­den­de Hil­fe­stel­lung beim Kauf eines Echo­lots liefern. 

Deeper richtig nutzen und einstellen

Den Deeper Fish­fin­der Pro, Pro+ oder den Deeper Chirp Fish­fin­der rich­tig ein­zu­stel­len ist gar nicht so ein­fach. Damit man den Deeper rich­tig nut­zen kann und somit letzt­end­lich mehr Fische fängt, gilt es eini­ges rich­tig zu machen

Buchvorstellung: Der Große Echolot Ratgeber

Rezen­si­on zum Buch “der gro­ße Echo­lot Rat­ge­ber” Für jede neue Digi­tal­ka­me­ra auf dem Markt ist es selbst­ver­ständ­lich, das kur­ze Zeit spä­ter ein beglei­ten­des Buch erscheint, dass die Nut­zung des Gerä­tes mit allen Tipps und Tricks, dar­legt. Als Ang­ler wünscht man sich manch­mal, dass es einen ähn­li­chen Mecha­nis­mus auch bei Echo­lo­ten geben soll­te, um die vielen …

Buchtipp: Der Zander — Modernes Fische finden

Tipp: Moder­nes Buch über das Zan­der­an­geln  “Moder­nes Fische fin­den — Der Zan­der”. Was bringt die bes­te Angel­tech­nik, wenn man an der fal­schen Stel­le angelt? Auf dem Markt gibt es mitt­ler­wei­le eine gan­ze Rei­he von nütz­li­chen Angel­bü­chern, das The­ma Zan­der­an­geln wird dabei selbst­ver­ständ­lich auch behan­delt. Die Macher des Buches “Moder­nes Fische fin­den — Der Zan­der”, Martin …

Echolot Geberstangen im kritischen Fokus

Ein Echo­lot kau­fen ist eine Sache, die Mon­ta­ge inklu­si­ve Geber­stan­ge im prak­ti­schen Ein­satz eine ande­re. Gera­de wenn das Lot mobil, z.B. auf Miet­boo­ten, ein­ge­setzt wer­den soll. Ins­be­son­de­re die Geber­mon­ta­ge ist eine klei­ne Her­aus­for­de­rung, die schon bei der Anschaf­fung der Geber­stan­ge Auf­merk­sam­keit erfor­dert, will man nicht ordent­lich Lehr­geld zah­len, was ich über die Jah­re hin­weg getan habe.

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Gerd

Erster Angeleinsatz : Holland 1962 mit einer Fertigangel Bambus dreiteilig 3 m, Fangergebnis 36 Aale an einem Regentag im August. Danach Süßwasserangelei vorwiegend an der Mosel und den Mittelgebirgstalsperren (Sauerland) mit kurzer Visite in einem Angelverein (der mir mit seiner Vereinsmeierei schnell gezeigt hat, dass er für mich keine Heimat sein und schon gar keine Herausforderung bieten konnte). Nach der Schule im rheinischen Raum (Bonn und Umgebung) vorwiegend an großen nicht bewirtschafteten Kiesgruben auf Karpfen und Forellen, Flussangelei an der Mosel, Kyll(Saarland). Erste Erfahrungen mit der Salzwasserfischerei (Nordsee,Ostsee) ab den 70er Jahren. Regelmäßige Angelreisen ab 1982 nach Irland (Hecht, Browntrout), Kanada(Königslachs, Sockey). In den letzten 15 Jahren min 1x/Jahr Irland, Norwegen (nur Salzwasser), Süßwasser nur noch Talsperre, gelegentlich noch Flußangelei Lippe,Sieg (Raum Unna).

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