Angeln am Bodden um Rügen

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Veröffentlicht am August 02, 2012 , derzeit Keine Kommentare

Eines der besten Hechtreviere der Welt – Die Boddengewässer um Rügen: Angeln am Greifswalder Bodden und im Strelasund

Wer kapitale Hechte sucht wird hier fündig: Die Bodden um Rügen, allen voran der Greifswalder Bodden und der Strelasund sind zum Hechtangeln Gebiete der Extraklasse. Die Rügener Angelguides, die auf Rügen und von Stralsund aus Touren zum Angeln auf kapitale Hechte anbieten, haben nicht nur deutsche Gäste. Dass hier ein absoluten Traumrevier liegt hat sich auch in Europa und der Welt herumgesprochen.

Bodden Rugen Strelasund

Panorama vom Strelasund von der Rügenbrücke aus mit Blick Richtung Parow (von Darkone)

Die Hechte in diesen Gewässern wachsen besonders schnell ab, der Grund: Hier gibt es fettreiche Fische im Überfluss. Während sich die reinen Süßwasserhechte von Rotaugen und Co. ernähren, können die Hechte im Brackwasser der Bodden jedes Jahr auf fette Heringsschwärme (im Frühjahr und Herbst/Winter) freuen. Heringe sind extrem fettreich und lassen die Süßwasserkorkos rund um Rügen schnell zu kapitalen Exemplaren heranwachsen. Auch Dorsche und Meerforellen stehen auf dem Speisezettel der Boddenhechte. Aber der Hecht ist nicht ganz allein. Auch gehen den Anglern im Strelasund und Greifswalder Bodden immer wieder fette Barsche und prächtige Zander an die Haken. Aber der Hechtbestand ist hier derart dicht, dass man selbst beim gezielten Angeln auf Zander oder Barsch nicht auf das Stahlvorfach verzichten sollte.  Auch wurden hier Szenen für den fantastischen Angelnfilm „Pike Secrets 2 Spin Fishing“ von wideopen Outdoorf Films aufgenommen (den Trailer mit Boddenaction könnt Ihr Euch am Ende dieses Artikels anschauen). Und das nicht ohne Grund: Jedes Jahr werden hier viele Fische jenseits der 1 Meter Marke und oft auch Fische von über 1,20 Metern gefangen. Riesenhechte gibt es im Rügener Bodden wie sonst kaum woanders auf der Welt.

Angeln am Bodden: Ohne Boot und Know-How wird es schwer

greifswalder Bodden

Bodden: Strelasund und Greifswalder Bodden (von Kelisi)

Der Bodden ist riesig. Oft sieht man nicht mal mehr Land, wenn vom Boot aus gefischt wird. Um hier an gute Stellen zu kommen, kommt man an einem Boot nicht vorbei. Diverse Anbieter verleihen Boote an Angler und geben auch gern Tipps, an welchen Spots gute Hechte zu erwarten sind. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich einen Guide nehmen, um sicher die Spots der großen Hechte herangeführt zu werden. Die Guides bestechen durch Erfahrung und wissen eigentlich immer, wo die Hechte derzeit stehen und welche Köder und Farben fängig sind. Aber auch mit Guide gibt es natürlich keine Fanggarantie. Ein weiterer Vorteil, wenn man mit Guide und Boot auf die Bodden fährt ist, dass diese sich oft mit mehreren Booten an diversen Spots die ersten Versuche starten. Sind die Hechte gefunden wissen die Kollegen dies schnell, per Funk oder Handy werden gute Spots weiteregegeben und somit kommen dann auch die anderen Boote und vor allem deren Gäste dem Traumhecht näher.

Köder für den Bodden: Wobbler oder Gummifsch?

Hecht Rügen Bodden

Wolf-Dieter Kaiser (Guide auf Rügen) mit kapitalem Hecht

Am Bodden wird extrem viel mit Gummifischen geangelt. Große Gummifische am Jigkopf und Stinger (Angstdrilling) werden in die Stahlvorfächer eingehängt und haben folgende Vorteile: Mit diesem Köder können viele Führungsmethoden und Tiefen abgefischt werden. Es kann am Grund genauso wie im Mittelwasser und dicht unter der Oberfläche gefischt werden. Die Führung kann langsam und vorsichtig oder auch richtig aggressiv ausfallen. Je nach Bedingungen kann so probiert werden, bis die richtige Methode gefunden ist und die Brackwasser-Hechte der Boddengewässer um Rügen zupacken. Sehr häufig werden die Gummifische (beliebte Farben sind orange, Motoroil und Heringsimitationen) auch einfach nur eingeleiert. Der Köder wird ausgeworfen, auf den Grund sinken lassen, und dann einfach stupide einholen. Auf diese Weise fischt man vom Tiefen ins Flache und fischt eine relativ große Wassersäule ab.

Weitere beliebt ist natürlich der Hechtköder-Klassiker schlechthin: Der Wobbler. Auch diese sollten nicht in der Tacklebox fehlen, wenn es auf Hechtjagd nach Rügen geht. Ein paar Große Wobbler, mit denen unterschiedliche Tiefen abgefischt werden können, sollten immer dabei sein. Gute Erfahrungen haben wir beispielsweise mit Zalts gemacht. Stehen die Hechte besonders flach im Kraut, sind Softjerks eine gute Wahl. Auch große Twister, also wirklich große von 30cm und mehr, sind auf dem Bodden um Rügen als Hechtköder nicht mehr wegzudenken.

Der Bodden ist ein Muss für jeden Hechtangler, der mal einen großen Brackwasserräuber auf die Schuppen legen möchte. Auch wir versuchen jedes Jahr in das Hechtparadies zu kommen. Mal schauen, ob es auch dieses Jahr klappt. Wart Ihr schon mal in diesem Traumrevier der Hechte? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

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