Eric

Weihnachtsangeln in der Nacht auf Heiligabend

Nächtliches Spinnfischen auf Zander

Wann ste­hen nor­ma­le Men­schen am 24. Dezem­ber auf? Wahr­schein­lich „früh“ um noch nicht erle­dig­te Vor­be­rei­tun­gen für‘s Fest fort­zu­set­zen, oder spät um ent­spannt in den Tag zu star­ten. Doch wie früh auch immer der Otto-Nor­mal­bür­ger sich an die­sem Tag aus dem Bett quäl­te, um jene Zeit stand ich schon lan­ge am Was­ser. Mit Phil­lip, Dirk und Chris­to­pher ging es schon am spä­ten Abend des Vor­ta­ges auf in die Hafen­ci­ty, Zan­der jagen! Nacht durch­fi­schen war ange­sagt und so stan­den zumin­dest Phil­lip und ich noch bis kurz nach sechs am „Hei­lig­mor­gen“ an der Spund­wand, mit Blick auf die Ruten­spit­ze. Aber zunächst zum Anfang des Abends.

Bevor wir über­haupt am Was­ser anka­men, lern­ten wir mal wie­der, was es heißt, nachts mit der Bahn unter­wegs zu sein. Dies hat ang­le­risch abso­lut kei­ne Rele­vanz, wer hier nur über Fisch und Gerät lesen möch­te, über­springt bit­te die­sen Absatz. Nach­dem ich mich mit Phil­lip und Chris­to­pher getrof­fen hat­te, muss­ten wir erst mal mit der U‑Bahn Rich­tung Lan­dungs­brü­cken fah­ren. Also rein in die Bahn und los. Aber kaum war die Tür hin­ter uns geschlos­sen, wur­de uns drei­en auch schon gewal­tig übel. Man kann schrift­lich gar nicht beschrei­ben, wie die­ser Wag­gon, indem außer uns nur eine bewe­gungs­los in der Ecke ver­har­ren­de Gestalt saß, stank. Es ist schier unmög­lich, dies irgend­wie in Wor­te zu fas­sen. An der nächs­ten Sta­ti­on flüch­te­ten wir panisch aus dem Wagen und wech­sel­ten in den Wag­gon dahin­ter. U‑Bahntypisch war auch hier die Luft nicht gera­de Lun­gen­ur­laub, aber ver­gli­chen mit dem Wagen davor war es reins­te Erho­lung. Will­kom­men in der nächt­li­chen U2! So etwas gehört lei­der dazu, wenn man aus­schließ­lich mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln unter­wegs ist.


Phillip mit einem Zander
Phil­lip mit einem Zan­der

Zurück zum Fischen:
Wir haben in die­ser Nacht eini­ges an Stre­cke gemacht, um an Fisch zu kom­men. Diver­se Spots in der Hafen­ci­ty wur­den ange­tes­tet und zunächst gab es wenig Reso­nanz auf unse­re Köder. Erst gegen zwei Uhr nachts begann das gro­ße Bei­ßen! Auf ver­schie­de­ne Kunst­kö­der der 4–6“ Grö­ße bis­sen immer wie­der klei­ne­re Zan­der, sodass jeder schnell zu sei­ner Ent­schnei­de­rung kam. Der ers­te ü50er kam bei Phil­lip ans Band, dann war es Chris­to­pher, der den nächs­ten bes­se­ren Fisch ver­haf­ten konn­te, der mit sei­nen 64cm auch der bes­te Fisch des Trips blei­ben soll­te. Petri! Bei mir tat sich in die­ser Zeit auch etwas, ein paar klei­ne Zan­der und vor allem recht vie­le ver­hass­te Bras­sen blie­ben am Haken hän­gen. Wäh­rend der Groß­teil es irgend­wie schaff­te, sich quer auf den Haken zu pflan­zen, gab es zwi­schen­durch sogar eine grö­ßen­wahn­sin­ni­ge Baby-Raub­bras­se, die mei­nen 5“ Wed­ge­T­ail recht lecker fand… Ver­rück­te Welt!

Kampfstarke Raubbraxxe
Kampf­star­ke Raub­bra­x­xe

Dirk war der ers­te, der uns ver­ließ, der Rest fisch­te wei­ter. Kurz vor dem Beginn der Mor­gen­däm­me­rung wech­sel­ten wir an eine ziem­lich bekann­te Gegend: der Sand­tor­kai soll­te mir noch einen maßi­gen Zan­der brin­gen, die­ses ewi­ge Schnie­pel­fan­gen nervt manch­mal schon sehr. Der Plan ging auch auf. Zu Anfang mein­te ich noch, dass ich mich auf die Spund­wän­de kon­zen­trie­ren wol­le, das kom­men­tier­te Phil­lip zunächst: „Da sind eh nur Bras­sen“ doch im glei­chen Moment schlug ich schon an und Zack da hing schon ein Zan­der! Lei­der stieg die­ser Fisch auch schnell wie­der aus. Auf­grund mei­ner doch schon sehr stark spür­ba­ren Müdig­keit ärger­te mich das aus­nahms­wei­se mal  nicht wirk­lich und auf einen der nächs­ten Wür­fe klapp­te es dann! Dies­mal hing der Fisch und so kam ich auch noch zu mei­nem 50er!


Eric mit seinem ü50er kurz vor Feierabend
Eric mit sei­nem 50er kurz vor Fei­er­abend

Da nun jeder sei­nen Fisch hat­te und inzwi­schen auch nur noch Phil­lip und ich voll­kom­men über­mü­det am Was­ser stan­den, ent­schie­den wir uns etwa um kurz nach sechs dann auch mal Schluss zu machen. Im Metro­nom wun­der­te ich mich noch, wie wach ich doch zu sein schien. Als ich auf­wach­te, hat­te der Zug gera­de Win­sen Luhe pas­siert, was dum­mer­wei­se mei­ne Hal­te­stel­le ist, an der ich raus muss, wenn ich nach Hau­se möch­te. Um nicht auch noch Lüne­burg zu ver­pas­sen muss­te ich mich äußerst ange­strengt wach­hal­ten, was eini­ger­ma­ßen klapp­te. Etwa gegen halb neun war ich schließ­lich zuhau­se und konn­te glück­li­cher­wei­se noch ein paar Stun­den Schlaf nach­ho­len, bevor der Weih­nachts­stress auch für mich wie­der begann.

Lie­ber spät (in die­sem Fall sehr spät) als nie, Ich wün­sche allen Lesern nach­träg­lich ein fro­hes Fest, ich hof­fe ihr hat­tet alle schö­ne Weih­nach­ten! TL Eric

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