Atlantischer Lachs (Salmo salar)

Der Atlantische Lachs

Lachs aus der Ostsee vor Rügen

Lachs aus der Ostsee vor Rügen

Der Atlantische Lachs ist in Deutschland noch recht selten, daher steht er auch in den meisten Bundesländer ganzjährig unter Naturschutz und darf nicht beangelt werden. Seit wenigen Jahrzehnten haben es sich viele Angelvereine und Angelverbände zur Aufgabe gemacht den Atlantischen Lachs in unseren Gewässer wieder zu renaturieren, wie z.B. durch den gezielten Besatz oder das Errichten von Fischtreppen.

Form und Aussehen des Lachses

Der Atlantische Lachs hat einen grünlichgrauen Rücken, die Seiten sind silbrig und der Bauch ist weiß. Dies ändert sich aber sobald sich der Atlantische Lachs auf die Wanderung begibt. Während dessen nimmt er keine Nahrung mehr auf und zehrt von seinen Fettreserven. Das „Hochzeitskleid“ des Lachses ist sehr farbenfroh: Der Rücken verfärbst sich dunkelblaugrün, die Seiten werden von oben nach unten bläulich aufhellend und der Bauch wird orangerot mit dunkelgelben Randpartien. Über den ganzen Körper bekommt die Salmonide schwarze Punkte und am Kopf Rote. Eines der markantesten Merkmale ist der „Laichhaken“ (nach oben gebogener Unterkiefer).

Unterschiede zwischen Lachs und Meerforelle

Der Atlantische Lachs ähnelt sehr stark der Meerforelle, lässt sich aber in fünf Merkmalen unterscheiden:
–         Der Kiemendeckel des Lachses ist eher Rund und der der Meerforelle läuft spitz zu
–         Bei der Meerforelle ist die Schwanzflosse gerade, bei dem Lach ist diese hingegen eingebuchtet
–         Beim Lachs ist die vordere Platte des Pflugscharbeins nicht bezahnt
–         Beim Lachs ist die Maulspalte bis hinter das Auge gespalten
–         Die Meerforelle mehr X-Punkte als der Lachs

Der Lachs: Größe und Wachstum

Der Atlantische Lachs kann  bis zu 1,5 Meter groß werden, wobei diese Größe nur den männlichen Lachen vorbehalten ist, weibliche Lachse werden bis zu 1,2 Meter groß. Die schwersten gefangenen Lachse haben ein Gewicht bis zu 40 Kilogramm erreicht.

Lebenszyklus des Lachses

Im Spätherbst beginnen die Lachse ihre Wanderung in Richtung der Oberläufe von Flüssen in Europa und Nordamerika. Der Salmonide bevorzugt als Laichplatz einen Kiesuntergrund in klarem und nicht zu schnell fließenden Bachläufen. Der weibliche Lachs schaufelt mit seiner Schwanzflosse eine bis 1,5m große Laichgrube. Die Männchen halten sich unterdessen in direkter Nähe auf und bieten sich unerbittliche Kämpfe um die Befruchtung der Eier. Hat ein männlicher Lachs sich dann durchgesetzt, beginnt das eigentliche Laichgeschäft, welches mehrfach durch weitere Kämpfe mit anderen Kontrahenten unterbrochen wird, in dieser Phase kann es dann auch zu Partnerwechseln führen. Letztlich legt das Weibchen bis zu 30.000 Eier mit einer Größe von 5-7mm ab. Nach dem Laichgeschäft verendet ein Großteil der Lache vor Erschöpfung.
Nach dem Schlüpfen verbringen die jungen Lachse ein bis zwei Jahre in der Gegend ihrer Geburt, bis sie sich dann auf die Lange Wanderung ins offene Meer wagen.
Mit fünf bis sieben Jahren entwickeln sich dann die Keimdrüsen des Lachses und er beginnt wieder mit der Laichwanderung.

Tipps zum Angeln auf Lachs

Für das Angeln auf Lachs werden in der Regel die folgenden Köder verwendet: Fischfetzen, Spinner, Blinker, Streamer, Fliegen, Köderfisch, Wobbler, Fliege.
Für das Fischen im offenen Meer werden gute Fänge von der Brandung aus verzeichnet, jedoch ist das Fischen auf Lachs vom Boot aus erfolgsversprechender. Eine gute Trolling-Geschwindigkeit hierfür liegt zwischen 3 km/h bis 5 km/h, hierbei sollte der Köder in einer Tiefe von 2 Meter bis max. 10 Meter angeboten werden. Um mit mehreren Angeln einen größeren Bereich abzufischen zu können, empfiehlt sich der Einsatz von Scherrbrettern sogenannte Sideplaner.
Die jüngeren Lachse in den Flüssen haben Insektenlarven und Kleinfische auf ihren Speiseplan und sind demnach gut mit Fliegen Streamer oder auch kleinen Kunstköder zu fangen.
Aber wie aber schon erwähnt ist der Atlantische Lach in Deutschland noch sehr selten und sollte demnach mit Bedacht befischt werden. Hierfür gibt es weitaus bessere Reviere wie z.B. Norwegen oder Alaska, die über einen weitaus stabiler Bestand Verfügen.