Vorstellung von Mandy in Form eines Interviews

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie Female Fishing, Mandy Schirnau (GER)
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Veröffentlicht am November 23, 2011 , derzeit 2 Kommentare

Auch eine Frau, die angelt: Mandy Schirnau

Bereits in jungen Jahren hat sich Mandy sehr für das Fliegenfischen interessiert. Ihr Ziel: jede Fischart in heimischen Gewässern mit der Fliege zu fangen, treibt Sie an sich immer weiterzuentwickeln. In einem Interview mit DAF verriet die 22 jährige wie sie überhaupt zum Fliegenfischen gekommen ist…

Schöne Äsche

Schöne Äsche

DAF: Hey Mandy, stell Dich doch mal bitte kurz und knapp vor.
Mandy: Ich komme aus dem Herzen von Deutschland – genauer gesagt aus einem kleinen Ort namens Muldenstein in Sachsen-Anhalt, das liegt in der Nähe von Bitterfeld. Hier hab ich auch die Leidenschaft zum Fliegenfischen entdeckt. Aber dazu später mehr. Was ich sonst noch in meiner Freizeit außer Fliegenfischen mache – mmmh, ja gibt es denn da noch was anderes? Kleiner Scherz. Ich mache genau das gleiche wie jede andere Frau auch. Ich gehe leidenschaftlich gern Shoppen – nur sieht das Shoppen bei mir so aus, dass ich das meiste Geld in meine Ausrüstung investiere. Ja ok, das ein oder andere Kleid mit den passenden Schuhen muss auch mal mit. Ich gehe zudem noch sehr gern Schwimmen und treffe mich mit Freunden abends zu einem Cocktail.

DAF: Wie kamst du zum Angeln?
Mandy: Das Interesse zum Fischen hab ich über meinen Dad entdeckt. Schon in meiner frühen Kindheit hat er mich immer zum Aalangeln mitgenommen. Als ich so 5 Jahre alt war, habe ich ihn viel beim Fliegenbinden beobachtet und mich auch selbst schon daran versucht. Mit 8 Jahren habe ich dann das erste Mal die Fliegenrute in der Hand gehabt und meine erste Ukelei auf eine kleine Trockenfliege gefangen. Von diesem Zeitpunkt an war ich infiziert. Klar habe ich auch andere Angeltechniken ausprobiert, wie Spinnfischen, Karpfenfischen etc. doch irgendwie hat mir das Fliegenfischen immer am meisten Spaß gemacht.

DAF: Was macht für dich das Fliegenfischen so besonders?
Mandy: Für mich liegt die Besonderheit darin, dass man so ziemlich jede Fischart mit dieser Angelart überlisten kann. Gerade die Innovation der Fliegenmuster bis hin zu den endlosen Fischereitechniken und Wurftechniken machen das Fliegenfischen zu einem sehr vielseitigen Hobby, bei dem man immer wieder was Neues dazulernt.

DAF: Welches ist Dein „Hausgewässer“ und was ist der besondere Reiz an diesem?
Mandy: Mein Lieblingsgewässer ist die Bode im Harz. Es ist deswegen mein Lieblingsgewässer, weil die Natur und Forellen dort einzigartig sind. Ich habe schon recht viele Gewässer in Deutschland befischt, doch muss ich gestehen, dass die wilde Bodeforelle eine wahre Schönheit ist. Desweiteren habe ich dort erst richtig das Fischen mit der Fliege gelernt.

DAF: Welches Gewässer würdest du gern mal mit der Fliegenrute bewaffnet befischen?
Mandy: Oh, da bin ich grad erst einmal etwas überfragt, denn ich habe da nicht so wirklich ein „Zielfluss“. Aber was ich unbedingt in meinen Leben mal machen will, ist Taimenfischen in der Mongolei und ich hoffe, dass ich es mir eines Tages ermöglichen kann.

DAF: Welcher Fang bleibt für dich in besonderer Erinnerung und warum?
Mandy: Ein besonderer Fang wird für mich immer mein erster Fang bleiben. Auch wenn es nur eine kleine Ukelei war – ohne diesen Fang hätte ich den Reiz und die Faszination für das Fliegenfischen wahrscheinlich nicht gefunden. Auch wenn ich schon so manche Forelle, so manchen Hecht, Karpfen etc. gefangen habe, wird dieser Fang mir immer in bester Erinnerung bleiben.

DAF: Deine Lieblingsrute etc.
Mandy: Ruten: Winston Boron IIX Klasse 6 und Loop Yellowline Klasse 4
Fliege: Rehhaarsedge
Rolle: Nautilus FWX Klasse 5
Schnur: Teeny TST 200 und Vision Extend Klasse 6

DAF: Was wolltest du schon immer mal los werden?
Mandy: Ich möchte eigentlich nur an eine Sache appellieren: Ich find es immer wieder schade wie wenig Frauen das Hobby Angeln überhaupt ausüben. Ich sehe es immer wieder bei mir in den Lehrgängen zur Fischereiprüfung, dass vielleicht unter 40 Männern maximal ein oder zwei Frauen mit dabei sind. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Großbritannien, Irland oder den USA ist hier die fischende Frau nicht etabliert und ich würde mir wünschen, dass mehr Frauen zu diesem Sport finden.

2 Kommentare

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  1. Hallo Jörg, vollkommen richtig, da kann ich nur zustimmen!

  2. Grüßt euch,
    Mandy hat völlig recht, das Angeln ist bei den Mädels in Deutschland nicht voll etabliert.
    Während ich meine schönste Zeit in Dänemark verbracht habe, war es ganz natürlich, das auch die Mutter des Hauses die Rute schwang. Wenn hier ein Mädel schon zur Prüfung kommt, wird schon gefragt ob sie ihren Freund abholen will, nur weil ihr Outfit eher auf ein Shopping-Girl hinweist. Vielleicht liegt es auch an der Tradition eines Landes, denn unser dänischer Opa sagte immer, Jagen und Angeln ist ein Teil unseres freien Lebensrechts das ein hohes Gut darstellt. Ich wünsche mir, das auch die Herren der angeblichen Schöpfung mal ihre Vorurteile fallen lassen, damit nicht schon im Vorfeld, jede Interesse an der Fischwaid der feinfühligen Weiblichkeit vergrault wird.

    Viele Grüße aus den Kohlenpott,
    Jörg

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