Wolfsbarsch auf Sylt versus Salmoniden in Dänemark Teil 2

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie 2013
Tags / Schlagworte: : , , , , ,

Veröffentlicht am September 15, 2013 , derzeit 2 Kommentare

Salmonidenangeln im Fluss in Dänemark

Megabass FX9 mit Schonhaken

Megabass FX9 mit Schonhaken

Sonntag ging es wieder nach Dänemark, um an einem schmaleren Flussabschnitt auf Lachse und Meerforellen vom Ufer aus zu angeln. Gefischt wurde mit Wobblern mit Einzelschonhaken und Spinnern mit angedrückten Widerhaken am FC von STROFT. Das Wetter war wie am Abend zuvor teils sehr regnerisch und der Flussabschnitt schon gut besucht. Nach einigen Gesprächen mit den einheimischen Anglern war auch klar, dass das Fischen auf die Salmoniden heute mal wieder nicht leicht wird, denn kein Salmonide kam bei den zahlreichen Anglern raus. Naja, das waren dann wohl mal wieder keine Toppbedingungen für einen dicken Aufsteiger. Aber was soll’s, diese Angelei ist eh mehr ein Glücksspiel und keineswegs mit dem Fischen an der Küste zu vergleichen. So langsam machten einige der Angler Feierabend und wir konnten uns endlich an unseren gewünschten Spot, der in einer Flusskurve lag, anpirschen. Die Salmoniden wurden aktiv und konnten durch ihre Sprungaktivitäten ausgemacht werden. Wir fischten einige Gumpen in der Kurve ab, bis ich auf einmal aus heiteren Himmel einen Biss auf meinen 5er Mepps in Kupfer mit angedrückten Widerhaken bekam. Ich merkte sofort, dass da ein besserer Fisch an Band war, ich war mir aber in den ersten zirka fünf Sekunden nicht sicher, ob sich ein Hecht oder eine Salmonide den Köder gepackt hatte, deswegen blieb ich erst mal ruhig. Doch dann sah ich einen silbernen Körper aufblitzen und rief sofort: Salmonide Salmonide Salmonide! Die anderen beiden Jungs eilten sofort zu mir, Rolf packte sich den Kescher und Sören die Kamera. Der Drill dauerte gut fünf Minuten und ich musste das ein- oder andere Mal mit der Bremse spielen. Zum Glück hielt der widerhakenlose Drilling des Spinners im Maul des Salmoniden und nach einigen letzten Fluchten konnte Rolf ihn sicher keschern. Als Hauptschnur kam neben dem FC1 Vorfach eine 8kg GTP S von Stroft zum Einsatz, über die es demnächst auch noch einen ausführlichen Testbericht geben wird.

Ein blanker Atlantischer Lachs - ein Traum

Ein blanker Atlantischer Lachs – ein Traum

Nun gab es kein Halten mehr und die Freudenschreie waren bestimmt einige hundert Meter zu hören. Beim genauen Betrachten des Fisches erkannten wir, dass es ein blanker Atlantischer Lachs war und keine Meerforelle, die dort eigentlich zahlreicher als Lachse vorkommt. Ein Traum, ich wollte immer mal einen wilden Lachs beim Spinnfischen fangen. Nun hat es doch relativ schnell geklappt und der Fisch war sogar noch blank, Wahnsinn! Noch mal vielen Dank an Rolf, ich bin immer noch geflasht.

Da war die Freude groß!

Da war die Freude groß!

Danach fischten wir noch einige Zeit weiter, bis es langsam dunkel wurde, aber bis auf ein paar kleine Barsche und einen zirka 60 bis 65cm großen Hecht für Rolf kam nichts mehr raus. Ich muss mich auch noch mal bei den einheimischen Anglern bedanken, die eigentlich fast alle für ein kleines Pläuschen zu haben waren und mir zu dem tollen Fang gratulierten. Vor allem noch mal einen schönen Gruß an Stefan, vielleicht sieht man sich ja demnächst mal wieder. Der Lachs wurde entnommen und bei der jeweiligen Meldestelle zu Forschungszwecken gemeldet. Jeder Angler an diesem Fluss darf pro Jahr einen Lachs entnehmen und es ist Pflicht, diesen umgehend für die Statistik zu melden.

... und noch eins!

… und noch eins!

Spinnfischen am Fluss – Barsche in Überzahl

Am Montag, dem letzten Tag unserer Tour, sollte es eigentlich wieder an die Oberläufe gehen, um an den Spots zu fischen, wo ich im Juni eine starke Bachforelle fangen konnte. Doch angefixt durch meinen Lachs und die zahlreich springenden Meerforellen und Lachse im Unterlauf, haben wir uns entschlossen, wieder den Spot vom Vortag anzufahren. Doch diesmal war einiges anders. An der Oberfläche war immer wieder starke Aktivität auszumachen, doch diesmal schien ein riesiger Barschschwarm den Spot zu belagern. Den ein- oder anderen Salmoniden konnten wir zwar auch ausmachen doch die Barsche waren allgegenwärtig. Auf Spinner hatte man zwar nur ab und an einen Barsch als Beifang, aber sobald man einen Wobbler wie zum Beispiel einen Megabass FX9 oder einen 6,5er Lucky Craft Pointer anbot, ging es rund.  Am besten gingen jedoch kleine Gummifische am Jig, am Skirt und vor allem am Dropshot-Rig. Die Drophot-Montage war an diesem Tag einfach unschlagbar. Rolf konnte teilweise mit zehn Würfen acht Barsche fangen und so ging es den ganzen Tag, wenn man es drauf anlegte. Die Barsche waren im Schnitt um die 25 bis 30cm groß, es waren aber auch immer wieder schöne Punker zwischen 35 und 40cm dabei.

Rolf mit einem 37er und Sören mit einem 39er

Rolf mit einem 37er und Sören mit einem 39er

Ich konnte nebenbei noch einen zirka 50cm großen Aland (ja Aland nicht Aländer) mit einem 2,75“ Swimfish am Skirt aus den Massen an Barschen kitzeln. Sören und Rolf hatten beide auch noch mal einen besseren Fisch am Band, die leider wieder ausstiegen, wir tippen dabei mal auf Hechte. Die Salmoniden blieben an diesem Tag leider aus, aber wie gesagt, das Fischen auf Salmoniden im Fluss ist kein Zuckerschlecken, dafür besteht immer die Chance auf den Fisch des Lebens.

Ein netter Beifang

Ein netter Beifang

Highlight des Tages war ein Fang eines einheimischen Anglers, der gut 150 Meter von uns entfernt schon gute zehn Minuten am drillen war, als Rolf ihn entdeckte. Wir eilten ihm mit dem Kescher zur Hilfe. Alle vermuteten, dass dort ein riesiger Lachs gebissen hatte, doch schon im Drill wurden wir leicht stutzig, da der Fisch absolut nicht vom Grund hoch kommen wollte. Nach weiteren knapp fünf Minuten kam der Fisch dann endlich mal an die Oberfläche und wir trauten unseren Augen nicht, ein kapitaler Zander, damit hat nun wirklich keiner gerechnet. Nach zwei, drei weiteren Fluchten konnte Rolf den Zander dann sicher keschern, 93cm ergab das Messen. Was ein starker Fisch! Wir freuten uns natürlich mit dem Angler, das war dann ein gelungener Abschluss des Tages und der Tour!

Leider nur ein Handyfoto, aber trotzdem ein toller Fang!

Leider nur ein schnelles Handyfoto, aber trotzdem ein toller Fang!

Fazit: Das war mal wieder eine hammergeile Tour und diesmal hat es im Vergleich zum Juni auch noch super mit den Fängen geklappt. Neben den unzähligen Barschen bis knapp 40cm, einem Aland, einem Hecht und der dicken Meeräsche, konnte sogar ein starker blanker Atlantischer Lachs gelandet werden, was will man mehr?! Diesmal war der Fluss gnädig und hat gezeigt, was für ein riesen Potenzial dort herrscht. Vielen Dank noch mal an Rolf, ohne den diese Fischerei gar nicht möglich gewesen wäre und natürlich auch noch mal an Ronald für seine Sylt-Tipps! Die nächste Tour ist schon geplant.

Gruß in die Runde
Sascha

2 Kommentare

Noch gibt es 2 Kommentare bei Wolfsbarsch auf Sylt versus Salmoniden in Dänemark Teil 2. Möchtest Du ein Kommentar hinzufügen Wir freuen uns!?

  1. Hi Roland,
    if you dont a have a fishing license at all, you should ask at the tourist information for a „tourist fishing licence“. With that you can fish e.g. for flounders, mackerel and sea bass. Just check where the locals are fishing or ask in a fishing store. The south in Hörnum is e.g. good for mackerel.

  2. Hi Sir. I am from Romania,and I work on Dorf Hotel kithchen and I WANT TO FISH ON THE SYLT ISLAND !!!On my free-time. Could anybody from this area help me to find local place to fish? Technics? How could buy o fishing permit(ausweis fur angeln) ? My phone is: 0040 733011405,and mi ID for ALL social-networks are: rolandpopcev. Thanks for anticipated help. Thight lines.

Hinterlasse ein Kommentar