News: Freibad als Angelteich? PETA zeigt Angler an – Fischbestände der Ostsee sollen sich erholen

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie Angel-News
Tags / Schlagworte: :

Veröffentlicht am Oktober 25, 2013 , derzeit Keine Kommentare

Freibäder als Angelteich?

Angelnews. Manfred Abels, Ratsherr, hat einen irren Plan: Freibäder, die im Winter nicht von den Bürgern genutzt werden können, könnten im Winter als Angelteich genutzt werden. Forellanangeln am Freibadbecken? „Um die Kapazitäten voll auszunutzen, könnte man z.B. die Freibäder in Lörrick oder Flingern in Düsseldorf zu Anglerparadiesen machen!“ Es hört sich wie ein Aprilscherz an, ist in Drunen, einem Ort in den Niederlanden, bereits jedoch schon lange Gang und Gäbe. Vor und nach der Badesaison könnten die großen Becken als Forellenteich genutzt werden. „Warum sollte das, was in Holland möglich ist, nicht auch hier funktionieren. Allen Skeptikern sei gesagt: Geht nicht, gibt’s nicht. Wir sollten uns bei dem Betreiber informieren und darüber in den Ausschüssen diskutieren.“ Doch Gegenwind ist schon da: Dieter Wiese, Vorsitzender des Sport Angler Clubs Düsseldorf, ist klarer Gegner dieses kühnen Plans. Würde man an einem Schwimmbecken angeln, so verliere der Angelsport seinen Reiz. Keine Natur und Atmosphäre könnte bei solch einer Angelei entstehen. Außerdem hat Dieter Wiese seine Zweifel, ob man Forellen in solchen Becken artgerecht halten könne. In den Becken haben die Fische keine Chance, Unterschlupfe und Verstecke zum Rückzug aufzusuchen. Wir bleiben dran und berichten, wenn es Neuigkeiten über Freibäder als Angelteiche gibt.

Fangquoten für Kutter- und Küstenfischer reduziert
Fischbestände in der Ostsee sollen sich erholen

Der EU-Ministerrat hat für das Jahr 2014 neue zulässige Fangmengen für Hering, Lachs, Scholle, Sprotte und Dorsch festgelegt. Insgesamt beträgt die erlaubte Fangmenge 2014 3.409 Tonnen.

Fischart

Veränderung der Fangmenge

Dorsch / Kabeljau östliche Ostsee: +7%
westliche Ostsee: -15%
Lachs Golf von Finnland: -15%
restliche Ostsee: -2%
Sprotte gesamte Ostsee: -4%
Hering nördliche Ostsee: +30%
zentrale Ostsee: +25%
westliche Ostsee: -23%

„Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen könnte die Ostsee bereits 2015 das erste europäische Meeresgebiet sein, in dem nur so viel Fisch entnommen wird, wie wieder nachwächst“, bewertet Mecklenburg-Vorpommerns Fischereiminister Dr. Till Backhaus (SPD) das Ergebnis. „Dies ist ausdrücklich zu begrüßen.“ Das Problem der Fischer der Ostsee ist jedoch die Planbarkeit. 2008 durften die Fischer Mecklenburg-Vorpommerns noch 15.000 Tonnen Hering fangen, 2014 sind es dann nur noch 6.600 Tonnen. Minister Dr. Backhaus weiter: Da zu erwarten ist, dass die Ostsee bereits 2015 nach dem so genannten Prinzip des maximalen Dauerertrages bewirtschaftet wird, sehe ich gute Voraussetzungen für eine längerfristig angelegte und wirtschaftlich kalkulierbare Bewirtschaftungsstrategie der für Mecklenburg-Vorpommern wichtigen Bestände.“ Auch soll über die Seetageregelung nachgedacht werden. Derzeit dürfen die Fanggeräte maximal 146 Tage (östliche Ostsee) beziehungsweise 147 Tage (westliche Ostsee) ausgebracht werden. Vor allem für die kleinen Fischer, wie sie haufenweise an der deutschen Ostseeküste zu finden sind, ist dies schwierig. Diese kleinen Betriebe vermarkten ihre Fänge direkt und würden durch die Seetageregelung trotz der Einhaltung der Fangmengen eingeschränkt. Zu den geplanten Rückwurfverboten, die im Rahmen einer gemeinsamen Fischereipolitik angestrebt werden, befürwortet der Minister eine Reduzierung des Mindestmaßen für Dorsche.

Außerdem hat die EU beschlossen, die 2002 abgeschafften Subventionen für neue Fischereischiffe wieder einzuführen. Europas Fischereiflotte sei Schätzungen zu Folge bereits jetzt um das Zwei- bis Dreifache zu groß, um die Gewässer Europas nachhaltig zu befischen. Vielmehr sei es das Ziel, eine wirklich nachhaltige und bestandserhaltende Fischerei in Europa durchzusetzten. Das erklärte Ziel ist die Bekämpfung der Überfischung.

Ein stattlicher Beifang

Ein stattlicher Beifang

PETA: Anzeige gegen sieben Angler

Die „Braunschweiger Zander Challenge 1.0“ auf der Elbe ist Anlass der Anzeige. Ein verbotenes Wettkampfangeln auf Zander sei der Grund für die Anzeige. Die Angler haben sich mit ihren „Trophäen“ ablichten lassen. Ein „Wettbewerbsangeln“ verstoße gegen das Tierschutzgesetz, so PETA Deutschland. Fische würden, genau wie Menschen, Schmerzen und Ängste empfinden. „Beim Angeln werden sie in eine Falle gelockt, ein Haken durchbohrt ihre empfindlichen Lippen, und sie werden mit ihrem ganzen Körpergewicht am Haken hängend aus dem Wasser gezogen, so dass sie keine Luft mehr bekommen. Sich dann mit den um Luft ringenden Zandern auf einem Foto zu brüsten, ist weder Spaß noch Spiel, sondern Tierquälerei“, sagt Dr.Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA.

Die Woche bei „Dicht am Fisch“

Diese Woche stand voll im Zeichen der Raubfische! Sascha und Dennis waren unterwegs an einem kleinen See und berichten darüber: Hechtangeln im Herbst. Außerdem haben wir zwei Übersichten zu zwei Erfolgsgaranten für Hecht- und Zander- und Barschangler erstellt. Die Rede ist von zwei Ködern aus dem Hause KEITECH. Es folgen in den kommenden Tagen und Woche weitere Übersichten zu Gummifischen, auch von anderen Herstellern. Hier die ersten beiden:

Video der Woche in den Angelnews: TAPAM – Fliegenfischer auf Reisen

Viel Spaß bei diesem Video! Eine Auswahl an Filmen, die ständig erweitert wird, findet ihr unter Angelvideos.

Keine Kommentare

Noch gibt es keine Kommentare bei News: Freibad als Angelteich? PETA zeigt Angler an – Fischbestände der Ostsee sollen sich erholen. Möchtest Du ein Kommentar hinzufügen Wir freuen uns!

Hinterlasse ein Kommentar