MethodenPlattfisch

Bootsangelei auf Scholle, Butt und Co.

Bootsangelei auf Plattfisch in der Ostsee

Das Angeln auf Platt­fi­sche vom Klein­boot in der Ost­see kann extrem erfolg­reich ver­lau­fen. Beach­tet man eini­ge Grund­sät­ze, ist das Abend­essen für die nächs­ten Tage gesi­chert. Im Fol­gen­den wird Deger Dorsch eini­ge Pra­xis­tipps geben.

Das Angeln vom Klein­boot auf unse­re plat­ten Freun­de wie Schol­le, Flun­der, Klies­che und Co. ist für mich eine der schöns­ten Angel­me­tho­den. Ich fische in der Ost­see mit extrem leich­tem Geschirr, was einer­seits die Biss­an­zei­ge ver­ein­facht und ande­rer­seits einen span­nen­de­ren Drill ver­spricht. Als Ruten nut­ze ich Spinn­ru­ten mir einem Wurf­ge­wicht zwi­schen 20g und 80g. Eine mög­lichst fei­ne Spit­ze ist not­wen­dig, um die Bis­se zu erken­nen. Die Rol­le ist mehr oder min­der uner­heb­lich, sie soll­te dem Meer­was­ser trot­zen und die ver­wen­de­te Schnur auf­neh­men kön­nen. Als Schnur fisch ich in der Regel 15er Gefloch­te­ne. Da die Ange­lei auf Platt­fi­sche in der Ost­see meist in recht fla­chen Zonen aus­ge­übt wird, kann auch mit mono­fi­ler Schnur gefischt wer­den. Mir per­sön­lich gefällt die gefloch­te­ne auf­grund des direk­ten Kon­tak­tes zum Köder und zum Fisch bes­ser. Zum The­ma Mon­ta­gen emp­feh­le ich Euch mei­nen Arti­kel zum The­ma Mon­ta­gen­bau für Natur­kö­der­sys­te­me.


Steinbutt
Stein­butt aus der Ost­see

Als Köder kommt vor allem einer zum Ein­satz: Der Watt­wurm. Pro Haken zie­he ich je nach Wurm­grö­ße ein bis zwei Wür­mer mit der Watt­wurm­na­del auf den Haken. An man­chen Tagen ver­bes­sern sich die Chan­cen auf Fisch, wenn zusätz­lich noch ein hal­ber oder gan­zer Seerin­gel­wurm auf­ge­zo­gen wird. Auch Gar­ne­len (z.B. Tief­see­gar­ne­len mit oder ohne Scha­le aus der Tief­kühl­tru­he im Super­markt) zusätz­lich zum Watt­wurm kön­nen an eini­gen Tagen den ent­schei­den­den Vor­teil brin­gen.

Das Wich­tigs­te ich jedoch Stel­len zu fin­den, an denen die Platt­fi­sche ste­hen. Sand­bän­ke und Misch­grün­de ohne viel Kraut beher­ber­gen in der Regel immer reich­lich Fisch. Vie­le wer­den schon diver­se Sand­bän­ke ken­nen, so auch wir. Wir fah­ren in der Regel die uns bekann­ten Pla­teaus an, drif­ten ein­mal über die Spots und mer­ken uns, bei wel­cher Tie­fe die Bis­se kamen. Bei wenig bzw. kei­ner Drift kann man sich durch­aus immer wie­der drif­ten las­sen oder die Drift mit einem Drift­sack ver­lang­sa­men, aber auch die Ange­lei vom ver­an­ker­ten Boot in der vor­her ent­spre­chend fest­ge­stell­ten Tie­fe macht oft Sinn. Bei aus­blei­ben­den Bis­sen ist es auch immer wie­der hilf­reich alle paar Minu­ten den Köder­lang­sam eini­ge Meter ein­zu­ho­len. Man fischt die Mon­ta­ge dann qua­si halbak­tiv.

Wer­den die Bis­se weni­ger, ein­fach eine ande­re Stel­le mit ähn­li­cher Tie­fe anfah­ren und wei­ter­fi­schen.


Viel Spaß und Erfolg wünscht

Deger Dorsch

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