Finesse Rigs: Dropshot-Rig, Texas-Rig, Florida-Rig, Carolina-Rig und Wacky-Rig

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie Eric, Montagen / Rigs
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Veröffentlicht am Dezember 27, 2013 , derzeit Keine Kommentare

Finesse Rigs – Wenn der Jigkopf an seine Grenzen stößt

Der beste Spot für Barsch, Zander und Co. ist voller Laub? Oder gar ein versunkener Baum erschwert das Fischen? Die Fische attackieren gejiggte Gummis nur zaghaft und wollen nicht so richtig? Alle Räuber stehen konzentriert auf einem kleinen Fleck in eurem Gewässer und ihr wollt euren Köder genau dort präsentieren und ihn nicht nur schnell durchjagen? Alles kein Problem mehr, mit modernen Techniken aus Übersee gibt es für jeden Typ, für jeden Fisch und jeden Spot das passende Rig! Ich versuche hier mal, Euch den Aufbau und die Vorteile der verschiedenen Montagen simpel zu präsentieren und zu erklären. Ausprobieren müsst Ihr sie natürlich selbst!

Dropshot Rig

Das Dropshot Rig gehört inzwischen zum grundlegenden Know How eines Spinnfischers. Das Prinzip ist einfach: Die Kombination aus einem Gewicht, dass den Köder nach unten bringt und ihn dort halten soll und dem „schwerelos“ über Grund präsentierten Köder soll eine leichte Beute darstellen. Durch die Trennung von Köder und Gewicht wird Barsch, Zander & Co. das Einsaugen des verwendeten Softbaits erleichtert, selbst wenn die Drift, Strömung oder Tiefe schweres Geschütz erfordern. Der Köder wird wahlweise am Offsethaken oder an einem Einzelhaken angeboten. Beim Fischen an Stegen, im Kraut und anderem hängerträchtigen Terrain empfiehlt sich die Verwendung von Offsethaken, ansonsten bringt ein einfacher Einzelhaken gute Resultate. Der Köder wird hier jedoch nicht wie auf einen Jig aufgezogen, sondern lediglich per „Nosehooking“ befestigt. Für das Dropshotten eignen sich am besten schlanke No-Action Köder wie kleine Softjerks, Würmer oder Creature Baits. Zur Befestigung des Hakens eignen sich am besten der Palomar-, sowie der gedrehte Blutknoten. Wichtig ist dabei, dass die Hakenspitze stets nach oben stehen sollte.

Texas-Rig

Das T-Rig besteht aus einem Durchlaufgewicht, wahlweise aus Blei, Stahl oder Tungsten (Wolfram), optional einer Glasperle und einem Gummiköder am Offsethaken. Die Vorteile dieser Montage liegen in der Trennung von Gewicht und Köder, dem Klickgeräusch bei Verwendung einer Glasperle und der weitgehend kraut- und hängerfreien Köderpräsentation. Das Hauptgewicht, genannt „Bullet“ aufgrund der Form, die einem Projektil gleicht, läuft frei auf dem Fluorocarbonvorfach und sitzt während des Fischens direkt vorm Köder. Nutzt man eine Glasperle, die zwischen Bullet und Köder auf dem Vorfach sitzt, erzeugt diese beim Anjiggen des Rigs ein Klick-Geräusch, welches zum Beispiel Barsche reizen kann. Zusätzlich kann man Gummistopper nutzen um das Bullet am Köder zu fixieren. Dies verbessert die krautfreie Präsentation und ermöglicht das Fischen selbst in dichtem Geäst. Fixiert man das Bullet am Köder, sollte auf eine Perle verzichtet werden.


Texas-Rig

Texas-Rig

Das Florida-Rig, Einigen vielleicht ein Begriff, ist nichts anderes als ein für das Fischen im Cover fixiertes T-Rig. Hierbei kommen schwere Bullets zum Einsatz, die mit einem Zahnstocher, einem Gummischlauch oder Stopper fixiert werden. Je nach Führungsweise eignen sich für das Texas- und das Florida Rig Action- und No Action Shads, Softjerks, Worms, Creature Baits aller Art und sogar Tubes.

laufen auch super... Creaturebaits

laufen auch super… Creaturebaits

Carolina Rig

Das Carolina-Rig unterscheidet sich vom Texas-Rig durch den Abstand von Bullet und Köder. Hierbei läuft das Bullet samt Perle auf einem Fluorocarbonvorfach, welches an einem Wirbel endet, von dem ein beliebig langes Vorfach abgeht, an dem sich der Köder befindet. Die Länge des Vorfachs wählt man nach Belieben, hier gilt es zu testen, was die Barsche oder Zander wollen! Besonders geeignete Köder: Alles was auf den Haken passt! Shads, Softjerks, Krebse, Worms etc. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Ganz mutige Menschen montieren sogar kleine Hardbaits am C-Rig, um sie auf Tiefe zu bringen! Zu beachten ist beim C-Rig, dass durch die Länge des Vorfachs zwischen Bullet und Köder die Übertragung von Attacken und Bissen leiden kann. Je länger der Abstand von Gewicht zum Köder, desto schwieriger wird es, Bisse zu erkennen, wenn diese nur vorsichtig erfolgen.

C-Rig

C-Rig

Wacky-Rig

Das Wacky Rig ist eine Präsentationsart speziell für Gummiwürmer und Stickbaits wie den Senko von Gary Yamamoto, einer der populärsten und besten Softbaits in der Schwarzbarschszene. Der Name stammt aus dem Englischen: „wacky“ bedeutet verrückt. Und genau so spielt ein Gummiwurm an diesem „Rig“. Dabei wird der Wurm einfach mittig auf einen Einzelhaken oder Jigkopf aufgestochen und durch schütteln und anjiggen animiert. Das Ganze funktioniert nicht nur bei Würmern, sondern natürlich auch bei schlanken No Action Shads oder schlanken Creature Baits.

Wacky-Rig

Wacky-Rig

Was tun, wenn alle Rigs nicht helfen?

Sollten alle hier genannten Montagen nicht helfen, Hängerfrei zum Fisch zu kommen, hilft nur noch das einfachste „Rig“ überhaupt: Ein unbeschwerter Softbait am Offsethaken. Am besten eignen sich wurmartige Köder wie die Keitech Sexy Impacts oder Yamamoto Senkos, die mit versenkter Hakenspitze ohne Bullett, Jig, Bellyweight oder Sonstiges ins Hindernis gefeuert werden. Diese setzen sich, korrekte Montage vorrausgesetzt, nicht fest und lassen sich bei leichtem Widerstand mit behutsamen Bewegungen der Rute freizuppeln. Trotz allem sollte bei der Fischerei im Geäst beachtet werden, dass man nie genau weiß, wer anbeißt und die Rute, Schnur und Rolle auch stark genug sein sollten, um auch dicke Räuber sicher aus seinem Unterstand zu ziehen, selbst wenn dieser sich stark wehrt.

Finesse-Baits

Finesse-Baits

Bis demnächst Euer Eric

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