Fishfinder und Echolot – Tipps für Angler

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie Technik, Tackle & Köder
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Veröffentlicht am Mai 04, 2013 , derzeit 6 Kommentare

Echolot – Fishfinder für Angler

Entwickelt für die Schifffahrt und seit langem auch bei Anglern ein weit verbreitetes technisches Hilfsmittel: das Echolot. Zunächst haben diese „nur“ die Wassertiefe gemessen, um die Schifffahrt sicherer zu gestalten. Doch die Wassertiefenmesser wurden weiterentwickelt und auch preislich für Jedermann interessanter. Heute geben diese genialen Schallsender genaue Profile des Gewässeruntergrundes und einzelner Untiefen und weitere markante Stellen in See, Fluss und Meer preis. Angler stellen mit Echoloten nicht einfach nur die Wassertiefe fest, es werden viel mehr die interessanten und potentiellen „Hotspots“ eines Gewässern identifiziert – aber nicht nur der Untergrund, auch können die Fische selbst geortet werden, so wird aus dem Lot der sogenannte Fishfinder. Doch der Markt ist riesig: Portable Versionen, Fishfinder mit GPS und Kartenplotter und viele weitere Ausstattungen sind erhältlich – und ähnlich stark variieren auch die Preise. Und leider gilt auch nicht, dass man beim Angeln mit dieser „Wunderwaffe“ den Fisch ortet und fängt. Vielmehr gilt es die Echolotbilder richtig zu interpretieren und die Angeltechnik den Gegebenheiten anzupassen.

Echolot

Zu erkennen ist die Bojenbefestigung sowie ein Fischschwarm rechts daneben

Die Technik funktioniert recht einfach: Ein Signal wird vom Geber abgesendet und die Zeit gemessen, bis das Signal wieder empfangen wird – Ping Pong.  Als Sender dienen elektrische Membransender oder Kristalle, die unhörbare Signale abgeben (Ultraschall). Anhand der verstrichenen Zeit lässt sich dann ganz einfach die Wassertiefe unter dem Boot feststellen. Doch nicht nur die: Auch lassen sich genaue Angaben über die Bodenbeschaffenheit machen: Sand, Gestein und Pflanzenbewuchs am Grund des Gewässers geben unterschiedlich starke Signale zurück, die dann auf dem Display entsprechend wiedergegeben werden. Desto härter der Grund, desto stärker das Echo. Auch hier ist ein umfassendes Verständnis des Geräts wichtig, um die richtigen Einstellungen und Mdous-Einstellungen die besten Bilder zu sehen und somit eventuell auch näher an den Fangerfolg. Was ist ein Fischschwarm und was Pflanzenbewuchs. Das Bild zeigt ein Echolotbild mit Bojenbefestigung sowie einem Fischschwarm.

Welches Gerät ist das richtige für mich?

Hightech - Echolot im oberen Preissegment mit GPS und Kartenplotter

Hightech – Echolot im oberen Preissegment mit GPS und Kartenplotter

Viele versprechen sich von der Neuanschaffung, dass der Fishfinder die Fische anzeigt und man dann nur noch den Köder vor dem Maul des georteten Fisches platzieren muss. Doch so einfach ist es in der Regel nicht – auch für das Angeln mit Hilfe eines Echolotes gilt „gewusst wie“. Denn die richtige Interpretation der Bilddaten ist manchmal gar nicht so einfach. Wer da einem in Deutschland für sein Fachwissen bekannten und mehr als renommierten Experten über die Schulter schauen möchte und viel über den richtigen Umgang mit dem Lot lernen möchte, der sollte sich an das Team von „Angel Schlageter“ wenden. Neben Thomas Schlageter vom Echolotzentrum Schlageter, teilen auch in der Szene der Angler bekannte Namen wie Rainer Korn ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen Anglern. Neben Kursen vor Ort werden auch intensive Kurse im Internet angeboten, so kann jeder bequem von zu Hause mehr über den richtigen Umgang mit den Fishfindern lernen. Erreichen kann man die am einfachsten online via www.echolotzentrum.de.

Vor dem Kauf eines neuen oder gebrauchten Echolotes sollte man sich vorher Gedanken machen, welche Ausstattung die richtige Wahl ist. Portable, festeingebaute Geräte oder Lösungen, bei denen das Signal per Funk an das Display gesendet werden, sind nur ein Beispiel. Vor allem aber Thema des Einsatzgebietes, die Sendeleistung und die eigenen Anforderungen und Wünsche sind ganz wichtig. Die Sendeleistung gibt die maximale Messtiefe vor. Niedrige Frequenzbereiche (50 kHz) erreichen größere Tiefen. Die Ergebnisse werden ungenauer, desto mehr Störgeräusche im Wasser vorkommen. Bei einigen Booten muss das Signal zunächst den Bootsrumpf durchdringen, so dass das Schallsignal gedämpft wird. Auch durch oder in Luft wird das Signal abgeschwächt. Dies kann zum Beispiel auch durch das aufgewirbelte Wasser der eigenen Schiffsschraube oder im Fahrwasser anderer Boote passieren.


Die Qual der Wahl: Humminbird, Eagle, Garmin und Co. – das richtige Echolot kaufen

Angeln mit Echolot

Echolote mit erfreulichen Anzeigen – leider wohl der Demomodu

Ohne vorherige Recherche wird man den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Daher hier nun eine allgemein gültige Empfehlung für alle, die den elektrischen Tiefenmesser zum Angeln suchen, abzugeben, ist schlichtweg unmöglich. Aber der Markt ist schnelllebig. Gefühlt täglich erscheinen neue Geräte, Technologien und vieles mehr auf den Markt. Daher raten wir jedem, der sich ein solchen Fishfinder zulegen möchte, sich entweder intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, oder einfach die oben genannten Experten um Rat zu bitten. Denn diese Herren beschäftigen sich tagtäglich mit (fast) nichts anderem als mit den Fishfindern von Hummidbird, Garmin, Eagle um nur ein paar der bekannten Hersteller zu nennen. Der richtige Frequenzbereich sowie Sendeleistung, portable Version oder nicht, Funk-Echhlot und ob mit GPS-Funktion oder ohne oder gleich mit einem integrierten Kartenplotter? All diese Fragen sollte man sich vorab stellen um später nicht enttäuscht zu werden oder gar ein einen neuen Schatz an Angelausrüstung gekauft zu haben, dass mit vielen Funktionen ausgestattet ist, von denen man jedoch nur einen Bruchteil nutzt, die ungenutzten Funktionen jedoch teuer bezahlt hat.

Kein Echolot? Wassertiefe ohne Elektrizität mit dem Lot messen

Echolot Prinzip

Das Echolot -Prinzip

Als die elektronischen Echolote noch nicht vorhanden waren, musst auch die Wassertiefe ermittelt werden. Um sicher durch die Meere zu segeln oder zu dampfen haben die Besatzungen der Schiffe und Boote vor allem in Küstennähe ständig die Wassertiefe ermittelt, um nicht auf Grund zu laufen. Das gängige Lot früher war ein Bleikörper, der an einer Leine mit Metermarkierungen zu Grund gelassen wurde. Die Wassertiefe konnte dann zwar nicht wie heute auf dem Display des Echolots wie Angler es heute  abgelesen werden, aber anhand der Markierungen kann man so die Tiefe ermitteln. Unterschieden wurden die Lote ihrem Einsatzgebiet nach, denn desto tiefer das Wasser, desto schwerer musste das Lot sein und die Leine entsprechend länger. Das Handlot (3-5 KG mit einer bis zu 45 Meter langen Leine) wurde bei Tiefen von bis zu 40 Meter genutzt, danach kam das Mittellot (8-10 KG, bis zu 100 Meter Leine) zum Einsatz. Das große Tieflot wiegt bis zu 25 Kilogramm und kann Tiefen von bis zu 300 Metern sicher ermitteln. Das Problem des Lotes ist aber, dass sich die Messergebnisse bei einem sich bewegenden Schiff oder Boot verschlechtern. Bei schneller Fahrt ist an eine Messung nicht zu denken, da die Leine, an dem das Lot befestigt ist, senkrecht im Wasser stehen muss. Zwei neue Methoden wurden daher entwickelt, um auch in voller Fahrt sicher die Tiefe messen zu können. Einer der Vorgänger der heutige Fishfinder  war das Thomson-Lot. Das Thomson-Lot misst den Druck am Meeresgrund. Ein Manometer (gängig war eine 600 Millimeter langes geschlossenes Glasrohr) wird beziehsweise wurde dafür zu Grund gelassen. Aber auch die Thomson-Methode hat den großen Nachteil recht viel Zeit zu beanspruchen. Heute wird diese Methode nicht mehr genutzt. Der Siegeszug der elektrischen Echolote kam und die heute modernen und technisch ausgereiften Fishfinder für Angler sind ein Beispiel dafür, wie kostengünstig diese Geräte heute angeboten werden können. Und die Messung geschieht quasi in Echtzeit: Mit 1.500 Metern pro Sekunde rast der abgegebene Schall durch das Wasser.


Hast Du Erfahrungen mit Echoloten oder Fragen dazu? Einfach kommentieren, wir freuen uns und helfen gegebenenfalls gern weiter! Echolotbilder mit einer kleinen Beschreibung könnt Ihr uns gern per Mail an info@dicht-am-fisch.de senden!

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6 Kommentare

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  1. Echt super interessant dein Beitrag,
    vor allem sind auch mal die Grundlagen der Echolote erklärt, das hilft sicher sehr vielen speziell bei der ersten Auswahl und Anwendung eines Echolotes.
    Echt super geschrieben, mach so weiter.

    Viele Grüße und Petri Heil
    Horst

  2. Danke für den ausführlichen Beitrag. Ich hab in der Vergangenheit sehr gute Erfahrung mit Fischfindern gemacht und werde auch in Zukunft nicht mehr darauf verzichten. Macht weiter so. Petri heil

  3. Ganz ehrlich. Echolote sind für mich nicht mehr wegzudenken. Sie erhöhen einfach die Zeit, die man zum Fischen hat. Danke für den Beitrag.

  4. Hallo, das ist ein super Beitrag denn ich bin seit einem halben Jahr auf Informationssuche und habe mich jetzt entschlossen diesen in einem heimischen Geschäft zu kaufen.

    Danke

  5. Ein Echolot benötigt man nicht in jedem Gewässer, das mag richtig sein. Aber die genaue Position der Fische und des Bodengrund wird je nach Gerät schon deutlich sichtbar. Generell sind die Geräte durchaus eine Erleichterung, aber wie bei jedem technischen Gerät muss sich jerlder selbst die Frage stellen ob man das Geld in ein solches Gerät investieren möchte. Und ich finde es gibt hier mit Sicherheit einige Anwendungsfälle wo sich das Geld für einen Fischfinder auszugeben lohnt.

  6. Ein Echolot wird einem ganz bestimmt nicht den genauen punkt eines Fisches anzeigen, außerdem benötigt man so ein Gerät auch nicht in jedem Gewässer.

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