Irland 2016 – Teil 1

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie 2016
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Veröffentlicht am Januar 21, 2017 , derzeit Keine Kommentare

Angelurlaub in Irland

Fels in der Brandung

Wind und Welle

Nachdem wir letztes Jahr zum ersten Mal die fantastische Angelei auf Wolfsbarsch in Irland kennenlernten, musste es 2016 natürlich wieder auf die grüne Insel gehen. Einige von Euch haben sicherlich den Artikel von 2015 gelesen und noch die Bilder von den schicken Wölfen vor den Augen, ansonsten könnt Ihr hier noch mal den Bericht vom Wolfsbarschangeln nachlesen. Diesmal waren Buschi, Philip, Rolf, Sören und Sascha am Start. Wie schon letztes Jahr, fiel unsere Tour wieder auf eine Vollmondphase im September. Vollmondphasen und die damit verbundenen starken Tidenhübe wirken sich positiv auf das Beißverhalten der Wolfsbarsche aus und sind von daher bei der Planung solcher Trips absolute Pflicht. Die Faustregel dafür ist eigentlich ganz einfach: starke Tide = starke Strömung = viel Futter = Wolfsbarsche. Also falls Ihr auch mal so eine Tour planen solltet, informiert Euch im Vorwege unbedingt in punkto Mondphasen und den Tiden.

Unsere Vorbereitungen fielen diesmal natürlich etwas verhaltener aus, da wir letztes Jahr ja schon viele Erfahrungen über die Spots, Köder und Co. sammeln konnten. Eigentlich konnte ja gar nix schief gehen, dachten wir zumindest in unserem jugendlichen Leichtsinn, aber dazu später mehr. Am 10.09. startete dann endlich nachmittags unser Flieger von Bremen nach Dublin. Leider war das aber noch lange nicht das Ende der Anreise, so dass wir erst kurz nach Mitternacht unser Haus in der Nähe von Fethard on Sea, direkt an der Carnivan Bay gelegen, erreichten.


Wind, Wellen und trübes Wasser - nicht die besten Bedingungen

Trübes Wasser – nicht die besten Bedingungen

Am nächsten Morgen sollten, nach einer kurzen Stippvisite an unserem Hausspot, natürlich erstmal die Spots befischt werden, an denen wir schon im letzten Jahr erfolgreich waren. Never change a winnig team, warum auch. Deswegen viel die Baitauswahl natürlich auch erst mal auf die „Gummiwürmer“ von Hogylures am beschwerten Wide Gape Haken. Schon am Hausspot folgte aber dann ziemlich schnell die pure Ernüchterung. Bedingt durch den doch recht starken Süd/Ost Wind der letzten Tage mit ziemlich hohen Wellen und sehr trüben Wasser war hier nicht im Geringsten an ein Fischen auf die Augenjäger zu denken.

... und sie sollten zunächst auch nicht besser werden!

… und sie sollten zunächst auch nicht besser werden!

Also fuhren wir zügig auf die andere Seite der Halbinsel, um die letztjährigen Erfolgsspots zu befischen. Hier sahen die Bedingungen leider auch nicht viel besser aus, zumindest waren die Wellen nicht so hoch, dass man wenigstens einigermaßen fischen konnte. Doch leider blieben die Bisse, in der krautigen, trüben Brühe, gänzlich aus. Somit war der erste Angeltag schon ziemlich schnell gegessen.

Der Anfang war gemacht

Der Anfang war gemacht

Am nächsten Tag hatten sich die Bedingungen nicht verändert, was uns natürlich nicht vom Angeln abhielt und so wurde den ganzen Tag durchgefischt. Am Nachmittag war es dann auch endlich soweit und Sören konnte, in einer ruhigen Bucht in der Nähe unseres Hauses, den ersten kleinen Wolfsbarsch der Irland-Tour, auf einen 25g Snaps Meerforellenblinker fangen. Am Abend studierten wir die Bedingungen für die nächsten Tage. Eine Wetteränderung war soweit nicht in Sicht, also hieß es umplanen, neue Spots mussten her! So suchten wir uns eine große Flussmündung, in der Hoffnung, diese sei nicht so sehr vom Ost bzw. Süd/Ost Wind betroffen.


Eine Pause muss zwischedurch muss auch mal sein

Eine Pause muss zwischendurch auch mal sein

Gleich am Morgen ging es dann an den „neuen“ Spot, doch leider fischten wir auch hier einige Stunden ohne Fischkontakt. Langsam machte sich Ernüchterung breit, so hatten wir bis jetzt schon drei Angeltage ohne großen Erfolg unsere Baits in den Irischen Atlantik geballert, das war letztes Jahr doch ganz anders, als Sören keine halbe Stunde brauchte, um einen 70+ Wolfbarsch zu fangen. Wir versuchten das Beste draus zu machen und vergnügten uns am Abend mit Makrelenangeln.

Sind die Fische nicht so gut drauf, kann man sich auch mal um andere Dinge kümmern

Sind die Fische nicht so gut drauf, kann man sich auch mal um andere Dinge kümmern

Rettung war in Sicht, der Wind sollte sich am darauf folgenden Tag gänzlich legen und sogar die Sonne sollte rauskommen. Voller Tatendrang suchten wir am Abend noch per Google Earth weitere neue Spots aus und scheuten dabei auch keine weiten Fahrwege, diesmal wollten die Wolfsbarsche anscheinend hart erarbeitet werden.


Schicker Mitte 50er bei bestem Wetter

Schicker Mitte 50er bei bestem Wetter

Am nächsten Morgen ging es dann in die Nähe von Kilmore. Dort befischten Buschi und Rolf zunächst die Mole. Philip, Sören und Sascha hingegen angelten auf einer kleinen Insel, welche man nur bei niedrigen Wasserstand erreichen konnte. Nach einer halben Stunde war Saschas Rute endlich krumm. Nach einem knackigen Drill mitten im Tang, konnte dann der erste vorzeigbare Mitte 50er Wolfsbarsch der Tour gelandet werden. Als Köder diente diesmal ein 5er Keitech Easy Shiner in Firetiger an einem beschwerten Wide Gape Haken. Als das Fotoshooting fertig war, konnte auch Buschi seinen allerersten Seabass fangen, dem kurzdarauf sogar noch ein weiterer folgen sollte. Beide Fische waren auch so um die 50 bis 55cm groß und bissen auf einen 30cm langen Real Eel von Savage Gear. Am frühen Nachmittag sollten sich dann die Wege trennen. Buschi und Rolf verblieben am Spot, während Philip, Sören und Sascha eine weitere neue Ecke auskundschaften wollten.

Buschi mit deinen ersten beiden Wolfsbarschen

Buschi mit seinen ersten beiden Wolfsbarschen

Das war auf jeden Fall die beste Entscheidung des gesamten Urlaubs, wie sich einen Tag später heraus stellen sollte. Rein optisch war der Spot schon mal ziemlich heiß. Da es schon langsam anfing zu dämmern, hatten wir zwar nicht mehr viel Zeit, diese reichte Sören allerdings um eine kleine Meerforelle und einen kleinen Bass fangen. Was aber viel interessanter war, ein Einheimischer, der etwas weiter entfernt fischte, kam mit einem gut 70cm großen Wolfsbarsch bei uns vorbei. Nach einem netten Schnack und ein paar hilfreichen Infos hatten wir nun unseren Spot für den nächsten Tag gefunden. Es geht doch nichts über wirkliche Insiderinfos von den Locals! Auf dem Weg zu unserem Auto konnten wir auch noch eine Brandungsanglerin dabei beobachten, wie sie einen ca. 55 bis 60cm großen Woba auf Wattwurm fing.


Traumhaus!

Traumhaus am Traumspot!

Nun waren wir natürlich mega heiß auf den nächsten Tag. Buschi und Rolf wollten lieber wieder zu ihrer bekannten Mole, während Philip, Sören und Sascha schon ahnten, dass der neue Spot richtig Potenzial hat, so gab es schon am Vorabend „Brief und Siegel“ auf Philips ersten Wolfsbarsch über 60cm. Das die kommende Angelei alles, was wir bisher über das Wolfsbarschangeln in der Ecke gehört hatten, in den Schatten stellen würde konnten wir natürlich nicht ahnen, dazu aber mehr im zweiten Teil.

Bis dahin, Eure DaF Jungs

Tackle, das wir zum Wolfsbarschangeln empfehlen können:

Links:

Zweiter Teil der Wolfsbarschtour 2016

Unser erster Irland Trip 2015

Wolfsbarschangeln auf Sylt

Wissenswertes über den Wolfsbarsch

Viele nützliche Tipps zum Wolfsbarschangeln findet Ihr im Buch von Robert Staigis, welches wir Euch ans Herz legen möchten.: Wolfsbarsch – Erfolgreiche Angeltechniken & Plätze

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