Nays DRV 65 – ein ordentlicher Happen für Herbst- und Winterzander
Wenn die Tage kürzer werden, dürfen die Zanderköder bei uns gerne eine Nummer größer ausfallen. Der Nays DRV 65 passt mit seinen 16,5 cm genau in dieses Beuteschema: ein ordentlicher Happen mit Volumen und einer ausgeprägten rollenden Bewegung. Besonders interessant wird das in strömungsärmeren Flussbereichen, Hafenbecken oder Seen in denen du deinen Köder langsam und kontrolliert anbieten kannst.
Mehr Körperbewegung bei wenig Tempo
Beim DRV 65 arbeitet nicht nur der Schaufelschwanz. Der Körper rollt seitlich mit und präsentiert dabei abwechselnd seine Flanken. Diese Bewegung bleibt auch bei langsamer Führung erhalten. Genau das macht ihn für Situationen spannend, in denen du einen größeren Köder anbieten möchtest, ohne ihn zügig durch den heißen Bereich jiggen zu müssen. Selbstverständlich kann man den DRV 65 aber auch klassisch durch Strömungsbereiche jiggen, wenn man möchte.
Zanderangeln in strömungsärmeren Flussbereichen
Im Herbst und Winter lohnt sich der Blick auf Bereiche abseits der harten Hauptströmung. Tiefe Buhnenfelder, ruhigere Außenbereiche einer Strömungskante oder Hafenbecken können interessant sein. Entscheidend bleibt, ob sich dort Futterfische und Zander aufhalten. Weniger Strömung allein macht noch keinen guten Platz.
Für den DRV 65 sind solche Bereiche wie gemacht, weil du sein Volumen mit einem vergleichsweise leichten Kopf kombinieren kannst, sofern Tiefe und Schnurbogen das zulassen. Du brauchst dann weniger Gewicht, um den Köder in Grundnähe zu halten. Das eröffnet Spielraum für eine ruhigere Präsentation.
Große Köder langsam und kontrolliert führen
Mit dem DRV 65 musst du keine hohen Sprünge produzieren. Als Ausgangspunkt bieten sich kurze Bewegungen über die Rolle an: Grundkontakt aufnehmen, den Köder mit wenigen ruhigen Kurbelumdrehungen anlaufen lassen und anschließend kontrolliert absinken lassen. Wie viel Aktion nötig ist, hängt vom Platz und der Reaktion der Fische ab.
Wichtig ist, „langsam“ nicht mit fehlender Kontrolle zu verwechseln. Wenn du nicht mehr erkennen kannst, wann der Köder unten ankommt, solltest du das Kopfgewicht oder den Wurfwinkel verändern. Ein etwas schwererer Kopf kann sinnvoller sein als eine vermeintlich perfekte Schwebephase, bei der du jeden Kontakt verpasst.
Auch gleichmäßiges Einleiern knapp über dem Grund ist einen Versuch wert. Das gilt besonders für Strecken, auf denen häufiges Aufsetzen ständig Hänger bringt. Lass den DRV 65 auf Tiefe kommen und führe ihn mit möglichst gleichmäßigem Tempo durch den heißen Bereich. Kurze Unterbrechungen helfen dir, die Grundnähe erneut einzuschätzen.
Nicht nur bei kaltem Wasser einen Versuch wert
Seinen Schwerpunkt sehen wir beim DRV 65 klar im Zanderangeln im Herbst und Winter. Trotzdem gehört ein 16,5‑cm-Köder nicht automatisch im Frühjahr oder Sommer aus der Box. Wenn die Zander größere Beutefische jagen, kann dieses Format auch bei wärmerem Wasser passen.
Jigkopf und Rute auf den DRV 65 abstimmen
Mit 26,8 g Eigengewicht bringt der DRV 65 bereits ohne Jigkopf einiges auf die Waage. Rechne deshalb beim Zusammenstellen deines Tackles immer das komplette Ködergewicht. Mit der DaF Z‑Eins lässt sich der DRV 65 mit allen gängigen Jig-Gewichten sehr gut fischen. Für die Hakengröße nennt Nays 5/0 und 6/0 als Orientierung. Wir fischen lieber 4/0 er Haken, wenn sie einen weiten Hakenbogen haben.
Technische Daten
| Eigenschaft |
Nays DRV 65 |
| Länge |
ca. 16,5 cm |
| Eigengewicht |
26,8 g |
| Packungsinhalt |
3 Stück |
| Jig-Hakengröße laut Hersteller |
4/0 oder 5/0 |
| Material |
Phthalatfreie Gummimischung |
| Aktion |
Ausgeprägte rollende Körperbewegung mit Schaufelschwanz |
| Einsatz |
Zanderangeln, besonders im Herbst und Winter |