Regenkleidung bringt mehr Fisch

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Veröffentlicht am September 20, 2016 , derzeit Keine Kommentare

Unterschätzt: Regenkleidung beim Angeln

Als Angler ist man zwangsläufig von äußeren Umständen abhängig, die man nicht beeinflussen kann. Der wichtigste Punkt ist hierbei sicherlich das Wetter. Sich zu Hause stundenlang mit Luftdruckgebieten, Strömungen etc. zu beschäftigen, um dann den angeblich optimalen Moment für einen Angeltrip abzupassen, bringt einem allerdings weder Erholung, noch frische Luft um die Nase und erst recht keine Fische. Wir halten es grundsätzlich so, dass wir Angeln gehen, wenn wir Zeit dafür haben. Natürlich schadet es nicht, dies dann bei guten Bedingungen zu tun, aber die kann man nun mal nicht beeinflussen, wie bereits erwähnt. Daher gilt es aus den gegebenen Voraussetzungen das Beste zu machen.

Typisch spanisches Wetter am Ebro

Typisch spanisches Wetter am Ebro

Als Hamburger ist man norddeutsches Schietwetter gewöhnt, nicht umsonst kommt der Friesennerz hier wohl nie aus der Mode. Den Spruch, „es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“, sollte sich jeder Angler zu Herzen nehmen. In einem der letzen Artikel sind wir auf das Thema  Schuhe und Kleidung beim Angeln, hauptsächlich im Winter, eingegangen. Da wir in unseren Breitengraden allerdings häufig annehmbare Temperaturen zum Angeln haben, gilt es sich hauptsächlich mit Regen auseinander zu setzen. Beim Meerforellenangeln an der Küste ist Regen kein großes Problem, da man eh im Wasser stehend in Wathose und -Jacke eingepackt ist. Wenn es allerdings zum Hechtangeln auf den See oder zum Zanderfischen an den Fluß geht, ist Watkleidung nicht angebracht, da sie normalerweise nicht komfortabel genug ist oder hochwertige, atmungsaktive Wathosen einfach zu teuer sind, um regelmäßig über Stock und Stein zu kraxeln.

Regenhose beim Angeln

Dank Regenkleidung ging der Angeltag weiter

Gerade vom Boot ist vom Angeln in Wathosen abzuraten, da es ein unnötiges Sicherheitsrisiko ist. Denn wenn man mal unfreiwillig baden geht, kann es durchaus sein, das sich die Luft in der Hose an den Füßen sammelt und so der Oberkörper nach unten gedrückt wird. Deutlich sinnvoller ist es daher, auf Regenhosen zu setzen. Da die Fähigkeiten von Wetterdiensten ja mindestens angezweifelt werden können, habe ich auf Touren, wenn es zum Beispiel einen ganzen Tag mit dem Boot auf einen See geht und ich dem Wetterbericht nicht traue, immer eine Regenhose dabei. Ich bevorzuge hier flexible Hosen mit einem elastischem Bund, die man mal schnell über die normale Hosen ziehen kann. So geschehen letztes Jahr auf einem See in Schleswig-Holstein beim Hechtangeln. Das Wetter war heiter bis wolkig vorhergesagt. Nach cirka zwei Sunden konnten wir von unserem Ruderbötchen eine massive Unwetterfront auf uns zukommen sehen. Der Wind nahm rasch zu und keine 15 Minuten später goss es wie aus Eimern. Dank der schnell aus dem Rucksack geholten Regensachen, war ich zumindest nicht komplett durchnässt, bis wir uns am Ufer unterstellen konnten. Keine Stunde später klarte es auf und wir konnten bei einem herrlichen Abendlicht noch ein paar Hechte fangen. Ohne entsprechende Kleidung wäre der Angeltrip sicherlich früher für uns beendet gewesen und wir hätten deutlich weniger Fische gefangen.

Zumindest eine leichte Regenhose – und Jacke nimmt im Gepäck nicht viel Platz weg, wiegt nicht viel und entscheidet manchmal über einen gelungenen oder verkorksten Angeltag.

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