2013

Zanderangeln im Winter — Fressphasen nutzen

Wenn sie beißen macht es Spaß

Im Win­ter auf Zan­der Angeln hat sei­ne eige­nen Tücken, wie bereits im Arti­kel Zan­der in den ver­schie­de­nen Jah­res­zei­ten erklärt, fah­ren die Räu­ber durch das kal­te Was­ser den Stoff­wech­sel run­ter und haben kur­ze Fress­pha­sen. Im Schnitt sind die Fische aller­dings deut­lich grö­ßer als in den war­men Mona­ten, was vie­le Ang­ler dazu bewegt auch bei Schnee und Eis auf Zan­der zu angeln.

schöner Winterzander
schö­ner Win­ter­zan­der auf Flash J

Wir haben es in jüngs­ter Zeit ruhi­ger ange­hen las­sen und haben im Janu­ar aus ver­schie­de­nen Grün­den nicht auf die belieb­ten Räu­ber gefischt. Am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag kam Sascha aus Düs­sel­dorf zu Besuch und war nach mona­te­lan­ger ‘Ver­let­zungs­pau­se’ natür­lich heiß aufs Zan­der­an­geln an der Elbe. So mach­ten wir uns mor­gens in Ham­burg auf, um in Nie­der­sach­sen unser Glück zu ver­su­chen. Da die Elbe zur Zeit aller­dings wie haüfig im Win­ter Hoch­was­ser führt, kam man nur sehr schwer an die aus­ge­such­ten Spots und wir wech­sel­ten bereits nach cir­ka einer Stun­de die Angel­stel­le. Als wir dort gera­de anka­men, konn­ten wir beob­ach­ten, dass ein ande­rer Ang­ler gera­de einen guten Fisch zurück­setz­te. Auch ich bekam nach kur­zer Angel­zeit einen Biss, der Anhieb saß. Im Drill fühl­te sich der Fisch aller­dings schon komisch an. Zum Vor­schein kam letzt­end­lich auch nicht der Ziel­fisch Zan­der, son­dern eine kapi­ta­le Bras­se, bei der der Jig vom 5,8″ Fat Swing Impact in Waka­sa­gi per­fekt gehakt im Maul saß. Dies und der oben genann­te Zan­der­fang lie­ßen ver­mu­ten, dass die Fische trotz des Win­ters aktiv waren. Außer wei­te­rem Fried­fisch­kon­takt, tat sich dann aller­dings nichts mehr. Daher war es Zeit wie­der ein paar Meter zu machen.

Zanderangeln im Winter - so macht's Spaß
Zan­der­an­geln im Win­ter — so macht’s Spaß

Bei einem Schnack mit bekann­ten Gesich­tern erfuh­ren wir, das durch­aus Fische gefan­gen wur­den. Also wei­ter­ma­chen und die Schnur benet­zen. Auch wenn der Was­ser­stand mitt­ler­wei­le nicht mehr opti­mal war hat­ten wir anschlie­ßend 2–3 zag­haf­te Anfas­ser, bei denen der Anhieb jedoch lei­der ins lee­re ging. Ich wech­sel­te noch­mal den Köder und die Angel­stel­le. Ein paar Meter wei­ter hat­te ich dann auf vol­ler Wurf­wei­te in der zwei­ten Absink­pha­se einen rich­tig guten Biss. Der Anhieb saß und so konn­te ich seit län­ge­rem mal wie­der einen Zan­der dril­len. Der Fisch mach­te kei­nen schlech­ten Ein­druck, auch wenn die Gegen­wehr eher beschei­den war. Aus den Flu­ten kam letzt­end­lich ein um die 80cm gro­ßer Zan­der für eine kur­ze Foto­ses­si­on zum Land­gang. So macht Zan­der­an­geln auch im Win­ter rich­tig Spaß!

starker Biss - halbstarker Fisch
star­ker Biss — halb­star­ker Fisch

Nach eini­gen wei­te­ren Wür­fen und ein­set­zen­der Dun­kel­heit war es Zeit für eine Stär­kung. Nach dem Snack ging es noch­mal ans Was­ser. Nun wur­de aller­dings wenig mit der Spinn­ru­te gefischt, son­dern ein paar Köfis zwi­schen 15–20cm geba­det, beim Ansit­zen kann man sich ein­fach bes­ser unter­hal­ten wenn man sich lan­ge nicht gese­hen hat. Wäh­rend wir uns beim Bier­chen unter­hiel­ten bekam Sascha einen Biss wie aus dem Bil­der­buch. Die Knick­licht­po­se zog rasant unter Was­ser und ver­schwand in der Dun­kel­heit. Da wir die­se Art des Angels sehr sel­ten betrei­ben, waren wir recht auf­ge­regt, eine Pose samt Knick­licht abtau­chen zu sehen ist ein­fach geil. Der Fisch biss zwar wie ein Gro­ßer, konn­te die­sen ers­ten Ein­druck mit sei­nen mit­te 50cm aber lei­der nicht bestä­ti­gen. Nichts­des­to­trotz war es ein gelun­ge­ner Aus­klang des Angel­ta­ges.

Am Diens­tag geht es für Sascha wie­der zurück nach Düs­sel­dorf, falls wir noch mal angrei­fen wer­den wir natür­lich berich­ten. Gruß in die Run­de und an die Leu­te die wir am Was­ser tra­fen.

Sören

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