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Kathryn Maroun (CAN)

Kathryn Maroun’s Top 10 Liste

Kathryn’s weltweiten Lieblingsspots zum Angeln

Die Kana­die­rin Kath­ryn Maroun ist eine pro­fes­sio­nel­le Ang­le­rin. Sie ist Grün­de­rin und Haupt­dar­stel­le­rin der ame­ri­ka­ni­schen TV Show ‘What a Catch’ und eine der ganz weni­gen Frau­en, die sich offi­zi­ell Flie­gen­fi­schen Aus­bil­de­rin der ‘Fede­ra­ti­on of Fly Fishers’ nen­nen darf. Viel Spaß bei ihrem fol­gen­den Arti­kel und Vie­len Dank, Kathryn!

Kath­ryn in Cos­ta Rica

Je mehr Gedan­ken, Zeit und Arbeit man an die Vor­be­rei­tung für eine erfül­len­de Angel­rei­se inves­tiert, des­to grö­ßer ist die Wahr­schein­lich­keit, dass man eine unver­gess­li­che Erfah­rung erlebt. Eini­ge Din­ge, die man sich gut über­le­gen soll­te sind zum Bei­spiel: Rei­se­part­ner, Zielfisch(e), Bud­get, Jah­res­zeit, Aus­rüs­tung, Sicher­heit, mög­li­che Krank­hei­ten, Gui­des und natür­lich die Desti­na­ti­on. Ich habe auf der gan­zen Welt gean­gelt und dabei eini­ge der begehr­tes­ten Game Fische der Erde gefan­gen und wie­der frei­ge­las­sen. Eine Desti­na­ti­on wird für mich nicht durch die Anzahl der gefan­ge­nen Fische unver­gess­lich, viel­mehr die Erfah­rung, in eine neue Kul­tur ein­ge­taucht zu sein und mehr über glo­ba­le Her­aus­for­de­run­gen gelernt zu haben, bei­spiels­wei­se der Schutz der Flüs­se und Seen. Wie­der zu Hau­se erin­ne­re ich mich an ein Aben­teu­er, nicht an den einen gefan­gen Fisch. Das Essen, die Men­schen, die ande­ren Sicht­wei­sen und die Zeit, die ich am und auf dem Was­ser ver­bracht habe fül­len mei­ne Erin­ne­run­gen und Foto­al­ben genau­so wie die fan­tas­ti­schen Fische, die ich dort fan­gen durf­te. Und bit­te bedenkt: Die Top 10 Lis­te ist ohne Reihenfolge!

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kathryn fishing
…ein­fach traumhaft!

Kathryn Maroun: Meine weltweite Top 10 Liste

1) Die Mongolei

Das legen­dä­re Land des Dschinghis Khan. Die Men­schen hier hei­ßen Ang­ler wie seit Jahr­hun­der­ten herz­lich in ihren Jur­ten (den tra­di­tio­nel­len Zel­ten der Mon­go­len) will­kom­men — “denn einst waren auch sie Reisende”.
Hier ist auch der welt­weit größ­te Forel­len­art behei­ma­tet: der Tai­man. Er beißt an der Ober­flä­che und kann groß wie ein Schul­kind werden!

Nie­mand um mich her­um, nur ich und Kilo­me­ter für Kilo­me­ter Was­ser vol­ler Fische. Gera­de, wenn ich von der Land­schaft auf­ge­so­gen wur­de, und ich dar­an den­ke, in Nord­ame­ri­ka zu sein, erschei­nen die “Throat Sin­gers” sin­gend und tan­zend, wäh­rend ich nach mei­nem per­fek­ten Angel­tag an mei­nem Scotch nippe.

iceland kathryn maroun
…bit­te lächeln

2) Gaspe Quebec Canada

Der Atlan­ti­sche Lachs in glas­kla­rem Was­ser auf Tro­cken­flie­gen. So stel­le ich mir den Him­mel vor.
Die Gas­pe Halb­in­sel ver­läuft an den Küs­ten des gewal­ti­gen Sankt-Lorenz-Strom und ihr Name bedeu­tet “lands end” in Mi´kmaq (Eski­mo Spra­che). Die Halb­in­sel ist leicht an ihrem mar­kan­ten Stein­bo­gen nah der Küs­te zu erken­nen. Die­ses Gebiet lie­ben vor allem zwei Per­so­nen­krei­se: Fahr­rad­fah­rer und Ang­ler. Das Regen­was­ser bahnt sich sei­nen Weg durch das Gestein der Chic-Chocks Moun­ta­ins und nährt die­sen Fluss, des­sen Ufer von wei­ßen Bir­ken gesäumt ist, zu dem wohl glas­klars­ten Lachs­ge­wäs­ser der Welt. So klar, dass die Fische in der Luft schwe­ben zu schei­nen. Ich mag die Wär­me der fran­zö­si­schen Men­schen. Die Män­ner ver­ste­hen es, eine Frau sich beson­ders füh­len zu las­sen und die Damen berei­ten Essen zu — das allein ist eine Rei­se hier her wert.

3) British Columbia

Ich erin­ne­re hier eine unfass­ba­re Diver­si­tät beim Angeln erlebt zu haben, und das an nur einem ein­zi­gen Tag. 20.000 Kilo­me­ter Küs­ten­li­nie, 25.000 Seen und zig­tau­sen­de an Fluss­ki­lo­me­tern ste­hen zur Auswahl.
Auf Dino­sau­ri­er fischen und einen wil­den Stör fan­gen oder mit dem Heli­ko­pter zu einem abge­le­ge­nen Berg­see flie­gen und eine gro­ße Arten­viel­falt erle­ben. Die Land­schaft ist atem­be­rau­bend, aber auch die Shop­ping-Mög­lich­kei­ten dort.

4) North West Territories

Hech­te, Forel­len und die Ark­ti­sche Äsche nörd­lich des 60. Brei­ten­gra­des. Es ist kein Zufall, dass schwer zugäng­li­che Gewäs­ser die größ­ten und schöns­ten Fische behei­ma­ten, und des­we­gen lie­be ich die Ark­tis so sehr. Mei­ne Lei­den­schaft Kunst wird dort durch die ein­hei­mi­schen Stäm­me Dene, die Inu­vi­al­uit und die Kul­tur und Kunst der Metis genährt. Ein­mal konn­te ich einen wirk­lich gro­ßen Hecht lan­den, “Den Wolf des Nor­dens”, denn ein Wolf beob­ach­te­te mei­ne Treiben.

Kath in Island
Kath in Island

5) Japan

Über die Tee-Zere­mo­nie der Japa­ner habe ich schon in der Schu­le viel gelernt und ein Traum wur­de wahr, als ich an einer authen­ti­schen Tee-Zere­mo­nie teil­neh­men durfte.
Mei­ne Angel­aben­teu­er hel­fen mir die Welt mit offe­nen und kla­ren Augen zu sehen. Zum Bei­spiel: Kor­mo­ra­ne, in Nord­ame­ri­ka gehasst und geschos­sen, da Fischer und Ang­ler der Mei­nung sind, dass Kor­mo­ra­ne deren Fische töten wür­den. In Japan wer­den die­se Vögel als Teil der Fami­lie ange­se­hen. Tat­säch­lich hel­fen sie den Men­schen beim Fischen.

Ich besuch­te einen Mas­ter Impe­ri­al Fischer­man des könig­li­chen Haus­halts zusam­men mit sei­nen Vögeln. Er ser­vier­te mir Tee und erzähl­te mir von sei­ner Dynas­tie und sei­nem Leben. Er führt eine 1.300 Jah­re alte Tra­di­ti­on des Kor­mo­ran Fischens am Naga­ra Fluss fort. Wir besuch­ten die Bam­bus­wäl­der und beob­ach­te­ten einen Meis­ter sei­ner Zunft, wie er den Bam­bus erhitz­te, spli­eß­te und mir eine Rute bau­te. Wir fisch­ten dann zusam­men auf wil­de Forel­len hoch im Gebir­ge. Ein unver­gess­li­cher Trip!

6) Mexico

Was kann man an Mexi­ko nicht lie­ben? 500 Fisch­ar­ten. Wäh­le aus groß, noch grö­ßer oder unzäh­li­gen Fischen. Ich habe all die Sen­dun­gen von Natio­nal Geo­gra­phic ange­schaut und habe es genos­sen vom Zuschau­er am TV zum Prot­ago­nis­ten zu wech­seln und die Maya Kul­tur ken­nen zu ler­nen oder mit Wal­hai­en zu tau­chen. Ich wur­de sogar ein­ge­la­den bei einer Fla­mi­ni­go-Baby Auf­fang­sta­ti­on mit­zu­hel­fen und mit­an­zu­pa­cken. Ich lie­be Män­ner in Uni­for­men… die Mariachi Musi­ker sind schon was Besonderes.

7) Argentinien

Argen­ti­ni­en ist der 8. größ­te Staat der Erde und hat eine wun­der­ba­re Tra­di­ti­on des Angelns. Das Gebiet ist rie­sig und die Land­schaft und die Geo­gra­phie vari­iert über­all, dass gar die Anwoh­ner sagen, dass man immer wie­der zurück­keh­ren muss. Mei­ne größ­te Sor­ge ist, dass ich nicht mehr genug Zeit habe, um eine Chan­ce zu haben, all die Spots in Argen­ti­ni­en auf mei­ner Lis­te zu befischen.

Mei­ne prä­sen­tes­ten Erin­ne­run­gen an die­se Ecke der Welt ist, wie wir in klei­nen Ein­schlüs­sen auf Bach­fo­rel­len mit Grass­hüp­fern fisch­ten. Ich kann bis heu­te nicht glau­ben, wie vie­le gro­ße Fische sich in solch klei­nen Gewäs­sern auf­hal­ten kön­nen. Die Angel­gui­des grill­ten Schwei­ne­ko­te­letts, natür­lich am offe­nen Feu­er. Es gab fri­sche Toma­ten, Avo­ca­do und Öl dazu. Da wir den gan­zen Tag an der fri­schen Luft waren und angel­ten hat­ten wir einen Mords­hun­ger, und glaubt mir, das hat fan­tas­tisch geschmeckt. Der leckers­te Wein der Welt wur­de ent­korkt und die Gui­des brach­ten mir den Tan­go bei. Gar nicht so ein­fach in Stie­feln und Wathosen…gar nicht davon zu spre­chen, dass wir natür­lich auch kei­ne Musik hatten.

8) Der Indische Ozean

gt maroun
Kath­ryn released einen GT

Mit­ten in die­sem Oze­an, gar fern von Mada­gas­car, liegt eine Insel namens St. Bran­dons.

Leben und Angeln vom Schiff, ein wirk­lich tol­les Aben­teu­er! Jeden Mor­gen wur­de das Mut­ter­schiff ver­las­sen um auf extrem har­ten san­di­gen Flats mit­ten in die Schwär­me wahr­haft dum­mer Fische hin­ein­zu­spa­zie­ren. Die­se Fische sind völ­lig uner­zo­gen und ken­nen die Gefahr Ang­ler nicht. Per­fekt für jeden, der im Stuhl sit­zen möch­te und Mas­sen von Fisch fan­gen möch­te. Das Schöns­te für mich, neben dem fan­tas­ti­schen Fischen, war und ist jedoch die Vogel­welt. Die Vögel auf St. Bran­don sind wie die Fische: Sie haben kei­ner­lei Angst vor dem Men­schen. Park­tisch, dass ich es lie­be, Vögel zu beobachten.
Nicht zu ver­ges­sen ist die Rück­kehr in die Zivi­li­sa­ti­on als ich den Kom­fort von Mau­ri­ti­us erle­ben durf­te, Mau­ri­ti­us hat sich bei mir jedoch einen neu­en Namen ver­dient: Deli­zi­ös nen­ne ich die­se Insel seit­her. Klei­ner Tipp am Ran­de: Die Prei­se für die hand­ge­mach­ten Tep­pi­che sind unglaub­lich. Hat­te ich erwähnt, dass ich hier auch einen rie­si­gen Giant Tra­vel­ly (GT) im seich­ten Was­ser fan­gen konn­ten, den ich gese­hen und ange­wor­fen hatte?

9) Costa Rica

Sailfi­sh an der Flie­ge! Das müsst Ihr Euch anschau­en (Video gleich hier­hin­ter)! Cos­ta Rica bedeu­tet über­setzt: Rei­che Küs­te. Es ist ein rie­si­ger Natio­nal­park, der sich inter­na­tio­na­ler Beliebt­heit und Aner­ken­nung durch Öko­lo­gen aus aller Welt erfreut. Die bio­lo­gi­sche Viel­falt hier ist noch sehr “reich”. Das Meer sieht aus wie ein Dschun­gel. Bill­fi­sher­men schät­zen, dass man hier am Tag min­des­tens 20 Mög­lich­kei­ten hat, einen Sailfi­sh oder Mar­lin zu fan­gen. Der Natio­nal Geo­gra­phic nennt die­ses Gebiet “den öko­lo­gisch auf­re­gends­ten Platz der Erde”.

10) Brasilien

Wann ist ein Barsch kein Barsch? Natür­lich, wenn es ein Bunt­barsch ist. Pae­cock Bar­sche haben vie­le der Eigen­schaf­ten, die auch die uns bekann­ten Barschar­ten haben: Ein klaf­fen­des Maul und die Lie­be zu an der Ober­flä­che geführ­ten Pop­pern. Aber auch sie sind von der Art Fisch, die lern­fä­hig sind. Die­se Qua­li­tä­ten und ihr schö­nes Äuße­res machen sie zu einem wun­der­vol­len Angel­fisch. Ich hat­te die Ehre, einen wah­ren Gigan­ten die­ser Art zu lan­den, einen Temen­sis. Ich nahm mir auch Zeit, die ich nicht mit dem Flie­gen­fi­schen ver­brach­te. Ich sah mir an, wie Kau­tschuk her­ge­stellt wird und wie Men­schen ohne Ras­ter leben.

Ich bin noch vie­len ande­ren Orten der Welt ver­fal­len, aber ich wur­de nach nur zehn gefragt, und dabei sind eben die­se her­aus­ge­kom­men. Bon­e­fi­sh Char­lie, bit­te ver­gib mir, Dich hier raus­ge­las­sen zu haben. Er wür­de wohl sagen “Vie­le Men­schen wis­sen nicht genug um zu wis­sen, dass sie nichts wis­sen.” Und mit die­ser Ein­stel­lung bege­he ich mei­ne Angel­aben­teu­er. Ich den­ke zwar immer, dass ich weiß, in was ich mich da bege­be, aber eigent­lich weiß ich das nie vor­her. Der Arti­kel ist fer­tig und das nächs­te Aben­teu­er steht an: Am Frei­tag geht es nach Island!

Vie­len Dank Kath­ryn! Über “likes” und Kom­men­ta­re wird sie sich freu­en! Mehr Berich­te von Kath­ryn fin­det Ihr in “Fema­le Fishing”.

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4 Kommentare

  1. Kath­ryn, the ladies of Cana­da can get it !!! Flo­ri­da woman and woman from New Eng­land can fish out of boats at com­pe­ti­ti­on fishing… you might need a 3 day tour­na­ment for Tuna, Sails Mar­lin Mahi Mahi etc etc. for a $ 250k pur­se.. Out of Fl.
    East coast Mari­nas or Baha­mas I’ll keep you infor­med on the woman only ang­ler tour­na­ments. Then we’ll see what you are made out of. lol

  2. Thank you for sup­port­ing women in the sport by hel­ping us tell our sto­ries. My top 10 list should be a top 20 list. I have many, many places I love to fish that are not shown here. Per­haps I need to wri­te a book to include them all.

    1. You are always wel­co­me Kath­ryn! Loo­king for­ward to your next adventure..
      Rent a hut in Ice­land, wri­te your book and send me an Ama­zon link when you are done 😉

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