Der Reiz des Fliegenfischens

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie Female Fishing, Mandy Schirnau (GER)
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Veröffentlicht am Oktober 29, 2011 , derzeit Keine Kommentare

Fliegenfischen: Aufwendig aber schön

Schöne Äsche

Das Fliegenfischen ist wohl eine der schönsten aber auch vielleicht aufwendigsten Arten einen Fisch zu fangen.

Was Vielen vielleicht nicht bewusst ist, das Fischen mit einer künstlichen Fliege hat eine lange Tradition und reicht bis hin in die Antike. In Schriftstücken aus dem 2 Jhd. n. Chr. geht hervor, dass in Mazedonien eine Fischereitechnik entwickelt wurde, bei der mit seltsamen handgefertigten Fliegen forellenartige Fische gefangen wurden. Im 13 Jhd. war das Angeln mit der Fliege eine beliebte Freizeitaktivität unter den Rittern. Dennoch bekam diese Methode erst im 15 Jhd. in Großbritannien einen angesehen Status und verbreitete sich nach und nach in ganz Europa bis hin über den gesamten Globus.

Was macht nun diese Angeltechnik so einzigartig? Als erstes sollte man betrachten, dass das Fliegenfischen aus 3 wesentlichen Komponenten besteht. Dem Fliegenwerfen oder für manche auch bekannt als „Fliegenpeitschen“. Ohne Zweifel eines der wichtigsten Faktoren. Dem Fischen an sich, bei dem es darauf ankommt wie genau ich meine Fliege präsentiere bzw. wie ich meine Nymphe oder Streamer dem Fisch anbiete. Und dem Fliegenbinden, wobei hier die eigene Kreativität und handwerklichen Geschick keine Grenzen gesetzt sind. Das Einzigartige dabei ist, dass alle drei Faktoren von jedem Fliegenfischer individuell erlernt werden. Grade beim Werfen gibt es bestimmte Grundtechniken, die man beherrschen sollte, jedoch ist die Umsetzung sehr individuell. Mit anderen Worten, jeder Fliegenfischer entwickelt im Lauf der Zeit seinen persönlichen Wurfstil. Das Gleiche gilt auch für das Binden. Beim Fischen ist ein entscheidender Punkt die Beobachtungsgabe. Beim erspähen des Zielfisches sollte man darauf achten wie, wo und ob der Fisch überhaupt Nahrung aufnimmt, um anschließend zu entscheiden welche Fliege man wie verwendet.

C&R dank Einzelhaken ohne Widerhaken

Hecht auf selbstgebundene Fliege

Jedoch für mich persönlich spielt noch ein weiterer wichtiger Faktor eine Rolle, die Entomologie/Insektenkunde. Basierend auf das unterschiedliche Nahrungsspektrum in den verschieden Flussregionen (vorrangig beim Forellen- und Äschenfischen) wähle ich meine Fliegenmuster gezielt aus. Hierbei beachte ich, dass die Muster den natürlichen Insekten in Größe, Farbe und Form ähneln. Wenn man dies mit beachtet, lässt der Fangerfolg nicht lange auf sich warten. Für einen Neueinsteiger ist dies alles auf den ersten Blick etwas überfordernd, fängt man aber seinen ersten Fisch damit, völlig egal ob Forelle oder Döbel, lässt einen das Fliegenfischen nicht mehr los.

Die Besonderheit liegt nicht zuletzt darin, dass man fast jede Fischart damit überlisten kann, sondern dass

es ein breitgefächertes Spektrum an verschiedenen Möglichkeiten und Tricks gibt, mit denen ich mein Fisch nachstellen kann. Ich selbst habe bereits neben Forellen und Äschen auch schon auf andere heimische Fischarten mit der Fliege gefischt z.B. Karpfen, Hecht, Barsch, Brassen, Aland, Döbel um mal nur ein paar zu nennen.

Was ich in den Jahren, seitdem ich das Fliegenfische betreibe, immer wieder beobachtet habe ist: Dass viele, egal ob Fliegenfischer oder nicht der Meinung sind, dass das Fliegenfischen nur in Salmonidengewässern ausgeübt werden kann. Ein absoluter Irrglaube, denn ich kann in jedem Gewässer, sei es ein kleiner Teich, großer See oder Fluss das Fliegenfischen ausüben, entscheidend ist nur die Fliegenwahl. Und gerade das macht für mich den Reiz des Fliegenfischens aus.

Eure Mandy

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