Female FishingMandy Schirnau (GER)

Der Reiz des Fliegenfischens

Fliegenfischen: Aufwendig aber schön

Schö­ne Äsche

Das Flie­gen­fi­schen ist wohl eine der schöns­ten aber auch viel­leicht auf­wen­digs­ten Arten einen Fisch zu fan­gen.

Was Vie­len viel­leicht nicht bewusst ist, das Fischen mit einer künst­li­chen Flie­ge hat eine lan­ge Tra­di­ti­on und reicht bis hin in die Anti­ke. In Schrift­stü­cken aus dem 2 Jhd. n. Chr. geht her­vor, dass in Maze­do­ni­en eine Fische­rei­tech­nik ent­wi­ckelt wur­de, bei der mit selt­sa­men hand­ge­fer­tig­ten Flie­gen forel­len­ar­ti­ge Fische gefan­gen wur­den. Im 13 Jhd. war das Angeln mit der Flie­ge eine belieb­te Frei­zeit­ak­ti­vi­tät unter den Rit­tern. Den­noch bekam die­se Metho­de erst im 15 Jhd. in Groß­bri­tan­ni­en einen ange­se­hen Sta­tus und ver­brei­te­te sich nach und nach in ganz Euro­pa bis hin über den gesam­ten Glo­bus.

Was macht nun die­se Angel­tech­nik so ein­zig­ar­tig? Als ers­tes soll­te man betrach­ten, dass das Flie­gen­fi­schen aus 3 wesent­li­chen Kom­po­nen­ten besteht. Dem Flie­gen­wer­fen oder für man­che auch bekannt als „Flie­gen­peit­schen“. Ohne Zwei­fel eines der wich­tigs­ten Fak­to­ren. Dem Fischen an sich, bei dem es dar­auf ankommt wie genau ich mei­ne Flie­ge prä­sen­tie­re bzw. wie ich mei­ne Nym­phe oder Strea­mer dem Fisch anbie­te. Und dem Flie­gen­bin­den, wobei hier die eige­ne Krea­ti­vi­tät und hand­werk­li­chen Geschick kei­ne Gren­zen gesetzt sind. Das Ein­zig­ar­ti­ge dabei ist, dass alle drei Fak­to­ren von jedem Flie­gen­fi­scher indi­vi­du­ell erlernt wer­den. Gra­de beim Wer­fen gibt es bestimm­te Grund­tech­ni­ken, die man beherr­schen soll­te, jedoch ist die Umset­zung sehr indi­vi­du­ell. Mit ande­ren Wor­ten, jeder Flie­gen­fi­scher ent­wi­ckelt im Lauf der Zeit sei­nen per­sön­li­chen Wurf­stil. Das Glei­che gilt auch für das Bin­den. Beim Fischen ist ein ent­schei­den­der Punkt die Beob­ach­tungs­ga­be. Beim erspä­hen des Ziel­fi­sches soll­te man dar­auf ach­ten wie, wo und ob der Fisch über­haupt Nah­rung auf­nimmt, um anschlie­ßend zu ent­schei­den wel­che Flie­ge man wie ver­wen­det.

C&R dank Einzelhaken ohne Widerhaken
Hecht auf selbst­ge­bun­de­ne Flie­ge

Jedoch für mich per­sön­lich spielt noch ein wei­te­rer wich­ti­ger Fak­tor eine Rol­le, die Entomologie/Insektenkunde. Basie­rend auf das unter­schied­li­che Nah­rungs­spek­trum in den ver­schie­den Fluss­re­gio­nen (vor­ran­gig beim Forel­len- und Äschen­fi­schen) wäh­le ich mei­ne Flie­gen­mus­ter gezielt aus. Hier­bei beach­te ich, dass die Mus­ter den natür­li­chen Insek­ten in Grö­ße, Far­be und Form ähneln. Wenn man dies mit beach­tet, lässt der Fang­er­folg nicht lan­ge auf sich war­ten. Für einen Neu­ein­stei­ger ist dies alles auf den ers­ten Blick etwas über­for­dernd, fängt man aber sei­nen ers­ten Fisch damit, völ­lig egal ob Forel­le oder Döbel, lässt einen das Flie­gen­fi­schen nicht mehr los.

Die Beson­der­heit liegt nicht zuletzt dar­in, dass man fast jede Fisch­art damit über­lis­ten kann, son­dern dass

es ein breit­ge­fä­cher­tes Spek­trum an ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten und Tricks gibt, mit denen ich mein Fisch nach­stel­len kann. Ich selbst habe bereits neben Forel­len und Äschen auch schon auf ande­re hei­mi­sche Fisch­ar­ten mit der Flie­ge gefischt z.B. Karp­fen, Hecht, Barsch, Bras­sen, Aland, Döbel um mal nur ein paar zu nen­nen.

Was ich in den Jah­ren, seit­dem ich das Flie­gen­fi­sche betrei­be, immer wie­der beob­ach­tet habe ist: Dass vie­le, egal ob Flie­gen­fi­scher oder nicht der Mei­nung sind, dass das Flie­gen­fi­schen nur in Sal­mo­ni­den­ge­wäs­sern aus­ge­übt wer­den kann. Ein abso­lu­ter Irr­glau­be, denn ich kann in jedem Gewäs­ser, sei es ein klei­ner Teich, gro­ßer See oder Fluss das Flie­gen­fi­schen aus­üben, ent­schei­dend ist nur die Flie­gen­wahl. Und gera­de das macht für mich den Reiz des Flie­gen­fi­schens aus.

Eure Man­dy

»> Unter fol­gen­dem Link fin­det Ihr diver­se Arti­kel zum The­ma Flie­gen­fi­schen

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