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Köderporträt: DUO Spearhead Ryuki

Duo Spearhead Ryuki - Kleiner Zappelphillip für den Forellenbach

Nach jah­re­lan­gem Fischen auf Barsch und Zan­der stan­den in die­sem Jahr beson­ders Hecht und Bach­fo­rel­le bei mir im Fokus des ang­le­ri­schen Schaf­fens. Letz­te­re habe ich sowohl mit Flie­gen­ru­te, als auch mit Spinn­kö­dern befischt. Einen beson­ders Erfolg­rei­chen möch­te ich im Fol­gen­den vor­stel­len, den DUO Spear­head Ryu­ki.

DUO Spearhead Ryuki im Ayu-Design
Ein Favo­rit: Der Ryu­ki im Ayu-Design

Beim Fischen auf Forel­len hängt die Wahl des rich­ti­gen Köders oft stark vom ange­peil­ten Gewäs­ser ab, so wür­de man an der Küs­te wohl eher einen Weit­wurf­kö­der, zum Bei­spiel einen Blin­ker ver­wen­den, wäh­rend fla­chen Gebirgs‑, oder Wie­sen­bach meist klei­ne­re, agi­le Fisch- und Insek­ten­imi­ta­tio­nen punk­ten. Ich habe im letz­ten Jahr das Glück gehabt beim Besuch bei einem mei­ner Angel­freund einen wun­der­bar natür­li­chen Fluss mit gutem Forel­len­be­stand zu befi­schen (Sie­he Blog­be­richt „Unver­gess­li­cher Tag beim Bach­fo­rel­len­an­geln“), an dem ich bereits gute Erfol­ge erzie­len konn­te, unter ande­rem fing ich mei­ne Fische dort auf den im Fol­gen­den behan­del­ten klei­nen Wob­bler der japa­ni­schen Köder­schmie­de DUO. Seit die­sem Jahr habe ich die Mög­lich­kei­ten auch „Zuhau­se“ mit Kunst­kö­dern auf Bach- und Regen­bo­gen­fo­rel­len fischen zu kön­nen und auch in hei­mi­schen Gefil­den zeigt der Ryu­ki was in ihm steckt. Grund genug sich das klei­ne Häpp­chen ein­mal genau­er anzu­se­hen.

Schicke Bachforelle auf DUO Spearhead Ryuki
Schi­cke Bach­fo­rel­le gefan­gen mit den Ryu­ki

Bei einer Län­ge von gera­de ein­mal 5cm wiegt der klei­ne DUO Forel­len­wob­bler 4,5g und lässt sich so wun­der­bar auch mit ein­fa­chen Wür­fen ziel­ge­nau in die Strike-Zone beför­dern und erreicht mit einem Über­kopf­wurf auch Wei­ten, mit denen er sich vor klei­nen Blin­kern nicht ver­ste­cken muss. Somit eig­net sich das Bru­ti­mi­tat nicht nur fürs Nah­di­stanz­an­geln am Bach, son­dern auch um weit ent­fernt rau­ben­de Bar­sche oder Rap­fen in Seen und gro­ßen Flüs­sen wie Rhein und Elbe zur Brut­fisch­zeit zu befi­schen. Durch das recht hohe Gewicht sinkt der Köder recht zügig ab, dabei flankt er ent­lang der Längs­ach­se ver­füh­re­risch auf. Dies kann manch­mal ein wich­ti­ger Fak­tor sein, der letzt­end­lich den Beiß­re­flex bei ver­fol­gen­den Räu­bern aus­löst. Pas­siert das, bekommt es der Räu­ber mit den schar­fen und für die Grö­ße unge­wöhn­lich sta­bi­len Dril­lin­gen der Grö­ße #12 zu tun. Wenn man den DUO Spear­head Ryu­ki auf Forel­len ein­set­zen möch­te, soll­te man die Dril­lin­ge bit­te unbe­dingt gegen pas­sen­de Ein­zel­ha­ken tau­schen, das Lauf­ver­hal­ten wird dadurch nicht beein­träch­tigt!

 DUO Spearhead Ryuki Farbpalette

DUO Spearhead Ryuki: Übersicht der verschiedenen Farben
Über­sicht der ver­schie­de­nen Far­ben

Haken­schär­fe, kom­pak­te Form und anspre­chen­des Lauf­ver­hal­ten des DUO Spear­head Ryu­ki sind natür­lich noch nicht alles im Gesamt­pa­ket zum gelun­ge­nen Snack­si­ze-Wob­bler, natür­lich wur­de auch bei den Deko­ren nicht gespart: Ins­ge­samt 20 Deko­re ste­hen laut Duo Japan Home­page aktu­ell zur Aus­wahl und bie­ten das vol­le Spek­trum von Forel­len­de­kor, über Pink- und Gold­tö­ne bis hin zu Foto­rea­lis­ti­schen „ND“-Dekoren. Es ist also für jeden Ang­ler etwas dabei. Mein Favo­rit ist ein klas­si­ches Ayu-Dekor.

Seit nun etwas mehr als einem Jahr habe ich den quir­li­gen klei­nen Hard­bait in mei­ner Box und aus die­ser ist er nicht mehr weg zu den­ken, denn an den von mir befisch­ten Gewäs­sern trifft die Not­wen­dig­keit ziel­ge­nau­er Wür­fe auf teils schnel­le Fließ­ge­schwin­dig­keit mit ver­schie­dens­ten Was­ser­tie­fen. Man benö­tigt also einen Köder der sich mit Unter­hand­wür­fen gut wer­fen lässt, der Strö­mung und damit ver­bun­de­nes schnel­les Ein­hol­tem­po ver­trägt und der ver­schie­de­ne Was­ser­tie­fen abdeckt, denn nichts ist ner­vi­ger als im Dickicht von Spot zu Spot stän­dig den Köder wech­seln zu müs­sen, um die Lauf­tie­fe anzu­pas­sen. All das macht der Spear­head Ryu­ki wun­der­bar! Das hohe Gewicht hilft sowohl beim Wurf, als auch durch das Sink­ver­hal­ten, die Spots, egal in wel­cher Tie­fe, zu errei­chen. Möch­te ich den Köder beson­ders flach anbie­ten wer­fe ich ent­we­der strom­auf und fan­ge bei schnel­len Kur­bel­um­dre­hun­gen sofort nach dem Auf­tref­fen mit hek­ti­schen Twitch­be­we­gun­gen an, oder ich wer­fe strom­ab und hole den Köder line­ar ein, durch den Strö­mungs­druck in der Schnur und die klei­ne Tauch­schau­fel bleibt der Ryu­ki so bei einer sta­bi­len Lauf­bahn von etwa 10 bis maxi­mal 40cm Tie­fe. Möch­te ich ihn tief anbie­ten, zum Bei­spiel um einen Gum­pen oder einen Pool aus­zu­fi­schen, wer­fe ich grund­sätz­lich strom­auf an den Spot her­an, las­se den Köder eini­ge Sekun­den absa­cken (je nach Tie­fe) und begin­ne dann mit dem Twit­chen mit gele­gent­li­chem Durch­sa­cken. Dabei hat es sich als ide­al erwie­sen, den Köder mit einer Geschwin­dig­keit zu bewe­gen, die die Strö­mungs­be­we­gung nur leicht über­holt.

Um die­se Füh­rung per­fekt zu rea­li­sie­ren, soll­te extrem dün­nes Geflecht mit einem fei­nen Fluo­ro­car­bon­vorfach, oder, noch bes­ser und für Sal­mo­ni­den oft ide­al, durch­ge­hen­des Mono­fil benutzt wer­den, dass die Schlä­ge der Rute ange­nehm abfe­dert und ein zu har­tes, unna­tür­li­ches Aus­bre­chen des Köders redu­ziert. Der posi­ti­ve Neben­ef­fekt dabei ist, dass die Deh­nung der Schnur wei­che Sal­mo­ni­den­mäu­ler schont und Aus­stei­ger ver­hin­dert.

DUO Ryuki im Einsatz
DUO Ryu­ki im Ein­satz

Ich konn­te so schon unzäh­li­ge Forel­len über­lis­ten, davon etli­che Fische zwi­schen 30 und 40cm Län­ge, aber auch wun­der­ba­re Bach­schön­hei­ten bis knapp 50cm Län­ge. Im direk­ten Ver­gleich hat das Brut­fisch­imi­tat aus Japan sämt­li­che ande­ren Hard­baits aus mei­ner Box oft so kon­se­quent alt aus­se­hen las­sen, dass der Spear­head Ryu­ki sich über­all dort, wo das Spinn­fi­schen auf Forel­len erlaubt ist, einen Stamm­platz an mei­ner Rute gesi­chert hat! Wenn der nichts fängt, kann man meis­tens getrost wei­ter gehen. Pro­bierts aus, von mir gibt es eine unein­ge­schränk­te Emp­feh­lung!

Angeln mit dem DUO Spearhead Ryuki

Bis dem­nächst
Eric

Wei­te­re Arti­kel von Eric

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