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Finesse Rigs: Dropshot-Rig, Texas-Rig, Florida-Rig, Carolina-Rig und Wacky-Rig

Finesse Rigs — Wenn der Jigkopf an seine Grenzen stößt

Der bes­te Spot für Barsch, Zan­der und Co. ist vol­ler Laub? Oder gar ein ver­sun­ke­ner Baum erschwert das Fischen? Die Fische atta­ckie­ren gejigg­te Gum­mis nur zag­haft und wol­len nicht so rich­tig? Alle Räu­ber ste­hen kon­zen­triert auf einem klei­nen Fleck in eurem Gewäs­ser und ihr wollt euren Köder genau dort prä­sen­tie­ren und ihn nicht nur schnell durch­ja­gen? Alles kein Pro­blem mehr, mit moder­nen Tech­ni­ken aus Über­see gibt es für jeden Typ, für jeden Fisch und jeden Spot das pas­sen­de Rig! Ich ver­su­che hier mal, Euch den Auf­bau und die Vor­tei­le der ver­schie­de­nen Mon­ta­gen sim­pel zu prä­sen­tie­ren und zu erklä­ren. Aus­pro­bie­ren müsst Ihr sie natür­lich selbst!

Dropshot Rig

Das Dropshot Rig gehört inzwi­schen zum grund­le­gen­den Know How eines Spinn­fi­schers. Das Prin­zip ist ein­fach: Die Kom­bi­na­ti­on aus einem Gewicht, dass den Köder nach unten bringt und ihn dort hal­ten soll und dem „schwe­re­los“ über Grund prä­sen­tier­ten Köder soll eine leich­te Beu­te dar­stel­len. Durch die Tren­nung von Köder und Gewicht wird Barsch, Zan­der & Co. das Ein­sau­gen des ver­wen­de­ten Soft­baits erleich­tert, selbst wenn die Drift, Strö­mung oder Tie­fe schwe­res Geschütz erfor­dern. Der Köder wird wahl­wei­se am Offsetha­ken oder an einem Ein­zel­ha­ken ange­bo­ten. Beim Fischen an Ste­gen, im Kraut und ande­rem hän­ger­träch­ti­gen Ter­rain emp­fiehlt sich die Ver­wen­dung von Offsetha­ken, ansons­ten bringt ein ein­fa­cher Ein­zel­ha­ken gute Resul­ta­te. Der Köder wird hier jedoch nicht wie auf einen Jig auf­ge­zo­gen, son­dern ledig­lich per „Nose­hoo­king“ befes­tigt. Für das Drops­hot­ten eig­nen sich am bes­ten schlan­ke No-Action Köder wie klei­ne Soft­je­rks, Wür­mer oder Crea­tu­re Baits. Zur Befes­ti­gung des Hakens eig­nen sich am bes­ten der Palomar‑, sowie der gedreh­te Blut­kno­ten. Wich­tig ist dabei, dass die Haken­spit­ze stets nach oben ste­hen soll­te.



Texas-Rig

Das T‑Rig besteht aus einem Durch­lauf­ge­wicht, wahl­wei­se aus Blei, Stahl oder Tungs­ten (Wolf­ram), optio­nal einer Glas­per­le und einem Gum­mi­kö­der am Offsetha­ken. Die Vor­tei­le die­ser Mon­ta­ge lie­gen in der Tren­nung von Gewicht und Köder, dem Klick­ge­räusch bei Ver­wen­dung einer Glas­per­le und der weit­ge­hend kraut- und hän­ger­frei­en Köder­prä­sen­ta­ti­on. Das Haupt­ge­wicht, genannt „Bul­let“ auf­grund der Form, die einem Pro­jek­til gleicht, läuft frei auf dem Fluo­ro­car­bon­vorfach und sitzt wäh­rend des Fischens direkt vorm Köder. Nutzt man eine Glas­per­le, die zwi­schen Bul­let und Köder auf dem Vorfach sitzt, erzeugt die­se beim Anjig­gen des Rigs ein Klick-Geräusch, wel­ches zum Bei­spiel Bar­sche rei­zen kann. Zusätz­lich kann man Gum­mi­stop­per nut­zen um das Bul­let am Köder zu fixie­ren. Dies ver­bes­sert die kraut­freie Prä­sen­ta­ti­on und ermög­licht das Fischen selbst in dich­tem Geäst. Fixiert man das Bul­let am Köder, soll­te auf eine Per­le ver­zich­tet wer­den.


Texas-Rig
Texas-Rig

Das Flo­ri­da-Rig, Eini­gen viel­leicht ein Begriff, ist nichts ande­res als ein für das Fischen im Cover fixier­tes T‑Rig. Hier­bei kom­men schwe­re Bul­lets zum Ein­satz, die mit einem Zahn­sto­cher, einem Gum­mi­schlauch oder Stop­per fixiert wer­den. Je nach Füh­rungs­wei­se eig­nen sich für das Texas- und das Flo­ri­da Rig Action- und No Action Shads, Soft­je­rks, Worms, Crea­tu­re Baits aller Art und sogar Tubes.

laufen auch super... Creaturebaits
lau­fen auch super… Crea­tu­reb­aits

Carolina Rig

Das Caro­li­na-Rig unter­schei­det sich vom Texas-Rig durch den Abstand von Bul­let und Köder. Hier­bei läuft das Bul­let samt Per­le auf einem Fluo­ro­car­bon­vorfach, wel­ches an einem Wir­bel endet, von dem ein belie­big lan­ges Vorfach abgeht, an dem sich der Köder befin­det. Die Län­ge des Vorfachs wählt man nach Belie­ben, hier gilt es zu tes­ten, was die Bar­sche oder Zan­der wol­len! Beson­ders geeig­ne­te Köder: Alles was auf den Haken passt! Shads, Soft­je­rks, Kreb­se, Worms etc. Der Fan­ta­sie sind hier­bei kei­ne Gren­zen gesetzt. Ganz muti­ge Men­schen mon­tie­ren sogar klei­ne Hard­baits am C‑Rig, um sie auf Tie­fe zu brin­gen! Zu beach­ten ist beim C‑Rig, dass durch die Län­ge des Vorfachs zwi­schen Bul­let und Köder die Über­tra­gung von Atta­cken und Bis­sen lei­den kann. Je län­ger der Abstand von Gewicht zum Köder, des­to schwie­ri­ger wird es, Bis­se zu erken­nen, wenn die­se nur vor­sich­tig erfol­gen.

C-Rig
C‑Rig

Wacky-Rig

Das Wacky Rig ist eine Prä­sen­ta­ti­ons­art spe­zi­ell für Gum­mi­wür­mer und Stick­baits wie den Sen­ko von Gary Yama­mo­to, einer der popu­lärs­ten und bes­ten Soft­baits in der Schwarz­barsch­sze­ne. Der Name stammt aus dem Eng­li­schen: „wacky“ bedeu­tet ver­rückt. Und genau so spielt ein Gum­mi­wurm an die­sem „Rig“. Dabei wird der Wurm ein­fach mit­tig auf einen Ein­zel­ha­ken oder Jig­kopf auf­ge­sto­chen und durch schüt­teln und anjig­gen ani­miert. Das Gan­ze funk­tio­niert nicht nur bei Wür­mern, son­dern natür­lich auch bei schlan­ken No Action Shads oder schlan­ken Crea­tu­re Baits.

Wacky-Rig
Wacky-Rig

Was tun, wenn alle Rigs nicht helfen?

Soll­ten alle hier genann­ten Mon­ta­gen nicht hel­fen, Hän­ger­frei zum Fisch zu kom­men, hilft nur noch das ein­fachs­te „Rig“ über­haupt: Ein unbe­schwer­ter Soft­bait am Offsetha­ken. Am bes­ten eig­nen sich wurm­ar­ti­ge Köder wie die Kei­tech Sexy Impac­ts oder Yama­mo­to Sen­kos, die mit ver­senk­ter Haken­spit­ze ohne Bul­lett, Jig, Bel­ly­weight oder Sons­ti­ges ins Hin­der­nis gefeu­ert wer­den. Die­se set­zen sich, kor­rek­te Mon­ta­ge vorraus­ge­setzt, nicht fest und las­sen sich bei leich­tem Wider­stand mit behut­sa­men Bewe­gun­gen der Rute frei­zup­peln. Trotz allem soll­te bei der Fische­rei im Geäst beach­tet wer­den, dass man nie genau weiß, wer anbeißt und die Rute, Schnur und Rol­le auch stark genug sein soll­ten, um auch dicke Räu­ber sicher aus sei­nem Unter­stand zu zie­hen, selbst wenn die­ser sich stark wehrt.

Finesse-Baits
Fines­se-Baits

Bis dem­nächst Euer Eric

Fischt Ihr oft mit den Fines­se-Rigs? Wel­ches ist Euer “Lieb­lings-Rig”?

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