DAF ArtikelEricFangberichte SüßwasserRapfen

Fünf Tipps zum perfekten Angelspaß im Sommer!

Abwechslungsreiches Raubfischangeln im Sommer

Der Som­mer stellt uns mit enor­mer Hit­ze, vie­len Mücken am Was­ser und vor allem rie­si­gen Tou­ris­ten­men­gen an vie­len Gewäs­sern vor eini­ge ang­le­ri­sche Her­aus­for­de­run­gen. Trotz­dem kann man genau jetzt extrem viel Spaß am Was­ser haben. Im Fol­gen­den möch­te ich euch fünf Emp­feh­lun­gen geben, was ihr vor Ende die­sen Som­mers unbe­dingt noch tun soll­tet!

Auch in der Dunkelheit beißen Rapfen
Auch in der Dun­kel­heit bei­ßen Rap­fen

1. Nutzt die warmen Sommernächte!

Bei Tem­pe­ra­tu­ren jen­seits der 30 Grad Mar­ke am Tag fällt es oft schwer, sich einen gan­zen Tag lang der bren­nen­den Son­ne aus­zu­set­zen. Ich mei­de zu die­ser Zeit ger­ne die Mit­tags­zeit am Was­ser, Bade­gäs­te und Son­nen­brand­ge­fahr trü­ben den Spaß am Angeln viel zu leicht, aber auch die berühmt-berüch­tig­te Mit­tags­flau­te ver­na­gelt den meis­ten Räu­bern das Maul. Trotz­dem muss man das Angeln nicht auf­ge­ben, denn die Fress­zei­ten der Räu­ber ver­la­gern sich jetzt vie­ler­orts auf die Zei­ten, in denen man sich wie­der ent­spannt aus dem Haus wagen kann, ohne in der Hit­ze zu brü­ten. Frü­he Mor­gen- und spä­te Abend­stun­den sind eine Opti­on, noch ange­neh­mer und erfolg­ver­spre­chen­der sind aber die Stun­den rund um Mit­ter­nacht. Genau jetzt gehe ich ans Was­ser, die Zan­der rufen! Eine wun­der­ba­re Ange­lei, die zudem noch mit leich­tem Gepäck und fast über­all an Elbe, Rhein und Co. mög­lich ist. Eine Hand­voll Wob­bler, eine nor­ma­le mit­tel­schwe­re Spinn­ru­te (ca. 1 Oz LW/ 30g Wg), wie man sie auch für Barsch, Rap­fen und Co. nut­zen wür­de, und eine Kopf­lam­pe rei­chen aus, um im Dun­keln erfolg­reich zu sein. Pro­biert es aus! Flach lau­fen­de Wob­bler zwi­schen 6 und 15cm, zum Bei­spiel Rapa­la BX Min­nows, Duo Rea­lis Jerk­baits, HMKL Min­nows und vie­le ande­re schlan­ke Hard­baits funk­tio­nie­ren pri­ma, wenn man sie flach ent­lang der Stein­pa­ckung durch­kur­belt. Knall­har­te Bis­se sor­gen auch mit Sicher­heit dafür, dass man selbst in der tiefs­ten Nacht plötz­lich hell­wach ist, wenn das bocki­ge Rucken eines Zan­ders der Spinn­ru­te Leben ein­haucht. Als Bonus gibt’s dabei auch immer wie­der taug­li­che Bar­sche und kampf­star­ke Rap­fen!

Schicker Nachtzander
Schö­ner Nacht­zan­der

2. Erweitert euer Zielfischspektrum!

Im Som­mer stel­len sich Zan­der und Barsch oft quer, gro­ße Zan­der wer­den auch nur noch sel­ten gefan­gen. Für Raub­fisch­ang­ler eigent­lich ein Alb­traum, soll­te man mei­nen. Wenn man sei­nen Hori­zont hin­sicht­lich der zu bean­geln­den Arten jedoch ein wenig erwei­tert, merkt man schnell, dass es im Som­mer abso­lut kei­nen Grund gibt, sein Gerät ein­zu­m­ot­ten. Wenn die Son­ne hoch steht und sich Flüs­se und Seen erwär­men, kom­men näm­lich ganz ande­re Fische in Fahrt. Karp­fen, Rot­fe­dern, Nasen und kampf­star­ke Bar­ben krie­gen genau jetzt gute Lau­ne, wer­den aktiv und neh­men immer häu­fi­ger Kunst­kö­der. Dazu kom­men noch Rap­fen, Döbel und Aland, die ohne­hin als Som­mer­räu­ber bekannt sind. Ein ein­ge­fleisch­ter Hecht­ang­ler wird sich viel­leicht nur bedingt für die­se Arten begeis­tern kön­nen, aber spä­tes­tens wenn im Fluss eine Bar­be von 70cm an der Flie­gen­ru­te Ter­ror macht oder ein Rap­fen in vol­ler Mit­tags­hit­ze einen Köder auf Sicht inha­liert und Kno­ten, Ein­hän­ger und Haken auf die Pro­be stellt, hat sicher­lich jeder Ang­ler Spaß.

Fliegenfischen auf Nasen, Foto: Stephan Gian Dombaj
Flie­gen­fi­schen auf Nasen, Foto: Ste­phan Gian Dom­baj

Ich habe zum Bei­spiel im Juli die­sen Jah­res zum ers­ten Mal gezielt Bar­be und Nase mit der Nym­phen an der Flie­gen­ru­te befischt und dabei tol­le Drills und eine Men­ge Spaß gehabt! Fast alle Karpfen­ar­ti­gen sind in ent­spre­chen­der Grö­ße gute Kämp­fer und nicht nur mit Flie­gen­ru­ten las­sen sie sich über­lis­ten! Karp­fen und Bar­ben kön­nen neben Nym­phen, Glow­bugs und klei­nen Strea­mern auch auf klei­ne Rub­ber­jigs, Minitwis­ter, Crea­tu­re Baits und sogar UL Hard­baits gefan­gen wer­den, ähn­lich sieht es mit Aland und Rot­fe­dern aus, die in som­mer­li­cher Hit­ze ger­ne klei­ne Crank­baits (bau­chi­ge Wob­bler), Spin­ner und Fines­se-Gum­mis atta­ckie­ren. Man muss nicht mal lan­ge suchen, denn jeder Ang­ler hat in sei­ner Umge­bung Gewäs­ser, in denen gar nicht so fried­li­che „Fried­fi­sche“ zu fin­den sind, genau jetzt ist die rich­ti­ge Zeit, die­se Arten mit Spinn- und Flie­gen­ru­te zu befi­schen.

Eric mit schicker Barbe, Foto: Stephan Gian Dombaj
Eric mit schi­cker Bar­be, Foto: Ste­phan Gian Dom­baj
3. Regenphasen an den Flüssen & Bächen nutzen!

Im Spät­som­mer neh­men Gewit­ter und mon­sun­ähn­li­che Regen­fäl­le zu. Ekli­ges grau­es Wet­ter sorgt für die bei Zan­derang­lern ver­hass­ten Luft­druck­schwan­kun­gen und trübt das Bild der Som­mer­idyl­le. Bei Gewit­ter ist an Angeln nicht zu den­ken, wer schon ein­mal Fotos von durch Blitz­ein­schlag zer­stör­ten Angel­ge­räts oder sogar die damit ver­bun­de­nen, lebens­ge­fähr­li­chen und bis­wei­len sogar töd­li­chen Ver­let­zun­gen, bzw. Ver­bren­nun­gen gese­hen hat, soll­te wis­sen, dass kein Fisch die­ses Risi­ko wert sein kann. Wenn aller­dings nur eimer­wei­se Was­ser vom Him­mel fällt, zie­he ich Wat­ho­se und Regen­ja­cke an und fah­re ans Was­ser. Wäh­rend Zan­der und Barsch jetzt zickig sind, geht’s im Bach rund. Der Regen kühlt das fla­che Was­ser ab, sorgt für Sauer­stoff­ein­trag und spült vor allem unzäh­li­ge Insek­ten und Kleinst­le­be­we­sen ins Was­ser. Gute Bedin­gun­gen um Bach- und Regen­bo­gen­fo­rel­len, sowie Meer­fo­rel­len, Äschen und Saib­lin­gen auf die Schup­pen zu rücken. Mit Tro­cken­flie­gen, aber auch mit Strea­mern oder Spinn­ru­ten mit Wob­blern bewaff­net, kann man jetzt Stern­stun­den erle­ben. Neben der erhöh­ten Fress­lau­ne bei den Sal­mo­ni­den selbst, hat man jetzt als Ang­ler auch kei­ne gro­ße Scheuch­wir­kung durch den eige­nen Schat­ten zu befürch­ten und gefan­ge­ne Forel­len blei­ben durch das Wet­ter auto­ma­tisch feucht, Schleim­haut­schä­den wer­den redu­ziert, die Mor­ta­li­täts­ra­te bei zurück­ge­setz­ten Fischen sinkt. Dafür neh­me ich auch ger­ne durch­näss­te Klei­dung in Kauf!

Nach dem Regen geht's an den Bach
Im Regen geht’s an den Bach
4. Angeln im Strandurlaub

Die Haupt­sai­son des Mee­res­an­gelns, ins­be­son­de­re für Meer­fo­rel­len­ang­ler, liegt nicht unbe­dingt im Som­mer, im Gegen­teil! Die meis­ten Küs­ten­fi­scher stel­len sich bei eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren mit Wat­ho­se in die Bran­dung, in der Hoff­nung auf das dicke Küs­ten­sil­ber. Aber auch im Som­mer kann man in Nord- und Ost­see mit der Spinn­ru­te Erfolg haben. Neben Meer­fo­rel­le und Dorsch kann man auch Butts, kampf­star­ke Köh­ler und vie­le klei­ne Mee­res­fi­sche auf Kunst­kö­der fan­gen. Wer ganz viel Glück hat, oder ein­fach viel Arbeit inves­tiert kann sogar Meer­äsche und Wolfs­barsch über­lis­ten. Ich habe sel­ten die Mög­lich­keit, nur zum Angeln ans Meer zu fah­ren, aber wenn ich zum Bei­spiel gera­de an der Ost­see ver­wei­le, ist immer min­des­tens eine Spinn­ru­te im Gepäck, denn um im Salz­was­ser über­haupt zum Fisch zu kom­men, muss man nicht zwin­gend mit spe­zi­el­lem Gerät anrei­sen und viel Zeit inves­tie­ren. Beson­ders abends und nachts kom­men aller­lei Fische in Ufer­nä­he und las­sen sich dort ent­lang von Molen, von See­brü­cken oder ein­fach auf klei­nen Rif­fen und in Häfen über­lis­ten. Mit einer leich­ten Bar­sch­ru­te oder sogar spe­zi­el­len Rock­fi­shing-Ruten kann man jetzt auch bei kur­zen Ses­si­ons Spaß haben, indem man leicht fischt und somit zwar nicht unbe­dingt gro­ße Dor­sche oder Meer­fo­rel­len fängt, aber mit Sicher­heit eini­ge klei­ne­re Dor­sche und vor allem vie­le ande­re Arten anspricht. Butts (Schol­len, Flun­dern, Stein­butt usw.), Grun­deln, Horn­hecht, Makre­len, See­skor­pio­ne, klei­ne Köh­ler und z.B. in Däne­mark auch klei­ne Lipp­fi­sche kann man auf Kunst­kö­der fan­gen und dabei auch recht hohe Stück­zah­len erzie­len.

Butts kann man auch wunderbar mit Kunstködern fangen
Butts kann man auch wun­der­bar mit Kunst­kö­dern fan­gen

Ich nut­ze dazu kleins­te Jig­köp­fe mit Gum­mi­kö­dern, spe­zi­ell Krebs­chen, Wür­mer und schlan­ke Action­s­hads, die ich tags­über ent­we­der direkt vor am Boden lie­gen­den Butts anbie­te, oder nachts im Schein von Lam­pen und Hafen­lich­tern an Struk­tu­ren oder im Mit­tel­was­ser fische. Bewährt haben sich dabei zum Bei­spiel die Reins Rock­vi­be Shads in 2 oder 3“ in Moto­roil und Pink, sowie die G‑Tail Saturns (Wür­mer mit Twis­ter­schwanz) in glei­cher Far­be. Natür­lich kann man aber auch alle ande­ren Gum­mi­kö­der und auch klei­ne Zocker und Wob­bler benut­zen, in Ost- und Nord­see gibt es genü­gend hung­ri­ge Abneh­mer. So kann man einen Abend­spa­zier­gang im Urlaubs­ort pri­ma mit einer spa­ßi­gen Ange­lei ver­bin­den, die z.B. auch pri­ma geeig­net ist, um Kin­der ans Hob­by her­an zu füh­ren, da die Beu­te viel­fäl­tig und nicht all­zu schwer zu fan­gen ist.

Bei den meisten Anglern als Plage angesehen - Grundeln
Bei den meis­ten Ang­lern als Pla­ge ange­se­hen — Grun­deln
5. Flach, flacher, Topwater!

Im Som­mer ver­la­gern sich die Stand­or­te und Jagd­ge­bie­te man­cher Fische vom tie­fen ins fla­che Was­ser, ande­re Räu­ber, z.B. Bar­sche und Zan­der, blei­ben in tie­fen Gewäs­ser­be­rei­chen, stei­gen aller­dings in der Was­ser­säu­le auf, in Rich­tung Mit­tel­was­ser und Ober­flä­che. Wenn das pas­siert, spie­le ich mit einer mei­ner abso­lu­ten Lieb­lings­me­tho­den eine Trumpf­kar­te aus, die für spek­ta­ku­lä­re Bis­se sorgt. Mit Stick­baits locke ich Bar­sche und räu­be­ri­sche Weiß­fi­sche nach oben, aber auch Hech­te ste­hen jetzt auf flach ange­bo­te­ne Köder, zum Bei­spiel Hol­low-Body Frogs und durch­bre­chen beim Biss die Ober­flä­che oder sprin­gen sogar in gan­zer Län­ge aus dem Was­ser. Auf frei­er Was­ser­flä­che sind in gro­ßen Seen hek­tisch, aber gleich­mä­ßig geführ­te Stick­baits eine Waf­fe, um rau­ben­de Bar­sche zu fan­gen, Rap­fen in Flüs­sen ste­hen eher auf extrem schnel­les, linea­res Ein­ho­len und will man Hech­te „On Top“ fan­gen, lohnt sich das Fischen an Struk­tu­ren wie Schilfkan­ten und See­ro­sen­fel­dern. Unan­b­hän­gig davon, für wel­chen Ziel­fisch und wel­che Füh­rung man sich ent­schei­det, ist das Ober­flä­chen­an­geln aber sicher­lich die span­nends­te Ange­lei in den war­men Som­mer­mo­na­ten, wer das nicht pro­biert, hat was ver­passt!

Barsche lassen sich super mit Topwaterbaits fangen
Bar­sche las­sen sich super mit Top­wa­ter­baits fan­gen

Genießt die letz­ten Som­mer­ta­ge, bis dem­nächst Eric

Wei­te­re Arti­kel von Eric

Hat dir dieser Beitrag gefallen? Dann teile ihn jetzt mit deinen Freunden und Bekannten!
Tags

Das könnte Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auch spannend!

Close
Back to top button
Close
Close