BarschEricKöder / Baits

Spybaiting und Spybaits

Trendtechnik aus Japan und den USA: Spybaiting

Die Spy­bai­ting genann­te Metho­de zum Schwarz­bar­sch­fang gilt als eine der hei­ßes­ten Inno­va­tio­nen seit dem Durch­bruch des Dropshot-Rigs.

In der US-Tur­nier­sze­ne sorgt gera­de eine brand­hei­ße, neue Tech­nik aus Japan für Furo­re. Smallmouth‑, Spot­ted und Lar­ge­mouth-Bass Rekord­fän­ge sind dabei kei­ne Sel­ten­heit. Aber auch bei Barsch, Rap­fen und ande­ren ein­hei­mi­schen Räu­bern punk­ten die schlan­ken Fines­se-Köder!

Spybaits - schlanke Wobbler mit Propellern
Spy­baits — schlan­ke Wob­bler mit Pro­pel­ler

Dabei ist es eigent­lich nichts Neu­es, schlan­ke Hard­baits (Wob­bler), mit Pro­pel­lern an Front- und Heck­par­tie auf bar­sch­ar­ti­ge Raub­fi­sche zu nut­zen. Bei Ober­flä­chen­kö­dern, soge­nann­ten Prop­sticks oder Splas­hern sor­gen die Ver­wir­be­lun­gen und Druck­wel­len schon seit Jah­ren für gute Fän­ge. Der Unter­schied zu eben die­sen Ober­flä­chen­kö­dern besteht beim Spy­bai­ting aber nun in der Ver­la­ge­rung der klei­nen Roto­ren in eine tie­fe­re Ebe­ne. Die Spy­baits lau­fen anders als ihre Kra­wall­brü­der auf der Was­ser­ober­flä­che näm­lich belie­big tief, sie sin­ken lang­sam bis schnell, je nach Modell. Auch sol­len sie Fische nicht durch lau­tes Plat­schen und viel Druck über­zeu­gen, son­dern viel mehr ein unauf­merk­sa­mes Fisch­chen, eine leich­te, klei­ne Beu­te simu­lie­ren. Daher stammt auch der Name, „Spy­bai­ting“ – „the tech­ni­que of silent cap­tu­re“; über­setzt also die Tech­nik des laut­lo­sen Fän­gers.

Rapfen auf Spybait - ©Nico Karrasch
Rap­fen auf DUO Spin­bait — ©Nico Karr­asch

Spybaiting — das benötigte Tackle

In der japa­ni­schen Köder­schmie­de Duo hat der Köder­de­si­gner Masa­hi­ro Ada­chi die­sen Trend als einer der ers­ten in der Bran­che erkannt und im Rea­lis-Lin­eup eine gan­ze Rei­he von per­fekt ange­pass­ten Spy­baits ent­wi­ckelt. Duo Spin­bait 60, Spin­bait 80, Spin­bait 80 G‑Fix und Spin­bait 90 bie­ten mit ver­schie­de­nen Grö­ßen­pro­fi­len, Sink­ge­schwin­dig­kei­ten und etli­chen Farb­de­ko­ren für bei­na­he jede Situa­ti­on und vie­le Ziel­fi­sche idea­le Köder um die aus­ge­klü­gel­te Köder­prä­sen­ta­ti­on schnell zu erler­nen, zu per­fek­tio­nie­ren und Erfol­ge damit zu ver­bu­chen.

Um selbst Fische beim Spy­bai­ting zu fan­gen, braucht man nicht unbe­dingt spe­zi­el­les, hoch­ent­wi­ckel­tes Gerät. Eine leich­te, fein­füh­li­ge Spinn­ru­te mit einer semi­pa­ra­bo­li­schen oder para­bo­li­schen (durch­ge­hen­den) Akti­on in einer Län­ge von 2–3m und einer 1000er — 2500er Sta­tio­när­rol­le oder alter­na­tiv einer 50er-100er Baitcas­ter (gemes­sen an Shi­ma­no Grö­ßen) bes­pult mit dün­nem(!) Geflecht oder Fluo­ro­car­bon als Haupt­schnur rei­chen aus. Ide­al zum Hal­ten der Tie­fe ist durch­ge­hen­des Fluo­ro­car­bon, möch­te man direk­te­ren Kon­takt zum Köder soll­te Geflecht mit einem lan­gen FC Vorfach (1–2m) gewählt wer­den.

Schicker Barsch beim Spybaiting - ©Noel-Blunder
Schi­cker Barsch beim Spy­bai­ting — ©Noel-Blun­der

Die Führung der Spybaits

Die Füh­rung des Köders besteht in ers­ter Linie aus dem wei­ten Aus­wer­fen des Köders, gefolgt vom Absin­ken las­sen des Köders auf die gewünsch­te Tie­fe, mit anschlie­ßen­dem linea­ren Ein­kur­beln des Köders mit gele­gent­li­chen Stopps und Tem­po­va­ria­tio­nen. Dabei gilt gera­de für Bass/Barsche: Weni­ger ist mehr! Die sub­ti­len Ver­wir­be­lun­gen und Rol­ling-Akti­on des Köders sor­gen für den nöti­gen Rei­z­ef­fekt. Die Duo Spin­baits zei­gen schon bei lang­sa­mem Tem­po aus­la­den­de Bewe­gun­gen, ähn­lich denen eines Meer­fo­rel­len­wob­blers (z.B. Spö­ket), kom­bi­niert mit einem Kip­peln ent­lang der Längs­ach­se. Das wird Räu­bern schnell zu bunt, wenn dann noch die fei­nen Vibra­tio­nen der Pro­pel­ler Signa­le an die Sei­ten­li­nie sen­den!

Auch für Alande sind Spybaits top
Auch für Alan­de sind Spy­baits top

Bis­se erkennt man dank der dau­er­haft gespann­ten Schnur sofort und kann mit einem kon­trol­lier­ten Druck­auf­bau als Anhieb reagie­ren, die nadel­schar­fen Haken der Duo-Köder sit­zen so blitz­schnell sicher im Räu­ber­maul. Barsch, Rap­fen, Forel­len und ande­re Räu­ber soll­ten also in Zukunft beson­ders vor­sich­tig sein, wenn eine ver­meint­lich leich­te Beu­te ihren Weg kreuzt.

Pro­biert es aus und ser­viert euren Fischen eine Neu­ig­keit, die sie in „ver­blin­ker­ten“ und über­fisch­ten Gewäs­sern sicher­lich noch nicht ken­nen. Bis dem­nächst, Eric.

Hier noch ein schö­nes Video zum The­ma Spy­baits:

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