Flunder (Platichthys flesus)

Die Flunder – alles zum Thema Angeln auf Plattfisch

Erfolg in der Brandung: Schöner Plattfisch

Erfolg in der Brandung: Schöner Plattfisch

Die Flunder ist ein Plattfisch und eine Unterart der Scholle, welche in den Küstengewässern Europas beheimatet ist. Der Lebensraum der Flunder erstreckt sich vom Weißen Meer, entlang der Küste Norwegens, in Nord- und Ostsee, rund um die Britischen Inseln, entlang bis zur Ägäis. Sie ist ebenfalls im Schwarzen Meer und an der Atlantikküste Marokkos beheimatet. Bevorzugt hält sich die Flunder im Brackwasser, Flussmündungen, Fjorden und Buchten auf, verträgt aber auch Süßwasser.

Form und Aussehen der Flunder

Die Flunder hat einen stark abgeflachten stromlinienförmigen Körper und einen kleinen Mundspalt. Die Augen der Flunder liegen beide auf der Seite, größtenteils auf der Rechten. Die Oberseite der Flunder ist grünlich oder bräunlich und mit kleinen schwarzen oder auch gelben Flecken übersäht, hin und wieder trägt die Flunder auch orangefarbene Flecken auf ihrer Oberseite. Die Unterseite der Flunder ist weiß. Der ganze Körper ist mit kleinen rauen Schuppen bedeckt.

Flunder: Größe und Wachstum

Flundern werden bis zu 60 cm groß und können bis zu 3 kg schwer werden. Die Durchschnittsgröße der Flunder liegt bei 20-30 cm. Als Beispiel wiegt eine 7-8 Jährige Flunder ca. 1 kg bei einer Größe von ca. 40 cm.

Lebenszyklus der Flundern

Je nach Region verschieben sich die Laichzeiten der Flunder, so laicht sie in der südlichen und südöstlichen Nordsee von Februar bis Mai. Im nördlichen Norwegen hingegen von April bis Juni. Zum Laichen zieht es die Flundern ausschließlich an die Meeresküsten. Wandert eine Flunder einmal, zum laichen einen Fluss ab, kehrt sie nicht wieder zurück. Die geschieht bei den Weibchen ca. im 4. Lebensjahr. Bei den Männchen ein wenig früher. Beim Laichen legt ein Weibchen bis zu 2 Millionen Eier im Tiefen Wasser ab. Die Eier haben eine Durchschnittsgröße von 0,8-1,4 mm. Die Eier der Brackwasserflundern sind in der Regel größer. In Regionen mit einem Salzgehalt > 1 Promille schweben die Eier im Wasser.

Es dauert etwa eine Woche bis die Larven bei einer Temperatur von ca. 10°C schlüpfen. Eine Larve ist dann etwa 3mm lang. Der Lebensraum der frisch geschlüpften Larven ist die festlandferne Hochsee. Die Metamorphose der Flunder setzt bei einer Größe von 7-10 mm ein, in dieser Zeit wandert das Auge der Blindseite auf die Oberseite der Flunder. Auf dem Speiseplan der jungen Flundern stehen winzige Krebstiere und Plankton.

Die Flunder ist ein äußerst schmackhafter Fisch, der in vielen verschiedenen Variationen zubereitet werden kann.

Tipps zum Angeln auf Flunder

Für das Angel auf Flundern eignen sich zum einen das Angeln von der Brandung, als auch die Bootsangelei! Bei der Bandungsangelei werden sogenannte Brandungsvorfächer verwendet. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen die beiden Haken eines Vorfaches mit 1-2 Wattwürmern und zum Schluss mit einem Seeringelwurm zu bestücken. Da der Seeringler weitaus fester ist, hat dieser eine Art Stopperfunktion und halt somit die Köder länger am Haken. Es empfiehlt sich mit zwei Ruten zu angeln und zunächst die Flundern zu finden, d.h. die Ruten auf unterschiedliche Weiten zu werfen und dann alle 10-15 min die Ruten wieder ein Stück weg einzuholen, bis man die kleinen Freunde endlich gefunden hat. Flundern treten meist in Scharen auf.

Bei dem Angeln vom Boot gestaltet es sich ähnlich, nur das nicht die Entfernung sondern die richtige Tiefe gefunden werden muss, in der sich gerade die Flundern aufhalten, in Küstenregionen haben sich bei uns Fangtiefen von 3-15 m bewährt. Als Montage haben sich sogenannte Nachlaufmontagen bei als sehr fängig erwiesen.

Des Weiteren ist bei der Bootsangelei, das Angeln mit einem Buttlöffel an einer Mittelschweren Spinnrute sehr fängig. Die Flunder an sich ist ein ausgesprochen neugieriger Fisch. Der Buttlöffel mit seiner speziellen Form verleiht dem Köder eine gewisse Köderführung die von den Flundern nur schwer ignoriert werden kann. Tipps und Allgemeines zum Thema Angeln auf Scholle, Flunder und Co.