Ausrüstung / TackleMethoden

Angeln vom Belly-Boat

Belly-Boat Angeln im See, Fluß und Ostsee

Grundlagen, verschiedene Modelle, Sicherheit und Ausrüstung zum Raubfischangeln vom Bellyboot

Das Fischen vom Bel­ly-Boat pri­mär auf Raub­fisch erfreut sich in den letz­ten Jah­ren immer grö­ße­rer Beliebt­heit an bzw. auf deut­schen Gewäs­sern. Kein Wun­der, denn Bel­ly-Boa­te gestal­ten die Wahl des Angel­plat­zes sehr fle­xi­bel, Hot­spots wie zuge­wach­se­ne Ufer, Schilf­gür­tel oder ein­fach Berei­che, die man vom Ufer oder mit der Wat­ho­se ein­fach nicht errei­chen kann, kön­nen pro­blem­los befischt wer­den. Zudem sind die ‘Bauch-Boo­te’ im Ver­gleich zu Schlauch‑, Holz‑, GFK- und Alu­boa­ten bedeu­tend bil­li­ger und benö­ti­gen kei­nen Anhän­ger. Auch kann auf Slip­an­la­gen und all das ver­zich­tet wer­den. Eine Luft­pum­pe reicht. Bel­ly-Boa­te brin­gen auch einen hohen Spaß­fak­tor mit sich. Denn es bringt unheim­lich Spaß mit dem Bel­ly zu fischen und Fische zu dril­len, natür­lich vor allem Kapi­ta­le.

Unter dem fol­gen­den Link fin­det Ihr die pas­sen­den Bel­ly-Boa­te und das Zube­hör.

Verschiedene Belly-Boat Modelle und vor allem: Sicherheit an Bord

Ein Bel­ly-Boat ist im Grun­de kein rich­ti­ges Boot, son­dern eine Schwimm­hil­fe. Heut­zu­ta­ge wer­den drei ver­schie­de­ne Grund­for­men ver­wen­det, die älte­ren Bel­ly-Boa­te in der die U- und V‑Form sowie die Pon­ton Bel­ly-Boa­te wie zum Bei­spiel der Gui­de­li­ne Drifter. Die Pon­ton Boo­te, deren Aus­se­hen an einen Kata­ma­ran in V- Form erin­nert, haben meh­re­re gro­ße Vor­tei­le. Zum einem liegt deren Schwer­punkt auf der Was­ser­ober­flä­che, wodurch der Fah­rer nur mit den Ober­schen­keln im Was­ser hängt. Dadurch lässt sich das Pon­ton Bel­ly-Boat im Ver­gleich zu den her­kömm­li­chen Bel­ly-Boa­ten viel leich­ter steu­ern und mit weni­ger Kraft­auf­wand fah­ren. Durch die V‑Form ist es auch weni­ger anfäl­lig für Wind und Wel­len. Ein ande­rer gro­ßer Vor­teil ist, dass die Pon­ton Boo­te bedeu­tend siche­rer sind. Die bei­den ein­zel­nen Pon­tons ver­fü­gen über zwei sepa­ra­te Luft­kam­mern mit eige­nen Ven­ti­len. Dadurch ist gewähr­leis­tet, dass bei einer Beschä­di­gung der äuße­ren Kam­mer mit Luft­ver­lust, das Bel­ly-Boat durch die noch intak­te Kam­mer auf dem Was­ser gehal­ten wird und man sich ans Ufer ret­ten kann. Des Wei­te­ren sind die Sitz­flä­che und die Rücken­leh­ne eben­falls mit Luft­kam­mern aus­ge­stat­tet.

Barsch­an­geln vom Bel­ly­boat

Die Sicher­heit beim Angeln vom Bel­ly-Boat spielt eine gro­ße Rol­le. Man soll­te immer auf sei­ne Ver­nunft hören, denn Leicht­sinn kann bit­ter­bö­se bestraft wer­den. Da wir aus dem Ham­bur­ger Raum kom­men nut­zen wir ab und zu Bel­ly-Boa­te um damit auf ver­schie­de­nen Seen, der Dove Elbe, den Alst­er­ka­nä­len und der Ost­see zu fischen. Gera­de auf der Ost­see soll­te man immer vor­sich­tig unter­wegs sein. Ein Bel­ly-Boat ist ziem­lich anfäl­lig für Wind, Strö­mung und Gezei­ten (wenn vor­han­den). Man soll­te sich auf kei­nen Fall über­schät­zen und bei star­ken Win­den, Nebel, Gewit­tern oder star­ken Strö­mungs­ver­hält­nis­sen mit dem Bel­ly-Boat raus­fah­ren. Es soll­te auch die Regel beach­tet wer­den, dass leich­ter auf­lan­di­ger Wind immer siche­rer als ablan­di­ger Wind ist. Es besteht näm­lich die Gefahr, dass die Bei­ne irgend­wann schlapp machen oder man einen Krampf bekommt. Bei auf­lan­di­gem Wind wird man ans Ufer gedrückt, bei ablan­di­gen aufs offe­ne Meer. Es muss immer eine Schwimm­wes­te getra­gen wer­den, am bes­ten eig­nen sich da dün­ne Auto­ma­tik­wes­ten. Zudem emp­fiehlt es sich ein Han­dy (was­ser­fest ver­packt), einen Kom­pass, eine lau­te Tril­ler­pfeif­fe und ein GPS-Gerät bei sich haben. Es emp­fiehlt sich zu zweit raus­zu­fah­ren und nie­mals allei­ne, damit die zwei­te Per­son im Extrem­fall immer Hil­fe holen kann. Wich­tig ist es auch, dass man sich nicht zu weit vom Ufer ent­fernt. Nun haben wir vor allem die Gefah­ren auf der Ost­see beschrie­ben, aber auch auf Seen, Flüs­sen, Kanä­len oder ande­ren Gewäs­ser muss die Sicher­heit beach­tet wer­den. Flüs­se mit star­ker Strö­mung und Tide wie zum Bei­spiel der Elb­haupt­strom oder der Rhein soll­ten gemie­den wer­den.

Hecht­an­geln vom Bel­ly­boat

Belly-Boat Ausrüstung für das Süß- und Salzwasser

Zur all­ge­mei­nen Aus­rüs­tung gehö­ren auf jeden Fall als aller­ers­tes die Gegen­stän­de, die wir in dem Abschnitt der Sicher­heit genannt haben. Des Wei­te­ren benö­tigt man eine Wat­ho­se, eine Wat­ja­cke, einen Wat­gür­tel, wenn gewünscht einen Wat­ke­scher sowie Fisch­gal­gen, Schwimm­flos­sen, einen Anker und ein aus­rei­chend lan­ges Anker­seil. Ein Echo­lot kann sehr hilf­reich beim Fischen vom Bel­ly-Boat sein.

Die Ruten zum Angeln vom Bel­ly-Boat soll­ten mög­lichst einen kur­zen Griff (der Griff soll­te max. bis zum Ellen­bo­gen gehen) haben und im all­ge­mei­nen auch nicht zu lang sein. Für das Fischen auf den Alst­er­ka­nä­len, der Dove Elbe und auf Seen kön­nen wir für das Angeln auf Barsch Ultra­light-Ruten mit einer Län­ge bis ca. 2m und einem Wurf­ge­wicht bis max. 15g emp­feh­len. Dazu pas­sen per­fekt 1000er oder max. 2500er Sta­tio­när-Rol­len sowie klei­ne Baitcas­ter-Rol­len. Als Schnü­re ver­wen­det man 0,06 bis 0,10mm star­ke gefloch­te­ne oder 0,18 bis 0,25mm star­ke mono­fi­le. Zum Angeln auf Zan­der und Hecht kön­nen die Ruten bis zu 2,40 Meter lang sein und ein Wurf­ge­wicht bis ca. 50g haben, wenn es gezielt auf gro­ße Hech­te geht, auch ger­ne mehr. Dazu pas­sen 2500er oder max. 4000er Sta­tio­när-Rol­len sowie mitt­le­re Baitcas­ter-Rol­len. Als Schnur kommt hier 0,10 bis 0,17mm star­ke gefloch­te­ne in Fra­ge. Die Köder soll­ten natür­lich je nach Fisch­art gewählt wer­den, hier habt Ihr dafür eine Über­sicht an Ködern. Beson­dern reiz­voll kann das ver­ti­ka­le Angeln direkt an den Kan­ten und Unter­was­ser­ber­gen sein. Hier kann der Köder direkt an den Hot­spots gefischt wer­den, die Dropshot-Mon­ta­ge ist hier mehr ans emp­feh­lens­wert.

Angeln vom Bel­ly­boat

Belly-Boat Angeln auf der Ostsee auf Plattfisch, Dorsch und Meerforelle

Für das Angeln auf der Ost­see vom Bel­ly-Boat emp­feh­len sich ver­schie­de­ne Metho­den. Zum einem das leich­te Angeln mit Natur­kö­dern auf Platt­fi­sche, einer­seits mit spe­zi­el­len Mon­ta­gen an der toten Rute und/oder aktiv mit dem But­t­löf­fel. Hier­zu soll­ten leich­te 1,80m bis 2,40 lan­ge Spinn­ru­ten mit einem Wurf­ge­wicht bis ca. 40g ver­wen­det wer­den. 2500ner Sta­tio­när-Rol­len mit einer 0,10mm star­ken gefloch­te­nen pas­sen per­fekt dazu. Für das leich­te Spinn­fi­schen auf Meer­fo­rel­len und Horn­hech­te mit Blin­kern, Wob­blern und Flie­gen am Sbi­ro­li­no eig­nen sich am bes­ten Ruten um die 2,40m mit einem Wurf­ge­wicht bis 40g in Kom­bi­na­ti­on mit einer 2500ner Sta­tio­när-Rol­le mit einer 0,10 bis 0,15mm star­ken gefloch­te­nen Schnur. Für das Fischen auf Dorsch mit Blin­kern, Gum­mi­fi­schen und Pil­kern bie­ten sich Ruten zwi­schen 2 und 2,40m mit einem Wurf­ge­wicht von etwa 40 bis 80g kom­bi­niert mit einer 2500er Sta­tio­när Rol­le mit einer 0,10 bis 0,15mm star­ken gefloch­te­nen Schnur an. Die Gum­mi­fi­sche soll­ten für die Ost­see zum einem mög­lichst in rot, oran­ge oder braun gewählt wer­den, da sie so opti­mal Kreb­se imi­tie­ren, oder in blau und grün als Herings­i­mi­ta­te. Die Jig­kopf­ge­wich­te vari­ie­ren zwi­schen ca. 18 bis ca. 50g je nach Tie­fe und Strö­mung.

Hier noch ein klei­nes Video mit guten Tipps wie man ein Echo­lot rich­tig anbringt:



Unter dem fol­gen­den Link fin­det Ihr die pas­sen­den Bel­ly-Boa­te und das pas­sen­de Zube­hör.

Seit Ihr auch mit Bel­ly-Boat unter­wegs? Was sind Eure bevor­zug­ten Metho­den? Fischt Ihr lie­ber im Süß- oder Salz­was­ser?

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Sascha

Quasi seit der ersten Minute mit am Start. Zielfisch Nr.1 ist immer noch ganz klar der Zander. Aber auch Hechte, Meerforellen in der Ostsee, Lachse in DK und Wolfsbarsche in Irland stehen jedes Jahr auf's Neue auf der Liste. Mal schauen was da in der Zukunft noch dazu kommen wird...

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6 Kommentare

  1. Mit dem Bel­ly-Boat zu fischen habe ich Märtz 2012 und bin von Anfangan begeis­tert.
    Das du sparst dir das war­ten zwi­schen den Stei­nen und sitzt mit­ten im Fisch!
    Wir sehen uns auf deem Was­ser!!!!!!!
    TL Ole

  2. 2013 wird auf jeden Fall häu­fi­ger vom Bel­ly-Boat gefischt, dann gibts sicher­lich auch mehr Erfah­rungs- bzw. Angel­be­rich­te zu dem The­ma

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