Flussbarsch (Perca fluviatilis)

Der Barsch – alles zum Thema Angeln auf Barsch

Flussbarsch Elbe bei Hamburg

Barsch aus der Elbe

Der Flussbarsch ist quasi in ganz Europa heimisch, egal ob in Seen, Flüssen, Kanälen, Teichen und im Brackwasser der Ostsee. Barsche stellen wenig Ansprüche an Ihr Wohngewässer, sie sind sehr robust und anpassungsfähig. Am wohlsten fühlen sie sich jedoch in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Man findet die kleinen bis mittelgroßen Flussbarsche meist in Gruppen von 5-10 Fischen z.B. in Ufernähe, in Häfen, an Abbruchkanten, neben Brückenpfeilern und unter Ästen und Booten, eigentlich immer an Plätzen die sie als Deckung nutzen können. Sie rauben meist gemeinsam in stillen und flachen Bereichen nach anderen ”maulgerechten” Fischarten, aber auch kleinere Artgenossen stehen auf dem Speiseplan. Die großen und kapitalen Barsche hingegen, leben meist als Einzelgänger in tieferen Freiwasserzonen, wo sie ebenfalls auf vorbeischwimmende Fische und gelegentlich sogar auf Großkrebse und Artgenossen jagen.


Flussbarsch: Form und Aussehen

Typisch sind seine geteilte Rückenflosse, sowie die schöne rötliche Färbung der Brust- und Bauchflossen. Die beiden Rückenflossen und die Afterflosse sind mit spitzen Stachelstrahlen (Hartstrahlen) ausgestattet. Der gräulich/oliv gefärbte Körper ist von einem schwarzen Streifenmuster überzogen, dabei variiert die Anzahl der Streifen je nach Größe zwischen sechs bis acht senkrechten Streifen. Der Flussbarsch hat kleine feste Schuppen und ein oberständiges Maul mit einen spitzen Dorn am Kiemendeckel.

Barsch: Größe und Wachstum

Der Flussbarsch hat eine durchschnittliche Größe von ca.15-30cm. Die maximale Länge liegt bei ca. 50-60cm, dass maximale Gewicht liegt dann bei ca. 3 Kilogramm. Da Barsche sehr langsam wachsen, erreichen sie bei einem Alter von acht bis zehn Jahren gerade mal eine Länge von knapp 25 Zentimetern. Das max. Alter beträgt ca. 12-14 Jahre.

Lebenszyklus der Barsche

Der Barsch erreicht nach ca. zwei Jahren seine Geschlechtsreife. Er laicht in der Zeit von März bis Mai wenn das Wasser eine Temperatur von ca. 12 Grad erreicht hat. Er befestigt seine gallertartigen Laichschnüre netzförmig im Uferbereich zwischen Pflanzen, Wurzeln, Ästen und Steinen. Die Larven schlüpfen nach ca. 5-10 Tagen und begeben sich daraufhin zur Wasseroberfläche um Ihre Schwimmblasen zu füllen. Sie lassen sich dann von der Strömung in tiefere Wasserschichten abtreiben wo sie sich erst mal von Plankton ernähren. Danach ernähren sie sich hauptsächlich von Würmern, Krebsen, Muscheln, Schnecken und Insektenlarven. Im fortschreitenden Alter beginnen die Jungbarsche andere Fischarten zu jagen und schrecken dabei auch nicht vor Artgenossen zurück. Barsche sind robust und vermehren sich bei optimalen Wasser- und Nahrungsverhältnissen rasend schnell. Ein ausgewachsenes Weibchen kann beim Laichvorgang zwischen ca. 5.000 bis 300.000 Eier ablegen. In machen Gewässer werden sie regelrecht zur Plage. Der Flussbarsch ist ein ausgezeichneter Speisefisch, der wegen seinen hellen, sehr mageren und grätenarmen Fleisch beim vielen Anglern und Köchen sehr beliebt ist.

Tipps zum Angeln auf Barsch

Barsche kann man eigentlich mit allen erdenklichen Natur- und Kunstködern fangen. Bei den Naturködern haben sämtliche Würmer(vor allem Tau- und Mistwürmer) und kleine tote Köderfische um die 5cm klar die Nase vorne, die an einer Posen- oder einer Grundmontage angeboten werden. Als Kunstköder haben sich Spinner, Twister, Gummifische und Wobbler in ca. 5cm bis maximal 10cm bewehrt. Ein ganz heißer Tipp ist, dass man die Kunstköder in Barschfarben oder im Firetiger-Design wählen sollte, das kann manchmal Wunder bewirken.Das Drop-Shot Angeln auf Barsche nimmt einen immer höher werdenen Stellenwert ein. Barsche lassen sich eigentlich das ganze Jahr über wunderbar fangen, die beste Jahreszeit jedoch ist der Herbst. Die Fische beißen eigentlich den ganzen Tag über. Viele Artikel zum Thema hier: Angeln auf Barsch


Barsch in Spanien