Daniela Misteli (CH)

Barschangeln auf dem Zürichsee

Fliegenfischen auf Barsch

Danie­la mit Barsch

Klar, auch im Win­ter gibt es noch ein paar Mög­lich­kei­ten, wie Äschen­fi­schen, aber man merkt, dass man mehr Zeit zum Bin­den und Nach­den­ken hat. Und hier ein paar Ein­drü­cke der letz­ten Sai­son von der Fische­rei am Zürich­see, sozu­sa­gen unse­rem Haus­ge­wäs­ser. Alles begann mit einem Anruf: „Hey die Spis (Köder­fi­sche) sind da! Du musst frü­her Fei­er­abend machen und zum See kom­men“. Ich wur­de bereits mit mon­tier­ten Ruten am See­ufer erwar­tet und konn­te mir das Spek­ta­kel aus der Nähe anschau­en.

Barsch aus Schwe­den

Jedes Jahr im Früh­ling zie­hen die vie­len klei­nen Weiss­fi­sche ins fla­che­re Was­ser des Zürich­sees und brin­gen die lang ersehn­ten Räu­ber mit, und somit mit­ten in die Stadt. Der Über­fluss an Fut­ter ist gigan­tisch – es gibt fast einen Tep­pich von klei­nen Fischen und mei­ne liebs­te Art der Fische­rei geht los! Motor star­ten und ab auf den See. Wir fischen mit den Rio-Out­bound Schuss­köp­fen sink 6 mit inter­me­dia­te Run­ning­li­ne. Denn solan­ge die Bar­sche nicht aktiv auf Jagd sind suchen wir sie unter den Weiss­fi­schen am Grund. Es gilt also wer­fen, absin­ken las­sen und los strip­pen, wobei das strip­pen eher schnell und vor allem abwechs­lungs­reich sein darf. Hän­ger sowie ver­lo­re­ne Strea­mer muss man in Kauf neh­men, denn da unten sit­zen die gro­ßen Bar­sche!

Barsch am See

Das Fan­gen der Bar­sche macht einen rie­sen Spaß! Die Bis­se sind knall­hart und die grö­ße­ren Exem­pla­re sind sehr kampf­stark. Zudem besteht immer die Chan­ce einen Hecht oder eine See­fo­rel­le zu fan­gen! So weiss man also bis zum Schluss nicht was genau am ande­ren Ende der Schnur ist. Aber beim Barsch­an­geln jagen sich die Erfol­ge und Miss­erfol­ge wie nir­gends sonst. Manch­mal kommt ein gan­zer Schwarm dem Strea­mer hin­ter­her und sie bei­ßen wie wild, eine hal­be Stun­de spä­ter sieht man nicht mal mehr einen Nach­läu­fer… Ein Tag kann 50 Fische brin­gen, der nächs­te Null.

…schö­ner Barsch!

So gibt es nur eine Lösung: dran blei­ben! Genau das haben wir letz­tes Jahr getan, es gab Wochen da war ich jeden Tag auf dem See trotz Mus­kel­ka­ter, Son­nen­brand, strö­men­dem Regen oder Dun­kel­heit. Wir hat­ten vie­le Up’s und Down’s –  es war eine sehr erfolg­rei­che Sai­son! Ich freu mich schon auf den Früh­ling und vor allem auf die Wor­te: “die Spis sind da”! Viel­leicht fin­de ich ja auch schon bald solch ein Mons­ter, wie mein Freund gefan­gen hat! Die paar Mona­te bis es wie­der los geht, nut­ze ich zum Bin­den der Strea­mer und mel­de mich bald mit einer Bin­de­an­lei­tung.

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