Aal (Anguilla anguilla)

Der Aal – alles zum Thema Angeln auf Aal

Stattlicher Aal aus der Elbe

Stattlicher Aal aus der Elbe

Bei den in unseren Gewässern beheimateten Aal handelt es sich um den europäischen Aal, er gehört der Familie der Flussaale an und ist in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika verbreitet. überall dort wo eine Wasser-Verbindung zum Atlantik besteht. Er kommt in jeder Art von Gewässern vor und kann sowohl im Salz- und in Süßwasser leben. Aale sind in der Dämmerung und in der Nacht ganz besonders aktiv. Sie ernähren sich vorwiegend von Würmern, Krebsen, Krabben, Insektenlarven, Fischlaich und Fischen. Kleinfische werden aktiv im Mittelwasser und an der Wasseroberfläche gejagt. Der Aal kommt in unseren Gewässern in zwei Unterarten vor: Die erste ist der Spitzkopfaal, mit schmalem Kopf und spitz zulaufender Schnauze, der sich vorwiegend von Krebsen usw. ernährt und die zweite ist der Breitkopfaal, mit breitem Kopf und breiter Schnauze, der sich vorwiegend von Fischen ernährt. Beide Arten leben nebeneinander in den gleichen Gewässern, wobei die prozentuale Verteilung auf die beiden Formen ausschließlich von dem vorherrschenden Nahrungsangebot abhängt.

Form und Aussehen des Aals

Der Aal hat einen schlangenförmigen, langgestreckten Körper. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgängigen Flossensaum. In der dicken Haut sind sehr kleine Rundschuppen eingebettet, die man aber eigentlich nicht sieht. Er hat ein oberständiges Maul. Die Färbung auf der Oberseite kann zwischen schwarz, silbrig und grün schwanken, die Unterseite von gelb bis weiß variieren kann.

Größe und Wachstum des Aals

Die erwachsenen Weibchen können bis zu 150 cm lang und 6 kg schwer werden, die Männchen hingegen werden nur ca. 60 cm lang. Solche Größen werden jedoch extrem selten erreicht, aber es werden immer wieder Exemplare mit der Angel gefangen, die deutlich die Metermarke durchbrochen haben.


Der Aal und sein Lebenszyklus

Der Aal ist ein sogenannter “katadromer Wanderfisch“, was bedeutet, dass er mit erreichen der Geschlechtsreife von seinen eigentlich beheimaten Gewässern an einen bestimmten geografischen Punkt in die Sargassosee im Atlantik, unweit der Bahamas abwandert, um dort in bis zu 2000m tiefen Wasser zu laichen. In der Sargassosee paaren sich die Tiere dann (wird vermutet, ist bislang nicht erwiesen), laichen ab und sterben daraufhin. Die kleinen weidenblattförmigen Aallarven schlüpfen im Atlantik und brauchen bis zu drei Jahre um wieder die europäischen Küsten und Flüsse zu erreichen. Wieder in europäischen Gewässern angelangt fressen und wachsen sie bis zu dem Punkt, wo ihr Instinkt sie wieder auf die Reise zur Paarung in die Sargassosee schickt. Leider ist der europäische Flussaal vom Aussterben bedroht. Forscher gehen davon aus, dass es diesen Fisch in 20 bis 30 Jahren in europäischen Gewässern nicht mehr geben wird.
Der Aal ist ein sehr beliebter Speisefisch. Aufgrund seines hohen Fettgehaltes eignet er sich besonders gut zum Räuchern. Er wird aber auch gerne gebraten oder gekocht serviert. Als Spezialitäten gelten in Deutschland auch „Aal in Gelee“, „Aal grün“ und die Hamburger Aalsuppe die als Zutat Räucheraal enthält.

Tipps zum Angeln auf Aal

Den Aal kann man in der Nord und Ostsee beim Brandungsangel mit Tauwürmern, Wattwürmer, Seeringelwürmern, Garnelen, Krebsfleisch und Fischfetzen fangen. Im Süßwasser kann man Aale beim Posen- und Grundangeln fangen. Wobei die meisten Aale jedoch beim Grundangeln gefangen werden. Auch hier sind Würmer (vor allem Tauwürmer), Bienemaden und tote Köderfische bzw. Köderfischfetzen die besten Köder. Es gibt auch jede Menge Lockstoff, womit man seine Köder besprühen kann, die können manchmal wahre Wunder bewirken. Behauptungen zufolge kann man Aale nur in der Dämmerung und beim Nachtangeln fangen, was aber völliger Quatsch ist. Gerade in den großen Flüssen wie z.B. die Elbe kann man sie auch wunderbar am Tag fangen, sogar bei Sonnenschein. In tidenabhängigen Flüssen hat sich herausgestellt, dass die Aale beim Tidenwechsel von ablaufend zu auflaufen und beim auflaufenden Wasser am besten beißen. Die besten Fangmonate sind von Mai bis Ende September. Viele Artikel zum The hier: Angeln auf Aal