Stint (Osmerus eperlanus)

Der Stint – mehr zum Thema Angeln auf Stint

Stint aus Hamburg-Altengamme

Stint aus Hamburg-Altengamme

Der Stint gehört zur Familie der Salmoniden, der Stint ist in den Küstengewässern Europas von der Ostsee bis zur Biskaya beheimatet. Bei uns in Deutschland lebt er in der Nord- und Ostsee und deren Zuflüssen. Zum Laichen ziehen die Stinte dann in die Süßwasserzuflüsse wie z.B. die Elbe.

Form und Aussehen der Stinte

Stinte haben lange, schlanke Körper die seitlich ein wenig abgeflacht sind. Sie haben einen leicht durchscheinenden, transparenten Körper.  Der Rücken und die Seiten sind graugrün bis rosa, die Flanken silbrig glänzend. Die Schwanzflosse hat einen dunklen Rand. Der Stint hat einen starken Eigengeruch, der an frische Gurken erinnert.

Größe der Stinte

Stinte werden in der Regel 10 bis 20cm groß, in Ausnahmefällen auch mal 30cm. Stinte können bis zu sechs Jahre alt werden. Mit einer Größe von 10-15 cm werden die Stinte bei einen Alter von 3-4 Jahren geschlechtsreif.

Stint: Der Lebenszyklus

Zum Laichen sammeln sich die Stinte in riesigen Schwärmen und wandern in die Unterläufe der großen Flüsse ein, um hier über sandigen Gründen abzulaichen, wie z.B. in der Elbe. Dies geschieht in der Regel Ende Februar bis Mitte März, wenn das Wasser über 9 Grad Celsius warm ist. Ein Stintweibchen kann bis zu 40.000 Eier legen. Nach dem Ablaichen kommt es oftmals zu Massensterben. Die Jungstinte schlüpfen nach ca. 3-5 Wochen und wandern dann im Sommer wieder in die Nord- und Ostsee ab. Die Stinte ernähren sich vor allem von kleinen Planktonkrebsen, Bodentieren und auch Jungfischen der eigenen Art.

Tipps zum Angeln auf Stint

Den Stinten wird während sie in den großen Flüssen wie der Elbe sind, mit Heringspaternostern nachgestellt. Wer mit Heringspaternoster auf Stinte in der Elbe fischt muss wissen, dass nicht mehr als 2 Haken pro Paternoster erlaubt sind. Die fertig gebundenen Paternoster, die man in den meisten Angelgeschäften kaufen kann haben in der Regel 5 Haken, in der Elbe sind aber nur zwei erlaubt! Um die Fängigkeit zu erhöhen, sollte man Paternoster verwenden, deren Haken mit Fischhaut, Federn und- oder Perlen verziert sind.

Obwohl der Stint ein recht kleiner Fisch ist, ist er als Speisefisch sehr beliebt und geschätzt. Der Kopf wird hierbei für gewöhnlich entfernt, der Schwanz und die Gräten hingegen nicht, da sie ausgesprochen zart sind, es gibt aber auch Leute, die den Stint mit Kopf und Gedärmen zubereiten. Gegessen wird Stint meist mit der Hand. Er wird bei uns in Norddeutschland traditionell in Roggenmehl gewendet und anschließend in Butter und Speck gebraten. Als Beilage dienen Bratkartoffeln und lauwarmer Kartoffelsalat. Der Stint wird auch geräuchert oder wie Brathering sauer eingelegt angeboten. Einen Artikel mit Tipps zum Thema: Angeln auf Stint


Stintfang