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Echolote

Echolot / Fischfinder portabel machen und flexibel einsetzen

Portables Echolot Komplettset selber bauen

Inhalt

I. Echolot portabel ausrüsten — Grundsätzliche Überlegungen

Wer sein Echo­lot por­ta­bel machen möch­te, hat ein Pro­blem. Es gibt kei­ne gebrauchs­fer­ti­gen Lösun­gen. Schon gar kei­ne, die allen Ansprü­chen gerecht wer­den kön­nen. Wir haben uns die­ses The­mas ange­nom­men und wer­den in unse­rem Bei­trag Lösungs­mög­lich­kei­ten auf­zei­gen, wie Du eine gute trans­por­ta­ble Lösung für dein Echo­lot errei­chen kannst, ohne bei der Anschaf­fung den ein oder ande­ren teu­ren Feh­ler zu bege­hen. Sicher ist, ohne Eigen­in­itia­ti­ve sind per­fek­te Lösun­gen eher nicht zu erwar­ten. Wo beson­de­re Auf­merk­sam­keit not­wen­dig ist und wie eine Lösung für gro­ße Echo­lo­te ab 9 Zoll aus­sieht, erör­tern ich außerdem.

1. Welche Komponenten sind für eine portable Ausrüstung notwendig?

Für den fle­xi­blen Ein­satz dei­nes Sonar­ge­rä­tes brauchst Du eine Trans­port- und Mon­ta­ge­mög­lich­keit für dein Gerät (Kunst­stoff­kof­fer), eine Strom­ver­sor­gung (Akku, mit Lade­ge­rät) und eine Hal­te­rung (Echo­lo­t­stan­ge), die dei­nen Echo­lo­t­ge­ber auf Tauch­sta­ti­on bringt. Für klei­ne­re Echo­lo­te bis 7 Zoll setzt man häu­fig zusätz­lich eine Echo­lo­tt­asche ein, für grö­ße­re Model­le bleibt nur die rei­ne Kof­fer­lö­sung. Jede Kom­po­nen­te für die por­ta­ble Aus­stat­tung ist im Fach­han­del zu bekom­men. Wor­auf Du bei den Anschaf­fun­gen ach­ten soll­test und wie das Gan­ze ein­satz­fer­tig wird, bespre­che ich im Folgenden.

1.1 Der Kunststoffkoffer

1.1.1 Echolote bis 7 Zoll portable machen

Der Kunst­stoff­kof­fer nimmt im inne­ren die Strom­ver­sor­gung (Akku) auf und bie­tet im geschlos­se­nen Zustand auf dem Deckel die Mon­tag­einsel für das Gerät selbst. Die­ses Paket pflanzt man dann in eine Echo­lo­tt­asche (bis 7 Zoll mög­lich) und hat so die idea­le Trans­port- und Ein­satz­mög­lich­keit für sein Gerät gefun­den, ohne dass etwas neu mon­tiert oder jus­tiert wer­den müss­te. Ein­fach die Tasche mit einem Griff vom Kof­fer­raum aufs Boot brin­gen, den Geber anschlie­ßen und schon ist die Ein­heit betriebsbereit. 

1.1.2. 9 Zoll Fischfinder oder größer portable machen

Die rei­ne Kof­fer­lö­sung für grö­ße­re Echo­lo­te ist etwas anders gestrickt. Hier dient der Kof­fer auch als Trans­port­be­hält­nis. Das Echo­lot, die Hal­te­rungs- und Anschluss­ein­heit (Strom­ka­bel) müs­sen trans­port­si­cher im Kof­fer neben der Strom­ver­sor­gung unter­zu­brin­gen sein. Auf dem Boot wird das Echo­lot nebst Hal­te­rung erst ein­mal mon­tiert und ange­schlos­sen, bevor es ein­satz­fä­hig ist. Die­se Vor­ga­ben haben Ein­fluss auf die Kof­fer­grö­ße und sei­ne Beschaffenheit. 

Lösung für ein Echolot Portabel Set.
Abb.1: 1,2 Löcher für Auf­nah­me von Vor­hän­ge­schlös­ser 3 Druck­aus­gleich Ven­til 4 Mon­tag­einsel für Anschlussbuchsen/Buchsen 5 Mon­ta­ge­be­reich Echo­lot | Die Out­door Kof­fer­se­rie von TOM­ca­se ist die idea­le Lösung für ein ECHOLOT Por­ta­bel Set. Prak­tisch unzer­stör­bar, abso­lut was­ser­dicht mit Druck­aus­gleich­ven­til, Tra­ge­gurt­la­schen und Hän­ge­schloss­op­tio­nen zur Öff­nungs­si­che­rung. Ide­al ist der gro­ße Mon­ta­ge­be­reich auf dem Kof­fer­de­ckel (Echo­lo­t­hal­te­rung) und die vier Mon­tag­einseln (zwi­schen den Strei­fen) für den Ein­bau von Anschluss­buch­sen. Die Wür­fel­schaum­aus­rüs­tung im Inne­ren ist indi­vi­du­ell auf die jewei­li­ge Anfor­de­rung ein­stell­bar, so dass ein siche­rer Trans­port und Betrieb gewähr­leis­tet ist.

Zunächst ein­mal müs­sen alle Kom­po­nen­ten, wie beschrie­ben unter­ge­bracht wer­den. Das Behält­nis muss zudem sta­bil und robust sein, um die Aus­rüs­tung zu schüt­zen. Dazu gehört auch ein aus­rei­chen­der Feuch­tig­keits­schutz, d.h. der Kof­fer soll­te was­ser­dicht sein. Das beschrie­be­ne Pflicht­heft trifft auf soge­nann­te Out­door Kof­fer zu, die von ver­schie­de­nen Anbie­tern erwor­ben wer­den können.Wichtig:

  • aus­rei­chen­der Stauraum,
  • Schlag­fes­tig­keit und Stabilität,
  • Was­ser­dich­tig­keit,

Mit der Anschaf­fung des Kof­fers ist die Sache aber noch nicht getan. Das Gerät auf dem Kof­fer muss eine Kabel­ver­bin­dung zum Akku im Inne­ren haben. Jede Boh­rung von außen nach innen beein­flusst aber den Näs­se­schutz. Und wie soll der Akku gela­den wer­den? Kof­fer mit mon­tier­tem Echo­lot öff­nen, Kabel­schu­he der Strom­ver­sor­gung abzie­hen und dann das Lade­ge­rät auf dem Akku an klem­men? Oder wird das Echo­lot vor dem Lade­vor­gang erst ein­mal abge­baut? Hier ist jetzt die ange­spro­che­ne Eigen­in­itia­ti­ve gefor­dert, die eine kom­for­ta­ble­re Lösung als die ange­spro­che­ne ohne Ein­schrän­kung ermög­li­chen kann.

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1.2 Die Stromversorgung

Akkus für Echo­lo­te gibt es zu Hauf. Ers­te Fra­ge: Wel­che Leis­tung soll­te die Strom­ver­sor­gung haben, damit mein Echo­lot einen lan­gen Angel Tag ein­satz­fä­hig bleibt. Wer sich umfas­send zu die­sem The­ma infor­mie­ren möch­te, kann vie­les in unse­rem aktu­el­len Akku­rat­ge­ber für LIFEPO4 Akkus erfahren.

hochwertige LiFePo4 Qualitäts-Akkus
Abb.2: Nicht ganz bil­lig aber hoch­wer­ti­ge LiFePo4 Qua­li­täts-Akkus, die in Deutsch­land von der Fa. Juba­tec ent­wi­ckelt und ver­trie­ben wer­den. Für man­chen Käu­fer ist ein Ser­vice im eige­nen Lan­de kauf­ent­schei­dend. Juba­tec lie­fert zur jewei­li­gen Akku­ka­pa­zi­tät gleich ange­pass­te Lade­ge­rä­te mit.

Ich emp­feh­le für Echo­lo­te bis 7 Zoll einen 12 V/10 Ah Typ, bei Lithi­um Akkus reicht auch eine 8 Ah Ver­si­on für die Tages­ver­sor­gung. Ab 9 Zoll Bild­schirm­grö­ße, wo der Durch­schnitts­ver­brauch über 1 A pro Stun­de liegt, darf es mehr sein. Lithi­um Akkus mit 12 Ah oder grö­ßer sind hier ange­zeigt. Bei den Blei­ver­sio­nen soll­te man einen 18 Ah Typen neh­men. Für die por­ta­ble 9 Zoll Lösung in die­sem Bei­trag haben ich zwei Lithi­um Akkus mit 10 Ah Leis­tung vor­ge­se­hen. Das ist auch für zwei Angel­ta­ge noch aus­rei­chend. Zwei­te Fra­ge: Wel­chen Akku­typ soll­test Du anschaf­fen? Zunächst spielt hier der Preis eine Rol­le. 10 Ah AGM Akkus (Blei­ver­tre­ter) sind unter 30 € zu bekom­men, ein ein­fa­ches Lade­ge­rät wird mit rund 20 € gehan­delt, wenn man kei­ne Ansprü­che stellt. Bei Lithi­um Eisen Phos­phat Akkus (LiFePo4) Akkus beginnt der Spaß bei einem 12V/10 Ah Akku bei rund 70 €, die ange­pass­ten Lader kos­ten in der Stan­dard Ver­si­on auch um die 20 €. War­um LiFePo4 Akkus die bes­se­re Alter­na­ti­ve sind, wird in unse­rem Akku Test detail­liert auf­ge­zeigt. Neben der deut­li­chen Gewichts­ein­spa­rung im Ver­gleich zu den Blei­ty­pen sind es:

  • die bes­se­re Energiebilanz, 
  • Pfle­ge­leich­tig­keit 
  • und die lan­ge Lebens­dau­er ( >2000 Ladezyklen), 

dadurch rech­net sich der Anschaf­fungs­preis schon mittelfristig.

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1.3 Die Echolotgeberstange

Um den Echo­lo­t­ge­ber sicher im Was­ser unter­zu­brin­gen, ist eine Geber­stan­ge die rich­ti­ge Kom­po­nen­te. An ihr wird der Geber mon­tiert. Die Ein­heit befes­tigt man für den Betrieb an der Boots­wand, vor­wie­gend im Heck­be­reich. Mög­lich ist aber auch eine seit­li­che Mon­ta­ge. Von einer Geber­stan­ge for­derst Du Sta­bi­li­tät, damit sie höhe­ren Boots­ge­schwin­dig­kei­ten in der Pra­xis stand­hält und fle­xi­ble Anbrin­gungs­mög­lich­kei­ten unab­hän­gig vom gewähl­ten Boots­ty­pen (z.B. Leihboot). 

Schau zu die­sem The­ma mal den Arti­kel über Echo­lot Geber­stan­gen an. 

Echolotgeberstangen für transportable Echolote
Abb.3: Für uns die ers­te Wahl: Edel­stahl Geber­stan­gen von Kai­ser Edel­stahl Design in Ver­den. Die Model­le sind erst­klas­sig durch­kon­stru­iert und sau­ber hand­werk­lich aus­ge­führt. Ein Anschaf­fung fürs Leben mit gesi­cher­ter Ersatz­teil­ver­sor­gung, wenn z.B. umge­rüs­tet wird auf spe­zi­el­le Geber­mo­del­le oder tat­säch­lich ein­mal ein Detail aus­ge­tauscht wer­den müsste.

Bei der Mate­ri­al­aus­wahl für die Geber­stan­ge ist Edel­stahl aus Sta­bi­li­täts­grün­den die Num­mer 1, auch wenn das mit höhe­rem Eigen­ge­wicht und Preis ein­her­geht. Wei­ter ist die Spann­brei­te der Befes­ti­gungs­klem­me der Geber­stan­ge von Inter­es­se. Vie­le Model­le beschrän­ken sich auf 6 — 7 cm Maxi­mal­brei­te, das ist für man­che Boots­ty­pen nicht aus­rei­chend. In sol­chen Fäl­len lässt sich die Geber­stan­ge nicht mon­tie­ren, ist also nutz­los. Ein wei­te­rer Punkt sind die Auf­la­ge­flä­chen der Spann­vor­rich­tung, die mit­un­ter sehr klein dimen­sio­niert sind, und damit kei­nen siche­ren Halt am Boot gewähr­leis­ten, von mög­li­chen Beschä­di­gun­gen der Gel­coat Ober­flä­chen am Boot ein­mal abgesehen.

Ama­zon Best­sel­ler Geber­stan­ge aus Edelstahl:

Best­sel­ler Nr. 1
IRON CLAW Mari­ne Trans­du­cer Mount 80cm — Geber­stan­ge für Echo­lo­te, Echo­lo­t­ge­ber­stan­ge, Echo­lo­t­stan­ge für Geber 
  • Geber­stan­ge von Iron Claw zur Mon­ta­ge von Echolotgebern
  • Län­ge: 80cm
  • Öff­nungs­wei­te Klem­me: 75mm

Damit das Gesag­te nicht nur graue Theo­rie bleibt, habe ich ein­mal ein typi­sches Set-Ange­bot, wie es im Fach­han­del zu fin­den ist, unter die Lupe genom­men. Ich habe ein sol­ches SET in Anleh­nung an tat­säch­li­che Ange­bo­te hier nachgestellt. 

2. Warum Du bei Portabel Sets im Handel sehr genau hinschauen solltest

Unser Echo­lot Por­ta­bel Set besteht aus einem schwar­zen Kunst­stoff­kof­fer von TOM­ca­se mit Schau­stoff­ein­la­ge, einem Blei­ak­ku 12V/10Ah mit intel­li­gen­tem Lade­ge­rät von Green Cell, einer Alu Geber­stan­ge von Iron Claw (die bes­te in die­ser Preis­klas­se?) und vier Befes­ti­gungs­schrau­ben für die Echo­lo­t­mon­ta­ge sowie zwei Flach­ste­ckern 6,3 mm für den Strom­an­schluss am Akku. Bei Ein­zel­kauf kos­tet die­se Zusam­men­stel­lung rund 140,00 €. Pfen­nig­fuch­ser wer­den mit etwas Zeit­auf­wand beim Suchen noch preis­wer­ter hinkommen. 

Echolot Portabel Set als Beispiel
Abb.4: Mus­ter Set mit allen für eine por­ta­ble Aus­stat­tung not­wen­di­gen Tei­len. Es wur­de einem kon­kre­ten Ange­bot aus dem Fach­han­del nachempfunden.

Sol­che Sets wer­den im Fach­han­del in ver­schie­de­nen Zusam­men­set­zun­gen für gutes Geld ange­bo­ten. Im ers­ten Schritt soll­test Du prü­fen, was Du bei dem ange­bo­te­nen Paket für dein Geld bekommst. Bei Ver­gleich der ein­zel­nen Ele­men­te wirst Du schnell fest­stel­len kön­nen, ob die Preis-Leis­tung des Ange­bo­tes stim­mig ist. 

2.1 Der Echolotkoffer

Als nächs­tes wirst Du schau­en, ob der im Set ent­hal­te­ne Kof­fer groß genug ist, um neben dem Akku auch dein Echo­lot mit Hal­te­rung und Kabel auf­neh­men zu kön­nen. Ich habe spa­ßes­hal­ber bei einem SET Ange­bot für rund 165 € aus dem Netz ein­mal die feh­len­den Kof­fer­ma­ße beim anbie­ten­den Händ­ler nach­ge­fragt und muss­te fest­stel­len, dass der Kof­fer nur für die Auf­nah­me des Akkus taug­lich war. Das Echo­lot müss­te hier drau­ßen blei­ben. Der Ver­käu­fer mein­te, „ das Echo­lot ein­fach auf den Kof­fer schrau­ben“. Ob das für den Trans­port der Aus­rüs­tung eine emp­feh­lens­wer­te Lösung ist, las­sen wir ein­mal unbe­ant­wor­tet. Der Kof­fer in unse­rem Mus­ter­an­ge­bot ist hin­ge­gen groß genug gewählt. In die­sem Modell hat ein Echo­lot mit Zube­hör neben der Strom­ver­sor­gung aus­rei­chend Platz.

2.2 Die Geberstange

Schau Dir dann die Geber­stan­ge an. Vier Din­ge sind hier wich­tig: Die max. Öff­nung des Befes­ti­gungs­klam­mer, die Grö­ße der Auf­la­gen­flä­chen, die Arre­tie­rung der Höhen­ein­stel­lung und der Mate­ri­al­ein­satz bei der Stan­gen­auf­nah­me. Unser Iron Claw Modell ist sta­bil gear­bei­tet, ist aber nur für Bord­wän­de bis ca. 7 cm Brei­te geeig­net. Das ist mir zu wenig. Die Auf­la­ge­flä­chen der Klam­mer sind klein und z.T. nicht mit Kunst­stoff­auf­la­gen geschützt. Das gefällt mir auch nicht. Es ist rutsch­an­fäl­lig auf glat­ten Ober­flä­chen und kann die Gel­coat Beschich­tung am Boot beschä­di­gen. Die Arre­tie­rung der Höhen­ein­stel­lung ist mit einem Rän­del­rad und einem Klemm­me­cha­nis­mus hin­ge­gen gut gelöst. 

preiswerte Geberstange
Abb.5: Bei­spiel für eine preis­wer­te Geber­stan­ge aus einem Alu/Blech Mix. Hier wird die Stan­ge von einer ein­zi­gen Schrau­be gehal­ten, die auf das Rohr gepresst wird. Ein Ver­dre­hen des Roh­res wird so nicht sicher ver­hin­dert. Zudem wackelt das Gan­ze im Füh­rungs­schaft, weil die Stan­ge nur punk­tu­ell gesi­chert wird. Die Auf­la­ge­flä­chen der Klemm­ba­cke sind klein und ohne Gum­mie­rung zu glatt, um einen guten Halt an der Bord­wand zu gewährleisten.

Das ist weit­aus bes­ser als mit einer Klemm­schrau­be gegen das Rohr zu drü­cken, wie es bei ande­ren Model­len zu sehen ist (s. Abbil­dung oben). Lei­der ist der Kipp­me­cha­nis­mus der Iron Claw Stan­ge aus Kunst­stoff. Auch die erwähn­te Rän­del­schrau­be zum Fest­zie­hen läuft in die­sem Kunst­stoff­teil. Das ver­spricht nicht unbe­dingt Lang­le­big­keit, spart aber Gewicht und ist durch­aus eine Alter­na­ti­ve zu einem Mate­ri­al­mix von ALU mit ver­zink­ten Blechteilen.

Mer­ke: Wenn Du den Auf­bau der Geber­stan­ge nicht aus der Abbil­dung beur­tei­len kannst, soll­test Du den Anbie­ter kon­tak­tie­ren und die ein­zel­nen Punk­te nach­fra­gen. Das erspart es Dir, etwas zu kau­fen, mit dem Du spä­ter nicht zufrie­den bist.

2.3 Akku und Ladegerät

Kom­men wir zum Akku und dem Lade­ge­rät. Der Lader soll­te dem zu laden­den Strom­ver­sor­ger ange­passt sein. Die Lade­schluss­span­nung muss pas­sen und der ein­ge­setz­te Lade­strom soll­te den Akku scho­nen, aber auch den Lade­vor­gang nicht unend­lich ver­län­gern. Bei dem oben ange­spro­che­nen Händ­ler­set habe ich auch nach dem Lade­strom des ent­hal­te­nen Lade­ge­rä­tes gefragt, der nicht im Ange­bot stand. Mit 0,6 A war er schon etwas nied­rig, was den Ver­käu­fer dazu ver­lei­te­te mir zu ver­si­chern, das mehr nicht gehe, sonst wür­de uns der Akku „um die Ohren flie­gen“. Nun gut, kom­men­tie­ren muss man das nicht, es spricht auch so für die Bera­tungs­qua­li­tät. Bei unse­rem Mus­ter­an­ge­bot kann man die not­wen­di­gen Daten beim Her­stel­ler Green Cell im Shop nach­schau­en. Für den Akku wer­den Lade­schluss­span­nun­gen von 14,5–14,9 V ange­ge­ben, die der Auto­ma­tik­la­der pri­ma ein­hält. Beim Lade­strom müs­sen wir unter 2,7 A blei­ben. Von die­sem Wert ist unse­rem Lader mit 1 A noch ein gan­zes Stück ent­fernt. Mit 1 A geht das Laden des Akkus um eini­ges schnel­ler, als wenn wir uns mit 0,6 A Lade­strom zufrie­den geben müssten. 

Akku und Ladegerät
Abb.6: Die Strom­ver­sor­gung von Green Cell in unse­rem Mus­ter SET für rund 40 € incl. Lade­ge­rät. Die ein­fa­chen Stan­dards wie Lade­schluss­span­nung und pas­sen­der Lade­strom wer­den ein­ge­hal­ten. Eine Akku­pfle­ge darf man von die­sem Bil­lig­la­der aller­dings nicht erwar­ten. Mit 2,5 kg ist der Blei Akku zudem auch nicht gera­de ein Leichtgewicht. 

3. Wie wird das Portabel Set lauffähig gemacht?

Nach­dem wir die Kom­po­nen­ten geprüft und ange­schafft haben, müs­sen wir ent­schei­den, wie wir das Paket ein­satz­fä­hig machen. Die ein­fachs­te Lösung besteht dar­in, ein paar Löcher (vier für die Echo­lo­t­hal­te­rung, eines für das Strom­ka­bel zum Gerät) in den Kof­fer zu boh­ren und im Schaum­stoff die pas­sen­de Ver­tie­fung für den Akku ein­zu­rich­ten. Dann bringt man die bei­den Flach­ste­cker auf die losen Enden des Echo­lot Strom­ka­bels (rotes (+) und schwar­zes (-) Kabel) an und führt das Kabel in den Kof­fer. Ist das Echo­lot auf dem Deckel mon­tiert und am Kabel, kann man den Akku als letz­ten Schritt an klem­men. Dann kann es losgehen. 

Vie­le Anwen­der wer­den so ver­fah­ren, han­deln sich damit aber eine Rei­he von Nach­tei­len ein, die wir ein­mal stich­punkt­ar­tig zusam­men­fas­sen wollen.

  • Der Kof­fer ist nicht mehr was­ser­dicht, kann auch nicht abge­dich­tet wer­den, da das Strom­ka­bel für den Trans­port wie­der ent­fernt wer­den muss.
  • Das Strom­ka­bel ist deut­lich zu lang, die über­schüs­si­ge Län­ge muss im Kof­fer­in­ne­ren unter­bracht wer­den, da es sonst ein Sicher­heits­ri­si­ko darstellt.
  • Unkom­for­ta­bler Lade­vor­gang des Akkus, da der Kof­fer (bei auf­ge­setz­tem Echo­lot?) geöff­net wer­den muss und die Flach­ste­cker zwei mal getauscht wer­den (vom Echo­lot zum Lade­ge­rät und zurück).
  • Mit dem stän­di­ge auf- und abzie­hen der Flach­ste­cker am Akku lei­den die Kabel­ver­bin­dun­gen und die Anschluss­ste­cker am Akkus was u.a. auch der elek­tri­schen Sicher­heit abträg­lich ist.
  • Das mon­tier­te Echo­lot steht per­ma­nent unter Strom, auch wenn es nicht gebraucht bzw. aus­ge­schal­tet ist (Gerät läuft wei­ter­hin im Stand Bye).

Alle auf­ge­führ­ten Defi­zi­te kann man mit rela­tiv ein­fa­chen Mit­teln aus­räu­men. Man baut ein­fach zwei was­ser­dich­te 2‑polige Buch­sen (eine fürs Echo­lot, die ande­re fürs Lade­ge­rät) und wenn man schon dabei ist auch einen Ein/Aus Schal­ter mit Betriebs-LED in den Kof­fer ein und ver­ka­belt die­se Bau­tei­le im Kof­fer­de­ckel. Das Echo­lot Strom­ka­bel ver­kürzt man auf die not­wen­di­ge Län­ge und setzt am abge­schnit­te­nen Ende den für die Buch­se pas­sen­den (natür­lich was­ser­dich­ten) Ste­cker auf. Eben­so ver­fährt man mit dem Ladegerät. 

4. Was darf ein gutes Echolot Portabel Set kosten?

Die­se Fra­ge soll­test Du nicht in abso­lu­ten Zah­len bewer­ten. War­um, ist schnell erklärt. Qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Bau­tei­le mit lan­ger Lebens­dau­er haben ihren Preis, der sich aber letzt­lich immer als güns­tig dar­stellt, wenn man den Nut­zungs­zeit­raum einrechnet. 

Bei­spiel 1 Blei Akku AGM vs. Lithi­um Modell:

Ein Blei Akku AGM mit 12V/10 A ist für rund 25,00 € zu kau­fen. Ein Gegen­stück 12V/10 Ah als Lithi­um Modell (LiFePo4) kos­tet beim glei­chen Her­stel­ler rund 90,00 €, das ist das 3 ½ fache. Der AGM Ver­tre­ter hat mit rund 400 Lade­zy­klen aber nur 1/5 der Lebens­dau­er eines LiFePo4 Akkus. Du brauchst also rund fünf AGM Akkus um die Leis­tung eines ent­spre­chen­den LiFePO4 Akkus zu kom­pen­sie­ren. Das ist das rei­ne Rechen­ex­em­pel. In der Pra­xis muss man aber die lie­fer­ba­re Strom­leis­tung pro Akku­la­dung ver­glei­chen, um ein exak­tes Bild zu bekom­men. Da die Ener­gie­dich­te eines LiFePo4 Akkus um eini­ges höher liegt als bei dem AGM Typen, muss der Blei Akku häu­fi­ger gela­den wer­den um die glei­che Strom­ab­ga­be­men­ge zu pro­du­zie­ren. Gehen wir ein­mal nur von einem Ver­hält­nis von 3 : 4 zuguns­ten des Lithi­um Ver­tre­ters aus, müss­test Du für einen LiFePo4 Akku sechs bis sie­ben Blei Akkus anschaf­fen, das ergä­be eine Kal­ku­la­ti­on von 6 x 25,00 € zu 90,00 €, d.h. ein Mehr­preis von 60,00 € für die Blei­va­ri­an­te. Den Mehr­ver­brauch an Strom beim Laden der AGM Bat­te­rie haben wir in die­ser Rech­nung noch gar nicht berücksichtigt. 

Bei­spiel 2 hoch­wer­ti­ge vs. güns­ti­ge Geberstange:

Eine hoch­wer­ti­ge Edel­stahl Geber­stan­ge z.B. von Kai­ser Edel­stahl Design in Ver­den ist für die hal­be Ewig­keit gebaut, kos­tet aber auch rund 130,00 € in der Stan­dard­ver­si­on. Neh­men wir zum Ver­gleich unser o.a. Iron Claw Modell für 45,00 €. Muss das Iron Claw Modell im Lau­fe der Jah­re nur ein­mal ersetzt wer­den, was bei Kunst­stoff­ein­satz durch­aus wahr­schein­lich ist, hat sich die Aus­ga­be im Zuge der Preis­stei­ge­rung auf viel­leicht 100 € sum­miert, was ange­sichts der qua­li­ta­ti­ven Unter­schie­de bei­der Model­le eigent­lich kei­ne Opti­on sein sollte.

Wer sich in wei­ser Vor­aus­sicht für eine wer­ti­ge por­ta­ble Aus­rüs­tung ent­schei­det, muss mit Kos­ten von rund 300,00 € rech­nen. Es wird dann aber i.d.R. eine ein­ma­li­ge Aus­ga­be sein. Die Ein­zel­pos­ten eines hoch­wer­ti­gen Por­ta­bel Sets z.B. für ein 9 Zoll Echo­lot könn­ten dann so aussehen:

  1. Hoch­wer­ti­ger Kunst­stoff­kof­fer vom Tom­Ca­se XT 380H160           62,00 €
  2. LiFePo4 Akku 12V/10 Ah mit Lade­ge­rät min.                                 90,00 €
  3. Hoch­wer­ti­ge Edel­stahl Geber Stan­ge (z.B. von Kai­ser)               128,00 €

Macht in der Sum­me 282,00 € wobei Abwei­chun­gen nach oben bei allen Kom­po­nen­ten mög­lich sind. Z.B. fal­len für die Geber­stan­ge für einen gro­ßen Spann­be­reich von 120 mm 16,00 € an. Wenn Du beim Lade­ge­rät eine Mikro­pro­zes­sor gesteu­er­tes Modell haben möch­te, das auch tiefen­ent­la­de­ne Akkus wie­der bele­ben kann, muss Du einen Mehr­preis von 40,00 € hin­neh­men. Und natür­lich kann auch der Kof­fer je nach Bild­schirm ein grö­ße­res Modell wer­den, das rund 20,00 € zusätz­lich ins Bud­get ein­bringt. Grö­ße­re Akkus mit mehr Kapa­zi­tät las­sen die Kos­ten eben­so wei­ter anwach­sen. Nur, wenn Du viel Geld für ein hoch­wer­ti­ges Sonar­ge­rät in die Hand nimmst, soll­test Du bei der por­ta­blen Aus­stat­tung nicht kurz­sich­tig am fal­schen Ende sparen.

Echolot in der Tasche transportieren
Abb.6.5: Bei­spiel für eine trans­por­ta­ble Aus­rüs­tung mit Echo­lo­tt­asche. Die Ein­heit rechts wird kom­plett in die Tasche ein­ge­setzt. Die Öff­nung vorn gibt den Blick auf das Gerät frei, eine ent­spre­chen­de Klap­pe hin­ten öff­net den Zugang zu den Anschlüs­sen. Bei die­ser Lösung ist ein Lade­an­schluss außen zwin­gend not­wen­dig (hier rechts mit Abdeck­kap­pe), sonst müss­te für jeden Lade­vor­gang die kom­plet­te Ein­heit aus­ge­baut werden.

Für preis­wer­te Echo­lo­t­ge­rä­te bis 7 Zoll emp­feh­len wir eine Lösung mit Echo­lo­tt­asche. Mit der Tasche ist meist ein pas­sen­der (nicht was­ser­dich­ter) Kof­fer gerin­ger Bau­hö­he (aus­rei­chend für einen lie­gen­den Stan­dard Akku) dabei. Die Echo­lo­tt­asche wird ein­ma­lig ein­ge­rich­tet, es muss danach nichts mehr mon­tiert oder umge­rüs­tet wer­den. Der Kof­fer kann wie oben bereits ver­linkt mit Schal­ter und Anschluss­buch­sen ver­se­hen wer­den, dann ist auch das Laden in der Echo­lo­tt­asche ein Kinderspiel.

Ein gutes 7 Zoll Echolot:

Best­sel­ler Nr. 1
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Preis­lich bewe­gen wir uns mit der Echo­lo­tt­asche, dem mit­ge­lie­fer­ten Kof­fer mit Akku+ Lader, der Iron Claw Geber­stan­ge, 4 Schrau­ben und 2 Flach­ste­cker­buch­sen wie in unse­rem Mus­ter Set beschrie­ben auch um die 140 €.

5. Unsere Lösung für portabel einsetzbare Sonargeräte ab 9 Zoll

6. Wichtige Hinweise und Haftungsausschluss

Haf­tungs­aus­schluss: Die­ser Bei­trag ist ledig­lich eine Beschrei­bung eines von uns durch­ge­führ­ten Pro­jek­tes zum Auf­bau einer por­ta­blen Ein­heit eines 9 Zoll Gerä­te für den per­sön­li­chen Bedarf. Es ist kei­ne Bau­an­lei­tung für ein sol­ches (oder ähn­li­ches Vor­ha­ben) und darf auch nicht als eine sol­che ver­stan­den wer­den. Da unse­re eige­ne Sicher­heit uns sehr am Her­zen liegt, haben wir die­ses Pro­jekt mit der erfor­der­li­chen Sorg­falt und nach bes­tem Wis­sen durch­ge­führt – sowie vor dem eigent­li­chen Ein­satz prak­tisch erprobt. Wir über­neh­men kei­ne Haf­tung oder Gewähr­leis­tung für die Schlüs­sig­keit der Pla­nung, des Auf­baus und der Funk­ti­ons­si­cher­heit des End­pro­duk­tes. Wer die­se Beschrei­bung zum Nach­bau eines ähn­li­chen Pro­jek­tes nutzt, tut das auf eige­ne Gefahr. Eine Haf­tung unse­rer­seits, die aus der Ver­fol­gung die­ses Bei­trags abge­lei­tet wird, ist ausgeschlossen.

Grund­sätz­lich wich­tig und zu beachten:

Alle elek­tro­tech­ni­schen Arbei­ten und Instal­la­tio­nen soll­ten nur von befä­hig­ten Per­so­nen aus­ge­führt wer­den, wel­che die not­wen­di­gen Fach­kennt­nis­se besit­zen, sol­che Arbei­ten sach­ge­recht aus­füh­ren zu kön­nen. 12V-Bat­te­rien bzw. ‑Akkus sind kein Spiel­zeug und bei feh­ler­haf­tem Umgang eine ernst­zu­neh­men­de Gefah­ren­quel­le für schwer­wie­gen­de Per­so­nen- und Sachschäden.

7. Vorüberlegungen zu Projekt (Pflichtheft)

Ich fas­se jetzt ein­mal kurz zusam­men, wel­che Vor­über­le­gun­gen bei die­ser por­ta­blen Lösung zum Tra­gen kamen. Für 9 Zoll Gerä­te oder grö­ßer ist klar, dass nur eine rei­ne Kof­fer­lö­sung ange­sagt war. Der Kof­fer soll aus dem Out­door Pro­gramm stam­men und natür­lich was­ser­dicht sein. Damit die Was­ser­dich­tig­keit in der Pra­xis auch trägt, müs­sen was­ser­dich­te Anschlüs­se ein­ge­baut wer­den und die Boh­run­gen für den Echo­lo­t­hal­ter brau­chen dann eine dau­er­haf­te Abdich­tung. Die vor­ge­se­he­nen Ein­bau­buch­sen machen den Kof­fer dann auch als exter­ne Strom­ver­sor­gung taug­lich, wenn das Echo­lot z.B. an der Reling mon­tiert wird. Ein Ein/Aus Schal­ter mit LED, der das Echo­lot phy­si­ka­lisch von der Strom­ver­sor­gung trennt und den Lade­vor­gang eben­so vom Echo­lo­t­an­schluss fern­hält, war für uns Pflicht. Was den Akku­ein­satz anlangt haben wir uns für eine Zwei-Akku-Lösung ent­schie­den, die einer­seits mit 20Ah Gesamt­leis­tung genü­gend Reser­ven ver­spricht, ande­rer­seits aber auch eine gleich­mä­ßi­ge Gewichts­ver­tei­lung im Kof­fer beim Trans­port und Betrieb garan­tiert. Im Über­blick sieht das Pflicht­heft für unse­re Por­ta­bel Lösung so aus:

  • Was­ser­dich­ter Out­door­kof­fer für Akku und Echo­lot mit Zubehör
  • 2 Stück was­ser­dich­te Ein­bau­buch­sen 2 polig, 
  • Ein/Aus Schal­ter mit Betriebs LED
  • 2 Akkus 12 V  mit 2 x 10 Ah Leistung
  • Was­ser­dich­ter Umschal­ter auf Akku 1 o. 2 mit 2x Kon­troll LED
  • Schaum­stoff Inlett vor­be­rei­tet zur Auf­nah­me der Komponenten

8. Entscheidungen zur Komponenten Auswahl

8.1 Outdoorkoffer

Ich habe mich für die Kof­fer­se­rie von TOM­ca­se ent­schie­den, weil der Anbie­ter die pas­sen­den Kof­fer­grö­ßen für das Pro­jekt vor­hält und alle Eigen­schaf­ten und bau­li­chen Gege­ben­hei­ten den Vor­stel­lun­gen ent­spra­chen. Das Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis ist zudem stimmig.

8.2 Buchsen/Stecker wasserdicht

Bei den was­ser­dich­ten Ein­bau­buch­sen und Ste­ckern haben wir bei einem chi­ne­si­schen Anbie­ter gekauft, d.h. direkt in Chi­na bestellt (Lie­fer­zeit <10 Tage). Das glei­che Pro­dukt wird auch hier­zu­lan­ge im Netz ange­bo­ten, aller­dings zu einem sechs­fach über­höh­ten Preis. Das woll­te ich nicht bezahlen.

8.3 Weitere Bauteile

Alle wei­te­re Bau­tei­le (s. Lis­te) wie Kabel, Flach­ste­cker, Schal­ter usw. sind im Netz preis­wert zu ordern. Da kann man preis­af­fi­ne vor­ge­hen. Wich­tig ist nur: sowohl der Ein/Aus Schal­ter wie auch der Umschal­ter müs­sen was­ser­dich­te Aus­füh­run­gen oder pas­send abge­dich­tet sein.

8.4 Akku / Ladegerät

Bei der Akku Wahl haben wir uns aus Gewichts- und Leis­tungs­grün­den für Lithi­um Eisen Phos­phat Model­le (LiFePo4) ent­schie­den. Das ist zwar deut­lich teu­rer als die Blei­ver­tre­ter, rech­net sich aber lang­fris­tig immer. Beim Lade­ge­rät begnü­gen wir uns mit einem ange­pass­ten Stan­dard Lader vom glei­chen Her­stel­ler wür­den in punc­to Akku­pfle­ge aber bes­ser mit einem Mikro­pro­zes­sor gesteu­er­ten Model z.B. einem Opti­ma­te TM 470 (64,00 €) fahren.

 Die Gewichts­ein­spa­rung bei den LiFePo4 Model­len gegen­über der Blei­va­ri­an­te liegt bei 3 kg. 

9. Die Planung zum Bauvorhaben

Für die kon­kre­te Pla­nung habe ich zunächst einen Ver­drah­tungs­plan erstellt, der in der hier vor­ge­stell­ten Form auch die Bau­teil­hin­wei­se ent­hält. Dann habe ich fest­ge­legt, wo wel­che Bau­tei­le in Kof­fer ein­ge­baut wer­den und wie die Ver­ka­be­lung ver­lau­fen soll.

9.1 Der Verdrahtungsplan für eine 2‑Akku-Lösung

Verdrahtungsplan für Echolote, Fischfinder transportabel
Abb.7: Die­ser Ver­drah­tungs­plan lässt die LEDs der bei­den Akkus funk­ti­ons­fä­hig, auch wenn der Schal­ter Ein/Aus auf Aus steht. Hier­aus erwächst der Vor­teil, dass der Akku, der gera­de gela­den wird, durch sei­ne LED ange­zeigt wird. Nach­tei­lig ist bei die­ser Lösung aller­dings der Umstand, dass die Akku LED mit dem Umschal­ter (Mit­tel­stel­lung = 0) aus­ge­schal­tet wer­den muss, sonst leuch­tet sie end­los wei­ter. Wenn alle drei LEDs über den Ein/Aus Schal­ter gere­gelt wer­den sol­len, muss die Ver­drah­tung abge­wan­delt wer­den. Wie, zei­gen wir in der nächs­ten Abbil­dung bei Kabelverlauf. 

9.2 Der Einbauplan mit Kabelverlauf

Kabelverlauf für Echolote und Fischfinder
Abb.8: In die­ser Abbil­dung zei­gen wir den Kabel­ver­lauf, wie wir ihn im Kof­fer­de­ckel ange­legt haben. Um den Über­blick zu behal­ten, sind die lau­fen­den Lei­tun­gen num­me­riert. Du kannst so jeder­zeit am Bau­teil sehen, wo wel­che Lit­ze ange­schlos­sen wur­de. An wel­cher Stel­le auf dem Kof­fer die Ein­bau­tei­le sit­zen, zeigt die Abb. des Kof­fer­de­ckels in der Mit­te. Alle LEDs wur­den hier so geschal­tet, dass sie mit dem Ein/Aus Schal­ter bedient wer­den. Nach­teil die­ser Pla­nung: Beim Laden wird kei­ne LED erleuch­tet. Wel­cher Akku gera­de gela­den wird, ist nur am Umschal­ter abzu­le­sen, was natür­lich ausreicht.

10 Wie bin ich weiter vorgegangen?

Im wei­te­ren Ver­lauf habe ich zunächst Kabel an die bei­den Buch­sen gelö­tet (gibt es auch mit Schraub­ver­bin­dung) und die Boh­run­gen bzw. den Aus­schnitt für die Ein­bau­tei­le her­ge­stellt. Die LEDs brau­chen eine 5 mm Boh­rung, die Buch­sen 13 mm und der Umschal­ter passt in eine Öff­nung 43x22 mm. Letz­te­re habe ich auf dem Deckel auf­ge­zeich­net und anschlie­ßend mit einem Tape­ten­mes­ser aus­ge­schnit­ten (nach und nach ver­tie­fen). Danach wer­den die Löcher ent­gra­tet und die Bau­tei­le ein­ge­setzt. Die Ver­ka­be­lun­gen wer­den mit Kabel­bin­dern und Kle­beso­ckeln 20x20 mm gesi­chert bzw. auf dem Decke­lin­ne­ren befestigt. 

Wei­te­re Arbei­ten / Entscheidungen:

  • Wo Kabel zusam­men­ge­führt wur­den, habe ich Flach­ste­cker Ver­bin­dun­gen eingesetzt
  • Flach­ste­cker fin­den sich auch auf dem Umschalter
  • Bei­de Akkus wur­den mit Kabel­si­che­run­gen 3 A versehen
  • Die Löcher für die Echo­lo­t­hal­te­rung wur­den gebohrt (3 mm Schrau­ben 3 mm Bohrloch!)
  • Die Gewin­de­schrau­ben wur­den mit Unter­leg­schei­ben von unten nach oben gesetzt.
  • Eine Lage Dicht­stoff (Sika­flex 221) auf der Unter­leg­schei­be dich­tet und befes­tigt gleichzeitig
  • Von außen dann Unter­leg­schei­be und Flü­gel­mut­ter anbrin­gen und etwas anziehen.

Wenn das Dicht­mit­tel etwas abge­bun­den hat, sitzt die Gewin­de­schrau­be fest, so dass die Echo­lo­t­mon­ta­ge ein Kin­der­spiel ist.

  • Die LED wer­den innen mit Sika­flex abge­dich­tet, eben­so die Schnitt­stel­le am Umschalter
  • Alle Schrau­ben, Unter­leg­schei­ben und Flü­gel­mut­tern sind rost­frei ausgeführt
  • Alle Kabel­län­gen wur­den groß­zü­gig geschnit­ten und vor Ort auf die not­wen­di­ge Län­ge gekürzt.
  • Im Wür­fel­schaum­stoff haben wir dann die pas­sen­den Ver­tie­fun­gen ein­ge­bracht, damit die Akkus links und rechts und das Echo­lot mit­tig nebst Zube­hör trans­port­si­cher ver­staut wer­den kann.
  • Im Deckel haben wir den Schaum­stoff nach Kabel­ver­lauf zuge­schnit­ten und mit dop­pel­sei­ti­gem Klett­band am Deckel gesichert.

Im Ergeb­nis haben wir jetzt einem stra­pa­zier­fä­hi­gen robus­ten Echo­lo­t­kof­fer, indem die Aus­rüs­tung nebst Strom­ver­sor­gung sicher trans­por­tiert wer­den kann. Der Kof­fer ist was­ser­dicht und somit sowohl beim Trans­port als auch im Betrieb pro­blem­frei auf jedem Boot ein­setz­bar. Der Auf­bau des Echo­lo­tes ist mit weni­gen Hand­grif­fen ohne Werk­zeug (Flü­gel­mut­tern) erle­digt. Für die Nut­zung des Gerä­tes auf dem Kof­fer muss das Strom­ka­bel pas­send gekürzt und mit dem Ste­cker für die ein­ge­bau­te Buch­se ver­se­hen wer­den. Für eine fle­xi­ble Nut­zung des Echo­lo­tes bei alter­na­ti­ven Mon­ta­ge­or­ten z.B. an der Reling oder einer exter­nen Hal­te­rung, ist die Anschaf­fung eines zwei­ten Netz­ka­bels für die Echo­lo­t­ver­sor­gung in ursprüng­li­cher Län­ge not­wen­dig. Auch hier wie auf dem Lade­ge­rät für die Akkus müs­sen die pas­sen­den Ste­cker auf­ge­bracht werden.

Fazit: Eine siche­re und kom­for­ta­ble Lösung für den por­ta­blen Ein­satz eines Echo­lo­tes. Die Arbei­ten erfor­dern aller­dings eini­ges an Zube­hör und einen gewis­sen Zeit­auf­wand. Die Zufrie­den­heit, die bei der Nut­zung die­ses Sys­tems auf­kommt, macht bei­des aber schnell vergessen.

11. Die Bilder zum portablen Echolot

11.1 Fertiger Koffer von oben

Bau Koffer für transportable Fischfinder, Echolote
Abb.9: Der Echo­lo­t­an­schluss sitzt hin­ten links. Er kann jeder­zeit auch mit­tig oder rechts hin­ten ein­ge­baut wer­den, wenn es für den jewei­li­gen Echo­lo­t­an­schluss güns­ti­ger ist. Alle Bedien­ele­men­te sit­zen in der vor­de­ren Rei­he. Links der Ein/Aus Schal­ter, mit­tig der Umschal­ter und rechts der Anschluss für das Lade­ge­rät. Das ist die kom­for­ta­bels­te Anordnung.

11.2 Ansicht der Verkabelung von innen

Verkabelung im Echolot-Koffer
Abb.10: Hier erhält man einen Über­blick über den Kabel­ver­lauf und den Ein­satz der Kle­beso­ckel zur Kabel­be­fes­ti­gung. Schön zu sehen sind die Nut­zun­gen der Flach­ste­cker Ver­bin­dun­gen, um Kabel­bäu­me zum Anschluss (z.B. beim Ein/Aus Schal­ter) zu bündeln. 

11.3 Schaumstoffvorbereitung für Akkus und Echolot

Echolot Koffer Innen
Abb.11: Das Schaum­stoff Inlett setzt sich aus drei Schich­ten zusam­men. Als ers­tes liegt eine durch­ge­hen­de Mat­te auf dem Boden, dann kommt die ers­te Schaum­wür­fel­schicht, die alle not­wen­di­gen Aus­spa­run­gen ent­hält. Zum Schluss wer­den noch drei Ein­zel­tei­le ergänzt, die die jewei­li­gen Tei­le für den Trans­port zusätz­lich sichern. Die Mat­te im Kof­fer­de­ckel wird dem Kabel­ver­lauf ent­spre­chend zuge­schnit­ten und mit Dop­pel Klett­band am Deckel befes­tigt. Links und rechts neben den Akku Aus­spa­run­gen sind die (Kabel)Sicherungen zu sehen, die an der Sei­ten­wand befes­tigt wurden.

11.4 Akkus und Echolot eingesetzt, Akkus angeschlossen

Abb.12: Akkus und Echo­lot sit­zen in der ers­ten Wür­fel­schaum Schicht. Die zwei­te sichert in Ein­zel­tei­len nach oben ab (s. nächs­te Abbildung).

11.5 Vollständig gepackt zum Transport

Abb.13: So sieht das Kof­fer­in­ne­re aus, wenn alles trans­port­fer­tig ein­ge­packt ist. Die Echo­lo­t­hal­te­rung sitzt hoch­kant über dem Akku rechts. Schon bei der Aus­wahl des Kof­fers muss die Bau­hö­he des­halb aus­rei­chend sein. Die bei­den Akkus und das Echo­lot selbst sit­zen stramm in ihren Aus­spa­run­gen und müs­sen des­halb nicht zusätz­lich gesi­chert wer­den. Bei geschlos­se­nem Deckel ist eine Ver­schie­bung der ein­zel­nen Kom­po­nen­ten nach oben aus­ge­schlos­sen. Das Strom­ka­bel und die bei­den Rän­del­schrau­ben für die Echo­lo­t­hal­te­rung sind eben­so trans­port­si­cher ein­ge­setzt. Was uns gut gefällt, kei­ne losen Schrau­ben, die ein­ge­setzt wer­den müs­sen. Ein­fach die Flü­gel­mut­tern vom Kof­fer­de­ckel mit den Unter­leg­schei­ben abneh­men, Hal­te­rung auf­set­zen und festschrauben.

11.6 Koffer mit Echolotaufbau ready to use

Fertiger transportabler Echolot Koffer wasserdicht
Abb.14: Sonar Ein­heit bei auf­ge­setz­tem Echo­lot. Jetzt braucht nur noch der Geber ange­schlos­sen zu wer­den und der Fisch­fin­der ist einsatzbereit.

11.7 Echoloteinheit von hinten (gekürztes Stromkabel)

Abb.15: Schön zu sehen: das ver­kürz­te Strom­ka­bel und die rich­ti­ge Ent­schei­dung, die Anschluss­buch­se links hin­ten ein­zu­bau­en. Der Ein­bau­ort wür­de sich nicht anbie­ten, wenn der Strom­an­schluss des Echo­lo­tes rechts ange­ord­net wäre.

12. Materialliste

1 Stück TOM­Ca­se  Out­door Kof­fer XT380H160 ( 380x270x160 mm Innenmaße)
1 Stück Umschal­ter was­ser­dicht 2 polig EIN/AUS/EIN
4 Stück was­ser­dich­te Buch­sen mit Stecker 
1 Stück Druck­schal­ter 6 A mit Abdeckkappe
3 Stück LED rot 3 mm mit Kabel und Einbauhalterung
1 Stück 3 m  KFZ Lit­ze rot 1 mm
1 Stück 3m KFZ Lit­ze schwarz 1mm
2 Stück Kabelsicherung
2 Stück Glas­si­che­rung 5x20 mm 3 A
20 Stück Kle­beso­ckel 20x20 mm schwarz
30 Stück Kabel­bin­der 120x2 mm schwarz
3 Stück Flach­ste­cker­buch­sen blau
3 Stück Flach­ste­cker rot
6 Stück Flach­ste­cker­buch­sen rot
4 Stück Flü­gel­mut­tern 3 mm V2A
4 Stück Gewin­de­schrau­ben 3/20 mm V2A
8 Stück Unter­leg­schei­ben Boh­rung 3,2 mm groß V2A
4 Stück Unter­leg­schei­ben Boh­rung 3,2 mm klein V2A
Evtl. 1 Extra Echo­lot Strom­ka­bel z.B. Gar­min 22,00 €

Werk­zeug: Löt­kol­ben, Crimp­zan­ge, Abiso­lier­zan­ge, Dicht­mit­tel z.B. Sika­flex          

13. Die Kosten Rechnung Echolotkoffer mit Akkus

Kof­fer mit Schaum­stoff­ein­la­ge   TOM­Ca­se             62,50 €
Bau­tei­le lt. Lis­te                                                  ca.50,00 €
2 x LiFePO4 Akkus 12 V/10 Ah 120 €
1 x Ange­pass­ter Lader Green Cell  12V/ 4A           22,00 €

Gesamt­preis:                                                       254,50 €

Evtl. 2. Strom­ka­bel z.B. Gar­min                               22,50€   

Echo­lo­te ver­ste­hen und rich­tig benut­zen. Die­ses Buch ist sehr zu empfehlen! 

Wei­te­re Arti­kel rund ums The­ma Echolote:

Gerd

Erster Angeleinsatz : Holland 1962 mit einer Fertigangel Bambus dreiteilig 3 m, Fangergebnis 36 Aale an einem Regentag im August. Danach Süßwasserangelei vorwiegend an der Mosel und den Mittelgebirgstalsperren (Sauerland) mit kurzer Visite in einem Angelverein (der mir mit seiner Vereinsmeierei schnell gezeigt hat, dass er für mich keine Heimat sein und schon gar keine Herausforderung bieten konnte). Nach der Schule im rheinischen Raum (Bonn und Umgebung) vorwiegend an großen nicht bewirtschafteten Kiesgruben auf Karpfen und Forellen, Flussangelei an der Mosel, Kyll(Saarland). Erste Erfahrungen mit der Salzwasserfischerei (Nordsee,Ostsee) ab den 70er Jahren. Regelmäßige Angelreisen ab 1982 nach Irland (Hecht, Browntrout), Kanada(Königslachs, Sockey). In den letzten 15 Jahren min 1x/Jahr Irland, Norwegen (nur Salzwasser), Süßwasser nur noch Talsperre, gelegentlich noch Flußangelei Lippe,Sieg (Raum Unna).

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