Wolfsbarschangeln in Irland 2018

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie 2018
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Veröffentlicht am August 19, 2019 , derzeit Keine Kommentare

Angeln auf Wolfsbarsch in Irland 2018

Lieber zu spät als nie. Wie einige von Euch sicherlich noch wissen, waren wir letztes Jahr, nach 2015 und 2016, zum dritten Mal zum Wolfsbarschangeln in Irland. Wie die Jahre zuvor ging es auch 2018 wieder Ende September an die irische Südküste. Ein traumhaftes Fleckchen Erde, mit vielen tollen Spots, um die wilden irischen Wölfe zu jagen.

Die Boyz von der Sandbank

Die Boyz von der Sandbank

Diesmal waren wir jedoch mit einer deutlich größeren Truppe unterwegs. Das ist eigentlich auch der Hauptgrund, warum es so lange mit dem Artikel gedauert hat und warum wir uns letztendlich dazu entschieden haben, zwei Artikel aus zwei verschiedenen Sichtweisen zu schreiben. Den anderen Artikel wird Pascal schreiben, der zusammen mit seinem Bruder Robin das erste Mal zum Wolfsbarschangeln in Irland war und dementsprechend die Gegend auch ein wenig auf eigene Faust erkunden wollte. Daher handelt dieser Artikel von den Erlebnissen von Henner und Henrik, für die es auch der erste Irlandtrip war und Buschi, Rolf und mir (Sascha). Sören war diesmal mit Nadia und seinem Lüdden da und machte eigentlich mehr einen Family- als einen Angelurlaub, was ihn aber nicht davon abhielt auch einige Stunden am Wasser zu verbringen.

Familyurlaub aber trotzdem einen Bass in der Hand

Familyurlaub aber trotzdem einen Bass in der Hand

Der erste Angeltag des Irlandtrips

Durch die beiden vorigen Trips, die was die Baits und die Spots anging, nicht hätten unterschiedlicher sein können, waren wir diesmal eigentlich nahezu perfekt vorbereitet und das sollte sich auch gleich am ersten Angeltag bestätigen. Wir starten gleich morgens an einem altbekannten Spot, als die Flut ihren Höhepunkt erreicht hatte und das Wasser wieder anfing abzulaufen. Gerade die Tidenwechsel und die dabei herrschenden starken Strömungen, sind immer ganz heiße Phasen, um einen guten Seabass ans Band zu bekommen. Und so dauerte es auch nicht lange bis Rolf den ersten flotten Bass des Urlaubs fangen konnte.

Der erste Bass des Urlaubs

Der erste Bass des Urlaubs

Als nächstes war ich mit einigen kleineren Wölfen an der Reihe. Immer wieder krass, wie kampfstark diese Fische sind und was selbst die kleineren Exemplare, um die 50cm schon für einen harten Drill liefern, absolute Suchtgefahr sag ich Euch! Kurze Zeit später konnte auch Henrik seinen allerersten irischen Bass zum Fotoshooting einladen, mit guten 60cm auch gleich ein richtig toller Fisch.

Henriks erster irischer Wolf

Henriks erster irischer Wolf

So ging es munter weiter und wir konnten noch einige weitere schöne Wolfsbarsche fangen, nur bei Buschi und Henner lief es am ersten Angeltag noch nicht so rund, wobei letzterer auch noch eine andere wichtige Rolle spielen sollte. Als das Wasser schon ziemlich weit abgelaufen war, stieg mir auf voller Wurfweite, direkt als mein 20cm Real Eel auf die Wasseroberfläche klatschte, ein richtig guter Fisch ein. Es war sofort klar, dass dieser Bass deutlich größer als die anderen Fische des Tages sein musste.

Toller 70er Seabass

Toller 70er Seabass

Im Drill schoss er erstmal mit einem Affenzahn auf mich zu, so dass ich fast nicht mit dem Kurbeln hinterher kam. Es folgten einige wilde Fluchten inklusive singender Bremse und zu guter Letzt setzte er sich sogar noch im Seetang fest. Aber da war dann zum Glück Henner zur Stelle. Erst befreite er den großen Woba aus dem Tang und bugsierte ihn dann letztendlich noch sicher in die Keschermaschen. Danach lagen wir uns erstmal glücklich in den Armen. Was ein geiles Erlebnis und der Beginn eines ganz fantastischen Angelurlaubs mit guten Jungs. Wie sich später herausstellte, sollte dieser tolle Wolfsbarsch mit guten 70cm sogar mein neuer VizePB werden.

Catch an Release ist bei so einem Fisch Ehrensache

Catch an Release ist bei so einem Fisch immer Ehrensache

Nun war es auch langsam Zeit Feierabend zu machen und den Tag in der Unterkunft bei einem Snack und den ein oder anderen irischen Whisky ausklingen zu lassen. Ich war natürlich hin und weg, ich habe zwar schon irgendwie gehofft, dass wir gleich zu Anfang unsere Fische fangen werden, doch mit so einem geilen Bass habe ich nicht wirklich gerechnet. Der beste Bait des Tages war ganz klar ein 20cm Savage Gear Real Eel in Motoroil, aber auch der 5“ Noike Smoking Swimmer, der Fiiish Black Minnow und Duo Tide Minnow Wobbler brachten ihre Fische.

Nun war auch Henner an der Reihe

Nun war auch Henner an der Reihe

Am nächsten Morgen brachen Henrik und Henner als erste wieder in Richtung des Erfolgsspots vom Vortag auf, mit der Mission, dass Henner auch endlich seinen ersten Bass fängt. Buschi, Rolf und ich wollten erst mal ausschlafen, gemütlich frühstücken und in der zweiten Tageshälfte wieder angreifen. Ein bisschen Holiday muss ja schließlich auch sein. Henrik und Henner haben jedenfalls alles richtig gemacht und Henner konnte sich gleich morgens mit seinem ersten irischen Wolf entschneidern. Auch Henrik war wieder erfolgreich und so gab es für beide bis zum Mittag einige weitere schöne Fische.

Wolfsbarsch für alle

Drill in der Flussmündung

Harter Drill gegen die Strömung

Am Nachmittag fuhren wir zu einem anderen Spot, den wir bei unserem zweiten Trip 2016 entdeckten. Das Fischen in strömungsreichen Gebieten kann mitunter ziemlich gefährlich werden, deswegen muss man unbedingt immer die Gegebenheiten genau im Auge behalten. Gerade bei einem Tidenwechsel, kann einem die Strömung, sogar schon im flachen Wasser, regelrecht die Füße wegreißen. Mit kommender Flut werden Sandbänke, auf denen man kurz vorher noch super angeln konnte, in Windeseile überspült und Priele, die bei Niedrigwasser noch ohne Probleme durchwatet werden konnten, zu tiefen Löchern. So eine Angelei ist in keinster Weise mit dem Meerforellenangeln an der deutschen oder dänischen Küste zu vergleichen und ist bedeutend anspruchsvoller. Daher sollte man so einen Spot immer mindestens zu zweit befischen.

Auch diese Größen machen schon Spaß

Auch diese Größen machen schon Spaß

Wiederum sind strömungsreiche Gebiete aber auch ganz exzellente Stellen, um Wolfsbarsche zu fangen und ein Drill in so einer heftigen Strömung ist noch mal um ein vielfaches krasser als an einem gewöhnlichen Spot. Da wird ein Drill eines 60+ Barsches schon zu einer richtigen Aufgabe für das Tackle und dem Angler. Auch an diesem Spot war Petrus sofort in Geberlaune und so konnten wir alle ziemlich zügig unsere Fische fangen. Es waren zwar alles keine Riesen, dafür hatten wir eine kurzweilige Angelei mit ordentlich Aktion und wie bereits geschrieben, macht selbst ein 50er Bass in der heftigen Strömung schon richtig Alarm!

Das Wetter meinte es auch immer gut mit uns

Das Wetter meinte es auch immer gut mit uns

Die nächsten zwei Tage erlebten wir auch weiterhin eine ganz fantastische Angelei, zweistellige Fangzahlen pro Angler waren absolut keine Seltenheit und eher an der Tagesordnung. Einzig die Größe der Wolfsbarsche war, auf die Menge der gefangenen Fische, noch ein wenig ausbaufähig. Die meisten Wölfe waren eigentlich immer so zwischen 50 und 60cm groß, einige kleinere und der ein- oder andere bessere Bass waren auch dabei, aber nichts über 70cm. Auffällig war, dass die Fische gefühlt von Tag zu Tag ein wenig kleiner wurden. Daher konzentrierten wir uns auch eher darauf, gezielt die beiden täglichen Tidenwechsel als Primetime zu befischen. So hatten wir auch tagsüber mal Zeit, ein wenig zu entspannen oder mal schön in einem Hafen traditionell Fish and Chips zu essen.

Buschi mit tollen Mitte 60er

Buschi mit tollen Mitte 60er

Auf der Jagd nach dem Ausnahme Wolfsbarsch

Nun war auch schon wieder in Windeseile der vorletzte Angeltag des Trips erreicht. Daher wollten wir unbedingt noch mal einen neuen Spot befischen. Per Google Earth suchten wir uns am Abend zuvor einen vielversprechenden Küstenabschnitt an der schroffen offenen Felsküste aus. An solchen Küstenabschnitten gibt aus Erfahrungen unseres ersten Irlandtrips, zwar eine deutlich geringere Frequenz an Wolfsbarschen, dafür kann einem aber jeder Zeit ein großer Ausnahmefisch oder sogar der Wolfsbarsch des Lebens einsteigen. Und da wir alle bis dato schon genug Fische gefangen hatten, setzten wir jetzt unseren Fokus auf genau diesen einen Trophybass.

Irland schroffer Süden

Irlands schroffer Süden

Als wir am Spot ankamen, mussten wir erst mal ein paar Meter machen, denn die wirklich interessanten Stellen begannen erst gute ein bis zwei Kilometer vom Parkplatz entfernt. Schon auf dem Weg fiel uns auf, dass das Wasser in Ufernähe ziemlich trübe war, aber wir redeten uns ein, dass es bestimmt noch besser wird. Dabei muss man bedenken, dass wir schon 2016 ziemlich schlechte Erfahrungen mit trübem Wasser beim Wolfsbarschangeln gemacht haben. Aber was solls, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also ging es weiter und nach ein paar Kletteraktionen, kamen wir endlich an den optisch wirklich richtig heißen Stellen an.

Werfen, werfen, werfen

Werfen, werfen, werfen

Nur leider waren auch dort die ersten ca. 20 Meter des Wassers ziemlich trübe. Trotz alledem feuerten wir immer wieder verschiedenste Baits in grellen Farben gen Horizont, ich vor allem Hogylures in Pink und Weiß am beschwerten Wide Gape Haken. Aber leider konnten wir wirklich machen was wir wollten, es gab keinen einzigen Fischkontakt. Also entschieden wir uns nach einigen Stunden nochmal einen der Erfolgsspots der vorigen Tage anzufahren, um uns wenigsten noch zu entschneidern.

Die Erfolgsspots haben dann doch noch geliefert

Die Erfolgsspots haben dann doch noch geliefert

Die Entscheidung war auf jeden Fall gar nicht so schlecht, den erhofften Bigfish gab es zwar nicht, dafür konnten wir noch jeder ein paar schöne Fische fangen. Nun ging es auch schnell zu unseren Unterkünften, denn am Abend haben wir noch in einem traditionellen irischen Pub in meinen Geburtstag gefeiert. Dass der Abend oder bzw. die Nacht ein bisschen länger wurde, versteht sich von selbst. Dementsprechend wurde der letzte Tag vor der Abreise eher dazu genutzt, ein wenig zu entspannen, unsere sieben Sachen zu packen und die Bude fresh zu machen, als noch mal richtig Gas am Wasser zu geben.

Flotter Bass von Rolf

Flotter Bass von Rolf

Fazit eines tollen Angelurlaubs

Nachdem wir bei unserem letzten Trip die ersten Tage richtig auf dem Kopf bekommen haben und viel Zeit in die Suche von neuen Spots investieren mussten, lief es diesmal von Anfang bis Ende echt richtig gut. Wir konnten wirklich richtige gute Stückzahlen an Wolfsbarschen bis 70cm fangen, wobei die meisten zwischen 50 und 60cm großen waren. Den „einen“ Bait der Tour hat es diesmal nicht wirklich gegeben. Es haben verschiedenste Baits Fische gebracht, wie zum Beispiel als Gummis der Savage Gear Real Eel, Hogylures, der Fiiish Black Minnow und der Noike Smoking Swimmer. Bei den Hardbaits war der Duo Tide Minnow ganz vorne mit dabei, aber auch der Falkfish Spöket oder verschiedene Topwaterbaits haben ihre Fische gefangen. Die Natur und einfach das ganze Flair von Irlands Süden ist immer wieder ein Träumchen, man fühlt sich schon regelrecht ein bisschen zu Hause dort.

Von dieser Größe gab es jede Menge bei diesem Trip

Von dieser Größe gab es jede Menge bei diesem Trip

Auf jeden Fall möchte ich mich an dieser Stelle auch noch mal, im Namen von uns allen, bei den Jungs von Hogylures, SWAT Fishing und Stroft Fishing Lines für die tolle Unterstützung danken! Es hat mal wieder Spaß gemacht, ich freue mich auf jeden Fall schon wieder auf den nächsten Trip, wenn es wieder auf die grüne Insel geht.

Beste Grüße in die Runde
Sascha

DaF Leserreise: Wer Lust hat uns mal auf einen Trip nach Irland zu begleiten, kann sich gerne per Email  bei uns melden an: info@dicht-am-fisch.de 

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