Weihnachtsangeln in der Nacht auf Heiligabend

Veröffentlicht von Dicht am Fisch. In der Kategorie Eric
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Veröffentlicht am Januar 03, 2013 , derzeit Keine Kommentare

Nächtliches Spinnfischen auf Zander

Wann stehen normale Menschen am 24. Dezember auf? Wahrscheinlich „früh“ um noch nicht erledigte Vorbereitungen für‘s Fest fortzusetzen, oder spät um entspannt in den Tag zu starten. Doch wie früh auch immer der Otto-Normalbürger sich an diesem Tag aus dem Bett quälte, um jene Zeit stand ich schon lange am Wasser. Mit Phillip, Dirk und Christopher ging es schon am späten Abend des Vortages auf in die Hafencity, Zander jagen! Nacht durchfischen war angesagt und so standen zumindest Phillip und ich noch bis kurz nach sechs am „Heiligmorgen“ an der Spundwand, mit Blick auf die Rutenspitze. Aber zunächst zum Anfang des Abends.

Bevor wir überhaupt am Wasser ankamen, lernten wir mal wieder, was es heißt, nachts mit der Bahn unterwegs zu sein. Dies hat anglerisch absolut keine Relevanz, wer hier nur über Fisch und Gerät lesen möchte, überspringt bitte diesen Absatz. Nachdem ich mich mit Phillip und Christopher getroffen hatte, mussten wir erst mal mit der U-Bahn Richtung Landungsbrücken fahren. Also rein in die Bahn und los. Aber kaum war die Tür hinter uns geschlossen, wurde uns dreien auch schon gewaltig übel. Man kann schriftlich gar nicht beschreiben, wie dieser Waggon, indem außer uns nur eine bewegungslos in der Ecke verharrende Gestalt saß, stank. Es ist schier unmöglich, dies irgendwie in Worte zu fassen. An der nächsten Station flüchteten wir panisch aus dem Wagen und wechselten in den Waggon dahinter. U-Bahntypisch war auch hier die Luft nicht gerade Lungenurlaub, aber verglichen mit dem Wagen davor war es reinste Erholung. Willkommen in der nächtlichen U2! So etwas gehört leider dazu, wenn man ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.


Phillip mit einem Zander

Phillip mit einem Zander

Zurück zum Fischen:
Wir haben in dieser Nacht einiges an Strecke gemacht, um an Fisch zu kommen. Diverse Spots in der Hafencity wurden angetestet und zunächst gab es wenig Resonanz auf unsere Köder. Erst gegen zwei Uhr nachts begann das große Beißen! Auf verschiedene Kunstköder der 4-6“ Größe bissen immer wieder kleinere Zander, sodass jeder schnell zu seiner Entschneiderung kam. Der erste ü50er kam bei Phillip ans Band, dann war es Christopher, der den nächsten besseren Fisch verhaften konnte, der mit seinen 64cm auch der beste Fisch des Trips bleiben sollte. Petri! Bei mir tat sich in dieser Zeit auch etwas, ein paar kleine Zander und vor allem recht viele verhasste Brassen blieben am Haken hängen. Während der Großteil es irgendwie schaffte, sich quer auf den Haken zu pflanzen, gab es zwischendurch sogar eine größenwahnsinnige Baby-Raubbrasse, die meinen 5“ WedgeTail recht lecker fand… Verrückte Welt!

Kampfstarke Raubbraxxe

Kampfstarke Raubbraxxe

Dirk war der erste, der uns verließ, der Rest fischte weiter. Kurz vor dem Beginn der Morgendämmerung wechselten wir an eine ziemlich bekannte Gegend: der Sandtorkai sollte mir noch einen maßigen Zander bringen, dieses ewige Schniepelfangen nervt manchmal schon sehr. Der Plan ging auch auf. Zu Anfang meinte ich noch, dass ich mich auf die Spundwände konzentrieren wolle, das kommentierte Phillip zunächst: „Da sind eh nur Brassen“ doch im gleichen Moment schlug ich schon an und Zack da hing schon ein Zander! Leider stieg dieser Fisch auch schnell wieder aus. Aufgrund meiner doch schon sehr stark spürbaren Müdigkeit ärgerte mich das ausnahmsweise mal  nicht wirklich und auf einen der nächsten Würfe klappte es dann! Diesmal hing der Fisch und so kam ich auch noch zu meinem 50er!


Eric mit seinem ü50er kurz vor Feierabend

Eric mit seinem 50er kurz vor Feierabend

Da nun jeder seinen Fisch hatte und inzwischen auch nur noch Phillip und ich vollkommen übermüdet am Wasser standen, entschieden wir uns etwa um kurz nach sechs dann auch mal Schluss zu machen. Im Metronom wunderte ich mich noch, wie wach ich doch zu sein schien. Als ich aufwachte, hatte der Zug gerade Winsen Luhe passiert, was dummerweise meine Haltestelle ist, an der ich raus muss, wenn ich nach Hause möchte. Um nicht auch noch Lüneburg zu verpassen musste ich mich äußerst angestrengt wachhalten, was einigermaßen klappte. Etwa gegen halb neun war ich schließlich zuhause und konnte glücklicherweise noch ein paar Stunden Schlaf nachholen, bevor der Weihnachtsstress auch für mich wieder begann.

Lieber spät (in diesem Fall sehr spät) als nie, Ich wünsche allen Lesern nachträglich ein frohes Fest, ich hoffe ihr hattet alle schöne Weihnachten! TL Eric

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