Nach dem Sturm – Regenbogenforellen in der Ostsee

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie Daniela Bevilacqua (CH)
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Veröffentlicht am November 20, 2013 , derzeit 6 Kommentare

Große Regenbogenforellen in Dänemark

Letzte Woche machten wir, noch kurz vor dem Wintereinbruch, einen Abstecher nach Dänemark zum Angeln an der Küste. Schon vor unser Abreise erhielten wir die Nachricht, dass im Sturm vor 3 Wochen x-tausend Regenbogenforellen in die Ostsee entkommen sind. Zuerst wussten wir nicht recht was wir davon halten sollten, denn angeblich waren sie noch nicht an die Küste angekommen. Doch schon am ersten Tag sahen wir viele Regenbogenforellen an der Wasseroberfläche. Wider Erwarten war es schwierig sie zu fangen, obwohl wir einige gezielt anwerfen konnten und auch ein paar Fische kurz am Haken hatten.

Refo Dänemark

Dicke Regenbogenforelle aus DK

Nach ein paar Versuchen hatten wir jedoch den Trick raus und hatten einigen Spaß mit den richtig großen und schweren Regenbogenforellen. Durchschnittlich waren sie um 3,5 Kilo schwer, sehr kämpferisch aber keine Schönheiten. Wir nannten sie daher liebevoll Schweinchen.

Im dänischen Radio wurden sogar alle Angler und Fischer dazu aufgerufen die Fische unbedingt zu töten, da die ersten Regenbogenforellen bereits in die Flüsse gelangen und die Meerforellen verdrängen. Natürlich haben wir alles gegeben, um der dänischen Natur zu helfen. Die Freunde und Nachbaren unserer dänischen Kollegen waren froh darüber, denn es gab Fisch für alle!

sehr gute Durschnitssgröße...

sehr gute Durschnitssgröße…

Hoffentlich werden noch viele gefangen und die Natur kommt mit dieser Situation zu Recht!

Meerforellen konnten wir aber auch einige fangen! Es sind einfach unglaublich schöne Fische, vor allem im Vergleich zu den gezüchteten Regenbogenforellen. Nebst vielen kleinen Fischen gelang mir sogar der Fang dieser unglaublichen Schönheit.

Mefo DK

Daniela mit schöner dänischen Meerforelle

Alles in allem eine gelungene Woche mit der üblichen dänischen Gastfreundschaft und toller Fischerei!

Liebe Grüße, Daniela

6 Kommentare

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  1. Was ist an dem abgebildeten "Hog" schön? Schwanzflosse fast von Leidensgenossen im Käfig abgebissen, sicher nicht ein Stamm zum Aufbau eine Ostsee-Stealhead Bestandes. Sa sehen am Buernmarkt in angebotene Fische schöner aus. In diesem Fall ist eine Entnahme sicher wünschenswert, der angebildeten Meerforelle hätte ich ein "live Release" gewünscht

  2. Die Regenbogner sehen aber schrecklich aus – so abgeknabberte Flossen, sicher aus überfüllten Käfigen und eine Figur fast wie ein Karpfen. In Bezug auf die echten MefOs würde in gerne von eine REdujtion der Stellnetze und einer Änderung der Einstellung zu "Cath&Release" in Deutschland hören. WArum ,üssen wir hier – sogar im Namen der Tierschutzes ???? gegen den Strom in Euroipa schwimmen. Dies auch zum Bild der drei abgeschlagenen MeFos in einem sonst sehr schönen Artikel im aktuellen Heft (Dez/Januar) von "Fliegenfischen". Samt schöner DVD. Auch in AT zu kaufen.

  3. Gratuliere auch zu dem schönen Angeltag !
    Ich glaube schon das diese Vorfälle die du Tilmann beschrieben hast zu einer kleinen ökologischen Katrastrophe beitragen. Zumal es doch kaum noch Salmonieden in der Ostsee gibt die natürlichen Ursprungs sind…

  4. Auch von hier Glueckwunsch zu den Fängen.
    Ich denke schon dass ein solches Ausmass an Überbesatz und Unglück die Natur erträchtlich beeinflusst. Einen natürlichen Bestand an Salmoniden findet man doch kaum noch in der Ostsee.

  5. Hallo!
    Die Regenbogenforellen stören meiner Meinung nach nicht die Meerforellen. Ich habe in einem Leben schon oft Regenbogenforellen im Meer gefangen, und sie sind auch schon mehrfach in Dänemark ausgebrochen. Sie verteilen sich aber und das sie in die Bäche gehen, stört auch kaum. Ich habe festgestellt, das die Regenbogenforellen die im Meer gezüchtet werden einen Laichaufstieg absolvieren und nach dem Laichen im Februar wieder in die Ostsee zurückkehren.
    Bis zu einer Million Regenbogenforellen sind im Orkan Christian ausgebrochen. Es sind drei Farmen zerstört worden. In jedem Zuchtkäfig waren 50.000 Fische. In einer Farm waren nur kleinere Forellen bis zu einem Kilo. Die meisten der jetzt ausgebrochenen Forellen sind aber so groß wie eure.
    In diesem Jahr Ende des Winters ist einmal ein Frachter durch so eine Farm gefahren. Über Hunderttausend Forellen wurden befreit. Nach drei Monaten waren viele der Regenbogner in Flensburg. Kurios: Die Regenbogenorellen, die ich fing wogen fast alle 1003 Gramm. Außerdem züchtet man dort auch Meerforellen. Daher waren hier dieses Jahr viele Meerforellen bis 8 Pfund, welche in Flensburg zusammen mit den Regenbogenforellen erschienen sind. Sie hatten typische Schwanzverkümmerungen, ein Zeichen dafür das sie aus einer Zucht stammen. Die Meerforelle, die ihr gefangen habt könnte ebenso ausgebüxt sein. Die Fische schwimmen offebar auch gerne zusammen herum.
    Ich habe festgestellt, dass die Regenbogenforellen im Meer sehr gut abwachsen, und ganz ausgezeichnete Fische sind die sehr gut schmecken, wenn sie längere Zeit frei sind. Die erste Regenbogenforelle fing ich schon mit 7Jahren im Meer und war eine kapitale Riesenforelle. Das ist über 40 Jahre her! Daher glaube ich, das sich die Regenbogenforelle hier sowieso schon lange eingegliedert hat, und sich auch vermehrt: Einmal fand ich eine Bachmündung in der gerade viele Regenbogner im Laichkleid aufstiegen.

    Herzlichen Glückwunsch zu den schönen Forellen!

    Ich wünsche euch immer viel Erfolg beim Angeln und grüße herzlich
    Tilmann

  6. Wieso keine Schönheiten? Sind doch wunderschöne Regenbogenforellen – Respekt und Petri zum Glück vor Ort!

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